Frage von kazuha, 189

Warum ist der koran ein standpunkt für die muslime (religion,Islam)?

Antwort
von SibTiger, 52

Der Koran, wenn man ihn wörtlich versteht, hat für vielen Menschen einfache Antworten auf schwierigere Fragen. Das macht ihn insbesondere für leichtgläubige Menschen zu einem Buch, nach dem es sich lohnt zu leben.

Wenn man den Koran kritischer auslegt erscheint er eher absurd.

Wenn man ihn noch kritischer auslegt ;-), wie es manche fortschrittliche Islamforscher machen, etwa Herr Khorchide verliert er wieder ein wenig von seiner Absurdität.

Sein Inhalt erscheint mir insgesamt nicht mehr zeitgemäß.


Antwort
von Rocker73, 72

Inwiefern ein Standpunkt?

Der Koran ist das Leitbuch des Islam und vermittelt die muslimischen Werte und Lebensart sowie Regeln und Werte dieser Religion.

Wenn du meinst, dass die Regeln des Islams eine Rechtfertigung bei Diskussionen sein soll, so kannst du diese Frage auf alle Religionen beziehen, auf Christen, Juden, Hinduisten und Buddhisten. Das ist mitnichten etwas, was nur Angehörige des Islams machen, aber lustig, wie das immer nur dem Islam zur Lagst gelegt wird...

Es gibt Leute, die nehmen dieses Werk zu ernst bzw. zu wörtlich und vergessen, in welcher Zeit bestimmte Regeln aufgestellt wurden oder interpretieren sie falsch. Das sind aber bei weitem nicht alle Muslime. Selbiges lässt sich auf Christen übertragen und auf andere Religionen aber siehe oben.

LG

Antwort
von feinerle, 22

Wenn man sich mit dem Ding krituisch und faktisch beschäftigt, ist das Ding ein Standpunkt mit dem Radius 0.

Antwort
von Patrickson, 71

Gott verurteilt gesetzesübertretungen nicht sofern sie aus Liebe und Notwendigkeit begannen werden. Gott steht über dem gesetz und beurteilt nach seinem willen. Vertraue seiner güte und du wirst weisheit und einsicht erlangen. 

Kommentar von Rocker73 ,

Das Gesetz steht glücklicherweise über Religionen, doch ich bin sicher, eine Koexistenz der beiden, Religion und Gesetz, ist trotzdem möglich.

Kommentar von Patrickson ,

Da bin ich überzeugt davon. Meine muslimischen freunde und ich, der ich christ bin, lernen viel voneinander. Wir hören einander zu, jeder bringt seine einsichten bezüglich seines glaubens vor und wir diskutieren darüber. Es ist nicht mein recht zu verurteilen, denn nach dem mass, mit dem ich verurteile, werde auch ich gerichtet werden. Ich schätze die weisheit und die erkenntnisse meiner muslimischen freunde sehr und sie schätzen die meine. Wer recht hat, entscheidet gott alleine. Recht zu haben hat kaum etwas mit der wahrheit zu tun. 

Antwort
von 65matrix58, 77

Weil die Folger der Bibel und Thora gottes einzigartigkeit leugnen, folgen wir dem kuran. Würden die chr. und jud. Gott nicht zuschreiben dass er müde wird, oder dass er einen Sohn hat, hätten wir kaum einen Unterschied. Dann gäbe es auch keinen Grund für den kuran und Gott würde des nicht herabsenden. Und wegen diesen Fehlern die die Menschen in der Zwischenzeit verursacht haben, kamen neue Testamente(Bsp nach Thora Bibel). Wir glauben an den kuran weil es der letzte Testament von Gott an uns Menschen ist. Wir machen auch keine Unterschiede zwischen den Propheten. Und die damaligen(Testamentszeitmenschen) hatten die selbe Ansicht, wie die Leuten die nur den Kuran befolgen. Die heutigen Muslime sind von dem was außer dem kuran es in der Religion existiert (Bsp hadithe) so frustriert dass die des dem kuran gleich oder höher stellen obwohl die hadithe(Überlieferungen) nur aus Mutmaßungen, unüberlegten Wiederholungen(nachsprechungen) und Erfingungen besteht. Der kuran alleine spiegelt den Lebenssinn und deren Übersetzungen sind nicht im qualitativem (und richtigen) Niveau. (Bei den meisten)

Kommentar von earnest ,

"Der Kuran allein spiegelt den Lebenssinn"?

Eine solche Hybris ist nur schwer erträglich.

Kommentar von ancanei ,

Ach - irgendwo haben alle Erben des Kain die Wahnidee, dass die eigene Anschauung die einzig Richtige ist. Und deswegen hauen sich die Erben des Kain im Namen ihres Glaubens bis heute mit Schwung die Köpfe ein. Wirklich göttlich scheint mir das nicht zu sein - aber nu, das kann, darf und soll jeder so sehen wie er will, solange er andere in Ruhe ihr Leben leben lässt (meiner Ansicht nach)

Kommentar von Jogi57L ,

jedenfalls erkannt man daran... wo die Muslime am liebsten leben wollen, welch hilfreichen Lebenssinn und welche angenehme Lebensumwelt dort vorhanden sind... wo Muslime in einem Staat mehrheitlich -- oder ganz--herrschen.

