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Warum ist Hausmann/frau, Vater/Mutter kein anerkannter Beruf ?

gefragt von auchmamaauchmama am 05.11.2007 um 11:15 Uhr

Alle schreien nach Kindern (Rentenzahlern) in unserem Land. Wenn aber Menschen welche bekommen, geraten diese ins Abseits, oder werden von kinderlosen, nur berufstätigen, belächelt. Neulich saßen 12 Leute an unserem Tisch, alle ca. in 15 Jahren im Rentenalter, 10 davon waren gewollt kinderlos, voll berufstätig und somit ist deren Rente gesichert!? Nur WER soll die bezahlen? Sind denn Kinder ein Hobby ? Oder denke ich verkehrt ?


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anonym
beantwortet von Vinc1 am 5. November 2007 11:33
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Hilfreichste Antwort

Die Erziehung von Kindern gehört eindeutig besser honoriert. Ich wäre für die Einführung eines Grundgehaltes + Verdoppelung des Kindergeldes. Und das so schnell wie möglich.

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 11:46

Mir persönlich, würde es schon reichen, wenn man als 400 Euro-Jobber anerkannt wäre, also auch BERUFSTÄTIG - man wird ja mit der Zeit bescheiden.....

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 11:52

@Vinc: Hast Du mal nachgedacht darüber, WER das Grundgehalt bezahlen soll? Das Geld kommt doch nicht vom Staat, sondern von uns Arbeitnehmern. Alle die arbeiten würden sich selbst ihr Grundgehalt verdienen und noch für all die anderen mitarbeiten müssen.

Unsere Abzüge sind doch so schon hoch genug! Willst Du noch mehr für noch weniger Geld arbeiten?

Das ist doch Wahnsinn!

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 12:00

jeder gewollt kinderlose sollte mit erhöhten abzügen dafür bestraft werden, dass er nichts zur weiteren entwicklung der menschheit beiträgt. solch egomanes verhalten gehört nun einmal abgewatscht!

Kommentar von 06bfae7f485c331637156f22b5adcda0smallStarbuck am 5. November 2007 12:06

Und was ist mit den ungewollt Kinderlosen? Wie wird festgestellt, wer gewollt und wer ungewollt kinderlos ist?

Kommentar von Caf8a3595bdac965238ca5caba361d24smallcomarel am 5. November 2007 12:03

@Kajio Vielleicht die gewollt Kinderlosen wäre dann ihr Beitrag für die Gesellschaft!!!

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:09

Wer um Himmels willen bekommt Kinder FÜR DIE GESELLSCHAFT? Ich hoffe doch sehr, daß die meisten in Kindern Freude, Familie, Natur, Selbstverständlichkeit sehen und nicht Pflege und Rente im Alter. Denkt Ihr wirklich so? Das ist erschreckend!

Rente zahlt jeder für sich selbst ein, wenn damit gut gehaushaltet werden würde. Unsere Abzüge sind wirklich hoch genug, als daß da noch irgendjemand weitere Steuern, Gebühren und Abgaben erfinden müßte.

Freiheit ist das höchste Gut, das wir haben. Lassen wir uns das nicht durch gutmeinende Moralisierer einschränken. Ich möchte nicht, daß jeder ein pflichtkind kriegen muß, weil er sonst bezahlen müßte. Das ist schon reichlich absurd!

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 12:17

@starbuck: mittels eines attestes vom doc liesse sich das prima nachweisen. @kajjo: natürlich profitiert jede gesellschaft von kindern, sie beleben ein volk, sie geben dem genpool wieder neuen schwung, sie bereichern das leben aller, nicht nur der eltern. und da du so ein weitblicker bist, darfst du nicht vergessen wieviele millarden die industrie mit artikeln für kinder umsetzt. fehlen kinder, fehlt dieser umsatz = firmenpleiten = mehr arbeitslose = höhere beiträge = genau das, was du nicht willst. nur kinder erhalten eine gesellschaft am leben!

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 12:09

Nur Eltern dürfen ohne Einkommen arbeiten - also sind DIE Wahnsinnig gelle ! Übrigens, respektiere ich die Entscheidung gewollt kinderlos zu sein, vermisse aber sehr häufig den GEGENSEITIGEN Respekt! Von Anerkennung reden wir lieber gar nicht .....

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:32

Die Erziehung der eigenen Kinder ist die ihnen zutieft obliegende Pflicht (und Recht). Es sollte doch wohl selbstverständlich sein, daß Eltern ihre eigenen Kinder ernähren, großziehen und behüten? Wo kommen wir denn hin, wenn wir diese Selbstverständlichkeit auch noch belohnen?

Wir brauchen in Deutschland auf jeden Fall weniger Vorschriften und Zwänge, nicht noch mehr.

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 12:39

Also doch Hobby, nur mit Pflichten, ein bisschen Rechte und ohne Anerkennung - tolle Aussichten für unser Land!

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:48

Natürlich fällt Kindeserziehung in die "Freizeit". Anerkennung durch Ehemann und Kinder sollte es schon geben. Aber muß die Gesellschaft der Mutter zu Füßen liegen für eine Tätigkeit, die Mütter seit Jahrzehntausenden auüben? Normaler geht es nicht, als Mutter zu sein und Kinder zu erziehen.

