Gestern war bei uns schönes Wetter und wir haben gegrillt, diesmal mit denselben Würstchen wie immer, allerdings FETTREDUZIERT! Sie haben einfach nicht so gut geschmeckt, wie die normalen, fetthaltigeren! Warum ist das eigentlich so, dass Fett ein Geschmacksträger ist?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Viele Aromastoffe lösen sich in Fett, aber nicht in Wasser. Außerdem wird auch das Fett selbst (weitesgehend unbewußt) wahrgenommen. Fett ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Ernährung und der menschliche Körper ist darauf eingestellt, Fett als schmackhaft und willkommen zu empfinden. Erst unsere moderne Gesellschaft mit dem Überfluß an Nahrung und dem übermäßigen Fettkonsum hat dem Fett den negativen Klang gegeben.

Genau, das kommt noch aus vergangenen Zeiten, in denen es wichtig war, das der Mensch viel Fett isst, um zu überleben.

die eigentlichen geschmacksträger sind die geschmacksaromen. aber diese aromen sind alle fettlöslich oder genauer gesagt: sie können ausschließlich in fett gelöst werden. geschmacksaromen sind nicht nur in den gewürzen, auch der eigengeschmack von speisen beruht auf solchen aromen, man denke nur an gemüse wie spargel oder kohlrabi. ohne die anwesenheit von fett in der speise nützen die besten geschmacksaromen nicht viel. auf diesem hintergrund wird verständlich, warum schon bei unseren großmüttern immer der "geheimtipp" weitergegeben wurde, an jede speise vor dem kochen ein wenig butter zu geben.
Seit langer Zeit wieder einmal eine echte Sehr Gute Frage,die ebenso Sehr Gut beantwortet wurde. Super!!

Durch die Zugabe von Fett in Lebensmitteln wird der Geschmack positiv beeinflusst. Die Speisen schmecken intensiver und rund - Beispiel: Kartoffelchips, die ja geschmacklich mit der normalen Kartoffel nicht mehr viel gemein haben. Diese Geschmacksveränderung kommt dadurch zustande, dass die Aromastoffe der Lebensmittel eine Bindung an Fett bevorzugen. Dadurch verlängert sich auch das Sättigungsgefühl.
Super- Antwort
Dies kann man schön bei einer Salatsoße ausprobieren: Essig, Salz und Pfeffer zusammenrühren, isoliert den Pfeffer. Der Pfeffer entfaltet seinen Geschmack am besten mit dem Speiseöl, in dem er erst einige Minuten zieht, ehe beides mit Essig und Salz vermischt wird.