Warum ist ein Stück Land nach der Rodung des Regenwaldes nur wenige Jahre lang fruchtbar?

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4 Antworten

In den feuchten Tropen hat man bednigt durch die klimatischen Bedingungen sehr nährstoffarme Böden.

1. Der Nährstoffkreislauf ist daher perfekt ausbalanciert. Die meisten Nährstoffe befinden sich in den Pflanzen, sterben diese oder Teile ab, so werden sie von Mikroorganismen wegen hoher Temperaturen sehr schnell wieder abgebaut (mineralisiert) und sofort wieder von den umgebenden Pflanzen aufgenommen, andernfalls würden sie bei den hohen Niederschlägen sehr schnell ausgewschen.

2. Das gilt in erster Linie für Ackerbau, bei Grünland würde es anders aussehen. Direkt nach hat man in Form der Asche alle mineralischen Nährstoffe aus den Pflanzen auf dem Boden, das macht ihn erstmal sehr Fruchtbar.

Beginnt man nun mit dem Ackerbau kommen zwei Probleme auf, die den Kreislauf stören.

a) Das Erntegut wird von der Fläche genommen, das kann schonmal 50% der oberirdischen Biomasse sein, wenn es Futtermais ist, dann sogar knapp 100% der oberirdischen Biomasse. Es wird also ein erheblicher Teil der Nährstoffe aus dem System entzogen

b) Durch den Ackerbau findet kein durchgängiges Wachstum auf der Fläche statt, also nach der Ernte steht erstmal nichts auf der Fläche, das Nährstoffe aus dem Boden nimmt, in dieser Zeit können dann leicht lösliche Nährstoffe ausgewaschen werden. Wegen des dort herrschenden Klimas wird i.d.R. das ganze Jahr dort angebaut und es kommt nicht zu so großen Lücken zwischen den Vegetationen wie bei uns, daher ist dieser Punkt weniger stark gewichtet als a). 

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Im Regenwald bildet sich kaum sogenannte Schwarzerde aus. (es ist vermutlich! so warm, dass die Pflanzen alles "essbare" ;) sofort wieder in Grünzeug umbauen) Sprich, alles was irgendwie mal Dünger für spätere Pflanzen sein könnte befindet sich oberhalb der Erde.

Wenn die Bäume großräumig abgeholzt sind bleibt dann nur wenig Ackerbautauglicher Boden.

Aber dein Lehrer will bestimmt einen schönen (gemalten und beschrifteten) Nährstoffkreislauf sehen.

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Kommentar von Schlauer1803
26.01.2016, 20:23

Nein aber danke

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Nur an der Oberfläche befindet sich eine schwache Schicht aus Humus. dieser wird durch die absterbenden Pflanzen ständig erneuert und dient dem Nachwuchs.

Ich selbst habe am Rio Negro im Bereich unserer Lodge gesehen, das der Untergrund, bedingt durch die Baumaßnahmen, aus feinsten "Ostseesand" bestand. Da war ich schon verwundert.

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Wir hatten das in Geo ich veersuche es dir zu erklären. Im Regenwald gibt es sehr viele organische Stoffe (Pflanzen etc.) gibt, wo es immer etwas gibt, das stirbt und von Bakterien in anorganisches Material (z.B. Nährstoffe) umgwandelt wird

Dieses anorganische Material geht in die Humus Schicht und wird da sofort von den lebenden Pflanzen aufgenommen.

Wenn du also rodest, bleiben die Nährstoffe nur kurze Zeit im Boden, weil sie von Pflanzen in der Umgebung aufgenommen werden

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Kommentar von Agronom
26.01.2016, 19:38

Das betrifft aber nur schmale Bereiche am Rande der Flächen. Auf den Flächen selbst steht ja keine Pflanze mehr, bis auf den letzten Satz aber richtig, was du sagst, deshalb findet sich im Regenwald auch nur eine wenige cm dünne Humusschicht.

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