Warum ist kiffen so verpönt?

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8 Antworten

Hallo,

Ich versteh zwar nicht was "Gott" damit zu tun hat aber bitte ...

Kiffen ist gar nicht verpönt. Es wird vor dem Gesetz lediglich als illegale Droge angesehen. Ja, Alkohol, Koffein und Co sind auch Drogen. Aber das Gesetz existiert so nunmal.

Was genau hätten wir jetzt von einer Legalisierung vom "Bevormundungsstaat" (Achtung Aluhutgefahr) im Sinne von Droge und Gesundheit?

Ich weiß, das Kraut kann Krebs heilen, den Welthunger stillen und möglicherweise kann es auch durch einen brennenden Reifen springen. Am besten jedoch ist der Vergleich mit Alkohol: "Kiffen ist besser". (Kann eine Droge "besser" sein?)

Der Punkt ist aber: Wenn kiffen legalisiert wird, denkt ihr wirklich die Leute hören deswegen zu saufen auf? Nein. Jetzt wird gesoffen und (noch mehr) gekifft. Tadaa! 

kan einem den geist befreien

Den Geist "entfernen" trifft's wohl eher. Ich kenne selber einige die kiffen als Leistungssport betreiben. Zwischen der Frage wie viel ist 8x6 und der Antwort könnte man gemütlich einen Kaffee trinken gehen.

Ich bin selber kein Heiliger aber sich selbst einreden wie supi-dupi Dope doch ist, ist meines Erachtens nach Schwachsinn.

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Kommentar von sarahj
18.02.2016, 11:13

es ist eine Frage der Dosis; genau wie bei Alk.
Zwischen

"zu einem guten Essen eine gutes Glas Wein trinken" und "täglich schon morgens eine Pulle Schnaps brauchen"

liegt die selbe Distanz wie zwischen

"ein paar mal im Jahr mit Freunden einen reinziehen und eine lustigen philosphischen Abend haben" und "täglich gleich morgens vor der Schule einen 'reinziehen".

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Fingerhut ist auch eine natürliche Pflanze und kann tödlich sein oder in der richtigen Dosierung helfen. Meinen Geist kann ich anders "befreien". Das muss nicht mit Hilfe von Rauschmitteln sein.

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Schließe mich in fast allen Punkten Furbo an.

Vielleicht noch eine Ergänzung: Ich glaube, dass gerade die Wirkweise von THC der springende Punkt ist.

Das THC dockt an Rezeptoren im Gehirn an, was die Wahrnehmung, Motorik, das Zeitgefühl etc. beeinflusst. Von den THC Wirkstoffen werden nun nicht 100% wieder abgebaut, das heißt ein paar Rezeptoren bleiben dauerhaft "blockiert".

Dies ist bei den Millionen Rezeptoren die wir haben sicherlich unerheblich, wenn z.B. jemand jeden Samstag einen durchzieht, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich die Sachlage anders darstellt, wenn ich z.B. jeden Tag 5 Joinst rauche... bin aber kein Gehirnforscher, ich mag mich irren... 

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Kommentar von furbo
18.02.2016, 07:27

Du hast vollkommen recht. Auch Cannabis schadet. Allerdings steht Cannabis damit in einer Reihe mit anderen Drogen oder Arzneimitteln. Die Dosis macht's.  Ich habe öfters Kontakt zu Suchtkranken (Alk, Medikamente, Spiele...). Wenn ich sehe, was Alk aus  einem Menschen macht, wenn sie sich buchstäblich das Gehirn weggesoffen haben... Und Alk ist eine legale Droge. Cannabiskranke hab ich noch nie gesehen.

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Weil man es über einen Zeitraum von 100 Jahren geschafft hat, die Hanfpflanze (eine der ältesten Kulturpflanzen) zu kriminalisieren. Die Kriminalisierungskampagne ging von den USA aus, wahrscheinlich, weil die ausdauernde Hanffaser eine starke Konkurrenz für die aufstrebende Chemieindustrie mit deren Kunstfasern war. 

Jedenfalls war sie so erfolgreich, so dass Cannabis fast weltweit geächtet wurde. Der Nebeneffekt war, dass es auch keine oder kaum Forschungen zur medizinischen Wirkung von THC gab. Erst langsam wird daran geforscht. Israel ist da einer der führenden Staaten, dort werden Cannabispräparate erfolgreich in der Schmerztherapie und bei Rheumaerkrankungen eingesetzt. 

Die Kriminalisierung von Cannabis ist so tief im Bewusstsein verankert, dass der Kiffer oft sozial ausgegrenz wird. 

Meiner Auffassung nach sollte Besitz und Konsum freigegeben werden (Alk und  Nikotin wirken wesentlich verheerender als Cannabis - hat auch schon die WHO festgestellt). In US-Bundesstaaten, in denen Cannabis frei gehandelt werden darf, ist sogar die Kriminalität gesunken. 

Allerdings stehe ich dem Cannabiskonsum und Führen eines Fahrzeugs sehr ablehnend gegenüber. Bei einer tatsächlichen Freigabe müsste aktives THC im Körper und Autofahren zum sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis führen. 

Falls mich jemand als Kiffer einstuft: ich habe noch nie Cannabis konsumiert. Mich ekelt, dieses Zeug meinem Körper zuzuführen. 

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Kommentar von JuraErstie
17.02.2016, 11:00

Allerdings wirkt die Droge bei jedem Menschen unterschiedlich und demzufolge sind die Symptome auch unberechenbar.

