Warum ist im Sommer ein Hoch stets mit schönem Wetter verbunden und ein Tief mit Wolkenbildung.?

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2 Antworten

Im Hoch sinkt die Luft ab und erwärmt sich!

Dieses Absinken bewirkt neben einem Druckanstieg in tieferen Schichten, dem „Hochdruck“, auch eine Erwärmung der Luft um ziemlich genau ein Grad pro Hundert Meter Höhendifferenz.

Man spricht hierbei von einer sogenannten adiabatischen Erwärmung. Es wird angenmmen, dass die Luft, ähnlich wie in einem Heißluftballon, während des Absinkens keine nennenswerte Vermischung mit der Umgebungsluft erfährt.

Da die adiabatisch erwärmte Luft mehr Wasserdampf aufzunehmen vermag, lösen sich vorhandene hohe und mittelhohe Wolken unter Hochdruckeinfluss vielfach auf oder werden zumindest dünner. Anfängliche Niederschläge klingen ab. Ist das Absinken innerhalb eines Hochdruckgebiets stark und andauernd genug, sorgt das Hoch letztlich für einen wolkenlosen blauen Himmel.

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Nicht stets. Es gibt auch Hochs, bei denen es trotzdem zur Bildung von Gewittern kommt, die effektiv Niederschlag bringen. Grundsätzlich ist das jedoch schon so, dass es unter Hochdruckeinfluss meist schönes Wetter gibt. Das ist der Fall, weil die Luft absinkt und sich erwärmt, wobei die relative Luftfeuchtigkeit abnimmt. Weitere Details entnimmst du der Antwort von Hamburger02.

Unter Tiefdruckeinfluss kommt es zu einem Aufsteigen oder Aufgleiten der Luft, wobei entweder advektive oder konvektive Prozesse massgebend sind. Advektive Prozesse finden typischerweise an einer Warmfront statt. Konvektive Prozesse treten typischerweise an einer Kaltfront sowie im Kaltsektor auf, ferner bei flacher Druckverteilung und bei Vorhandensein von Höhenkaltluft. Aufsteigende Luft kühlt ab und erreicht ab einer gewissen Höhe die Sättigungsgrenze (100% relative Luftfeuchtigkeit). Ab dieser Höhe kondensiert das Luftpaket.

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