Frage von maiki90, 246

Warum ist in Deutschland die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren immer noch nicht der heterosexuellen Ehe gleichgestellt?

Meiner Meinung, Erfahrung und Wissens nach, gibt es KEIN legitimes Argument dagegen.

Beispiel: Homosexuelle können keine Kinder bekommen. Gegenargument: Doch. Viele Frauenpaare haben leibliche Kinder, die sie zusammen groß ziehen, sei es aus vorher gegangenen Beziehungen oder durch Samenspende. Viele Männerpaare können sich vorstellen, zusammen mit Frauenpaaren oder einzelnen Frauen mit kinderwunsch Kinder zu zeugen (Co-Parenting)

Außerdem gibt es viele (un)freiwillig kinderlose heterosexuelle Paare. Sollten diese dann zwangsgeschieden werden da ihre Ehe "nicht zählt"?

Beispiel 2: Kinder wachsen schlechter auf mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Gegenargument: Schlichtweg falsch. Kinder wachsen gleichgut wie Kinder mit klassischem Vater-Mutter-Gefüge auf und teilweise sogar besser, da hier die Elternschaft sorgfältig geplant wurde und sich das homosexuelle Paare gegen sehr viele Hürden beweisen musste.

Außerdem, wenn dieses Argument angeführt wird, sagst du auch, dass Alleinerziehende oder Patchworkfamilien schlechtere Eltern sind.

(Ich stelle diese Frage zum zweiten Mal, da ich als Antwort immer wieder das Argument des Kinderzeugens bekommen habe und jetzt das Ganze von vorneherein ausschließen möchte)

Antwort
von Nordseefan, 37

Weil es eben erst seit - an der Menschheitsgeschichte gesehen -  sehr kurzem überhaupt ( und leider! längst nicht von allen) rertoleriert wird das es "so etwas" überhaupt gibt und das man damit an die Öffentlichkeit geht. Von daher ist in Deutschland schon viel passiert. Aber so ein ich sag mal "Wertewechsel" geht halt nicht von heute auf morgen.

Du schreibst so schön, Frauen haben oft Kinder aus früheren Beziehungen. Das stimmt schon, aber geh mal in die 50er, 60er oder auch noch 70er zurück: Was heute normal ist in Punkto Alleinerziehend das war damals ein Unding.

Geben wir also die Hoffung nicht auf, das es mit der gleichgeschlechtlichen Ehe auch bald so weit sein wird.

Antwort
von Gilgaesch, 46

Weißt du wie lange solche änderungen im Normalfall dauern? Homosexuelle sind noch geschichtlich gesehen gestern erst akzeptiert. 

Sowas dauert einfach Zeit gesetzlich durchzusetzen dazu kommt noch das viele es schlichtweg nicht wollen, dass diese Ehen gleich behandelt werden und da die Politik auf ihre Wähler achten muss, muss sich erst das Denken an sich verändern.

Antwort
von Halbkornbrot13, 38

Nun in Deutschland, ist die grösste Regierung Partei die CDU/CSU diese versteht sich als Konservativ und hat dementsprechend auch viele konservative Wähler, die aus irgendwelchen (meist) vollkommen Irrationalen Gründen gegen die Gleichstellung der Homo-Ehe sind.

Das heisst im Klartext das CDU/CSU sich vor allem aus dem Grund gegen die Homo-Ehe ausspricht weil Sie angst hat mit der Befürwortung dieser mehr Wähler zu verlieren als zu gewinnen.

Und genau das ist heute leider das Ziel der meisten Parteien, möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen bzw. zu halten und nicht das moralisch/rational Richtige zu tun.

Antwort
von MagnaFlavia, 38

Ich glaube, dass viele konservativ, denkende Menschen der Meinung sind, dass eine Verbindung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern nicht vorgesehen ist. Da ja die Weltbevölkerung gesichert werden soll, was mit Homosexuellen Partnern (Abgesehen von Regenbogenfamilien) nicht unbedingt moeglich ist. Unsere Regierung ist eben sehr konservativ und bei vielen ist sie immernoch sehr verpoent. Und wenn erst die AFD an der Macht ist, wird sie verboten.

Also, das ist so mein Gefühl dabei

Antwort
von Maikiboy29, 43

Ich glaube der einzige Grund warum die gleichgeschlechtliche Verpartnerung nicht genauso anerkannt und genannt wird wie die Ehe, liegt an dem sehr großen Einfluss der katholischen Kirche in Deutschland. Offiziell herrscht eine strickte Trennung von Staat und Kirche aber inoffiziell würde keine der großen Parteien in Deutschland irgendetwas machen, was der katholischen Kirche missfällt. 

Antwort
von dinkelfIocke, 41

Man darf nicht vergessen, dass die größte Partei Deutschlands die konservative CDU/CSU ist und unsere Bundeskanzlerin bei dem Thema leider ein "ungutes Bauchgefühl" hat. Das kommt daher, dass auch sie eher konservativ eingestellt ist.

Die komplette Gleichstellung der Ehe ist erstrebenswert, wird jedoch wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis das auch in Deutschland angekommen ist. Da die Mehrheit der Deutschen obige Partei wählt, ist auch die Mehrheit der Deutschen noch relativ konservativ eingestellt. Und sollte die AfD mehr Wähler bekommen, können wir das mit der Gleichstellung sowieso hinten anstellen. Dann muss man wahrscheinlich eher aufpassen, dass man als Homosexueller nicht verbrannt wird.

Auch darf man nicht vergessen, dass das ganze Toleranz-Thema noch gar nicht so lange andauert. Noch Ende der 80er und Anfang der 90er war das Thema ein riesiges Theater, heute sind wir schon einen gewaltigen Schritt in die richtige Richtung gegangen, indem die Ehe zweier Menschen gleichen Geschlechtes in vielen, vielen Ländern der "klassischen Ehe" zwischen Mann und Frau schon gleichgestellt wurde. Donald Trump hat erst vor kurzem gesagt, er würde an dem Gesetz der Gleichstellung nichts rütteln, auch wenn man erst befürchtet hat, er würde es eventuell kitten.

Ich bin lesbisch und lebe mit einer Frau zusammen, die ich natürlich auch gerne heiraten möchte. Dass ich die Sache also aus einem anderen Blickwinkel sehe, sollte logisch sein. Das Problem ist auch, dass viele Deutschen die Homosexuellen als "buntes Volk" ansehen. Immer schrill, immer laut, immer komisch, immer anders. Das ist nicht so. Ich selbst bin konservativ, will Kinder, ein geregeltes Einkommen, Sicherheit und vor allen Dingen nicht komisch angeschaut werden. Ich denke, das Bild welches Menschen von Homosexuellen im Kopf haben sollte sich verändern. Dass das durch Conchita Wurst oder wen auch immer nicht besser wird, ist klar und es macht mich sauer, dass es Leute "meiner Sorte" gibt, die das anscheinend nicht verstehen und sich wichtiger nehmen als heterosexuelle Leute. Das sind wir nämlich nicht.

Ich befürworte ganz klar die Gleichstellung der Ehe mit allem was dazu gehört.

Antwort
von atzef, 46

Man war ja schon dran. SPD, Grüne, FDP, Linkspartei und große Teile der Union würden das wohl auch durchwinken.

Minderheiten der CDU und die CSU haben schlicht Angst, weiter gegenüber der AfD einzubüßen.

Kinder werden allenfalls instrumentalistisch missbraucht in dieser Diskussion.

Andererseits sehe ich jetzt auch nicht den ganz großen Druck angesichts der weitreichenden Gleichstellung eingetragener Lebensgemeinschaften. Bedeutsam ist das wohl vor allem als Akzeptanzsymbol.

Antwort
von ProfFrink, 34

Außerdem, wenn dieses Argument angeführt wird, sagst du auch, dass
Alleinerziehende oder Patchworkfamilien schlechtere Eltern sind.

