Frage von VitamineB12, 184

Warum ist Deutschland ungläubig (50% sind Atheisten)?

Moin,

das hier ist keine Behauptung sondern Fakten.

Lg euer Vitamin :-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 132

Die Anzahl der Atheisten steigt in allen erste-Welt-Ländern seit einigen Jahren schon kontinuierlich an.

Wir leben im Zeitalter der digitalen Revolution, fast jedes Jahr erscheint eine neue bahnbrechende Erfindung und der Gedanke an veralterte Vorstellungen und Wunschträume wie sie die Religionen pflegen, sowie die Freiheitseinschränlungen die man durch sie oftmals erfährt werden immer uninteressanter.

Hinzu kommt noch der Punkt Beweisbarkeit. Heutzutage lassen sich bereits sehr viele Aussagen von jeder Person schnell bestätigen oder widerlegen, Klick auf Google reicht oft aus um eine Aussage als wahr oder falsch zu beweisen.

Religionen allerdings bauen nach wie vor auf die Unbeweisbarkeit ihrer Aussagen, auf "Glauben" und das kann heutzutage von immer weniger Menschen akzeptiert werden.

Kommentar von VitamineB12 ,

Warum gibts dann der blöde IS? :)

Kommentar von Andrastor ,

Weil Amerika (meines Wissens nach) in einem Entwicklungsland einige Leute zu Terroristen ausgebildet hat um politische Gegner (Russland z.B.) von interessanten Landstrichen (Erdölvorkommen z.B.) zu vertreiben und sie wieder mal vergessen haben, dass so etwas eine starke Eigendynamik entwickeln kann. Wie es auch bei der Al Quaida der Fall war.

Zusätzlich kommt ein geringer Bildungsstand der jungen Männer in diesen Gebieten und zu wenig Arbeit, was beides sehr empfänglich für Propaganda macht.

Außerdem hat die Frage nach dem IS nichts mit der eigentlichen Frage oder meiner Antwort auf die eigentliche Frage zu tun.

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen

Antwort
von JTKirk2000, 164

Erstens wurde in der ehemaligen DDR Religion nicht gerade befürwortet, sondern lediglich geduldet und zweitens ist es eine rein persönliche Sache, also idealerweise abhängig von der jeweils persönlichen Entscheidungsfreiheit, ob man gläubig ist, oder nicht. Die Verwendung des Wortes "idealerweise" ist beabsichtigt, denn so sollte es eigentlich sein, aber in religiösen Familien kommt es leider auch oft vor, dass Kinder missioniert oder treffender indoktriniert werden, dass ihnen also quasi die Religionslehren, welche die Eltern als richtig ansehen, praktisch schon mit der Muttermilch eingetrichtert werden. Ich persönlich kann so etwas nicht befürworten. Ich bin auch nicht so aufgewachsen und habe dennoch zum Glauben gefunden und sehe es nicht als falsch an, dass, wenn ich irgendwann Kinder habe, diese aus eigenem freien Willen heraus vielleicht zum Glauben finden, denn dann ist es wirklich eigener Glaube - nicht wenn man etwas eingetrichtert wird. Letzteres hat bei einem Bekannten sogar mal dazu geführt, dass er für sein ganzes Leben mehr als genug von Religion im Allgemeinen hat, gerade weil er in seiner Kindheit mit Religion bedrängt wurde.

Antwort
von baindl, 164

Führ Dir mal diesen Artikel zu Gemüte:

http://www.zeit.de/2010/37/Atheismus-Empirie/komplettansicht

Ein Auszug daraus

Unsere Wahrnehmung von Religion hat sich verändert, aber unsere Wahrnehmung von Nichtreligiösen ist unterentwickelt. Deren Charakteristika hatte der Soziologe Günter Kehrer einmal in drei Punkten zusammengefasst: Gott sei ihnen gleichgültig (geworden). So müssten sie sich in Ermangelung höherer Quellen der Lebenshilfe auf ihre Erfahrungen oder die Wissenschaft verlassen. Auch der Gedanke an Erlösung sei ihnen völlig fremd.

Man darf vermuten, dass er den meisten auch ziemlich egal ist.

Antwort
von NichtZwei, 46

Anstelle der Religionen ist die Religion der Wissenschaft getreten. Die Menschen folgen und glauben ihr, obgleich aus sie nicht in der Lage ist, eindeutige Antworten auf die Fragen der Menschen zu geben, so unterhaelt sie doch den einen oder anderen oder lenkt sie ab, je nach Praeferenz. Also die Suche geht weiter, keine Antworten, nur mehr Fragen. Alles Gute!

Antwort
von Herb3472, 125

Weil viele religiöse Anschauungen und Leitsätze mit der Realität unserer aktuellen Lebensgestaltung nicht mehr so recht zusammenpassen (Empfängnisverhütung, Ehescheidung, Homosexualität). Etliche Glaubenslehren halten auch einer rationalen Überprüfung nicht stand. Und nicht zuletzt ist unsere moderne Konsumgesellschaft nicht auf Tiefgang, sondern auf beruflichen Erfolg, Konsum und Freizeitspaß ausgerichtet.

