Frage von crimsontime, 30

Warum ist Klassik Musik oft melancholisch ?

Antwort
von Tasha, 20

Das hat ganz verschiedene Gründe. Zunächst mal ist klassische Musik für die meisten ungewohnt, wenn sie nur Radio (Popsongs etc.) hören, weil Concerti zum Beispiel viel länger sind als ein kurzer Popsong und anders aufgebaut sind. Langsame Sätze klingen dann oft vielleicht eher melancholisch, man muss sich erst mal reinhören.

Dann gibt es noch Ausnahmen, z.B. Bach hat wohl alle oder einige (?) seiner Solo-Voilin-Sonaten und Partiten (davon gibt es insgesamt jeweils drei meines Wissens) in der Trauerphase geschrieben, was einige Teile davon viel einleuchtender macht (höre dir mal die Allemande der Partita Nr. 2 an.... oder allg. höre mal in diese Stücke rein, da sind viele Sätze, die man viel besser versteht, wenn man daran denkt, dass sie von jemandem geschrieben wurden, der gerade trauerte!).

Meines Wissens (ohne Gewähr) wurde viel klassische Musik mit der Idee geschrieben, dass man als Zuhörer im Publikum sitzt und sich entspannen will, abschalten, evtl. neue Ideen finden - also gerade NICHT aktiv zuhören!! Das könnte evtl. auch erklären, warum die Stücke anders sind als z.B. eben Popmusik, die zwar auch als Hintergrundmusik gedacht ist in vielen Fällen - oder so verwendet wird, s. Supermarkt etc. - aber doch so geschrieben wurde, dass man sie aktiv schnell wieder hören (kaufen...) wollen soll. Also zum Mitsingen, Mitsummen etc. Das geht bei vielen, besonders komplexeren klassischen Stücken nicht nach dem zweiten Hören! Oder eben gar nicht, weil die Musik so "schwierig" (schnell, verschiedene Instrumente übereinander etc.) ist, dass man gar nicht mitsummen kann!

Dann gibt es noch Stücke, die bestimmte Märchen, Geschichten, Ideen, Mythen etc. illustrieren und dadurch eben auch mal eine traurige, gefährliche, gedrückte, beängstigende etc. Stimmung erzeugen sollen.

Kommentar von Infoholiker ,

Sag mal wie kann man so viel Aufwand in eine so bescheuerte Frage investieren?

Kommentar von sr710815 ,

wieso, das ist doch eine ernstzunehmende, gut formulierte Antwort auf die Frage

Kommentar von Tasha ,

Ich finde die Frage nicht bescheuert. Ich hatte als Kind eine ähnliche Frage. Meine Eltern hatten einen alten Kassettenrekorder, in dem eine Kassette stecke und als ich den mal angestellte, hörte ich irgendein klassisches Konzert, aber mittendrin. Habe dann zurückgespult und mich am Anfang gefragt, warum das sooo lange dauert, warum es soooo langweilig losgeht und war dann nur am Spulen, bevor ich aufgegeben habe. Später hörte ich immer, klassische Musik sei "anspruchsvoll" und stellte mir vor, dass es sehr intelligente Menschen gibt, die sofort einen Zugang zu der Musik haben würden und dass mein Problem mit der Musik bedeuten würde, dass mir hier irgendeine Art von Intelligenz oder Bildung fehlt. Tatsächlich muss man sich mMn an jede Art Musik gewöhnen. Wir mögen moderne Musik, weil wir die oft gehört haben. Würden wir von Kindesbeinen an nur Concerti hören, würden wir die vermutlich mögen. Da wir aber mit Radio und der Musik aufwachsen, die in der Familie oder bei Freunden gehört wird, fehlt uns oft der Zugang zu gerade langen, ungewöhnlichen, langsamen, atonalen etc. instrumentalen Stücken. Die müssen noch nicht mal direkt klassisch sein.

Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich auch nur WTF?! 

;-)


https://www.youtube.com/watch?v=8AXQLQ66LeA

Kommentar von Infoholiker ,

Du redest zu viel. Das langweilt und liest sich keiner durch. 

Antwort
von sr710815, 16

Mozart war wohl krank (Syphilis vermutet man), Beethoven war taub. Schubert depressiv & in der Filmverkörperung mit Udo Samel auch mit Arthrose in den Fingern gesegnet.

JS Bach war zum Ende der Karriere fast erblindet. Russisch depressive Wintermelodien oder eben aus Norwegen...

Dann schreibt man eben melancholische Melodien, meist in Moll-Tonarten.

Fröhliche Musik bis auf Mozart oder die Brandenburgischen Konzerte am Hofe von JS Bach sind eben selten, dafür war die medizinische Entwicklung noch nicht so weit & die Komponisten hatten viele Zipperlein

Kommentar von Hoppeltoppeltz ,

Ich gebe dir total recht. Aber selten war fröhliche Musik damals definitiv nicht.

Kommentar von Infoholiker ,

Naja eigentlich gibts bei bach nichts depressives

Antwort
von MindFlower, 12

Warum bist du zur klassischen Musik melancholisch? Ich empfinde es nicht so.

Antwort
von Ursusmaritimus, 15

Findest du das melancholisch?

Wie immer und überall, es gibt solche und solche Musik. Oder wirfst du Böhse Onkelz und Slbermond in einen Topf?

Antwort
von andreasolar, 14

Vermutlich kennst du eher langsame Sätze aus klassischen Werken. 

Am Beispiel eines Mozart-Klavierkonzertes kannst du aber sehen, welch unterschiedliche Stimmungen zum Ausdruck kommen.

Der 2. Satz hört sich so an:

Der folgende Satz dann so:

Antwort
von kindagurl, 17

Weil sie oft in moll geschrieben ist.

Antwort
von Infoholiker, 13

Was ist denn "Klassik Musik"? Du weißt dass man merkt dass du keine Ahnung hast? 

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