Patchworkfamilien sind eine Katastrophe!

Ein Verwandter von mir ist Grundschullehrer. Er berichtet, dass er früher den kompletten Montagvormittag damit verbracht hat, all die armen Kinder aus Scheidungsehen wieder auf Kurs zu bringen. Sie konnten sich nicht so richtig konzentrieren. Der Grund: Der Beziehungswirrwarr hat diese Kinder mental geschwächt. Heute sei der Anteil der Patchworkfamilien noch weiter gestiegen. Heute braucht er den Montag und den Dienstag um die Kinder wieder konzentrationsfähig zu machen.

Ein anderer Lehrer hatte unlängst ein Gastkind aus einer Patchworkfamilie eingeladen. Das Mädchen wollte mit seinen Kindern zusammen Hausaufgaben machen. Das Kind war sichtlich gerührt, dass es da einen Vater und eine Mutter gab und hat offen gesagt, wie schön das ist. Ihr selbst waren solche intakten Verhältnisse nicht vergönnt. - Warum willst Du das kaputt machen?

Kommentar von Twitizen ,

Wieso unterstellen Sie dem/der FragestellerIn, dass sie irgendwas "kaputt machen" will? Sie spricht sich für generelle Gleichstellung aus und sagt (völlig zu Recht), dass auch Patchwork-Eltern nicht per se schlechtere Eltern sind. Das heißt aber nicht, dass sie sich für Patchwork-Verhältnisse ausspricht.

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Liebe & Partnerschaft, 36
  • Na ja, die grundsätzliche Debatte muss doch eher sein, welche Form des Zusammenlebens der Staat fördern sollte und warum er dies tun sollte. Nur weil zwei sich gern haben, sollten sie keinerlei Vorteile bzgl. Erbschaft, Steuer oder dergleichen haben. Weder in heterosexuellen Beziehungen noch in homosexuellen. Wenn wir hier die Tradition auch noch ausweiten würden, würden wir eigentlich den Systemfehler vergrößern anstatt uns in die richtige Richtung zu entwickeln. Familien, also Kinder, müssen gefördert werden, nicht aber Ehen oder das Zusammenleben.
  • Zweitens sehe ich schon den Punkt, dass eine Ehe eben die Verbindung von Mann und Frau ist. Jeder kann zusammenleben, wie er möchte, aber muss das unbedingt den Stempel "Ehe" bekommen? Ich finde die gesamte Institution Ehe eigentlich völlig rückständig und anachronistisch angesichts der hohen Scheidungsraten und der großen Unabhängigkeit und Freiheit, die heutzutage jeder einzelne genießt. Ich kann gar nicht verstehen, warum homosexuelle Paare unbedingt dieser anachronistischen Ehe nacheifern. 
  • Bezüglich deines zweiten Punktes muss ich dir allerdings deutlich widersprechen. Kindern von gleichgeschlechtlichen Paaren fehlen sehr wohl sehr tief empfunden oftmals beide Elternteile und Rollen. Genau wie alleinerzogene Kinder aus heterosexuellen Ehe oftmals darunter leiden, nicht beide Eltern zu haben. Das ist einfach nur extrem linke Propaganda, auf die du da hineinfällst. Kinder brauchen Mutter und Vater. Das ist für mich sicher. Alles andere führt zu Leiden.
Kommentar von Topotec ,

Warum gleichgeschlechtliche Paare der Ehe nacheifern? Weil sie die Vorteile daraus ziehen möchten, siehe Erbe, sie Steuern, usw.

Heiraten der Gefühle wegen kann jeder auch so, kann jeder auch seinen Hund sicherlich irgendwo auf der Welt.

 

Antwort
von AndyG66, 14

Nein es gibt kein einziges Argument dagegen.

Man sieht ja in den Antworten zu deiner Frage wieviele engstirnige konservative Menschen Null Ahnung davon haben und immer noch mit altbiblischen, konservativen Argumenten kommen welche KLAR widerlegt sind. Welche heute FAKTEN sind.....


  • DOCH - es gibt ausschliesslich positive Studien auch in Deutschland.

  • Natürlich  Gibt es schon gleichgeschlechtliche Paare mit Kinder auch in Deutschland

  • Eine EINZELadoption vor der eingetragenen Partnerschaft ist Möglich! 

  • Die Stiefkindadoption leiblicher Kinder ist in Deutschland auch in homosexuellen Ehen erlaubt.


Um es kurz zu machen - Einzig die Stigmatierung der Kinder ist ein Problem. Also an die Gegner: Denkt an die stigmatisierten Kinder welche durch EURE Vorurteile leiden!  DAS beweisen Studien!

Antwort
von Zicke52, 49

Ehe ist per Definition eine heterosexuelle Verbindung. Sie ist ein menschliches Konstrukt, das zu dem Zweck gegründet wurde, den Geschlechtsakt zu legitimieren und potentiellen aus dieser Verbindung hervorgegangen Kindern einen Vater zu geben (zu Zeiten, als es keine Möglichkeit zur Feststellung der biologischen Vaterschaft gab), die Versorgung der Kinder und die Erbfolge zu regeln. 

Dieses Konstrukt hat eine jahrtausendealte Geschichte und hat sich in dieser Zeit gewandelt und an verschiedene Gesellschafsformen angepasst, aber die Entwicklung war dem ursprünglichen Zweck bis jetzt nicht gegenläufig. So blieb trotz Aufhebung der Unauflöslichkeiit der Ehe ein Teil der ehelichen Pflichten über Dauer der Ehe hinaus erhalten: eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber den ehemaligen Partner, Verantwortung für die gemeinsamen Kinder...

Eine Verbindung, die zur Legitimierung des Geschlechtsaktes geschaffen wurde, auf eine Verbindung anzuwenden, die den Geschlechtsakt ausschließt, widerspricht aber der Grundidee der Ehe.

Es hat auch nichts mit der Gleichheit aller Menschen zu tun. Gleichheit bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich gleich in Recht und Würde ist. Aber Gleichbehandlung heisst nicht "Alles gleich behandeln" sondern "Gleiches gleich behandeln", da die Erfüllung gewisser Ansprüche an gewisse Voraussetzungen gebunden ist. So darf grundsätzlich jeder den Führerschein machen, aber nur, wenn er die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Ein Blinder darf es z. B. nicht. Das widerspricht weder der Würde noch den Menschenrechten des Blinden. Es käme auch niemand auf die Idee, daraus auf Blindenhass zu schliessen. Er erfüllt nur die Voraussetzungen für die Ausstellung eines Führerscheins nicht. Und ein homosexuelles Paar erfüllt die Voraussetzungen für die Ehe, wenn man ihre Grundidee beibehält, nicht.

Um dem Gefühl des "Sichungerechtbehandeltsfühlens" aber die Grundlage zu entziehen, könnte man die Ehe einfach ersatzlos streichen - schließlich braucht es heute keine staatliche Legitimation des Geschlechtsaktes mehr - oder durch einen "neutralen" Vertrag ersetzen, der die Verpflichtungen von Menschen, die Verantwortung füreinander oder gemeinsam für Dritte (Kinder) übernehmen wollen, und sich zu diesem Zweck zu einer Gruppe (zwei oder mehr Personen) zusammenschliessen, innerhalb dieser Gruppe regelt. Die sexuelle Komponente bliebe von diesem Vertrag völlig unbeachtet. 

Ich glaube, diese Lösung könnte alle zufriedenstellen: die, die die Ehe als heterosexuelle Verbindung betrachten, und die, die einen gleichen Vertrag für alle wollen. Also ein neues Konstrukt, das die Gegebenheiten der heutigen Gesellschaft berücksichtigt. 