Ich respektiere jede junge Frau in höchstem Maße, die sich entscheidet, ihr Kind nicht fremderziehen und gleichschalten zu lassen, sondern selbst für das Kind dazusein!

Ich finde es toll, Daß Du offensichtlich Mutter bist, aber möchtest Du wirklich dafür von Fremden bezahlt werden, daß Du Dein eigenes Kind hütest?

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 15:51

vielleicht ist es genau dieses kind, was dir irgendwann den sabber aus dem mundwinkel wischt und deinen hintern abputzt. dann bist du froh, dass es dieses kind gibt!

Kommentar von Simple_avatar2smallfender am 5. November 2007 12:49

Na und wer zahlt die Erhöhung der Diäten von den Politikern? Da wäre das doch sinnvoller, oder?

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:55

@Fender: Die Diäten der Politiker haben mit der Titelfrage nicht das geringste zu tun. Alle arbeitenden Menschen in Deutschland zahlen Steuern und finanzieren damit die Staatsausgaben.

Ich finde die Diätenerhöhungen auch ziemlich frech, aber anteilig an den jährlichen Steuern, die wir zahlen müssen, sind die Diäten kaum meßbar. Wirkliche Kosten sind Soziales und Schulden, gefolgt von Verteidigung und Inneres/Dienste.

Kommentar von Vinc1 am 5. November 2007 13:22

@Kajjo: Fakt ist, dass Kinderlose sich deutlich mehr leisten können als Väter und Mütter. Ein Kind sollte immer von Herzen gewünscht werden. Aber die finanzielle Seite, in Form von Verdienstausfall und Kosten der Erziehung gehört besser ausgeglichen. Bei diesen lächerlichen Freibeträgen, bzw. Kindergeld wundert mich die Kinderarmut in Deutschland nicht mehr!!!

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 14:30

@Vinc: Ich habe schon mal nachgefragt, wer das ganze bezahlen soll! Für die paar Jahre, die Du als Vater vielleicht Geld erhalten würdest, müßtest Du Dein ganzes Leben lang erhöhte Steuern und Abgaben zahlen. Der Staat sind wir!

Verantwortung, Selbständigkeit, Unabhängigkeit, Freiheit, Leistungsbereitschaft sollten vielmehr betont werden in Deutschland und nicht immer wieder der Schrei nach noch mehr Regeln, noch mehr Umverteilung, noch weniger leistungsgerechter Bezahlung. Es gibt schon viel zu viele Vorschriften, Abgaben und Bürokratie in Deutschland.

Warum sollten kinderlose Arbeitnehmer anderen ihre schöne Familie bezahlen? Jeder wie er will!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 9. November 2007 07:24

@vinc: das ist doch albern. Entschuldigung, aber in anderen Ländern bekommen die Leute garnichts zum Ausgleich des Verdienstausfalls bei Kindererziehungszeiten. Vielleicht geht es uns einfach zu gut und wir wollen immer noch mehr? Ich bin auch nicht der Ansicht, dass Kindererziehung "Freizeitvergnügen" ist, es ist kein Hobby, sondern tatsächlich im gewissen Rahmen eine gesellschaftlichte Verpflichtung. Aber den geringen Nachwuchs zu hohem Verdienstausfall zu erklären, erklärt mir widerum die Denke, die Deutschland zu dem gemacht hat, was es jetzt ist.

Überhöhtes Anspruchdenken in jeder Ecke. Geld geht über alles. Werte werden nur noch anerkannt, wenn sie was Bares einbringen. Was ist mit der Freude, die einem die Kinder machen? Das Glück, sie Lachen zu sehen? Der Stolz, wenn sie ihren Abschluss oder irgendetwas gut machen? Nein, weder von den Herablassenden noch von den Geldgierigen lasse ich mir die Familienwerte auf Hobby, Job und Geld reduzieren. Wer hat, der ist? In meinen Augen eine ganz gefährliche Denke. Wir sollten uns wieder mehr auf unsere inneren Werte konzentrieren und das tun, was der Großteil aller Mütter und Väter sich hauptsächlich wünschen: eine gesicherte Rente, mehr Anerkennung und Hilfen und Förderung für die Kinder.


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ratpacker
beantwortet von ratpacker am 5. November 2007 11:40
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nee, du denkst nicht verkehrt. alle gewollt kinderlosen denken vekehrt, weil deren egoismus die nachfolgenden generationen in die schei... reitet. mütter/väter die zuhause bleiben sollten über mehr steuervorteile beim arbeitenden partner belohnt werden.(klinge zwar jetzt wie eva herrmann, aber was solls)

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:00

Du hast recht, daß das Familiensplitting erhöht und nicht gerade abgeschafft werden sollte. Leider sind die Linken ja der Meinung, daß erziehende Mütter irgendwie abartig sind und die eigenen Kinder am besten in Krippen mit Normwerten gleichgeschaltet werden müssen. Traurig!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. November 2007 07:28

