Warum ist der Rechtspopulismus in Europa so am Vormarsch?

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9 Antworten

Warum ist der Rechtspopulismus in Europa so am Vormarsch?

Das hat viele Gründe, die alle miteinander verwoben sind. Insofern ist es schwierig, das auf einzelne Punkte herunterzubrechen. Aber es gibt ein paar Haupt-Faktoren:

  • Die Menschen wurden "ent-politisiert". Die etablierten Parteien haben über Jahrzehnte versucht, Politik möglichst uninteressant und undurchschaubar zu machen. Es sollte "ihr Hexenwerk" sein; etwas, wofür man sie - und nur sie - bewundert ... und wählt.
  • Man hat immer versucht, polemisch-leichte Lösungen für die Probleme zu verkaufen. Obwohl Politik nichts ist, das "über Nacht" geschieht, weil es meist viel Zeit braucht, hat man sich eine selbsterfüllende Prophezeiung geschaffen: Man hat den Menschen vorgegaukelt, dass es "klare Stellschrauben" gibt, an denen man nur drehen muss. Wenn das nun nicht mehr getan wird (weil es nie ging und nie getan wurde, man das aber bisher gut verheimlichen konnte), dann stellen die Menschen sich natürlich die Frage: "Warum? Warum macht ihr das nicht (mehr)? Dann wählen wir eben jene, die es machen."
  • Man hat Probleme unter den Tisch gekehrt. Niemand mag gern von Problemen hören. Deshalb werden Politiker nur gewählt, wenn sie Lösungen in der Tasche haben ... ganz egal, ob diese funktionieren können oder nicht. Und wenn die Politiker keine (einfachen) Lösungen haben, dann müssen sie notgedrungen die Probleme unter den Tisch kehren, wenn sie (wieder-)gewählt werden wollen. Das funktioniert. Eine Zeit lang. Doch irgendwann werden die Probleme so groß, dass man sie nicht mehr verstecken kann. Und wenn dann nicht SOFORT Lösungen da sind, schnauben die Leute enttäuscht auf und wenden sich ab.
  • Man hat "Alternativlosigkeit" verkauft. Die etablierte Propaganda hat stets auf Alternativlosigkeit gesetzt und so die demokratischen Grundprinzipien systematisch zerstört: Statt Diskussion über Wege gab es aufs Maul, wenn jemand diskutieren wollte. Schließlich gab es nur einen einzigen Weg; und den hatten die etablierten Parteien besetzt. Dummerweise ist dieser Weg eine Sackgasse. Also suchen die Menschen nach Orientierung.
  • ... (Man müsste noch einige Faktoren nennen, aber ich denke, du siehst, den roten Faden schon, ja?!)

Nun haben sich die etablierten Parteien und ihr "alternativloser Weg" als Sackgasse erwiesen. Selbst die einfältigsten Menschen erkennen das mittlerweile. Also fallen sie zunehmend als "Lösungs-Anbieter" aus.

Klar ist nur eines: "So kann es nicht weitergehen!" Damit bleiben noch zwei weitere wesentliche Strömungen:

  • Nach links orientieren? Dort wird propagiert, was die etablierten Parteien über Jahrzehnte verteufelt haben. Die Propaganda sitzt tief. Und nicht zuletzt: Die "linken Lösungen" sind komplex. Sie haben Sätze mit vielen Kommata. Und sie haben unglaublich viele "Viellechtse". "Vielleicht muss man ...", "Vielleicht sollte man ...", "Vielleicht ist dies oder das ..." ... Kurz gesagt: Sie zwingen zum Nachdenken. Sie erwarten Diskussion. Sie wollen gemeinsam über einen Weg nachdenken, weil sie in der Gemeinsamkeit den Weg sehen.
  • Nach rechts orientieren? Hier werden einfachste Lösungen angeboten. Der Schuldige hat Namen und Gesicht (und wichtiger noch: es sind immer "die Anderen"; man selbst ist stets frei von Schuld). Die Lösungsangebote sind klar und einfach strukturiert. ... Hier muss man nicht selbst denken. Vielmehr ist alles "ganz einfach zu lösen". Das ist genau das, was die etablierten Parteien all die Jahrzehnte getan haben. Es fühlt sich also "warm & vertraut" an. Und schaue dich um! Es hat doch funktioniert. Denn lange Zeit ging es uns super-gut. Dass das einfach nur damit zu tun hatte, dass man damals auf ruhiger See gesegelt ist; man also praktisch gar nichts falsch machen konnte, ist uninteressant. Denn es bedeutet Nachdenken. Und das wollen die ent-politisierten, desillusionierten Menschen um jeden - wirklich JEDEN - Preis vermeiden.