Und die "Ehe" wäre dann eine private oder religiöse Zeremonie für die, die Wert darauf legen, hätte aber keine legale Relevanz mehr.

Kommentar von Twitizen ,

Ehe ist per Definition eine heterosexuelle Verbindung. ... zu dem Zweck gegründet wurde, den Geschlechtsakt zu legitimieren

Das ist nicht "die" Definition, sondern eine, und obendrein vermutlich nichtmal eine belegte. In allererster Linie ist die Ehe eine fürsorgliche Verbindung zwischen zwei Menschen, völlig unabhängig von Geschlecht oder "Geschlechtsakt", sprich, Fortpflanzung.

Insofern widerspricht eine Homo-Ehe auch keiner Definition, und noch viel weniger einer vermeintlichen "Voraussetzung", die es zu erfüllen gäbe. Es geht bei der Gleichstellung nicht um "Geschlechtsakte", sondern um die Gleichbehandlung in sozialen Fragen - Adoptivrechte, Hinterbliebenenrechte usw.

Der Vorschlag, die Ehe einfach aufzulösen, um sie dann unter einem neuen Namen wieder einzuführen, löst das Problem nicht. Es bestreitet wohl niemand, dass Ehe als fürsorgepflichtige Verbindung eine gute Sache und auch schützenswert ist. Aber wenn schon, dann doch bitte ohne jemanden dabei zu diskriminieren, wie es aktuell nur aufgrund konservativer Moralvorstellungen geschieht.

Kommentar von Zicke52 ,

Aber natürlich entspricht die Ehe einer grundsätzlichen Definition, und zwar der der Legitimitierung des Geschlechtsaktes. Aus diesem Grund wurde sie gegründet. Der Geschlechtsakt ist zwischen Gleichgeschlechtlichen unmöglich.

Und der Geschlechtsakt ist nicht gleich Fortpflanzung, aber die Voraussetzung dafür. Und natürlich erfüllte man durch seine Heirat diese Voraussetzung, denn Einwilligung zur Ehe impliziert Einwilligung zum Geschlechtsakt. Ablehnung desselben war ein Grund zur Nichtigkeitserklärung der Ehe oder zur Scheidung. Auch Eunuchen waren von der Ehe ausgeschlossen, da sie die Voraussetzungen nicht erfüllten.

Nein, die Ehe wurde nicht gegründet, um Adoptivrechte zu regeln, sondern die Belange des eigenen potentionellen Nachwuchses. Die Ehe ist unnötig, um Adoptivrechte zu regeln, da auch Junggesellen adoptieren dürfen.

Ich habe nicht vorgeschlagen, die Ehe unter einem anderen Namen weiterzuführen, sondern sie zu streichen oder durch einen zivilrechtlichen Vertrag zu ersetzen, der sexuelle Beziehungen aussen vorlässt. Er könnte also auch unter mehr als zwei Menschen geschlossen werden, oder unter Verwandten. Da es nur um die Festlegung der Verantwortung ginge, die die Partner füreinander übernehmen.  

Kommentar von Twitizen ,

Die Ehe ist ein zivilrechtlicher Vertrag. Was Du herleitest ist eine Begriffsdefinition aus kirchlicher Sicht. Dort mag es historisch gesehen irgendwelche obskuren Voraussetzungen und vermeintliche Ziele der Ehe geben - aber eben nicht im Zivilrecht. Dieses sagt überhaupt nichts zu irgendwelchen "Geschlechtsakten" oder deren Einwilligung.

Die Gleichstellung der Homoehe vor dem Gesetz ist eine rein zivilrechtliche Sache, und auch nur dafür wird gestritten. Was die Kirche dazu denkt, ist völlig nebensächlich.

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: Nein, ich beziehe mich nicht (nur) auf kirchliche Ehe. Ehe/Familie ist die Basiszelle der menschlichen Gesellschaften und existierte in verschiedenen Kulturkreisen lange vor Entstehung der "Kirchen". Sie entwickelte sich aus einem Bedürfnis nach "Ordung"/Organisation und baute auf verschiedenen Regeln auf - kulturellen, traditionellen, religiösen - bevor es zur heutigen zivilen Ehe kam (die noch nicht un allen Ländern die Regel ist). Aber auch die zivile Ehe betrachtete die  "eheliche Pflicht" als gegeben. Die Ablehnung derselben war im Falle einer Scheidung, als es noch das Schuldprinzip gab, ein klarer Scheidungsgrund oder ein Ehenichtigkeitsgrund. Ist ja auch klar: wenn man jemanden heiratet, erwartet man, dass er zum Geschlechtsverkehr bereit. Ist er das nicht, darf man such aus gutem Grund getäuscht fühlen.

Kommentar von Twitizen ,

Ob nun kirchlich oder kulturell ist doch eine völlig müßige Diskussion. Beides sind historische Betrachtungen und völlig rückständig. Das Schuldprinzip gilt auch schon seit 40 Jahren nicht mehr und ist der beste Beweis dafür, dass sich das Zivilrecht unabhängig von irgendwelchen zeitgeistlichen  Moralvorstellungen in Richtung gerechte Gleichstellung weiterentwickelt.

Es gibt nicht einen einzigen Grund, warum die gleichgeschlechtliche Partnerschaft in einer modernen Gesellschaft NICHT der Ehe gleichgestellt sein sollte. Die Gegen"argumente" laufen immer wieder auf die gleichen Floskeln "Kinderkriegen" und "War schon immer so" hinaus.

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: Das Aufgeben des Schuldprinzips heisst nicht, dass es in der Ehe kein Fehverhalten mehr gibt, die ihre Auflösung rechtfertigt, sondern dass der Gesetzgeber darauf verzichtet hat, dieses Fehlverhalten festzustellen und bei der Scheidungsprozedur in Betracht zu ziehen. Dies geschah aus rein pragmatischen Gründen, da der Versuch, die Schuld an der Zeruettung der Ehe herauszufinden, schmutzige Familienkriege mit gegenseitigen Beschuldigungen, falschen Zeugenaussagen usw. generierte und nichts am Resultat - der Zerrüttung der Ehe - aenderte. Der Gesetzgeber begnügt sich also damit, die Zerrüttung der Ehe festzustellen, ohne die Ursache dieser Zerrüttung zu suchen. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Leugnung, dass es Ursachen gibt. 

Den Begriff "Moral" habe ich in keiner meiner Argumentationen verwendet.

Kommentar von Twitizen ,

Ich habe nichts dergleichen behauptet. Und "Moral" ist bereits implizit, wenn es um kirchlich-kulturelle Begründungen und deren Änderbarkeit geht.

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: Du hattest in deinem Kommentar unter anderem "zeitgeistliche Moralvorstellungen" erwähnt. Auf solche hatte ich mich aber nie bezogen. 

Auch kirchliche Begründungen sind mir fremd. Ich bin areligiös.

Es geht mir einzig und allein um den Inhalt eines Begriffs. Für einen völlig neuen Inhalt sollte man einen neuen Begriff schaffen.

Kommentar von Twitizen ,

"zeitgeistliche Moralvorstellungen".. Auf solche hatte ich mich aber nie bezogen. Auch kirchliche Begründungen sind mir fremd.

Doch, hast Du. In Deiner usprünglichen Antwort führst Du als Grund gegen die Homo-Ehe an, dass sie nicht "gleich" sei mit einer Hetero-Ehe, und das, weil sich bei Homo-Paaren nach einer vermeintlich jahretausendealten kulturell-kirchlichen Begriffsdefinition der Geschlechtsakt "ausschließt". Daraus schlussfolgerst Du, dass sich das heutige Zivilrecht noch an dieser obskuren Definition orientiert (was nicht stimmt).

Und nach diesen falschen Prämissen schlägst Du vor, die derzeitige Ehe abzuschaffen und es durch etwas zu ersetzen, das unabhängig von irgendwelchen Geschlechtsdingen die gemeinschaftlichen Fürsorgepflichten regelt.