Kommentar von Haldor ,

Das ist wirklich eine treffende Begründung für den sich ausbreitenden Atheismus bzw. Nihilismus (den Nietzsche übrigens vorausgesagt hat). Man könnte statt Erfolg, Konsum und Freizeitspaß auch Materialismus sagen. Der Materialismus beherrscht die Gemüter der meisten. Er ist mit Religion und Christentum nicht in Einklang zu bringen.

Antwort
von Sonja66, 139

Für mich bedeutet Atheismus nicht zugleich Ungläubigkeit.
Vielleicht glauben sie einfach an Wissen und Tugend. Oder an anderen Dinge noch.

Während Glaubensvertreter den Atheisten vielfach die für ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben nötige ethische Fundierung absprechen, findet andererseits – hauptsächlich in der westlichen Welt – seit einigen Jahrzehnten eine lebhafte Auseinandersetzung darüber statt, ob nicht atheistischer Humanismus eine zeitgemäßere Grundlage für eine allgemeine Ethik bietet als die tradierten Religionen.

Antwort
von LustgurkeV2, 184

Eine moderne Gesellschaft braucht halt keinen Budenzauber um sich daran festzuhalten.

Antwort
von AlderMoo, 61

Es sind im Übrigen in Deutschland 44%...

Atheisten resultieren sich aus einem Teil Nichtgläubiger und einem meiner Meinung nach deutlich größeren Teil von Trittbrettfahrern, die zwar vorgeben, gläubig zu sein, die aber die dazu gehörenden Pflichten für sich nicht wahrnehmen wollen.

Typische Trittbrettfahrer eben.

Antwort
von webschamane, 60

Ich würde mich auf einen sehr pragmatischen Standpunkt stellen und behaupten, die Kirchen bieten den Leuten einfach nichts an. Das war früher anders, da war es ein sozialer Treffpunkt und der Pfarrer hat sich um Alte und Kranke gekümmert und Häuser eingeweiht. Heute betreut ein Pfarrer 5 Gemeinden. Auch die Moscheen sind größtenteils leer, die mit aktivem Sozialleben sind hingegen voll.

Antwort
von zyxabc123, 70

Weil das deren Meinung ist, ich bin selber agnozistischer Atheist, dass heißt ich bin der Meinung, dass die Existenz einer höheren Macht weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

Kommentar von RoentgenXRay ,

In diesem Fall bist du aber Agnostiker und nicht Atheist.

Kommentar von zyxabc123 ,

Ja habe ich doch geschrieben, agnozistik, weil man es nicht beweisen kann und atheist, weil ich aber trotzdem nicht dran glaube.

Ein agnozistischer theist wäre jemand, der an gott glaubt, es aber nicht beweisen kann.

Antwort
von angy2001, 90

Jeder hier hat die Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben. Es ist allein eine persönliche Entscheidung. Warum sollte ich an einen Gott glauben?

Kommentar von comhb3mpqy ,

Auf meinem Profil stehen Gründe, warum ich an Gott glaube. Vielleicht sind ja welche für dich dabei. :)

Kommentar von angy2001 ,

Danke, bemühe dich nicht. :)

Antwort
von josef050153, 32

Du vergisst, dass 70% der Deutscchen den Mercedesstern anbeten.

Antwort
von Soulwax, 119

Der Mensch braucht den Logos so sehr wie den Mythos. Eine Gesellschaft, die ihren Mythos verliert, wird ihn wieder einholen, wenn auch auf andere Art und Weise. 

Denkbar wären politische Ideologien, ein Führerkult, Staatenkult, Islam, moderne Wissenschaft (siehe moderene Atheisten nach Dawkins, und ja, expliziter Atheismus ist Glaube an sich).

Ich bin selbst Protestant auf Papier und Agnostiker im Kopf, finde die Entwicklung aber nicht gut.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

...oder aber die Menschen haben eine so hinreichende Reife entwickelt das der Mythos keinen Grund mehr hat.

Kommentar von Soulwax ,

Die alten Griechen dachten das gleiche.

Kommentar von kalippo314 ,

expliziter Atheismus ist Glaube an sich

Das ist wie zu sagen kein Tennis zu spielen wäre eine Sportart.

Kommentar von Soulwax ,

Kannst du beweisen, dass es keinen Gott gibt? Wenn du einfach nur "eher nicht" daran glaubst, bist du Agnostiker, kein Atheist.

Da du weder die Existenz, noch die Nichtexistenz eines höheren Wesens/Bewusstseins jeglicher Art nachweisen kannst, erfordert es einen Akt des Glaubens, beide Optionen anzunehmen.

Atheismus := Der Glaube, dass es kein höheres Wesen gibt, obwohl man es nicht beweisen kann.

Theismus := Der Glaube, dass es ein höheres Wesen gibt, obwohl man es nicht beweisen kann.

Agnostizismus := Man erkennt an, dass man nicht wissen kann, ob es ein höheres Wesen gibt, oder auch nicht.

Wenn es schon an der Nomenklatur scheitert, weiß ich, woher die Statistiken zum Atheismus in Deutschland kommen.

