Frage von Maxipiwi, 317

Warum ist Gebärmutterkrebs eigentlich tödlich?

Entschuldigt die dumme Frage, aber ich habe schon so oft gehört, dass Frauen daran sterben, obwohl sie operiert wurden. Bei Brustkrebs ist mir das viel klarer. Aber ist diese Krebsart wirklich immer tödlich?

Expertenantwort
von Pangaea, Community-Experte für Gesundheit, 234

Jeder Krebs ist irgendwann tödlich, wenn er nicht behandelt wird. Die Heilungschancen hängen davon ab, wie groß der Krebs bei der Diagnose schon ist und ob er bereits gestreut hat.

Manche Krebsarten sind aggressiver als andere - bestimmte Leukämien können extrem aggressiv sein, während weißer Hautkrebs langsam wächst und praktisch niemals streut.

Und manche sind leichter zu finden als andere. Bei Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs gibt es Möglichkeiten zur Früherkennung, aber bei Gehirntumoren oder Krebs der Bauchspeicheldrüse eben nicht.

Je früher man aber den Krebs entdeckt, desto besser sind die Heilungschancen - denn dann ist der Krebs noch klein und hat vermutlich noch nicht gestreut.

Antwort
von gertsch1981, 243

Bei Krebs ist es immer schwierig, manche lassen sich halt besser behandeln als andere. Kommt wohl auf die Art des betroffenen Gewebes an, wie sich die Sache entwickelt. Es ist ein sehr komplexes Thema, das immer ganz individuell behandelt werden muss, deshalb wird dir kein Arzt eine Garantie auf 100 % Heilung geben.

Antwort
von Ceres52, 199

Zunächst mal kann jeder Krebs tötlich sein. Ich glaub Gebärmutterhalskrebs wird bei Frauen leider nicht früh genug erkannt, und Krebs streut halt irgendwann.
Da aber HPV Viren maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sein sollen, kann man das mal testen lassen ob man sich da angesteckt hat. Machen die Ärzte aber eben nur wenn man schon Beschwerden hat und dann kanns auch zu spät sein, deshalb mal aktiv nachfragen wenn man Vorsprgen will. Gegen Gebärmutterhalskrebs kann man Jugentliche übrigens auch impfen.

Kommentar von Ceres52 ,

Wir waren erst letzte Woche auf einer Tagung, die von einem Arzt geführt wurde, welcher hier im Süden Deutschlands sehr bekannt und anerkannt ist im Bereich Onkologie. Und eben dieser Arzt hat allen anwesenden Eltern eine Impfung aufgrund derzeitiger Studien dringend ans Herz gelegt, diese Studien wurden auch vorgestellt in seinem Vortrag!

Antwort
von Akka2323, 123

Nicht immer. Kommt darauf an, wie früh der Krebs erkannt wird.

Antwort
von bambino11, 158

Gebärmutterkrebs kann tödlich sein, aber etwa 70 Prozent der Erkrenkten  sind auch noch nach fünf Jahren nach der Diagnose noch am Leben.

Gebärmutterkrebs kann man auch heilen, wenn nicht zu spät erkannt wird.

Warum deswegen sterben? Der Tumor kann sich auf benachbarte Gewebe und Organe ausbreiten, zum Beispiel auf Lymphknoten, in die Scheide, den Enddarm, die Harnblase, der gesamte Bauch.

Es kann auch weiter gehen, durch Lymph- oder Blutgefässe können sich die Krebszellen in andere Organe ausbreiten (Lunge, Leber, Knochen) und bilden dort Metastasen.

Mit der Zeit wird der Körper so geschwächt, dass der Tod nicht mehr weit ist.

Mehr Infos über Gebärmutterhalskrebs findest du hier:


[Link entfernt]


Antwort
von InsuranceDaniel, 144

Gegenfrage: warum ist Dir das bei Brustkrebs viel klarer?

Nur zur Beantwortung deiner Frage:


Es gibt sicherlich Krebsarten, bei denen die Heilungschancen höher liegen als bei anderen Krebsarten, dennoch ist es, wie bei jedem Krebs entscheidend, wann dieser erkannt wird, um ihn frühzeitig bekämpfen zu können. Bei manchen Krebsarten ist dies schwieriger, auch weil die Symptome mit denen anderer Erkrankungen identisch sind.

Wenn jemand an Krebs trotz erfolgreicher Entfernung des Tumors verstirbt, muss dies ja zwangsläufig heissen, dass die Person einen Rückfall erlitten hat und der Krebs höchstwahrscheinlich gestreut, also Metastasen gebildet hat. Diese Möglichkeit besteht im Übrigen immer.


Fünf-Jahres-Überlebensrate:

ungefähr 80 Prozent der Patientinnen .

Diese Krebsart ist sicherlich nicht immer tödlich.



Kommentar von alvajaro ,

Zudem wird diese Krebsform meist schon in einem sehr frühen Stadium, dank der jährlichen Krebsabstriche beim Frauenarzt, entdeckt. Eine frühzeitige Entdeckung wirkt sich immer positiv auf die Heilungsaussichten aus.

Kommentar von Chillersun03 ,

So ist es und nicht anders!

Kommentar von Maxipiwi ,

Leider sind diese Abstriche aber sehr ungenau. Da wird viel übersehen. 

Kommentar von Pangaea ,

Hast du denn jemals einen PAP-Abstrich gesehen? Da gibt es verschiedene Stufen, von "unverdächtig" bis "Krebs", mit verdächtigen Befunden dazwischen. Um da etwas zu übersehen, müsste man schon blind sein.

Kommentar von Maxipiwi ,

@Pangea, ich bezog meinen Kommentar auf eine Doku im Fernsehen, in der gesagt wurde, der übliche Abstrich würde nicht alles erkennen. Es gibt noch einen anderen Test, leider habe ich den Namen vergessen. Er erkennt schon frühere Krebsstufen, wird aber nicht von der Kasse gezahlt. 

Kommentar von Pangaea ,

Du meinst den ThinPrep. Der differenziert noch genauer und kann besser zwischen entzündlichen (=unverdächtigen) und möglicherweise verdächtigen Zellen unterscheiden, das stimmt schon.

Aber Krebs oder starke Veränderungen sind auch im PAP nicht zu übersehen. http://www.zyto-kassel.de/Leistungen/ThinPrep.html

Antwort
von kuchenstylesGF, 130

Sie streut doch wie jede andere Krebsart auch, nur dass diese durch Viren hervorgerufen wird - aber spielt ja keine Rolle.

Fakt ist, dass diese ebenfalls streuen kann und wenn sich dann eben Metastasen bilden und weiter anwachsen dann führt das wie bei jeder anderen Krebsart zum Tod.

Aber wenn sie operiert wurden - kommt drauf an was gemacht wurde, kann natürlich sein, dass der schon gestreut hat, Fortgeschrittenes Stadium und hat sich bereits im Körper ausgebreitet, oder er kommt zurück.

Viele Grüße
Markus | kuchenstylesGF

Kommentar von Maxipiwi ,

Hm. Obwohl ja bei manchen die Gebärmutter ganz entfernt wird. Es ist einfach erschreckend. 

Kommentar von gertsch1981 ,

Ja, Krebs ist halt kein Kindergeburtstag! Es ist immer hart, so eine Diagnose zu bekommen!

Kommentar von Pangaea ,

Wenn es tatsächlich Krebs ist, muss die Gebärmutter immer entfernt werden. Nur bei Krebsvorstufen (Dysplasien) genügt die Entfernung der befallenen Stelle.

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