Aber Achtung, jetzt kommts: Die Zivilehe ist ganz genau das. Du brauchst dazu überhaupt nichts zu streichen oder zu ersetzen. Ganz im Gegenteil: Du musst im Zuge der grundgesetzlich garantierten Gleichbehandlung die Homo-Ehe auf die exakt gleiche Stufe stellen, oder vielmehr noch: Es sollte gar keinen eigenen Begriff dafür brauchen, weil eine Ehe unabhängig vom Geschlecht eingegangen werden kann.

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: Und DU wirfst mir vor, dir das Wort umzudrehen?

Ich habe NIE behauptet, die kirchliche Definition der Ehe sei ein Grund gegen die "Homoehe"! Diese Begründung hattest DU ins Spiel gebracht, und ich habe sie entkräftet mit dem Argument, dass es Ehen schon lange vor Entstehung der Kirchen gab, in allen Gesellschaften und auf verschieden Wurzeln - kulturell, traditionell, religiös, zivilrechtlich - aber in allen Fällen war die Grundidee die gleiche: eine Verbindung, die dem Geschlechtsakt einen gesellschaftlichen Rahmen gibt.

Natürlich orientiert sich auch die zivile Ehe an dieser Definition. Die Bereitschaft zur "ehelichen Gemeinschaft" (Geschlechtsverkehr) wird bei Eingehen einer Ehe vorausgesetzt. Die Ablehnung desselben ist ein Scheidungsgrund und wird in Ländern, die das Schuldprinzip beibehalten haben (auch heute noch, in Ländern - wohlgemerkt, europäische Länder, nicht Saudiarabien!) entsprechend gewertet.

Die Ehe als Verbindung zwischen verschiedengeschlechtlichen Partnern besteht seit Urzeiten und in allen Gesellschaften. Lange bevor es organisierte Religionen und steuerliche Vorteile gab. Diese sind also nicht Kernpunkt der Ehe.

Kommentar von Twitizen ,

Du hängst Dich unnötig am Begriff "Kirche" auf. Nenn es meinetwegen "Religion", auch wenn das aufs Gleiche hinausläuft. Es geht um etwas völlig anderes, was Du gekonnt ignorierst:


[Ehe ist] ein menschliches Konstrukt, das zu dem Zweck gegründet wurde, den Geschlechtsakt zu legitimieren.

Dieses Konstrukt hat eine jahrtausendealte Geschichte

ich beziehe mich nicht (nur) auf kirchliche Ehe. Ehe ... baute auf verschiedenen Regeln auf - kulturellen, traditionellen,
religiösen - bevor es zur heutigen zivilen Ehe kam.

Eine Verbindung, die zur Legitimierung des Geschlechtsaktes geschaffen wurde, auf eine Verbindung anzuwenden, die den Geschlechtsakt ausschließt, widerspricht aber der Grundidee der Ehe.

Und ein homosexuelles Paar erfüllt die Voraussetzungen für die Ehe, wenn man ihre Grundidee beibehält, nicht.

Das ist Deine Argumentationslinie, richtig?

Du gehst davon aus, dass sich der heutige zivilrechtliche Ehebegriff noch immer an einer historisch willkürlichen Begriffsdefinition (Die "Grundidee" des "legitimierten Geschlechtsakts") orientiert. Und genau hier irrst Du dich. Das tut er nicht. Weil sich das Zivilrecht und dessen Auffassung des Ehebegriffs weiterentwickelt hat.

Es ist völlig gleichgültig, wo, wann und woraus die Ehe soziokulturell irgendwann mal entstanden ist. Es ist auch völlig gleichgültig, wo sonst auf der Welt man dieser willkürlichen Definition möglicherweise folgt. Es waren auch mal "Misch-Ehen" zwischen Weißen und Farbigen verboten und Sex war in der Ehe auch mal Pflicht. Das alles ist historische Betrachtung, die aber nichts mit dem deutschen(!) Zivilrecht in seiner heutigen(!) Form zu tun hat.

Die Bereitschaft zur "ehelichen Gemeinschaft" (Geschlechtsverkehr) wird bei Eingehen einer Ehe vorausgesetzt. Die Ablehnung desselben ist ein Scheidungsgrund

Nein, das ist beides schlicht falsch. Weder ist "eheliche Gemeinschaft" mit Geschlechtsverkehr gleichzusetzen, noch wird er vorausgesetzt, noch ist es ein rechtlicher Scheidungsgrund. Das war vor den 1970ern so, aber heute nicht mehr. Nicht in Deutschland - und nur darum geht es.

Das heutige Zivilrecht macht eine Ehe nicht am Geschlechtsakt fest, das kannst Du nachlesen. Und weil es das nicht tut, ist das daraus abgeleitete Argument, die Homo-Ehe würde die Voraussetzung "Geschlechtsakt" nicht erfüllen und wäre deswegen nicht gleichstellbar, hinfällig.

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: Ich habe nicht behauptet, dass das heutige Zivilrecht auf religiösen Prinzipien aufbaut, sondern das Wesen der Ehe beibehalten hat. Daneben habe ich die geschichtliche Entwicklung der Ehe nicht geleugnet, warum sollte ich?

Und auch der Verzicht auf die Feststellung des Schuldprinzips hat das Wesen der Ehe nicht geändert. Es gibt immer noch Fehlverhalten, das dem Wesen der Ehe widerspricht, z.B. Untreue. Ist eheliche Untreue nun kein Fehlverhalten mehr, nur weil es bei der Scheidung nicht mehr festgestellt wird? Und in anderen europäischen Ländern, in denen die Zivilehe auf den GLEICHEN Prinzipien wie in Deutschland aufgebaut ist, werden die Gründe für das Scheitern der Ehe um Falle einer Scheidung noch zur Kenntnis fenommen. Und Ablehnung des Geschlechtsverkehrs ist einer solcher Gründe. Genauso wie Untreue.

Aber wenn du unbedingt willst, dass Ehe nie etwas mit Geschlechtsverkehr zu tun hatte, dann lasse ich dir deine Meinung. Es hat keinen Sinn, mit jemandem zu diskutieren, der jede Evidenz, die ihm nicht in den Kram passt, leugnet.

Kommentar von Twitizen ,

Du liest meine Antwort gar nicht, oder? Zugegeben, sie ist recht lang, aber Du könntest es wenigstens versuchen. Dann müsstest Du mir auch nicht willkürlich Dinge unterstellen.

Aber wenn du unbedingt willst, dass Ehe nie etwas mit Geschlechtsverkehr zu tun hatte, dann lasse ich dir deine Meinung

Will ich nicht. Hab ich nie im Entferntesten behauptet. Ist nicht meine Meinung. Wo in aller Welt hast Du das bitte herausgelesen?

Und auch der Verzicht auf die Feststellung des Schuldprinzips hat das Wesen der Ehe nicht geändert.

Nö. Nur rechtliche Rahmenbedingungen zur Auflösung derselben.

Ist eheliche Untreue nun kein Fehlverhalten mehr, nur weil es bei der Scheidung nicht mehr festgestellt wird?

Klar ist es das noch. Aber es ist rechtlich genauso irrelevant wie "Beischlafentzug". Seit den Rechtsreformen der 70er muss für eine Scheidung kein Grund mehr angegeben werden.

Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht, worauf Du eigentlich hinaus willst. Die ursprüngliche Diskussion lautet "Warum ist die Homo-Ehe in Deutschland nicht gleichgestellt?". Du stellst daraufhin eine falsche Prämisse auf und nimmst sie als Grund für eine unmögliche Gleichstellung. Ich widerlege Deine Prämisse. Statt darauf einzugehen verwickelst Du uns in irrelevante Nebendiskussionen. Man könnte glatt meinen, Dir fehlen die Gegenargumente und Du lenkst deswegen ab.