Das, was diesem Modell fehlen würde, sind die Alleinerziehenden. Und das jetztige Modell vernachlässigt ganz klar wieder mal die Geringerverdienenden. Finanzielle Anreize zum Kinderkriegen werden das Problem auch nicht in den Griff bekommen. Die Wertigkeit der Eltern muss höher gesetzt werden, die Anerkennung durch ein Umdenken in der Gesellschaft hergeführt werden. Solange Vollzeitmütter belächelt und Vollzeitvöter als "Nassauer" und Loser - schlimmstenfalls noch als unmännlich - abgestempelt werden, wird auch weiterhin das höchste Streben eines Jeden sein, denn wenn der Bauch satt und die eigene Sicherheit gewährleistet ist, dann folgt als nächstes Grundbedürfnis die Anerkennung.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 8. November 2007 07:38

Anerkennung als Grundbedürfnis? wohl eher als befriedigung eines danach hungernden egos...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 8. November 2007 08:02
Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 8. November 2007 19:08

und ganz oben fehlt noch "ruhm" und "weltherrschaft"...lol

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 9. November 2007 07:32

... das zählt bei einigen Leuten dann wahrscheinlich eh' unter "Selbstverwirklichung"....


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 5. November 2007 16:34
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Nein, er ist leider kein Beruf, der eine Ausbildung erfordert (unglücklicherweise für die Kinder). Ich kenne auch die Hausfrauen, die nicht müde werden, sich mit der seltsamen Bezeichnung "Managerin eines erfolgreichen Familien-Unternehmens" (siehe Werbung) zu schmücken und sich furchtbar wichtig zu machen. Ich bin froh und stolz darüber, dass meine Mutter sich nie so gegenüber uns Kindern geäußert hat; und als meine Mutter gestorben ist, hat mein Vater diese Tätigkeit halt neben seinem Beruf gemacht. Das verstehe ich unter Management einer Familie. Und das Geld dafür gabs im Gehalt (meines Vaters) und gemeinsam erworbener Renten-Ansprüche. Übrigens: Ich habe drei Kinder (18, 16 Jahre und 9 Monate alt).

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. November 2007 07:32

Ich finde diese Werbung auch ganz schrecklich, weil damit nämlich unterschwellig immer noch vermittelt wird, dass "einfach nur Mutter und Hausfrau" immer noch verpönt ist und nicht als Berufung angesehen werden kann.


ratpacker
beantwortet von ratpacker am 5. November 2007 15:46
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@auchmama: lass dich hier nicht verunsichern. du hast ein recht darauf in deinem BERUF als mutter und erzieherin deiner kinder anerkannt und gewürdigt zu werden! alles andere sind phrasen, die von egomanen gedroschen werden, um ihre egoistische, gewollte kinderlosigkeit hinter hohlen scheinargumenten zu verschanzen, bzw. vor sich selbst zu rechtfertigen! FAMILY RULES !!!

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 19:48

Jeep: Das war son bisschen, wie ein Griff ins Wespennest. Danke für deine aufmunternden Worte. Es wird auch hier, wie in vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft, mit zweierlei Maß gemessen! Oder, die eigene Erfahrung wirkt Wunder! LG auchmama (und Stolz auf mein Hobby) grins

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. November 2007 08:05

Ich bin der Ansicht, dass jeder nach seiner Fasson leben sollte. Wenn jemand nicht auf Kinder klar kommt, würden wir den Kindern, die da in die Welt gesetzt werden, nur um Steuern zu sparen oder die Rente zu finanzieren, das gemeinste, was es auf dieser Welt gibt, antun: Lieblose Eltern, eine ungeliebte Kindheit - wer weiß, welche Auswüchse dies annehmen würde... Letztendlich würden die Eltern dann doch das Kind zu einer Tagesmutter oder in den Hort geben, damit sie weiter arbeiten gehen können. Oder wollt ihr grundsätzlich ein Elternteil mit Berufsverbot belegen, damit das Kind adäquat versorgt ist? Und wer bitte schön soll das dann sein? Wieder mal die Frau? Ist das auch egoistisch von mir, wenn ich mich für den Beruf entschieden habe und meinen Mann die Rolle des Hausmanns und des Kindererziehers überlasse? Wie gesagt, ich habe großen Respekt vor allen Eltern, die gerne zu Hause sind und gerne Kinder um sich herum haben. Ich liebe meine beiden Söhne auch abgöttisch. Aber ich selbst bin nicht zur Hausfrau geschaffen. In dieser Beziehung habe ich zwei linke Hände und wäre auch todunglücklich zu Hause.

Nein, ich denke nicht, dass man über das liebe Geld die Menschen mehr dazu motivieren kann, Kinder in die Welt zu setzen und zudem noch – was mir viel wichtiger ist – zu verantwortungsbewussten, selbstbewussten, glücklichen Menschen zu formen.

