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Warum ist der Wirkstoff 'Finasterid' verschreibungspflichtig?

gefragt von teilzeithexe am 08.09.2007 um 20:16 Uhr

Mein Freund nimmt seit Jahren Finasterid (Propecia) gegen anlagebedingten Haarausfall. Kürzlich ärgerte er sich, dass er extra zum Arzt muss um ein Rezept zu holen. Warum ist dieses Medikament verschreibungspflichtig ? Es ist doch eigentlich nur ein Hormonblocker (Testosteronblocker)?!


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anonym
beantwortet von Lissa am 8. September 2007 23:57
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Finasterid ist verschreibungspflichtig, da es in den hormonellen Stoffwechsel eingreift.

Auch findet man es nicht nur in Verbindung mit Haarausfall, sondern auch beim Doping.

Die Wikipedia-Seite hilft vielleicht weiter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Finasterid


anonym
beantwortet von keciflox am 9. September 2007 16:52
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Finasterid wird außerdem in einer Dosierung von 5 mg bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt (Propecia hat 1 mg Wirkstoff). Der Wirkstoff ist ein 5-alpha-Reduktasehemmer und bewirkt eine Hemmung der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Finasterid ist bei Frauen absolut kontraindiziert und kann Anomalien der äußeren Geschlechtsorgane männlicher Feten hervorrufen. Frauen die schwanger sind oder werden möchten sollten deshalb auf keinen Fall mit zerbrochenen oder zerstoßenen Tabletten in Berührung kommen. Der Wirkstoff kann ebenfalls erektile Dysfunktionen und Ejakulationsstörungen hervorrufen. Wegen dieser massiven Nebenwirkungen ist eine ärztliche Verschreibung absolut notwendig.


anonym
beantwortet von sensitiv am 26. Oktober 2008 09:07
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Nebenwirkungen bei Fiansterid sind selten - aber kommen durchaus vor, und nicht nur im Beipackzettel. Siehe auch http://www.alopezie.de/propecia.html. Daneben ist es aber auch wichtig, dass andere Ursachen von Haarausfall ausgeschlossen sind. Deshalb ist ein Arztbesuch sowieso sinnvoll


anonym
beantwortet von DrFinner am 30. November 2008 00:48
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Es ist ein Medikament. In der Haarprechstunde wird der Patient informiert und es erfolgt eine Verlaufkontrolle. Zudem ist das Präparat nicht für Frauen geeignet.


anonym
beantwortet von karlkoeander am 11. September 2009 10:25
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Weil die Krankenkassen und die Aerzte eben daran verdienen wollen. Mit scheint, dies ist die einfachste Antwort.

Was fuer Medikamente in D (ganz anders als in vielen anderen Laendern, und auch in solchen, in denen ich schon wohnte) alles verschreibungspflichtig sind, ist absurd. Immerhin liegt doch ein Beipackzettel dabei, der ueber Nebenwirkungen aufklaert, und stundenlange Ordeals mit Wartezeit und inkompetenten Gespraechen sind wirklich nur im Interesse der Hausaerzte und -innen.

Z.B.: Dieses Medikament ist fuer Frauen nicht geeignet? Ha ha. Nur steht das im groesstmoeglichen Schriftsatz auf der Packung, und wenn es ein Testosteronblocker ist, dann spricht das nun wirklich fuer sich. Wo kommt die Rolle desjenigen ins Spiel, der unbedingt einen Facharzt in Dermatologie braucht.

Schliesslich koennte man noch den Standpunkt vertreten: Wer sich wirklich mit Medikamenten vergiften will, soll dies doch bitte tun. Wo ist denn da der Grad an Eigenverantwortung oder die Haltung, dass der Buerger oder die Buergerin eigenverantwortlich ueber sich Entscheidungen treffen darf? Die Idee, dass uns ein grosser Staat an die Hand nehmen muss, und uns arme Bekloppte, die nicht einmal einen Zettel lesen koennen, vor uns selber schuetzt, ist sehr unangenehm. Die Haltung einer gewissen Eigenverantwortlichkeit vermisse ich voellig.


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