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: Ich weiss dass die Ehe ein zivilrechtlicher Vertrag ist. Ich erwaehnte aber als Ersatz einen zivilrechtlichen Vertrag, der - im Gegensatz zur Ehe - "sexuelle Beziehungen aussen vorlässt".

Das Zivilrecht sagt nichts zu irgendwelchen Geschlechtsakten oder deren Einwilligung? Wenn diese nicht Bestandteil der Ehe wären, warum können Geschwister nicht - zivil - heiraten?

Kommentar von Twitizen ,

Die Ehe *lässt* zivilrechtlich sexuelle Komponenten außen vor. Die berühmten "ehelichen Pflichten" sind reine Auslegungssache und vor allem Fürsorgepflichten, keine "Beischlafpflicht".

Und das Eheverbot für Blutsverwandte ist keine Folge des Zivilrechts, sondern des Strafrechts - und zwar deshalb, weil bei solchen Beziehungen das Wohl und sogar das Leben eines möglichen Kindes nachweislich massiv gefährdet wird.

Wie weit wollen wir uns eigentlich noch vom ursprünglichen Thema entfernen? 

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: "Das Eheverbot für Blutsverwandte ist eine Folge ses Strafrechts, weil bei solchen Beziehungen das Wohl und sogar das Leben eines möglichen Kindes massiv gefährdet wäre."

Wieso sollte aus einer Ehe ein Kind hervorgehen, wenn sie doch sexuelle Komponenten aussen vor lässt? Wie kommst du dann auf die Idee, dass Blutsverwandte Sex hätten, wenn sie verheiratet wären? 

Gemäß deiner Definition ist die Ehe eine fürsorgliche Verbindung, völlig unabhängig vom Geschlechtsakt. Aus Fürsorge geht kein Kind hervor, also besteht kein Grund, Blutsverwandte auszuschliessen. 

Kommentar von Twitizen ,

Du drehst mir das Wort im Mund rum. Sex ist rechtlich weder Definitionsgrundlage noch Voraussetzung für eine Ehe, was aber nicht heißt, dass er in der resultierenden Beziehung nicht passiert. Das tut er sogar mit ziemlicher Sicherheit.

Und das mögliche Kindswohl ist auch keineswegs die einzige Begründung für das Eheverbot von Verwandten. Da spielen auch familiäre Abhängigkeitsverhältnisse und psychosoziale Folgen rein. Aber es steht ja allen Betroffenen frei, für die Abschaffung solcher Regelungen auf die Straße zu gehen. Womit wir vielleicht wieder beim Thema ankommen würden.

Kommentar von Viktor1 ,
könnte man die Ehe einfach ersatzlos streichen 

Ehe hat Familienidentität geschaffen "vorwärts" und "rückwärts" und seitwärts..
Diese "Blutsverwandtschaft" hat ebenfalls "Verantwortung" füreinander gestaltet. Über tausende von Jahren war dies von elemetarer Bedeutung für die Gesellschaft.
Diese Bedeutung ist in unserer Versorgungsgesellschaft zwar nicht mehr so präsent, aber für die Befindlichkeit des Menschen sehr wohl, egal ob er familiäre Kontakte mehr oder weniger pflegt.

Kommentar von Zicke52 ,

@Viktor1: Ich persönlich melde ja keinen Bedarf an, die Ehe zu streichen oder zu ersetzen.

Aber da Teile der Gesellschaft darin - zu Unrecht -  eine Ungleichbehandlung sehen und auf "gleicher Vertrag für alle" bestehen und dies auch durchsetzen werden (in einigen Ländern gibt es die "Ehe für alle" auf dem Papier schon, die anderen werden über kurz oder lang nachziehen), habe ich vorgeschlagen, wenn es denn schon sein MUSS, das faktische Ende der Ehe zur Kenntnis zu nehmen und zu offizialisieren. 

In meinen Augen ist dies die ehrlichere Lösung, als die Bezeichnung "Ehe" mit einem ihr wesensfremden Inhalt zu füllen.

Antwort
von Melinda1996, 23

Außerdem gibt es viele (un)freiwillig kinderlose heterosexuelle Paare. Sollten diese dann zwangsgeschieden werden da ihre Ehe "nicht zählt"

 

was zählt dabei nicht ?

Antwort
von Suboptimierer, 24

Ich finde, man sollte sich auch selbst heiraten dürfen oder die Ehe gleich ganz abschaffen. Ich finde es ungerecht, dass nur Pärchen von Steuervergünstigungen profitieren können. 

Wenn es um die Kinder geht, sollte man das Kindergeld gezielt anpassen, nicht die Beziehung der Eltern fördern, die, wie du schon schreibst, nach Belieben des Paars kinderlos bleiben kann.

Sobald finanzielle Vorteile heraus springen, geht außerdem die Romantik flöten. Wenn jemand einen Schwur leisten möchte, kann er dies auch tun, ohne begünstigt zu werden.

Antwort
von Dave0000, 25

Also mir persönlich soll es fast egal sein
Und ich toleriere fast jede Form der Sexualität
Aber das da bei der Ehe ein Unterschied gemacht wird kann ich nachvollziehen

"Meiner Meinung, Erfahrung und Wissens nach, gibt es KEIN legitimes Argument dagegen."

-Die Evolution hat es nicht so geplant
Und die Kirche auch nicht
Eine eingetragene Lebenspartnerschaft trifft dann doch ehr zu

"Beispiel: Homosexuelle können keine Kinder bekommen."

-Selbst zeugen können Sie sie nicht!

"Gegenargument: Doch. Viele Frauenpaare haben leibliche Kinder, die sie zusammen groß ziehen, sei es aus vorher gegangenen Beziehungen oder durch Samenspende. "

-dann ist es nur mit 50% leiblich verwand

"Viele Männerpaare können sich vorstellen, zusammen mit Frauenpaaren oder einzelnen Frauen mit kinderwunsch Kinder zu zeugen (Co-Parenting)"

-wie gesagt auch nur 50% verwand und weit weg von "klassischen" Verständnis der Kinderzeugung

"Außerdem gibt es viele (un)freiwillig kinderlose heterosexuelle Paare. Sollten diese dann zwangsgeschieden werden da ihre Ehe "nicht zählt"?"

-das Argument ist haltlos
Natürlich bleibt die Frage nach Kindern jedem selbst überlassen

"Beispiel 2: Kinder wachsen schlechter auf mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Gegenargument: Schlichtweg falsch. Kinder wachsen gleichgut wie Kinder mit klassischem Vater-Mutter-Gefüge auf und teilweise sogar besser, da hier die Elternschaft sorgfältig geplant wurde und sich das homosexuelle Paare gegen sehr viele Hürden beweisen musste."

-Das mag in vielen Fällen stimmen
Das man aber bedenken hat über die soziale Komponente in der Entwicklung der Kinder ist ja wohl berechtigt
Hänselei in Schule zB

"Außerdem, wenn dieses Argument angeführt wird, sagst du auch, dass Alleinerziehende oder Patchworkfamilien schlechtere Eltern sind."

-naja ich will mir nicht rausnehmen Eltern als gut oder schlecht zu bewerten
Aber den Idealfall sehe ich tatsächlich als Mutte,Vater,Kind

"
(Ich stelle diese Frage zum zweiten Mal, da ich als Antwort immer wieder das Argument des Kinderzeugens bekommen habe und jetzt das Ganze von vorneherein ausschließen möchte) "

-hast du aber nicht
Zwei Männer oder Frauen KÖNNEN einfach kein Kind miteinander zeugen

Alles in allem will ich betonen das ich absolut tolerant bin und froh das in der westlichen Welt die meisten Formen akzeptiert werden

Jedoch der Begriff der EHE hat für mich zumindest die Bedeutung der Vereinigung zwischen Mann und Frau

Antwort
von gromio, 42

Nun, das ist so, weil es ein entsprechendes Gleichstellungsgesetz bisher nicht gibt.

