Frage von NinielBlue, 20

Warum ist der Rhesusfaktor bei einer positven Mutter und einem negativen Kind ungefährlich?

Wenn theoretisch eine rhesuspositive Mutter ein rhesusnegatives Kind bekommt, würde das Kind ja bei Blutkontakt Antikörper bilden.. Das ist solange ungefährlich, wie es zu keinem erneuten Blutkontakt kommt.. Aber theoretisch wäre es doch möglich, dass auch dies zu einer Gefahr wird? Oder habe ich was nicht verstanden?

Antwort
von Christianwarweg, 14

Wenn die Mutter Rh+ ist, dann bilden sich keine Antikörper gegen den Rhesusfaktor (das ist eine Oberflächenstruktur auf den roten Blutkörperchen, wie auch die des AB0-Systems). Somit ist es egal, ob das Kind Rh+ oder Rh- ist, da sein Blut nicht mit Antikörpern gegen den Rhesusfaktor in Berührung kommt.

Ist die Mutter aber Rh-, dann bildet sie, wenn das erste Kind Rh+ sein sollte und sich bei der Geburt Blut vermischt, Antikörper gegen den Rhesusfaktor. Diese sind plazentagängig. Das heißt, dass eine erneute Schwangerschaft mit einem Rh+ Kind dazu führt, dass die Antikörper das Blutsystem des entstehenden Kindes angreifen, was oft tödlich endet (für das Kind). Um die Bildung von Antikörpern zu vermeiden, werden daher Anti-Rhesus-Antikörper gespritzt, so dass die mit dem Blut des Kindes, das evtl. in den mütterlichen Kreislauf gekommen ist, reagieren und die Mutter keine eigenen Antikörper bildet.

Wenn die Mutter Rh+ ist, dann kann das Kind nicht Rh- sein (Rhesusfaktor wird dominant vererbt), ansonsten bestünde auch die Gefahr, dass ein Kind, das eigentlich Rh- ist, bei seiner Geburt Antikörper gegen mütterliches Rh+ Blut gebildet hat, und dann später, wenn es selbst einmal schwanger wird, eine Gefahr für ein Rh- Kind wäre.

Antwort
von vanillakusss, 20

Ich bin Rhesusfaktor negativ, meine Mutter nicht. Allerdings weiß ich nicht was und ob da etwas gemacht wurde. Das Kind, das nach mir geboren wurde, ist tot. Ich weiß aber auch nicht ob das am Rhesusfaktor gelegen hat, meine Mutter hat da keine Ahnung.

Ich habe ein Kind bekommen, mit positiven Rhesusfaktor und das geht beim ersten Kind, meistens gut.

Erst bei einer zweiten Schwangerschaft, kann es für das Ungeborene gefährlich werden, was scheinbar bei meiner Mutter so war. Der Körper bildet Antikörper gegen den Fötus, scheinbar hatte meine Schwester auch einen negativen Rhesusfaktor.

Ich habe, direkt nach der Geburt meiner Tochter, eine Spritze bekommen damit genau das nicht passiert. Ich habe aber kein zweites Kind bekommen.


Antwort
von Virginia47, 15

Weil RH-positives Blut keine Antikörper bildet. So ist das Kind geschützt. 

Ich bin rh-negativ. Und meine Kinder RH-positiv. Nach der ersten Entbindung habe ich eine Spritze bekommen, dass bei weiteren Schwangerschaften keine Antikörper gebildet werden sollten. Trotzdem bekam meine zweite Tochter eine Gelbsucht. 

Antwort
von safwat29, 16

Die Mutter bildet bei der Geburt des ersten Kindes Antikörper.

Das zweite Kind wird dann von diesen Antikörpern bekämpft.

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