Eine Rente für Eltern – das muss ich zugeben, finde ich schon sinnvoll, denn leider Gottes ist die Witwenrente ja ungleich geringer als das, was der Ehegatte an Rente bekommt. Da sorgt man sich schon, wie es um seine Lieben bestellt ist, wenn man halt selber nicht mehr da ist…

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 8. November 2007 07:36

aha - sind wir doch beim thema...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 8. November 2007 08:00

???


ellimichel
beantwortet von ellimichel am 6. November 2007 17:50
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warum beruf? ist es nicht meine berufung, einer bestimmten Lebensaufgabe, die ich innerlich gern bereit bin zu leisten, zu folgen?. ich bekomme kinder weil ich es möchte, nicht weil ich später einen rentenzahler benötige, einen persönlichen altenpfleger oder die allgemeinheit es für richtig hält. ich bekomme kinder weil ich zu diesem zeitpunkt denke, dass ich mit meinem partner eine familie gründen möchte. nur für mich - für keinen anderen tue ich das. mein verstand sagt mir auch, dass ich aber auch nur dann kinder in die welt setze, wenn ich mich genug darum kümmern kann, sei es ideologisch oder finanziell. ich sehe mein kind als person, für die ich dasein möchte, diese aufwachsen sehen möchte. ob mir das der staat honoriert oder nicht, kann mir sowas von am a... vorbeigehen. unsere familie hat schon viel durch. sehr oft mussten wir sehen wie wir weiter kommen. aber wo ein wille, da ein weg. ich bin teilzeitbeschäftigt, mein mann jetzt selbständig und wir haben einen sohn (9) und eine tochter (6). gern hätten wir beide mehr zeit für unsere kinder, gerade der junge (mit adhs) bräuchte mehr meiner zeit und mehr förderung. aber das geld wächst nicht auf den bäumen. sicher wird man aus verschiedenen gründen hausfrau/-mann. es sollte doch aber nicht alles und jeder über ein kamm geschert werden. jeder hat seinen grund dafür, wofür er sich entscheidet. eigentlich können hier sowieso nur diejenigen mitreden die kinder haben, denn die wissen, worüber hier diskutiert wird.

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 7. November 2007 08:22

Du bringst die Sache auf den Punkt! Genau aus den Gründen sollte man sich Kinder anschaffen! Was mich nur irritiert und sich hier auch in den Antworten wiederspiegelt, ist die Tatsache, daß der normalste Vorgang der Welt, von vielen in unserer Gesellschaft nicht mehr ERNST genommen wird!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 9. November 2007 07:31

Ich sehe das genauso wie ihr zwei. Es kommt nicht auf die Kohle an, sondern auf ein kindgerechtes, glückliches Heim. Hilfe erwarte ich eigentlich nur in Form von Förderung für meine Kinder (geeignete Fördermassnahmen bei Behinderungen und Erkrankungen, aber auch bei besonderen Begabungen, kompetente Beratung und Hilfeleistung bei Bedarf, eine bessere Kontrolle der Eltern bezüglich Verwahrlosung, Misshandlung und Missbrauch). Alles Andere haben wir bislang auch hingekriegt, auch in schweren Zeiten. Die Anerkennung der Hausfrau und Mutter bzw. des Hausmanns und Vaters als eine Allroundkraft mit Rund-um-die-Uhr-Arbeitszeit mit weitreichenderen Kompetenzen als die von Fachidioten und Schreibtischtätern wird man eh nicht hinkriegen .... es sei denn, wie gesagt, man tut selber was, während man seine Kinder erzieht... (-;


Kajjo
beantwortet von Kajjo am 5. November 2007 11:50
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Ja, Du denkst verkehrt. Die Renten zahlen wir alle durch unsere eigenen Beiträge ein. Meine Beiträge sind hoch genug, um damit bei solider Finanzierung und vertrauenswürdigem Umgang lässig meine eigene Rente zu finanzieren. Tatsache ist bloß, daß die Politiker immer wieder in die Rentenkasse gegriffen haben, als sie schön voll war und nun das Geld nicht wieder brav mit Zinseszins hineinlegen. Der sogenannte Generationenvertrag ist doch nur Augenwischerei und Volksverdummung. Meine Beiträge für meine Rente -- am besten bei einer gesetzlichen vorgeschriebenen, aber privat Rechenschaft schuldigen Versicherung mit offengelegten Ertragsdaten.

Niemand muß in diesem Lande Kinder kriegen, damit die Rente floriert. So ein Quatsch! Jeder hat nur ein Leben und wenn man keine Kinder möchte, so sollte man diese Entscheidung respektieren.

Ich gebe aber zu, daß es eine seltsame gesellschaftliche Entwicklung ist, keine Kinder zu wollen und den Wert der Familie nicht mehr zu sehen. Dies kommt aber auch durch Doppelverdiener und das Herabsehen auf Mütter, die ihre Kinder noch anständig erziehen wollen.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 11:54

also doch ein kinderfeind, wie ich bei der halloween-diskussion schon vermutet habe. und ein täumer noch dazu. mal sehen wer dich im alter pflegt, wenn niemand mehr da ist, weil keiner mehr kinder bekommt. aber kinder kriegen ist ja nicht nötig...

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 11:57

So ein Unfug, das habe ich Dir schon mal gesagt. Nur weil ich ANDERE respektiere, die keine Kinder wollen, heißt das doch nicht, daß ich keine Kindern will.