Grund dafür dürfte vor allem der Schutz von Familie und EHE nach konservativer Tradition sein, auch im Bezug auf unser BGB.

Die Gleichstellung hätte weitreichende Folgen , z.B. im Hinblick auf Scheidungsrechte und auch Altersvorsorge durch die Deutsche Rentenversicherung. Auch andere Teile der Sozialversicherungssysteme sind betroffen, sicher spielt auch die Finanzierbarkeit eine Rolle.

Letztlich geht es hauptsächlich um das christliche/biblische Bild der Ehe und Familie, in dem Mann und Frau Grundlage einer Ehe/Familie bilden. Dies gilt es besonders zu schützen. Daher wird es meines Erachtens in D in absehbarer Zeit keine 100%ige Gleichstellung von heterosexuellen und gleichgeschlechtlichen Ehen geben.

Dies entspricht auch meiner Ansicht, aber ich will meine Ansicht hier nicht in den Vordergrund stellen, sondern nur Deine Frage beantworten.

Zu Frage der Kindererziehung gibt es mehr Gutachten, die eine Ehe aus Mann und Frau als bessere Grundlage für eine Familie empfehlen, als umgekehrt. Du hast bereits Gegenargumente zu dieser Feststellung geliefert. Es bleibt umstritten.....

cheerio

Kommentar von Meatwad ,

Letztlich geht es hauptsächlich um das christliche/biblische Bild der Ehe und Familie

Wenn es hauptsächlich um das biblische Bild der Ehe geht, dann steht das Ganze aber auf außerordentlich dünnem Eis.

Denn von unzähligen biblischen Definitionen der Ehe haben wir uns mittlerweile gelöst. Oder irre ich mich? Meines Wissens ist heutzutage eine Frau nicht mehr verpflichtet, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Oder ihren Schwager, wenn ihr Ehemann gestorben ist.

cheerio

Kommentar von gromio ,

5 Mose Kapitel 22, Verse 23 bis 29?

Nochmal lesen.

Das hat nichts mit dem biblischen Bild der Ehe zu tun. Es sind Regeln des Mosaischen Gesetzes für Beischlaf ausserhalb einer Ehe, wenn die Frau bereits verlobt ist und ein Dritter sie vergewaltigt      oder      sie ist nicht verlobt und wird vergewaltigt.

Ja, da irrst Du Dich.

Jesus beschrieb dezidiert die Bedeutung der Ehe. Darum geht es. Nicht um Ausnahmen, notwendige Regeln entstanden durch egoistische Unbeherrschtheit von Männern.

Und zur Schwager-Ehe, die sogenannte Leviratsehe: Sie diente dem Schutz der Frau eines Verstorbenen, die noch keinen männlichen Nachkommen hatte. Auch eine Regel des Mosaischen Gesetzes, ein Sonderfall, nicht von Bedeutung im Hinblick auf die Bedeutung der EHE zwischen Mann und Frau an sich als GRUNDLAGE einer FAMILIE. Es wäre sehr schwer gewesen, einen Ehepartner zu finden. Und es ging um den Namen des Verstorbenen ersten Ehemannes, dieser sollte nicht "verschwinden". Eine interessante Regel von einem GOTT, dessen eigener NAME heute kaum Verwendung findet........

Mit dem Tod Christi endete die Bindung der Juden an das mosaische Gesetz. Gleichwohl dienten die von Dir kritisierten Regeln vor allem dem Schutz von Frauen, denn schon damals hatte eine vergewaltigte Frau ohne Kinder erhebliche Probleme in der Gesellschaft, denn kaum jemand würde eine vergewaltigte Frau heiraten - warum eigentlich?

Wenn man so sieht, was heute so passiert an STRAFTATEN GEGEN DIE SEXUELLE SELBSTBESTIMMUNG, da kann man durchaus darüber nachdenken, ob gerade die Todesstrafe gegen Vergewaltiger wie gemäß 5. Mose 22, Verse 25 und 26, eine passende Sanktion wäre.

Allerdings frage ich mich, was diese Sonderregeln mit der Bedeutung und dem Schutz der Ehe gemäß Bibel zu tun haben.....

....auf ein Neues.

cheerio

Antwort
von Zicke52, 41

"Viele Frauenpaare haben leibliche Kinder"

Es ist biologisch unmöglich, dass ein FrauenPAAR leibliche Kinder hat. Aber jede der beiden Frauen kann ihrerseits leibliche Kinder haben, die das Frauenpaar gemeinsam aufzieht. 

Antwort
von SiViHa72, 13

Ach ja, spannendes Thema.

Letztendlich haben wir sie deshalb nicht, weil sich unsere Politiker nicht wirklich dran trauen. Sag ich mal einfach so.

Ich geb Deinen Argumenten recht und finde es auch bescheuert.

Um mal richtig zu provozieren, könnte ich jetzt mal sagen, w as ich so alles aus der Sozialarbeit kenne.. definiticv ist Mama-Papa-Kind  nicht automatisch besser, oh nein.

Antwort
von CaptnCaptn, 35

Naja die Ehe an sich ist durch den Glauben/die Religion geprägt und diese sieht vor das es Mann und Frau sind. Dass so was heute nicht mehr ganz passt ist natürlich klar, aber es muss trotzdem unterschieden werden.

Eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft MUSS genauso respektiert und geachtet werden wie eine Heterosexuelle. Es sollte aber trotzdem in der Bezeichnung unterschieden werden, einfach weil es anders ist und daran gibt es ja wohl nichts auszusetzen. Man unterscheidet ja auch zwischen Hetero- und Homosexuell, also sollte auch in einer solchen Partnerschaft unterschieden werden.

Kommentar von peace1187 ,

Typisches umschriebenes Gerde eines Homophoben, der nicht als solcher bezeichnet werden will! Homosexuallität ist nichts anderes wie Heterosexualität! 

Kommentar von CaptnCaptn ,

Ich bin vieles, aber nicht homophob. Mein bester Freund, den ich von klein auf und damit seit über 20 Jahren kenne, ist Homosexuell.

Weil du meine Antwort nicht verstanden hast nennst du mich homophob, daher erkläre ich dir noch einmal wie es gemeint war:

Homosexualität ist etwas anderes als Heterosexualität. Es besteht genau EIN Unterschied: Man liebt entweder das andere oder dasselbe Geschlecht. Ich habe niemals gesagt Homosexuelle wären "nicht normal" oder "anders" sondern nur das es EINEN Unterschied zwischen Hetero- und Homosexuellen gibt.

 Und wegen diesem EINEN Unterschied sollte auch weiterhin in der Ehe unterschieden werden.

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Ich glaube es geht hier nicht direkt um das religiöse Konstrukt Ehe mit den Kirchenglocken und Gott, sondern um die Ehe die man im Standesamt vollzieht und mit der Sachen wie Erbschaft und Adoptionsrecht verbunden sind. :o

Kommentar von peace1187 ,

@captn

Nein es gibt keinen Unterschied! Es ist doch völlig egal wer wenn liebt. Warum sollen Homosexuelle Paare nicht die selben Rechte genießen dürfen wie Heteros!? Wir leben im 21. Jahrhundert. Und es ist ein absolutes Unding, dass es immer noch eine Unterscheidung zwischen Heteros und Homos gibt! 

Gleichgeschlechtliche Paare müssen endlich auch die Möglichkeit bekommen zu heiraten. Und die gleichen Vorteile genießen dürfen wie SnowWhithe es schon gesagt hat. 