Und nun entscheide selbst: Du stehst vor einem Berg. Der eine Weg führt dich oben lang und verschwindet schon bald im Nebel. Steil. Unübersichtlich. Steinig. Und ständig schreien Leute "Da kommt bestimmt gleich ein Steinschlag!" Der andere führt dich an der Flanke des Bergs entlang. Kaum Anstieg. Breit ausgetreten. Einladend. ... Welchen Weg würdest du wählen?

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Du schreibst im Stile der Propaganda ,und umerzogen,das vorweg.In Österreich hat sich seit dem Krieg eine Kultur des Klüngels und der Parteibuchwirtschaft entwickelt.Vor etwa 20 Jahren stank es immer mehr Menschen.Wenn Du das falsche Parteibuch hattest,bekamst keine Wohnung,beim Bußgeld das Maximum aufgebrummt,Du mußtest rumschleimen,oder Dich mit den Dingen abfinden.Jörg Haider war der große Mann,der das durchbrechen wollte.Mit der FPÖ hat sich eine freiheitliche,konservative Kraft gebildet,die zunächst die Parteibuchwirtschaft vor sich hergetrieben hat und nun auch die anderen Parteien.Ein Außenminister Kurz könnte auch in einer rechten Partei sein.Österreichs Wort hat Gewicht.Immer mehr beim eigenen Volk,wie auch International.Das hat die FPÖ erreicht.Und Populismus ist zum Kampfbegriff verkommen.Das geht von denjenigen aus,die die größten Versager,Volksverräter und Wendehälse sind.Beste Grüße

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Kommentar von Jack98765
03.11.2016, 08:58

Alles Wirtshausparolen ohne sachlichen Inhalt.

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Das muss man etwas differenzierter betrachten.

Der rechtspopulismus ist ja nicht wirklich europaweit im Vormarsch. Eher sind es Regionen.

Auffällig ist, dass die ehemals stalinistischen Länder einen entsprechenden gesellschaftlichen Rechtsruck zu verzeichnen haben. Da ist die Bevölkerung wohl üüber den Stalinismus auf autoritär Problemlösungen, nationalismus und kulturrückständige Ausländerfeindlichkeit "programmiert". Da fehlt es ebenso wie in der Ostzone, die von 1939 bis 1989 ununterbrochen unter totalitären Vorzeichen regiert, zugerichtet und verhunzt wurde, an demokratischen und zivilgesellschaftlichen traditionen.

In Österreich wiederum basiert der unverkennbare Rechtsruck wohl auf dem Umstand, dass die österreicher das Dauer- und Totalversagen der politische Rechten, das in zwei verheerenden Weltkriegen einmündete, nicht als etwas begreifen, mit dem sich auch die österreicher auseinandersetzen müssen, sondern die wälzen das klammheimlich auf uns Deutsche ab.

Kaum ein Ösi z.B. weiß etwas über die Vernichtungsgräul der KuK-Armee auf dem Balkan während des 1. Weltkriegs. Das wurde und wir bis heute unter den teppich gekehrt, auf dem sich dann umso ungenierter nationalbesoffene "Folklore" tanzen lässt...

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Wer am lautesten in die Welt hinausschreit was unzufriedene Leute am meisten hören wollen, wird Zulauf haben.

Die FPÖ will Kürzungen bei der Mindestsicherung für Flüchtlinge, vergisst dabei aber zu sagen, dass es auch die eigene Bevölkerung treffen wird, denn laut EU darf es keine Ungleichbehandlung geben.

Es gibt noch viele weitere Beispiele von Parlamentsabstimmungen die lediglich die Reichen und die Partei selbst begünstigen. Will halt keiner der Wähler hören und wahr haben.