Aber mal ganz ehrlich, Ratpacker: Ist man ein Kinderfreund, weil man wegen der RENTE Kinder bekommt? Das ist doch der schlechteste aller Gründe, um Kinder zu kriegen. Hier sollte es doch um Familiensinn und die Freude an den Kindern gehen, nicht um ein Finanzierungsinstrument oder um meine Alterspflege. Das ist doch menschlich jämmerlich, wenn ich Kinder in der Welt setze, weil ich gepflegt und verrentet werden möchte!

Und was heißt bitte Träumer: Würde man die gesetzlichen Rentenbeiträge in eine private Rentenversicherung einzahlen, so würde mindestens das Doppelte herauskommen. Hier wird Geld vom Staat für sachfremde Leistungen verschludert.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 12:06

@kajjo: wenn jeder regelmäßig privat einzahlen würde, aber die meisten würden in jungen jahren doch halli-galli zaubern und hätten spüter nix auf der naht und wer soll dann wider zahlen? der staat... klar hat der staat die rente kaputtgemacht. und n u r für die rente kinder zu kriegen ist nicht der beste anreiz, aber eben auch einer. klar sollte man kids auch wollen und lieben wenn sie da sind. jämmerlich ist das nicht kinder zu kriegen um versorgt zu sein. so war das von anbeginn der menschheit gedacht. die jungen kümmern sich um die alten, weil die sich um die jungen gekümmert haben, als sie "klein" waren. so und nicht nicht anders funktioniert eine gesunde gesellschaft. in ländlichen gebieten wird das nach wie vor erfolgreich praktiziert!

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 11:57

Spinnen wir das mal weiter - alle kinderlos und später alt und krank - WER bitte soll denn die Alten und Kranken pflegen ? Es geht also nicht nur, um den finanziellen Generationenvertrag, oder ? WER soll denn deine Rente später mal auszahlen ? Genug eingezahlt haste ja - und dann ? Danke für die kleine Anerkennung im letzten Absatz !

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:11

Eine freiheitliche Gesellschaft beruht darauf, daß Vielfalt und Freiheit garantiert werden. Es besteht überhaupt nicht die Gefahr, daß KEINER Kinder bekommt. Jeder sollte so leben können, wie er möchte -- Kinderwunsch eingeschlossen.

Auch wenn der Anteil der gewollt Kinderlosen zunimmt, so ist doch der anteil derer, die Kinder wollen immer noch nicht beängstigend klein -- es sei denn, man sieht die Kinder als Ausgleich für politische Verfehlungen.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 12:25

schön, dass die freiheit immer dann herbeizitiert wird, wenn es um das ausleben zutiefst egoistischer intetressen geht. frage nicht, was dein land für dich tun kann, frage lieber, was du für dein land tun kannst!

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:30

Freiheit hat nichts mit Egoismus zu tun. Möchtest Du wirklich viele Eltern wider Willen haben, nur damit die Kasse stimmt?

Man hat nur ein Leben und das muß man unabhöngig vom Zeitgeist der politischen Zwangsmeinung auch ausleben dürfen.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 15:53

stimmt! freiheit hat nichts mit egoismus zu tun, aber dennoch berufst du dich auf freiheit, um deine selbstbezogene haltung vor uns zu rechtfertigen...

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 19:18

Du hast offensichtlich nicht verstanden, was Freiheit bedeutet. Jemand, der keine Kinder möchte, würde sich sehr eingeengtund unfrei fühlen mit Kindern. Warum müssen alle fühlen wie Du? Kaum ist man anderer Meinung, schon ist man Egoist -- und das, wo Du ja möchtet, daß andere für Dich mitbezahlen. Da frage ich mich schon, wer hier der größere Egoist ist. Hauptsache die Kasse stimmt, was? -- Unglaublich Deine Ansichten.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. November 2007 08:06

@Kajo: Warum schreibst du eigentlich immer über die Hausmütter? Verdienen Hausväter nicht genauso viel Anerkennung?

Ich wollte das nur mal so in die Runde werfen, denn Männer, die zu Hause bleiben sind noch ärmer dran als die Frauen....


auchmama
beantwortet von auchmama am 5. November 2007 12:17
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Meine Frage war - Sollte DAS nun ein anerkannter Beruf sein - und WARUM ist das nicht SO ??? Denke keiner kriegt Kinder nur für die Rente, nur Die, die welche kriegen, machen sehr häufig ne lange Nase.....

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 12:20

natürlich sollte das ein anerkannter beruf sein: du bist schliesslich koch, erzieher, psychologe, kummertante, chaffeur, etc. in einem und das 24h, 365 tage im jahr!

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:43

@Ratpacker: Toll, und was machst Du dann mit den Eltern, die als Psychologe versagen, als Koch eine Niete sind und als Kummertante nichts taugen? Entlassen?

Sollten wir Kindergeld in Abhängigkeit von Zuegnissen zahlen, die Kinder ihren Eltern ausstellen? Bekommen Eltern von Schulversagern kein Kindergeld mehr?

Das problem ist doch gerade, daß Eltern eben nicht Koch, Psychologe und Kindergärtnerin sind, sondern all dies einfach so machen müssen.