Ich selbst bin hetero. Aber ich kann mich gut in die Probleme hineinversetzen die gleichgeschlechtliche Paare immer noch haben. Und das finde ich schlimm, das ist nicht fair. Und vor allem hat es absolut nichts mit Gleichberechtigung zu tun! 

Ps. Ich wollte dir keine Homophobie unterstellen. Aber bei solchen Themen, in denen Minderheiten benachteiligt werden, reagiere ich sehr schnell impulsiv. 

Es muss endlich die Möglichkeit geben, dass gleichgeschlechtliche Partner vor dem Staat als Ehepartner anerkannt werden! Und dazu gehört auch, dass sie Kinder adoptieren dürfen, die selben Steuerlichen Rechte haben usw. 

Kommentar von peace1187 ,

Die kirchliche Heirat ist mir persönlich dabei egal. Und ich glaube, dass auch den meisten gleichgeschlechtlichen Paaren das egal ist. Hier gehts darum, dass die Ehe vor dem Staat als solche anerkannt wird.

Kommentar von CaptnCaptn ,

Tut mir Leid ich glaube wir reden aneinander vorbei. Ich habe ausdrücklich gesagt: Homosexuelle MÜSSEN genau wie Heterosexuelle behandelt werden bzw. dieselben Rechte haben.

Das man aber eine andere Bezeichnung für eine Gleichgeschlechtliche Ehe hat, halte ich für keine Diskriminierung. Was ist denn bitte der Unterschied zwischen "Eingetragener Partnerschaft" und "Ehepaar"? Nichts bis auf die Bezeichnung. Sie sind trotzdem miteinander verheiratet und können das genau wie Heteros feiern.

Was Steuern usw. angeht, liegt lediglich an unserer Regierung aber das kann man nicht von heute auf morgen ändern.

Antwort
von peace1187, 38

Ganz einfach! 

Rechte und Konservative haben seit jeher viel zu viel in diesem Land zu melden! Und solange sich das nicht ändert, werden Minderheiten, die nicht in das beschränkte Weltbild der Konservativen wie auch der Rechten passen, auch weiterhin benachteiligt werden!

Antwort
von Maria33322, 40

Ganz einfache Antwort: egal wie tolerant die Gesellschaft scheinen mag, bis auf Ausnahmen ist sie das nicht..

Antwort
von Viktor1, 30
zusammen mit Frauenpaaren oder einzelnen Frauen mit 
kinderwunsch Kinder zu zeugen

Genau diese Vorstellung widerspricht ethischen Werten.
Kinder sind Menschen und kein "Spielzeug" welches man sich produziert.
Hetero-Ehen haben i.R. Familie; auch über das Paar hinaus, welches Kindern
ein Gefühl der Identität vermittelt, vor allem auch wenn sie älter werden.
Es gibt nicht den geringsten Handlungsbedarf sexuell Homo- Bi- (z.Bsp. 2 Männer+eine Frau) Lebensgemeinschaften den Status von Ehen zu geben welche sichh historisch, gesellschaftlich und natürlich  gestaltet haben.

Vorstehendes kann nicht  ausgehebelt werden mit der Feststellung, daß Kinder durch den Tod eines Elternteils, Ehescheidungen mit Wiederverheiratung, Zeugung aus außereherlicher Beziehungen (alles oft mit schmerzl. Erfahrungen für das ganze Leben)  usw. auch aus Familienbanden gerissen werden bzw. solche weniger erfahren.
Mißstände außerhalb der "Regel" innerhalb oder neben den von Hetero-Ehen
begründen nicht das Recht, solche noch "künstlich" zu erzeugen.
Kinder, ob geboren oder noch nicht !! , als "Verfügungsmasse" sexueller
Ausrichtungen oder Bedürfnisse (Geburtenregelung durch Abtreibung) zu betrachten ist zutiefst verwerflich.
Daß unsere heutige egoistische und dekadente Gesellschaft, welche sich meist an der Optimierung des "Lustprinzip" (nicht nur sexuell) orientiert hierfür
weniger Sensibilität zeigt ist da nicht verwunderlich.

Ansonsten kann hier in Deutschland doch jeder seine Homo-Beziehung als Lebengemeinschaft "eintragen" lassen

Kommentar von Twitizen ,

So viel Quatsch, aber wo anfangen mit der Argumentation?

Hetero-Ehen haben i.R. Familie; auch über das Paar hinaus, welches Kindern ein Gefühl der Identität vermittelt

Wieso sollten Homo-Paare keine Familie haben und keine Idendität vermitteln können?

nicht den geringsten Handlungsbedarf ... Lebensgemeinschaften den Status von Ehen zu geben welche sichh historisch, gesellschaftlich und natürlich  gestaltet haben.

Homo-Lebensgemeinschaften haben sich genauso "natürlich" entwickelt wie Hetero-Ehen.

Mißstände außerhalb der "Regel" innerhalb oder neben den von Hetero-Ehen begründen nicht das Recht, solche noch "künstlich" zu erzeugen.

"Missstände" will ja auch überhaupt keiner erzeugen. Es entspringt offenbar lediglich Ihrer Moralvorstellung, dass eine Homo-Beziehung automatisch ein "Missstand" ist.

Kinder ... als "Verfügungsmasse" sexueller Ausrichtungen ... zu betrachten ist zutiefst verwerflich.

Auch das fordert überhaupt niemand. Wenn ein Homo-Paar Kinder möchte, tut es das aus denselben (vielfältigen) Gründen, wie es ein Hetero-Paar tut. Sie haben es nur sowohl physisch als auch rechtlich deutlich schwerer, auch in Adoptionsfragen.

Aber genau darum geht es in der ganzen Debatte ja schließlich: Dass eine völlige Gleichstellung von Homo- und Hetero-Beziehungen erreicht wird, losgelöst von vermeintlichen Moralaposteln, die etwas gut oder schlecht finden. Der jetzige Stand ist schlicht diskriminierend, was ja verfassungsmäßig nicht möglich sein dürfte.

Kommentar von Viktor1 ,

Wenn man keine passenden Argumente hat, ereifert man sich in unüberlegtem Blödsinn.

Kommentar von Twitizen ,

Stimmt. Deswegen habe ich den Blödsinn ja auch kommentiert.

Kommentar von AndyG66 ,

Die Vorstellung widerspricht keinen ethischen Werten. Sie ist einzig und allein ein diskriminierendes Vorurteil von Dir. 

Da Studien beweisen dass Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren genau so gesund und psychisch stabil aufwachsen wie andere  - aber unter der Stigmatisierung der Gesellschaft leiden! - > Kann ich dir sagen dass du und deine Homophobie das Problem sind - nicht die gleichgeschlechtliche Ehe. 

Denk an die Kinder welche du stigmatisierst!

Kommentar von Viktor1 ,
Da Studien beweisen dass Kinder von 
gleichgeschlechtlichen Paaren

Quatsch. In Deutschland gibt es keine Homoehen mit "produzierten" Kindern an denen man Studien hätte durchführen können.

Kommentar von AndyG66 ,

Quelle WIKI:

Nach Auskunft des Jugendamts in Frankfurt am Main haben dort bereits eine Anzahl lesbischer und schwuler Paare Pflegekinder aufgenommen. Auch Einzeladoptionen sind bekannt. Die Bewertung des Jugendamtes ist positiv; die Erfahrungen unterscheiden sich im Durchschnitt nicht von den mit heterosexuellen Paaren gemachten. Weitere ähnliche Erfahrungen sind aus Berlin und Bayern bekannt.

Kommentar von Viktor1 ,
Nach Auskunft des Jugendamts .....

Und das sollen die von dir erwähnten Studien über Kinder sein, welche in Homo-Partnerschaften (Ehen !) "produziert" wurden ?
Ansonsten schaffen Pflegestellen (egal wo) für Kinder keine "familiäre Identität" und sind wohl Notlösungen, keine angestrebte "Heimat" für Kinder, eagl ob man angeblich keine Nachteile bei bestimmten vorgegebenen Kriterien festgestellt  har
Dein Quatsch wird immer schlimmer. 

