Warum ist man beim Parabelflug auch schon im Steigflug schwerelos?

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5 Antworten

Du verwechselst da etwas. Ein geworfenes Objekt, zB. ein Stein, ist auf dem gesamten Weg der Parabel schwerelos. Das liegt an folgendem: Es überlagern sich zwei Bewegungen: 1. Die mit konstanter Geschwindigkeit nach schräg oben, mit der der Stein geworfen wurde. 2. Die beschleunigte Fällbewegung nach unten, mit der der Stein fällt. Die 1. hat keinerlei Trägheits- oder Kraftwirkung und kann deshalb ignoriert werden. Interessant ist nur die 2. Diese bewirkt, daß der Stein schwerelos ist, dh. würdest Du den Stein mitsamt einer Waage werfen, würde sie das Gewicht Null anzeigen. Und das gilt auch schon für den aufsteigenden Teil der Parabel, da auch hier der Stein schon fällt. Er bewegt sich sozusagen mit konstanter Geschwindigkeit nach oben (die können wir ignorieren) und fällt gleichzeitig beschleunigt nach unten (das bewirkt die Schwerelosigkeit). Es wird also von der konstanten Geschwindigkeit nach schräg oben ständig die beschleunigte nach unten subtrahiert. Das Fallen, das von Anfang an schon stattfindet, wird erst augenfällig, wenn die Fallgeschwindigkeit die konstante  nach oben übersteigt. Beim Flugzeug ist das aber nicht so, da das nach oben kräftig beschleunigt, weil es sonst abstürzen würde.

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Sobald auf einen Körper keine Oberflächenkräfte mehr wirken, ist er lokal schwerelos. Das bedeutet, dass ohne Luftwiderstand (auch eine Oberflächenkraft) und ohne einen Antrieb (auch eine Oberlfächenkraft) das Objekt schwerelos ist. Dabei ist es egal, ob man sich gerade nach oben oder schon wieder nach unten bewegt.

Dein Kommentar in einer anderen Frage ist übrigens unpassend, denn beim Abfangen des Sturzflugs wirken ja Triebwerke, also hast du gerade hier Oberflächenkräfte, also eben keine Schwerelosigkeit.

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Während der Steigflug eingeleitet wird, ist man sogar schwerer als gewöhnlich, wie die anderen User schon geschrieben haben. Ist diese Phase abgeschlossen, erfährt alles innerhalb des Fliegers dieselbe Beschleunigung, und somit treten keine inneren Kräfte auf. Ob alles gleichermaßen abgebremst oder positiv beschleunigt oder auch in gleicher Weise umgelenkt wird, ist unerheblich.

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Kommentar von Florian1107
29.01.2016, 18:38

"Beim Einleiten des Steigfluges, sowie beim Abfangen des Sturzfluges, herrscht im Flugzeug nahezu doppelte Schwere, zusammengesetzt aus der Gravitation und der dabei etwa ebenso starken Trägheitskraft."

Trotzdem danke. Ich kann mir das selbst irgendwie nicht erklären. :D

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Wer sagt das? In Deinem eigenen Kommentar wird es widerlegt.

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