Als Hausbesitzer bin ich ja auch nicht Gärtner, Elektriker, Klempner und Chauffeur in einem, nur weil ich Glühbirnen wechsle, Rasen mähe und Auto fahre, oder?

Diese Vergleiche hinken alle völlig und tragen nichts zur inhaltlichen Diskussion bei. Hier wird mit Worten gespielt, aber kein wirkliches Argument vorgebracht.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:26

Erst mal vorweg: Ich finde Mütter, die zuhause bleiben und ihre Kinder erziehen, haben die richtige Entscheidung getroffen. "Sich verwirklichen im Beruf" ist zumeist Selbstbetrug -- so viele Berufe, in denen man sich toll verwirklicht, gibt es gar nicht. Meistens ist Arbeit einfach Arbeit, auch wenn sie Spaß macht.

Kindererziehung ist sehr wichtig und Krippen, in denen mein Kind mit politisch gewollten Werten gleichgeschaltet wird, möchte ich auch nicht. Das ist schrecklich!

Dennoch: Kindeserziehung ist eben Familiensache und kein Beruf. Man kann diesen Beruf ja auch nicht lernen, man kann ihm niemanden verbieten, man kann ihn auch bei Nichteignung ausüben, leider. Alles in allem ist Kindeserziehung eine wichtige Sache, aber sie ist eben kein Beruf im eigentlichen Sinne.

Wie würdest Du den Beruf "anerkennen" wollen? Prüfungen? Kontrollen? Strafen bei Versagen? Sollte die Gesellschaft dafür zahlen, wenn eine Mutter das ihr zutiefst eigene Recht und Pflicht ausübt, ihre eigene Kinder zu erziehen? Das sollte selbstverständlich sein und nicht zum Beruf hochstilisiert werden!

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 12:44

Es ist doch aber ein gesellschaftlicher Beitrag, oder? Wie viele arbeiten in Jobs, die sie ohne Prüfungen ausüben, bekommen aber Gehalt und somit auch Anerkennung!

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 12:51

Es gibt keinen Job, in dem man einfach "von der Gesellschaft" Geld bekommt. Man schließt einen Vertrag, leistet eine Arbeit und erhält vom Auftraggeber Lohn.

Kinderkriegen ist kein gesellschaftlicher Beitrag, genauso wenig wie das Leben an sich. Atmen, Freude, Sterben, Kinderkriegen ... alles gesellschaftliche Aufträge? Nein, einfach Leben. Dein Leben. Nicht das der anderen.

Findest Du wirklich, daß Du (auch nur ein klein wenig?) Kinder bekommen hast WEGEN DER GESELLSCHAFT? Mann und Frau möchten Kinder, aber sie liegen doch nicht im Bett und fragen sich, ob sie was für die Gesellschaft tun wollen? Also wirklich nicht.

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 5. November 2007 15:49

@kajjo: doch den job gibt es, der nennt sich beamter! kindererziehung fällt in die freizeit? oh mann, wie borniert kann man denn sein? mit kindern hast du nie das was man freizeit nennt. als eltern ist man immer für seine kinder da. punkt. genau diese verantwortung ist es doch, vor der ihr euch drücken wollt!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 8. November 2007 08:05

@ ratpacker: Das stimmt nur bedingt. Meine Kinder sind meine Freizeit. Aber ich habe tatsächlich keine Freizeit mehr, seit ich Kinder habe...

Wie singt Reinhard Mey: "Keine ruhige Minute...." (-;

Kommentar von support am 5. November 2007 13:54

Liebe auchmama,

für Ergänzungen oder Kommentare nutze bitte in Zukunft die Kommentarfunktion bei der Antwort, auf die Du Dich beziehst.

Viele Grüße

Verena vom gutefrage.net-Support


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 6. November 2007 07:48
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Was ich vermisse, ist die Anerkennung und die Unterstützung, die man in einem Beruf bekommt. Ganz klar.

Ich selber bin Zeit meines Lebens berufstätig gewesen, als Alleinerziehende, und nun, weil unser gemeinsamer kleiner Sohn von meinem Mann, Hausmann und Vater, großgezogen wird. Ich kann für mich persönlich keine Berufung in der Hausfrauenrolle finden. Ich bewundere und respektiere alle Eltern, die sich in der Hausfrauen- Hausmännerrolle zu Hause fühlen und dies bereit sind, für ihre Familie zu tun.

Nur stelle ich fest, dass gerade diese Sparte unserer Gesellschaft es selbst an Selbstbewusstsein und Behauptungswillen fehlt. Wie viele Mütter und Väter, die den "Job zu Hause" erledigen, jammern selbst herum, dass sie sich nicht "verwirklichen" können, trumpfen mit ihrem 400,-- Euro-Job auf, gehen einmal in der Woche irgendwo an irgendeiner unliebsamen Stelle arbeiten, nur um sagen zu können: "Ich tu ja auch was" oder in irgendeinem belanglosen Gespräch anbringen zu können, dass sie ja auch arbeiten gehen....