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Bei uns in Deutschland ist man Rechtspopulistisch / Rechtsextrem / Ausländerfeindlich / Islamophob / dumm / Fremdenfeindlich wenn man:

  • Wirtschaftsflüchtlinge ablehnt
  • ausländische Hassprediger ablehnt
  • Asylmissbrauch anprangert
  • den fundamentalistisch-radikalen Islam keinen Nährboden bieten möchte
  • strafauffällige Ausländer ablehnt
  • Merkels Asylpolitik ablehnt

So denken etwa 95 % der sog. ,,Rechtspopulisten"... Helfen ist ja in Ordnung, solange es sich um echte Flüchtlinge aus umkämpften Gebieten handelt und sich die Anzahl in Grenzen hält. Bei uns dürften sich über 500.000 Menschen nicht einmal aufhalten (!) Macht man darauf aufmerksam, ist man ein Nazi.

Ach ja.. man ist auch noch Sozialneidisch, wenn man darauf aufmerksam macht, das die Milliardenüberschüsse der Krankenkassen welche die Arbeitenden Jahrelang generiert hatten futsch sind und ein Zusatzbeitrag erhoben wurde, um das Defizit auszugleichen. Für das Rentensystem wurde ebenfalls zu wenig getan... damit das System aufrecht erhalten werden kann, ist ein Renteneintrittsalter von 71 Jahren ermittelt worden.

Aber ist ja nur Rechtspopulistisches Geschwafel von mir^^. Schon nach einem Jahr ,,Wir schaffen das" wird die Krise als gemeistert beklatscht...

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Kommentar von jerkfun
03.11.2016, 09:07

Die Politiker sind ja sogar so dumm,zu wissen und zu ahnen das diese auf Raten abgewählt werden,kleben an Ihren Pfründen und Stühlen,können sich aber nicht mal den Ruck geben,zu sagen,alle möglichen Gelder werden in das Gesundheitssystem und das Rentensystem eingespeist.50 % des letzten Nettolohnes sind anzustreben.Keine Beitragserhöhungen.Das Rentenalter kann frei gewählt werden.Die Abschlagstabelle wird entsprechend festgesetzt.Alle die keine auskömmliche Rente bekommen,aber nach Staffelung so und so viele Jahre gearbeitet haben,bekommen automatisch und ohne Antrag 1000,.Sogar dafür sind die zu bescheuert.Aber es müssen ja Asylanten versorgt werden.()

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Also meiner Meinung nach hat das nicht viel mit rechts zu tun als mehr damit das die Menschen wieder stolz auf ihr Land sind Und sie Angst haben es an die falschen zu verlieren zb Italien gibt es Orte wo mehr Flüchtlinge als einheimische Bürger sind und dort auch schon gesagt wird von den Flüchtlinge ich zitiere "das ist nicht mehr Italien das ist jetzt Afrika " und wenn du sowas zu hören bekommst dann fragt sich wer hier die rechten sind . Als auf deine Frage was sie sich erhoffen ich denke mir einfach nur wieder recht und Ordnung in der Politik wie auf den Straßen oder glaubst du wirklich das die ns Zeit wieder genau in der Form wieder kommt ich denke nicht also wo vor solche Angst? 

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Sozialabbau - stagnierende Löhne - Arbeitslosigkeit - Kriegstreiberei der Regierung (Krieg als normales Alltagsgeschehen) Als auslöser dient dann der unkontrollierte zurückliegende Flüchtlingsstrom.

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weil viele das  links gehende zu weit geht und wir unsere land vergessen

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Meines Erachtens nach, machen die etablierten Parteien keine annehmbare Politik mehr.
Die Leute die rechts populistische Parteien wählen erhoffen sich, dass sich bei diesen was ändert.
Die machen aber alles noch schlimmer.
Das ist meine Meinung.
Deine musst du dir selbst Bilden.
MfG

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Kommentar von MickyFinn
03.11.2016, 08:44

,,Die machen aber alles noch schlimmer.
Das ist meine Meinung."

Und wie kommst du darauf? Ist eine unkontrollierte Massenzuwanderung von Menschen aus einem fremden Kulturkreis etwa der Schlüssel zum Weltfrieden?

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