Frage von Loeffelqualle, 50

Warum ist die Wissenschaft so versessen darauf künstliches Leben/Roboter etc zu erschaffen?

Man kriegt ja hier und da einiges mit. Aber auch in vielen Filmen, Büchern, Spielen kommt es immer wieder vor - von den Menschen erschaffenes Leben. Klingt super cool - geht aber in sämtlichen Büchern, Filmen Spielen usw immer schief! Das reicht von Zombie-apokalypse bis zu Mutanten und Robotern / genmanipulierten Tieren die die Weltherrschaft übernehmen. Man hat ja auch schon Versuche gestartet (wenn man dem Internet ein bisschen trauen kann) das Gehirn mit einem Computer zu verbinden.

Antwort
von Hamburger02, 21

Das liegt in der Natur der Natur.

Seit spätestens 1977 (Nobelpreis für die Theorie Dissipativer Strukturen) wissen wir, dass die Natur bzw. alle lebenden systeme das innere Bestreben nach Selbstorganisation haben, die zu immer komplexeren Systemen und Strukturen führt. Das lässt sich nicht verhindern und drückt sich z.B. auch in der Evolution aus.

Da die menschliche Gesellschaft ebenfalls eine lebende Struktur darstellt, kann sie sich diesem grundlegenden Bestreben der Natur nicht entziehen. Solange es Menschen gibt, wird es auch Neugier und Fortschritt geben.

Antwort
von Peppie85, 16

das ist keine wirklich moderne erscheinung. von frankenstein über luigi galvani bis hin zu unzähligen anderen forschern...

der
drang leben zu erschaffen ist eben tief in uns genetisch verankert, die
meisten von uns schaffen das aber anders z.B. in dem sie ihr Haha in
die Huhu einer Frau stecken, oder eben in dem sie sich von anderen das
Huhu in die Haha stecken lassen und dann 9 monate lang ein kelines
minime austragen...

lg, Anna

Antwort
von Andrastor, 26

Weil es ein neuer Durchbruch wäre einen echten, funktionstüchtigen und brauchbaren Androiden zu erschaffen.

Was Bücher und Filme und so weiter anbelangt, darüber musst du dir keine Gedanken machen. Die suchen sich nur die dramatischsten Möglichkeiten aus um sich besser zu verkaufen.

Wenn mit realen Robotern etwas schief ginge, würden sie nicht anfangen die Menscheit zu versklaven, sondern eher herunterfahren oder erstarren. Dein PC versucht auch nicht dich umzubringen, wenn er abstürzt, oder?

Antwort
von Franz1957, 7

Künstliches Leben und Roboter sind beides Technologien, von denen Investoren sich Profit auf ihr Kapital versprechen.

Die Roboter deshalb, weil sie den Produktionsprozeß von Kosten entlasten, die die Beschäftigung menschlicher Mitarbeiter mit sich bringt: Ausschuß durch Arbeitsfehler, Langsames Arbeitstempo, Lohn und Lohnnebenkosten, krankheitsbedingte Ausfälle, Urlaub, Feiertage, Elternzeit, Streiks usw.

Die genmanipulierten und zukünftig vielleicht synthetischen Organismen deshalb, weil sie auf die Produktion bestimmter Inhaltsstoffe unter bestimmten Umweltbedingungen maßgeschneidert werden können, resistent gegen Krankheitserreger und Pestizide, und weil man sie so programmieren kann, daß sie nur unter Verwendung bestimmter Produkte, die man hinzukaufen muß, überhaupt funktionieren, so daß man von einem Lieferanten/Lizenzgeber abhängig ist.

Die beteiligten Wissenschaftler sind von diesen Vorhaben schlicht deshalb überzeugt, weil sie damit ihr Geld verdienen und weil jeder Mensch sich mit seinem Job identifizieren möchte. "Die Wissenschaft", als gedachte Gesamtheit aller an irgendetwas forschenden Leute, hat damit ziemlich wenig zu tun. Sie wird halt gerne herbeizitiert, wenn sie behilflich sein kann, Vorhaben, die irgendeinem Partikularinteresse dienen, als Dienst an der Menschheit hinzustellen, so wie auch die dahinterstehenden Akteure gern so tun, als sei "der Mensch" derjenige, der all dies täte, weil er gar nicht anderes könne.

Antwort
von zalto, 35

Die Menschen wollen sich seit jeher das Leben leichter machen. 

Dazu haben sie zuerst Werkzeuge erfunden, mit denen sich leichter arbeiten lässt. Später Maschinen und Roboter, die die Arbeit gleich ganz übernehmen.

Und jetzt kommt der nächste Schritt: Maschinen, die uns auch noch das Denken und Konstruieren abnehmen und selber Maschinen bauen, die uns dann die Arbeit abnehmen.

Diese Maschinen müssen gewartet werden - am besten auch gleich wieder von Maschinen. Und dann müssen die Produkte noch aus der Fabrik zu uns kommen - natürlich von Maschinen gebracht.

Das mag man gruselig finden, aber die Alternativen aus früheren Zeiten (Sklavenarbeit, Ausbeutung) wären noch viel gruseliger.

Kommentar von Loeffelqualle ,

Ich glaube auch nicht, dass es zu einer Weltherrschaftsübernahme von Robotern kommen wird. Aber ganz wohl ist mir auch nicht.

Kommentar von zalto ,

Ich stelle mir da immer die Frage: Wie schlimm ist es denn heute? Wer übt heute eigentlich die Weltherrschaft aus - und wie macht derjenige das?

Da sehe ich Politiker, teils ehrlich, teils korrupt - oft gesteuert von mächtigen Einflußgruppen, alle an ihrem Machterhalt interessiert. Ich sehe Menschen, die sich mit grausamen Waffen gegenseitig abschlachten, um politische Interessen durchzusetzen.

Angenommen man würde die politische Entscheidungsgewalt an eine "weise" aber eben künstliche Intelligenz übertragen, dann müsste das keine Verschlechterung des heutigen Zustands bedeuten. Sollte man mal mit einer Gruppe von Freiwilligen testen...

Antwort
von Kaen011, 21

Das Ziel ist nicht die Erschaffung von Künstlichem Leben sondern von Arbeitskraft. Wenn man Prozesse verbessert oder erleichtert, erzeugt dies Arbeitskraft also pures Geld.

Antwort
von Hammingdon, 23

Weil der mensch ein fan von "gratis" arbeiter ist. Slkaverei ist ja verboten.

Antwort
von holodeck, 20

Weil Männer auf natürlichem Wege keine Babies kriegen können.

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