Kommentar von AndyG66 ,

Eine vom deutschen Bundesministerium der Justiz 2006 in Auftrag gegebene Studie zur „Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ kommt zu dem Schluss, dass bei Kindern, die in lesbischen oder schwulen Partnerschaften aufwachsen, keinerlei Nachteile für die Entwicklung festzustellen seien. An der Studie war das Münchner Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) beteiligt.[16] In den Beirat der Studie war Rüdiger Lautmann berufen worden.[17]

Antwort
von heynewbie, 19

Du hast vollkommen Recht. Es gibt kein legitimes Argument dagegen.

Das Kinder bei Homsexuellen Eltern gleich aufwachsen sehe ich anders. Spätestens wenn die akineer in der Geundschule hinterhergerufen bekommen:"Der Fritz, der hat zwei Mamas", jommt denke ich schon ein gewisses Unwohlsein oder Scham bei den Kindern auf.

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Wenn ich eine Freundin hätte und ein Kind mit ihr großziehen würde, und es in der Grundschule von deinem Kind gemobbt wird, würde das wohl mehr an deiner fehlerhaften Erziehung liegen, und nicht an uns. Außerdem ist aufwachsen bei Eltern und andere Kinder in der Schule treffen was ganz anderes. Ein Kind könnte bestens genauso gut in einer homosexuellen Familie aufwachsen, wie in heterosexuellen Familien.

Kommentar von heynewbie ,

ich kenne leider zu viele kinder/familien bei denen das nicht klappt und kinder dann damit gehänselt werden. Und wenn das kind irgendwanm bemerkt, dass alle anderen einen Vater und eine Mutter haben, und nicht zwei mütter, denke ich schon dass es sich nach einer normalen Familie sehnt. Und egal wie gut dekne Erziehung war/ist. Wenn die anderen Kinder den Angriffspunjt erstmal entdeckt haben, dann ist es vorbei.

Antwort
von Katzenreiniger, 21

Das musst du die Bundesregierung fragen, in diesem Fall insbesondere die CDU/CSU.

Wenn ich nicht falsch informiert bin, sind alle anderen Parteien im Bundestag dafür oder zumindest nicht dagegen.

Antwort
von Topotec, 17

Die Natur hat Frau und Mann als Paar zur gemeinsamen Fortpflanzung vorgesehen. Alles andere sind Empfindungen der Menschen.

Manchmal kommt es mir so vor, als müssten alle zwangsläufig alles tolerieren und ohne murren mittragen, was sich die Menschheit so alles ausdenkt, sei es vegan zu leben, gleichgeschlechtliche Ehen, Emanzipation der Frau usw.

Versteht mich nicht falsch, ich habe weder etwas gegen Schwule, Lesben oder Veganer, aber ich muss es nicht immer und überall vorgehalten bekommen und man muss auch nicht alles immer gleich ansehen, nur weil es scheinbar gerade ein Trend, ein Thema ist!

Kommentar von AntwortMarkus ,

Die Ehe und die Monogamie sind aber auch nicht in unseren Genen verankert.  

Die Homosexualität aber sehr wohl.

Es gibt viele Beispiele im Tierreich, wo homosexualität ein fester Bestandteil in der Population sind.

Vor den Traualtar treten hat die Natur dagegen nicht vorgesehen. Das müssen wir scheinbar zwangsläufig tolerieren😉 

Kommentar von Topotec ,

Die Ehe zwischen Frau und Mann ist eine hergebrachte Tradition, schon ewig alt und ist ein Bündnis und ein Symbol der Familie und der Vermehrung, sprich, der Fortpflanzung!

Warum beanspruchen gleichgeschlechtliche Paare dieses Ritual so vehement auch für sich? Alles soll gleich sein heute, alles und jede Art zu Leben soll gleich respektiert werden, aber es gibt nun mal Unterschiede!

Von mir aus können sich auch alle gleichgeschlechtlichen Paare trauen lassen, aber es ist eben nicht die klassische Ehe, wie sie von Anbeginn der Menschheit existiert.

Und was das Tierreich angehet, sicher gibt es dort eine große Vielfalt und auch Homosexualität ist dort an der Tagesordnung, da braucht man sich nur mal Katzen anschauen. Aber im Tierreich ist auch Töten von schwächeren Tieren vorgesehen, das ist ja dann auch kein Problem, Töten von anderen Menschen ist auch ein Trieb bei so einigen, kann ja dann auch nicht so schlimm sein! Aber nein....ohhh, da kommt dann ein Aufschrei, dass wir ja denken können....also, wie rum denn jetzt????

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Geschlechter gibt es nur, damit wir uns fortpflanzen können. Gäbe es eine andere Möglichkeit, hätten wir bestimmt auch keine Geschlechter. Alles nur ein Mittel zum Zweck. "Alles andere sind Empfindungen der Menschen." Aha? Und Heterosexualität etwa nicht? Ist das kein tiefes inneres Empfinden? Es geht nicht um das zwangsläufige tolerieren. Es sollte eigentlich keine Probleme geben. Wir leben im 21. Jahrhundert und da kann man sowas wohl mal erwarten. Es geht darum, Menschen gleichwertig sls Menschen zu behandeln und nicht nach ihrem Geschlecht oder sexuellen Orientierung. Natürlich sind wir unterschiedlich. Aber das muss ja kein Problem sein. Es besteht ein Unterschied darin, Menschen aufgrund ihrer Individualität anders zu behandeln und sie gleich zu behandeln und trotzdem ihre Individualität zu wahren. Trend ist definitiv das falsche Wort. Wieso mussten sich Menschen denn so verstecken? Und wieso heute nucht mehr? Es ist nichts schlechtes daran, seine eigene Identität zu hinterfragen. Und gerade heute ist es doch ein Privileg, dass wir das können. Gerade in Deutschland. Trend sind zerrissene Hosen, Pop-Musik, Frisuren. Aber keine sexuelle Orientierung. Es ist nur, dass wir in der Zeit angekommen sind, in der man sich nicht mehr verstecken muss. Und die Sache mit dem Töten ist unsinnig. Pflanzen leben, Tiere leben und fühlen und Menschen leben, fühlen und sind in der Lage komplex zu denken. Es ist nicht logisch für Menschen zu töten. Warum sollten wir das also tun?

Antwort
von SchlimmeMumie, 13

ich verstehe es auch nicht. ist doch beknackt. 

Antwort
von NorwinSchneider, 18

Die Ehe hat nun mal nichts mit Homosexuellen zu tun. 

Die Ehe ist etwas traditionelles. In der Bibel zum Beispiel wird von einem Mann und einer Frau geredet die sich vereinen und eine neue Familie gründen. Das war in den Heidnischen Kulturen nicht anders. 

Die Ehe ist nicht das verbinden zweier Menschen sondern das Verbinden von Mann und Frau. Das soll jetzt nicht Homophob klingen aber das ist nun mal was es ist. 

In Frankreich gibt es eine andere Form der Ehe die dann auch von Homosexuellen durch geführt wird. Ich wäre eher dafür so etwas einzuführen. 

Kommentar von Nightrider16 ,

Das ist schlicht falsch. In Frankreich gibt es dieselbe Ehe für homo- und heterosexuelle Paare.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Kann sein. Was aber nicht falsch ist, ist das es dort davor auch eine andere Art der "Ehe" gab die viel einfacher und unkomplizierter zu verwickeln war. 

Antwort
von kubamax, 22

Die jetztige Regierung macht die Gesetze. Ich glaube, es bleibt dabei, da die irrationale konservative Betonkopfmentalität bei der Bevölkerung weltweit im Ansteigen ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community