Bei Nikotin und Alkohol kennt man den Effekt, er ist immer gleich, es komm nicht zu Halluzinationen o.Ä.

Ich glaube das ist der springende Punkt.

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Kommentar von JuraErstie
17.02.2016, 12:05

Freilich ist es jedem selbst überlassen, aber wenn es im BtMG so geregelt wird, tja dann muss man es so hinnehmen. Oder eben rechtswidrig handeln.

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Kommentar von tony5689
18.02.2016, 00:16

@JuraErstie: alkohol ist also berechenbar?! Sorry aber das ist ja mal der größte quatsch überhaupt. Sagen wir mal man trinkt ein bisschen schnaps um nur angeheitert zu sein - je nachdem wie man veranlagt ist, was man verträgt, können schon kleine mengen zuviel sein, und im schlimmsten falle sogar tödlich sein. Da ist cannabis definitiv weniger gefährlich. Und halluzninationen von cannabis sind nur sehr schwer möglich, ohne darauf hinzuarbeiten passiert das sogut wie nie. Da ist die sinnesveränderung die durch alkohol auftritt sehr viel gravierender... Also cannabis ist keinesfalls unberechenbarer als alkohol oder tabak.

PS: @furbo... Cannabis ist eigentlich kein halluzninogen. Wie gesagt, es ist schon möglich, aber ziemlich schwer durch cannabis halluzninationen aus zu lösen. Richtige halluzinogene sind da eher psilocybin, meskalin, DMT, LSD/LSA etc...

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Das man keinem weh tut sehe ich anders. Wenn die Drogen aus Mexiko kommen, dann unterstützt man meiner Meinung nach, wenn man die Drogen kauft den Drogenkrieg. Man ist schließlich der Geldgeber.
Das ist evtl nicht der Grund, warum es verboten ist, aber ich bin der Meinung, dass man daran denken sollte und dies ein Grund ist keine Drogen zu nehmen.
Auch ist Drogen zu nehmen gefährlich, man kann dabei sterben und es kann süchtig machen.

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Kommentar von bbzzii
17.02.2016, 11:13

das gras in Deutschland kommt sicher nicht aus Mexiko. und von Marihuana kann man nicht sterben.

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Kommentar von lifeisblah
17.02.2016, 12:19

Ach ja wie schön, mal wieder der letzte typische Propaganda Satz 

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Kommentar von lPascalL97
17.02.2016, 13:52

Wenn alle Drogen legal wären, hätte man so ein Problem nicht. Außerdem ist es den meisten Konsumenten eh egal ob sie damit Terroristen oder Kartelle unterstützen.

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Kommentar von tony5689
18.02.2016, 00:20

1. An cannabis zu sterben ist nicht möglich. Die suchtgefahr ist bei null, nur psychisch ist eine sucht möglich und eine psychische sucht kann durch alles was nicht lebenswichtig ist ausgelöst werden. Also ausser wasser kann alles süchtig machen....

2. Von wegen drogenkrieg... Das trifft auf deutsches cannabis nicht zu. Eher auf kokain u.ä... Aber die lösung ist einfach: legalisieren. Seit der legalisation in bestimmten teilen der welt ist die kriminitätsrate um ein vielfaches gesunken. Also beschaffungskriminalität und eben auch der von dir genannte "drogenkrieg" der ja nun schon leider unzählbar viele opfer gefordert hat würde unterbunden werden durch eine legalisation.

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Ist es doch gar nicht mehr so, kommt halt auch darauf an wo du bist
Ich kenne niemanden der nicht kifft

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Kommentar von bonamassa23
17.02.2016, 15:16

du kennst niemanden der nicht kifft? wow ich will auch so einen Freundeskreis haben...

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Das Problem ist schwieriger als man in einer Diskussion abhandeln kann.

Auf der einen Seite ist Hanf nicht der gefährlichste Stoff von allen. Daher wäre die Legalisierung ok, zudem der Staat durch die Versteuerung und Kontrolle die Schwarzmärkte vernichten könnte.

Auf der anderen Seite haben wir aber das Problem des "Broken Window"; wenn wir es für Hanf zulassen, müsste man es auch für andere Drogen (Heroin, Koks) zulassen, da sie ebenfalls bewusstseinserweiternd sind. Und zudem besteht die Möglichkeit, dass das Hanf in die Hände von Kindern kommt (was aber bei Zigaretten und Alkohol ebenfalls der Fall ist)

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Kommentar von minime6114
17.02.2016, 10:50

Man muss nicht andere Drogen zulässig machen nur weil man Hanf legalisiert. Beispiel Holland und viele Staaten Amerikas.

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Kommentar von lPascalL97
17.02.2016, 14:01

Im Gegenteil, Kindern und jugendlichen würde der Erwerb von Cannabis durch eine Legalisierung deutlich schwerer fallen. Dealer fragen nicht nach dem Ausweis :D
Wenn man es natürlich so macht wie in den USA.

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Kommentar von furbo
18.02.2016, 07:29

Auf der anderen Seite haben wir aber das Problem des "Broken Window";

Das Fenster ist schon längs zerbrochen. Die Täter heißen Alkohol und Nikotin. 

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Man wird halt deppert davon.

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Kommentar von sarahj
18.02.2016, 11:16

das ist richtig und falsch - je nachdem wie oft (und in welchem Alter) man es macht.

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