Frage von Funmichi, 81

Warum ist es normal, dass viele Minister/Beauftragte in Deutschland vom Thema null Ahnung haben müssen und aus einem komplett anderen Bereich kommen(zBmortler)?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 19

Das hängt damit zusammen, dass Politik weniger zur Berufung wird die aus persönlichen Kompetenzen & erworbenem Fachwissen etwa aus dem eigenen Berufsleben wurde, sondern oft zum bloßen Broterwerb verkommen ist.

Politiker aus Berufung/Hobby werden immer seltener & sie sind meistens auf kommunaler Ebene zu finden, etwa in Gemeinde- oder Ortschaftsräten. 

Josef Ertl war vllt. ein gutes Beispiel, aber solche Politiker, die sich "hocharbeiten" gibt es heute kaum noch. 

Antwort
von voayager, 14

Die Minister haben ihre Referenten, die arbeit nalles aus, so dass diese  nur noch zu entscheiden und vorzutragen brauchen. Unsere Verteidigungsministerin war nie beim Militär, dennoch kann sie der Bundeswehr vorsthen.

Antwort
von Askomat, 43

Weil sie als Manager eingestellt sind, von den Arbeitsgruppen beraten werden und das nur zu vertreten haben. Wäre mir auch lieber wenn wir einen Umweltwissenschaftler als Umweltminister hätten.

Antwort
von erwuenschte, 21

Da du als beispiel mortler nennst kann ich verstehen warum es, in deinen Augen eine Sinnfreie überlegung ist. Mortler zb hat keinerlei Wissen über die Auswirkungen bzw Gesundheitlichen Verbesserungen die durch Cannabis ermöglicht werden können, meint aber ihren Standpunkt weiterhin festigen zu müssen. 

Meiner Meinung nach müsste man Beauftrage bzw Minister je nach Potential oder Unfähigkeit abwählen dürfen. Das würde der Entwicklung aufjedenfall einen Schwung in die richtige Richtung geben.

LG erwuenschte 

Antwort
von atzef, 11

Mortler ist Drogenbeauftragte.

Was veranlasst dich dazu, ihr die fachliche Qualifikation abzusprechen? Hat irgendjemand, so sie selber, behauptet, sie habe eine Berufsausbildung/einStudium als "Drogenbeauftragte"...?

Politiker brauchen normalerweise auch kein fachliches Detailwissen über ihren Aufgabenbereich. Sie müsse in diesem lediglich die Durchsetzung wahpolitischer INTERESSEN organisieren und durchsetzen und werden dabei von Fachleuten beraten.

Antwort
von 1988Ritter, 32

Das war nicht immer so.

Zum Beispiel starb der hoch angesehene Landwirtschaftsminister Ertl durch einen Unfall im eigenen Kuhstall.

Früher wurden die Minister folglich sachbezogen ausgewählt.

Diese Auswahl hatte ein Ende mit der Hochschulreform von Willy Brandt. Seit dieser Zeit änderte sich das Bild des Politikers grundlegend, in einen rhetorisch gut ausgebildeten Pädagogen, Juristen oder Politwissenschaftler.

Mein Mahnspruch dazu:

Früher ging der Politiker seiner Berufung nach, Heute seinem Beruf.

Da die Parteien regelrecht von Berufspolitikern durchsetzt sind, können wir nur auf neue Parteien hoffen, die andere Maßstäbe in der Wahl ihrer Vertreter treffen.

Antwort
von manu435, 44

Weil die Lobbyisten gut aufgestellt sind! ;-)

Antwort
von hummel3, 25

Leider gibt es für Politiker gesetzlich keine fachlichen Qualifikationsvorschriften um ein bestimmtes Amt zu bekleiden. Deshalb ist es "normal", dass auch "fachliche Flaschen" bis in höchste Ämter vordringen können, wenn sie nur redegewandt und geschickt genug sind, Fachwissen vorzutäuschen, oder sich des Wissens anderer zu bedienen. Und im Zweifelsfalle können sie ja vor einer Entscheidung, auf Kosten der Steuerzahler, eine Expertengruppe einsetzen, um für sich denken zu lassen.

Eine völlige Fehlentwicklung, wie ich finde.  

Deshalb werden wir auch immer schlechter regiert und am politischen Horizont der Zukunft sind immer weniger tatsächliche Führungskräfte auszumachen. Wenn schon nach aktueller, verbreiteter Auffassung Frau Merkel die Beste sein soll, dann denke ich unwillkürlich an das Sprichwort vom Blinden und Einäugigen.  

Antwort
von schwarzwaldkarl, 39

Bescheidene Frage, muss sich die Drogenbeauftragte zunächst einige Jahre zu kiffen, damit sie nach Deinen Worten eine Ahnung von der Materie hat? Ganz davon abgesehen hat jede/r einzelne Minister/in genügend Berater, die sich richtig gut auskennen...  Auch wenn in diesem speziellen Ressort garantiert keine Grundvoraussetzung ist, dass man eine lange Drogenkarriere hinter sich hat... 

Kommentar von Funmichi ,

Ob man zB im rahmen als sozialpädagoge oder als forscher sich mit der materie eingehend beschäftigt oder drogenkonsument ist, sind zwei unterschiedliche dinge. Konsum macht nicht zum objektiven experten! Das habe ich auch niemals im ansatz behauptet.

Leute wie du drehen die worte wie sie lust haben, ich mag das nicht.

Kommentar von schwarzwaldkarl ,

Du bist aber derjenige, der einerseits der Ministerin sämtliche Kompetenz und Ahnung absprichst und gleichzeitig Leute persönlich angreifst, die auf Deine Frage geantwortet haben...

Das mag ich auch nicht... 

Kommentar von Funmichi ,

Das war kein angriff, das war eine feststellung, denn das hast du offensichtlich.

Das ist nicht meine meinung, es ist logik. Wenn eine frau hauswirtschaftlerin ist und dann drogenbeauftragte, wundert es sehr, dass dieser offensichtliche blinde bereich ihrer kompetenzen plötzlich zu ihrem VERANTWORTUNGSBEREICH wird. Dass sie keine ahnung von der materie hat zeigen viele interviews, reden und fachkundige meinungen. 

Kommentar von schwarzwaldkarl ,

Deine persönlichen Angriffe gegenüber der Drogenbeauftragten zeigen eigentlich lediglich, dass Du anderer Meinung bist... Im Gegensatz zu Dir, habe ich mich allerdings nicht so weit herunter gelassen, um zu behaupten, dass Du überhaupt keine Ahnung hast... 

Bin mir jetzt nicht sicher, ob Du mir geistig folgen kannst... 

Antwort
von ThommyGunn, 11

Politische Ämter werden nach Verdiensten um die Partei vergeben, nicht nach Kompetenzen, eines der größten Probleme in unserem politischen System wie ich finde.

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