Kommentar von kalippo314 ,

Im Grunde sind die meisten Atheisten auch Agnostiker, denn kaum einer wird behaupten, zu 100% zu wissen, dass es keinen Gott gibt. D.h. nach deiner Definition wären <1% der Atheisten auch nachweislich Atheisten. Ich sehe einfach keinen Grund darin, anzunehmen, dass es einen Gott gibt und fertig, mit Glaube hat das nichts zu tun.

Kommentar von comhb3mpqy ,

Ich habe einige Gründe, um zu glauben, dass es Gott gibt. Die Gründe findest du auf meinem Profil, kannst ja mal vorbeischauen.

Antwort
von Schnoofy, 25

Aha. Und woraus ergeben sich diese sogenannten Fakten?

Meinungsumfragen?

WIssenschaftlich Untersuchen?

Antwort
von Eselspur, 55

* weil Glaube "uncool" ist...
* weil wir Gläubige offensichtlich nicht sehr überzeugen....
* weil Gott uns Freiheit schenkt...

Antwort
von TheChaosjoker, 64

Weil sich praktisch alles wissenschaftlich erklären lässt

Kommentar von comhb3mpqy ,

Es gibt Menschen, für die gebetet wurde und die anschließend gesund wurden. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung.
Schau dir mal den youtube Kanal "mensch Gott" an.

Kommentar von Trashtom ,

Schau dir mal den youtube Kanal "mensch Gott" an.

Auf youtube gibt es auch einen Kanal, der darüber berichtet, dass die Erde hohl ist und man oben und unten reinfliegen kann. UND das im Inneren noch eine geheime andere Zivilisation lebt. Was es sonst noch auf youtube gibt muss ich hier wohl nicht sagen. Dass ein Video eine Illusion ist muss ich hoffentlich auch nicht sagen.

Soviel zum Thema youtube.

Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung. 

Wissenschaft ist ein Prozess und kein Endzustand. Nur weil wir etwas noch nicht wissen, heißt dass nicht die einzige Lösung muss Gott sein. 

Früher gab es viele Dinge, die die Wissenschaft nicht erklären konnte. Jetzt klingt für uns vieles lächerlich, was wir damals nur mit Göttern erklären konnten.

Ergo: Wenn ein Krebskranker plötzlich gesund wird, ist es auch möglich, dass aufgrund seiner Gene eine Behandlung angeschlagen hat. Vielleicht hat er irgendwas bestimmtes gegessen oder getan was eine Besserung verursacht hat. Vielleicht können sich mittlerweile einige Immunsysteme dagegen wehren und wir bekommen es garnicht mit, da diejenigen ja dann nicht krank sind oder nur kurzzeitig.

Kommentar von Omnivore08 ,

Es gibt Menschen, für die gebetet wurde und die anschließend gesund wurden. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung.

Doch die gibt es: Nennt sich Zufallserscheinung und findet vorallem in der Wahrscheinlichkeitsrechnung Anwendung. Siehe Nullhypothese aus der Statistik

Gegenfrage: Wie oft hat man das Phänomen schon bei Kriegsopfern mit amputierten Armen/Beinen beobachten können? Ist den jemals ein Arm nachgewachsen?

Wenn jemand Todkrank ist, da kannst du beten wie du willst. Wenn jemand nur eine Erkältung hat kannste auch beten wie du willst. Letzteres wird aber immer wieder gesund

Kommentar von TheChaosjoker ,

Es gibt viel mehr Menschen die durch Medizin und Wissenschaft geheilt wurden. Wissenschaft dominiert also auch hierbei.

Antwort
von Schmolinsky, 43

Religion ist in erster Linie ein Wegweiser. Ich hab aber mein eigenen Kopf und kann selbstständig entscheiden und muss mich nicht an Richtlinien halten.

Antwort
von Omnivore08, 23

Deutschland wacht langsam auf und erkennt, dass die moderne Wissenschaft mit einer Existenz eines göttlichen Wesens unvereinbar sind.

Antwort
von robi187, 15

man kann gläubiger sein ohne einer religonsgemenschaft anzu gehören?

denn religionen mißbrauchen gott um ihre macht auf erden zu genießen?

viele gauben mehr an die schriftstücke die menschen gemacht haben als an gott,

http://www.amazon.de/Mohamed-Eine-Abrechnung-Hamed-Abdel-Samad/dp/3426276402/ref...

gott ist allmächtig und braucht keine menschen um seinen willen zu verkünden? oder gar auslegen?

man soll mit gott einfach kominizieren und man bekommt wenn man es möchte auch eine antwort. oft nicht so einfach wie man das als mensch möchte.

Antwort
von hummel3, 26

Wenn du dieser Frage entgegenhältst, warum du zum Beispiel "gläubig" bist, oder ebenfalls "ungläubig", hast du schon die Hälfte der Antwort, nach welchen andere Menschen wohl auch die Gottesfrage und damit ihre eigene Position begründen.

Dazu kommt gerade für Deutschland oder auch Europa, dass Reichtum, Friede und sozialer Schutz und Rundumversorgung die Frage nach Gott überflüssig zu machen scheint.  

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