Frage von mg6358, 25

Warum ist der "Umgang" mit Lehrern und Lehrerinnen so schwierig, oder bin ich bloß voreingenommen?

Eigentlich habe ich keine Vorurteile. Aber es passiert mir immer öfter dass ich instinktiv bei "schwierigen Kunden" weiss, DER / DIE ist Lehrer/in. Wenn ich beim 1. Hausbesuch für eine 170qm Maisonett-Wohnung 4 -5 Stunden für die Reinigung veranschlage und der Kunde meint 2 - 3 würden reichen, dann ist meistens ALLES klar.

Nicht nur das bei der Berufsgruppe Vorstellung und Realität weit auseinander drifften, nein, es werden auch noch eigene Reinigungspläne ausgetüftelt. Man muss ja nicht immer alles machen... ?! Man kann ja z.B. die Bettwäsche abziehen, die Wäsche waschen (für mehr als 4 Personen) und gleich wieder drauf ziehen... Oder man hat ja einen Reinigungsroboter, dass aber die Brücken und Läufer separat mit dem "normalen" Staubsauger zu saugen und danach weg zu nehmen sind, bevor der Roboter überhaupt eingesetzt werden kann, daran denkt Keiner. Da ist man NUR mit dem normalen Staubsauger allemal schneller - aber DAS erklärt mal einem Pädagogen...

Vielleicht frage ich am Telefon bei Kunden die arbeiten gehen, demnächst erst mal was sie beruflich machen. Und wenn sie Pädagogen sind - hab ich eben keine Kapazitäten frei ...???

Habt ihr auch so merkwürdige Erfahrungen mit Lehrern gemacht? Bin ich voreingenommen? Glaub ich ehrlich gesagt nicht. Gestern hat ein Buchautor im Radio gesagt, er sei ein geschädigtes Lehrerkind Stufe 3. Vater Grundschullehrer, Mutter Lehrerin im Gymnasium und Opa war Schuldirektor... Also MUSS doch da was dran sein, oder nicht?

Antwort
von DODOsBACK, 19

Ich kenne ähnliches Verhalten (arbeite aber im Verkauf, nicht in der Reinigungsbranche) auch von anderen Berufsgruppen. Ich habe eher den Eindruck, dass DU bis heute nicht gelernt hast, damit umzugehen! Solange du wie ein verunsicherter Schüler immer nur vorsichtig "Ja, aber..." flüsterst statt laut und deutlich "Nein!" zu sagen, werden sie dich wie einen Schüler weiter "belehren". Weil sie verlernt haben, wie es ist, einmal nicht alles besser zu wissen.

Mach die Probe aufs Exempel und zeig ein bisschen mehr Rückgrat - die meisten kommen damit erstaunlich gut klar, wenn es dir gelingt, höflich zu bleiben. Lass dich nicht auf Diskussionen ein - sag, was Sache ist, und gut. Wenn das nicht hilft: "Tut mir leid, aber so oder gar nicht. Auf Wiedersehen!" Anscheinend bist du nicht auf jeden Kunden angewiesen, also warum tust du dir das an?

Was den Autor angeht: die neigen berufsbedingt dazu, aus allem eine Riesengeschichte zu machen. Und jeder, der irgendwelche "Probleme" hat, findet dafür einen Schuldigen in der Kindheit. Vermutlich bist auch DU einfach nur ein Opfer deiner früheren Lehrer, die dein junges Selbstbewusstsein damals grausam zerstört haben...

Kommentar von mg6358 ,

Ja Gott sei Dank bin ich nicht auf JEDEN Kunden angewiesen.

Ich beende auch schnell mal ein Aufnahmegespräch, wenn ich merke, dass "Geiz allzu geil ist..." Vllt. findet der ein oder andere potentielle Kunde solches Verhalten ja arrogant, aber ich muss meine MA nicht "verwursten" lassen.

Was ich nicht tun würde, müssen die Mädels nämlich auch nicht machen... 

Ich werde demnächst wirklich am Telefon nach dem Beruf fragen, so bleiben mir "Überraschungen" beim Hausbesuch wenigstens erspart, ich fahre auch nicht gerne umsonst irgendwohin...

Im Übrigen  meine Schulzeit hat mir in keinster Weise geschadet, denke ich. Ich war eine aufmüpfige Schülerin und habe meinen Ellis nicht nur Freude bereitet   ; ))    

Kuschen war noch nie meins... Aber manchmal ist es doch ganz schön schwer die Contenance zu bewahren.

Es heisst ja immer: Der Kunde ist König...  Ich sags mal so: mit Einschränkungen, ja...

Antwort
von tuedelbuex, 20

Als Handwerker im Kundendienst kann ich Deine Erfahrungen nur bestätigen. Anwälte, Ärzte, Architekten und selbst Psychologen sind (obwohl auch schwierig) bei weitem angenehmere Kundschaft als Lehrer. Niemand sonst "erklärt" mir meinen Job und "überwacht" so penetrant die Ausführung, um einzugreifen, wenn etwas "verkehrt gemacht wird" (ich mach meinen Job über 30 Jahre, ich werd` wohl wissen, was ich tue!).

Antwort
von derbas, 20

Tja Lehrer haben immer recht. Und wenn du etwas weißt dann wissen sie es besser. Zumindest oft ;-)

Antwort
von robi187, 14

und un-eigelich?

Eigentlich habe ich keine Vorurteile
Kommentar von mg6358 ,

Un-eigentlich wohl doch - aufgrund meiner Erfahrungen...   ; ))

Kommentar von robi187 ,

erfahrung mit was? mit werfe der den ersten stein der keine behinderungen hat? denk-mal?  war das kein vor-urteil?

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