Ich bin fest davon überzeugt, dass alle Hausmänner und -frauen wesentlich mehr Respekt bekommen würden, wenn sie ihre eigene Arbeit nicht so herabwerten würden. Aber was halte ich davon, dass meine Mutter, selbst lebenslang Mutter von 5 Kindern und Hausfrau, nur in meinem Abteilungsleiterjob einen Erfolg sieht, selbst meine Schwester, die z.Zt. in einer ABM steckt, als erfolgreicher ansieht als meine dritte Schwester, "Nur"-Hausfrau.... Wenn ich mir aber ansehe, was aus den Kindern der "Nur-Hausfrau" geworden ist, während die Kinder der Schwester mit der ABM menschliche und auch schulische Defizite aufweisen, wenn ich mir ansehe, wie mein Mann unseren Haushalt führt und wie selbsbewusst und fit mein kleiner Sohn ist - dann frage ich mich ernsthaft, wer denn nun am erfolgreichsten ist.......

Ich sehe das in meiner kleine Familie so: Ich bin nun mal die arme Sau, die die Kohle zum Überleben ranschaffen muss und mein Mann ist der, der den härtesten, herausforderndsten, stressigsten aber zugleich kreativsten, abwechsungsreichsten, geilsten Job der Welt hat - Er ist unser Familienoberhaupt ;-)

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 6. November 2007 11:03

Hallo Tanzwiesel! Sind es wirklich die Hausmänner/frauen die ihre Tätigkeit herabwürdigen? Respekt für euer Familienoberhaupt - Männer haben es in dieser Rolle wohl noch etwas schwerer! Kenne einen alleinerziehenden Vater, der beim Anmieten einer Wohnung gefragt wurde "wer denn die Treppe wischt" -?- Auch dir, meine volle Anerkennung, dass du dich zur "armen Sau" entschieden hast! Jeder sollte doch das tun dürfen, wozu er/sie sich BERUFEN fühlt!In meiner Frage war auch mit keinem Wort von einer "gesellschaftlichen Entlohnung" die Rede. Dies hat sich in Anworten und Kommentaren verselbstständigt! Spiegelt aber durchaus wieder, was in unserer Gesellschaft ERFOLG bedeutet! Wenn der Wert eines Menschen nur noch am Kontostand festgestellt wird, ist doch hier irgendwas verkehrt!?! In Hamburg z.B. soll ein Kindergarten gebaut werden, der gleich, per Gerichtsbeschluß, mit einer Schallschutzmauer umgeben wird. Da fehlen mir persönlich, einfach die Worte! Die Damen und Herren, die für diese Entscheidung verantwortlich sind, werden Selbstverständlich im Rahmen ihrer institutionellen Tätigkeit kurz "BERUF" durch finanzielle oder herkömmliche Gegenleistung kurz "KOHLE" bestätigt! Ist sowas das Modell der Zukunft? Rosige Zeiten für die Kids ...... LG auchmama

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. November 2007 11:22

Das ist ja auch durchaus meine Ansicht. Ich war erschrocken, als ich die Antworten und Kommentare hier gelesen habe. Auf einmal ging es nur noch um "Hausfrauengehalt", Verdoppelung des Kindergeldes und wer wem rententechnisch auf der Tasche liegt....

Die Krux ist und bleibt, dass das gesellschaftliche Ansehen einer Hausfrau / eines Hausmannes unter dem der Ein-Euro-Jobber liegt ("die tun ja wenigstens was", wurde meinem Mann letztens von seiner eigenen Schwester vorgeworfen").

Aber wer hat die denn erzogen, die jetzt da sitzen und den sogenannten "Nur-"Hausfrauen und "Nur-"Hausmännern Sozialschmarotzertum unterstellen oder dass sie eine gewisse Unmündigkeit an den Tag legen, die heute für Schallschutzmauern um Kindergärten herum entscheiden und am liebsten noch ein Gitter drum herum machen wollen... Das sind doch eben genau die Mütter und Väter, die sich das Über-das-Köpfchen-Streicheln gefallen lassen und ihren Kindern gegenüber propagieren, dass sie auf jeden Fall einen anständigen Beruf lernen sollen, in dem sie viel Geld verdienen.... Sorry, ich selber bin ja auch so erzogen worden, und ich weiß, dass heute noch Kinder nach diesen Maximen erzogen werden. Wenn ich meinem Kind das immer wieder vorlebe und vorbete, muss ich mich doch nicht wundern, dass es allein in der Berufstätigkeit nach herkömmlichen Sinne eine Erfüllung sieht.... Wenn ich Ehepaare sehe, bei denen ein Ehepartner schon so viel verdient, dass es locker für eine siebenköpfige Familie reichen würde.... Warum "verwirklicht" sich der Partner nicht selbst in einer ehrenamtlichen Tätigkeit? Nein, das geht ja nicht, weil Ehrenamt in unserer Gesellschaft genauso belächelt und herabgewertet wird.

Und das ändert sich nicht, wenn wir unsere Kinder nicht anders erziehen.

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 7. November 2007 08:05

Jeep! Geld regiert die Welt! LG

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 7. November 2007 08:58

Ja, aber es liegt an uns Eltern, diese Einstellung zu ändern....

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 7. November 2007 09:53

Hast du einen konkreten Vorschlag? Ich bin es wirklich manchmal nur noch leid, meine Tätigkeit zu rechtfertigen oder zu begründen! Ich greife doch auch keinen an, der es vorzieht im "Beruf als Steuerzahler" seine Erfüllung oder Berufung zu finden! Für mich gab es gute Gründe, Schiksal oder Lebenserfahrung, es so zu praktizieren, wie es ist! Denke bei euch und allen anderen läuft das ähnlich, wenn nicht genauso!?! Ach ja, die 1 Euo-Jobber tun wenigstens was? Frag doch deine Schwägerin mal, ob sie in Zukunft für einen Euro euer Kind hütet. Dann könnte auch dein Mann an den, manchmal zweifelhaften Wertvorstellungen unserer Gesellschaft, wieder teilhaben! seufz LG

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 7. November 2007 10:08

Nun, mein konkreter Vorschlag ist, deinen Kindern eine bessere Wertvorstellung mit auf den Weg zu geben und dich nicht zu rechtfertigen oder deine Berufswahl Hausfrau und Mutter zu entschuldigen. Wer sich verteidigt, klagt sich an. Wir lassen solche Diskussionen und Bewertungen über unser Lebensmodell nicht zu. Wir nudeln die Leute genauso ab, wie sie uns entgegenkommen. Eben genauso, wie du es mit meiner Schwägerin machen würdest... ;-)

Insbesondere bei den Diskussionen mit meinem Älteren Sohn lege ich Wert darauf, dass er meine Wervorstellungen begreift. Er MUSS sie nicht übernehmen, aber er soll in der Lage sein, sie nachvollziehen zu können. Er ist nun 19 Jahre alt und respektiert die Arbeit desjenigen, der den Haushalt macht und die Kinder erzieht. Mein Mann wird von ihm nicht belächelt oder schräg angeschaut. Ebenso wenig wie andere Bekannte von ihm, die eben Hausfrau und Mutter sind bzw. Hausmann und Vater. Wichtig ist, den Kindern zu vermitteln, dass nicht der Job oder das Geld einen guten, ernstzunehmenden Menschen aus dir macht sondern das, was du bist und was du tust, welchen Charakter du hast, und ob du auch nach deinen Wertvorstellungen lebst oder sie nur propagierst.


kiramarie
beantwortet von kiramarie am 7. November 2007 21:02
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Es braucht auch kein anerkannter Beruf zu sein.Man sollte als Nur-Hausfrau -und -Mutter(bin ich übrigens seit mehr als 20 Jahren)nur ein wenig mehr Respekt u. Anerkennung bekommen. Vor allem von den berufstätigen Müttern u. kinderlosen Frauen. Ich werde sehr oft belächelt, ja sogar mitleidig angesehen, weil ich nicht arbeite.Auch habe ich ständig das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, weil ich keiner bezahlten Arbeit nachgehe. Wie- ist dir nicht langweilig? werde ich oft gefragt.Nein, mir ist nicht langweilig-nie! Komme mir sehr oft minderbemittelt vor, bzw. werde so behandelt.Das finde ich schlimm.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 5. November 2007 13:18
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Unter dem Beruf versteht man diejenige institutionalisierte Tätigkeit, die ein Mensch für finanzielle oder herkömmliche Gegenleistungen oder im Dienste Dritter regelmäßig erbringt, bzw. für die er ausgebildet, erzogen oder berufen ist.

Laut dieser Definition von Wikipedia ist Hausmann/-frau also wohl kein Beruf.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 5. November 2007 14:33

Natürlich nicht! Wenn ich alleinstehend mein Haus verwalte, hat auch keiner Mitleid. Natürlich muß man seine Wäsche waschen, Essen kochen, den Garten pflegen usw. Das müssen doch alle, das gehört zum Leben einfach dazu. Wenn ich Kinder habe, muß ich mich eben um die auch noch kümmern, aber das macht die Hausarbeit doch nicht zum Beruf!

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 5. November 2007 19:39

Bei "Pflege-Eltern" sieht DAS schon wieder ganz anders aus! Ich meine mit Beruf und Anerkennung! Im Dienste Dritter fühlen wir Eltern uns berufen - die Definition kein Beruf hinkt ein bisschen! Oder genießen Pflegeeltern eine staatliche Ausbildung o.ä.? Auch Wiki weis nicht alles. Also gehen wir unseren Hobby`s, mit Freude nach! Es ist ja für nen guten Zweck! Danke für alle Antworten von Leuten MIT Erfahrung!!! Die anderen Anworten kannte ich alle schon. Wie gesagt 10 gewollt kinderlose am Tisch, da freut man sich als Gastgeber, wenn das PROST nicht überhört wird, bei den vielen wichtigen Argumenten gegen das eigentliche LEBEN! Das 11. Gebot: Seit strebsam und mehret euer Vermögen, irgendwann werdet ihr merken, das man Geld nicht LIEBEN kann....

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 5. November 2007 20:32

@auchmama:

Obwohl wir selbst immerhin sieben Kinder grossgezogen haben, halte ich das weiterhin nicht für einen Beruf.


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