Kommentar von 65matrix58 ,

Ihr habt mich großenteils missverstanden. Ich habe gemeint dass wir letztendlich alle den selben Gott haben und dass die Menschen an unser Zwiespalt schuldig sind, warum die Bibel und Thora verfälscht wurde, was auch wissenschaftlich nachgewiesen ist. Ich wollte damit auch keine Religion angreifen, sondern im Gegenteil unsere Gemeinsamkeiten auf den Tisch legen. Klar kann man seine Religion ausleben, kein Problem aber man sollte sich dabei bewusst sein auch Änderungen vorzunehmen. Wenn zB Fehler in der Religion auftauchen nicht blind dadurch laufen sondern den Sinn/Logik zu hinterfragen, was man im "kuran," Bibel und Thora finden kann. Und für mich ist das mein Lebenssinn, weil es die einzigen Bücher sind, die uns den logischen Grund unser  Existenz erklären können. Und da der kuran eh das sagt was in der Bibel und Thora mal stand, was ist dann an meiner Ansicht falsch?

Klar kann man seine Religion ausleben aber ich lebe meine Religion nicht aus weil meine Erben die selbe mit mir teilen, sondern weil es für mich selber eine hohe Bedeutung hat.

Kommentar von earnest ,

Wer ist "wir", matrix?

Und was die angeblichen Verfälschungen betrifft, davor ist kein Buch gefeit, das, wie die Bibel und der Koran, von Menschen geschrieben wurde.

Kommentar von 65matrix58 ,

Damit meinte ich die normalen Muslimen.

Kommentar von earnest ,

Ach so.

Dann sag das doch bitte auch.

Aber was ist ein "normaler Muslim"?

Kommentar von 65matrix58 ,

Ein normaler Muslim ist ehrlich zu sich selbst und zu seinem Umfeld. Er strebt mit der Logik, nach dem Tod von Gott zur Verantwortung gezogen zu werden. Ihm ist bewusst, dass diese Gegenwart eine Prüfung von Gott ist, um die Dualität zwischen gut und Böse für's Jenseits zu verstehen. Somit weiß er auch, dass die anderen Menschen auch auferweckt werden und an jenem Tag nur die Taten sprechen werden. Ein Muslim ist der, der das Glücklichsein von anderen mehr bevorzugt als seine eigene.

Ein Muslim ist der, der weiß, dass Gott zu allem Fähig ist und somit auch dazu unter uns Menschen, Propheten zu erwählen, wie Moses, Jesus, Noah, Abraham, Ishak, Ismael, Yakob, Lot, Yosef, David, Salomon und Muhammed.

Ein normaler Moslem ist der, der weiß, dass Gott nie etwas Sinn und Zweckloses macht. Ein normaler Muslim ist der, der andere nicht täuscht, um selber bevorzugt zu werden, als Jenen, der diesen "etwas" eigentlich verdient hat. Und vor allem darf ein Muslim die Menschen aus seinem Umfeld nicht mit Gottes Büchern manipulieren, so dass sich die bestimmte Tätigkeit die man erfunden hat, sich von der Basis der Religion abschweift(bsp Basis; Monotheismus) 

Ein Muslim ist der, der die Existenz Gottes erkennt und für seine Zufriedenheit strebt, bis ihm der Tod einholt. Er lässt sich von seiner Hochmut nicht kontrollieren und wenn, dann bereut er es.

Und meiner Meinung nach sind das einige unbewusst schon und einige wiederum unbewusst nicht.
Auf jeden Fall..
Jeder ist zuteil ein Muslim und wiederum nicht, aber ich kenne eine Person, die meiner Ansicht, den Vorbild eines Muslims spiegelt und das wäre Dr. Prof. Caner Taslaman. 

Ich bezeichne mich selber als keinen Perfekten. Fehler macht Jeder, Hauptsache man bereut es.

Mfg 

Kommentar von ancanei ,

Man sollte nicht Glauben und Wissen verwechseln.
Im Glauben von Wissen zu reden, kann fatale Auswirkungen haben, vor allem dann, wenn zwei Gruppen verschiedene Überzeugungen haben und zu wissen glauben, dass die ihre die alleinig richtige ist. So entstehen nämlich Glaubenskriege.
Egal, wie überzeugt man von etwas ist, sollte man so ehrlich zu sich selbst sein anzuerkennen, dass man es glaubt und nicht weiß.


Kommentar von earnest ,

-edit: dagegen ... gefeit

Kommentar von ancanei ,

Spannend!

Aber ich glaube nicht, dass die Bibel oder die Tora 'verfälscht' wurden. Die Bibel wurde 325 n.Chr. auf dem Konzil von Nicäa von um die 300 Bischöfen unter der Leitung von Konstantin 'beschlossen', das heißt, man hat sich darauf geeinigt, welche Schriften aufgenommen wurden und welche nicht. Außerdem hat man sich über die Grundlagen der christlichen Religion geeinigt (z.B. was die Dreifaltigkeit oder die 'Göttlichkeit' von Jesus angeht).

Die Torah scheint original zu sein, meines 'Wissens' nach hat man ältere Fragmente gefunden, die exakt mit der Tora übereinstimmen. Im Koran ist sie natürlich verfälscht und frei nacherzählt worden. Laut Mohammed hat er sie so von Gabriel 'empfangen'.

Ich halte zwar die Interpretationen der Tora vonseiten der Schriftgelehrten für fragwürdig, aber die Tora selbst ist im Grunde garnicht so blöd. Es ist ja immerhin auch möglich, dass mit der Schöpfungsgeschichte nicht 'die Entstehung der Welt', sondern der Werdegang des Menschen von der Zeugung bis zum ersten Generationswechsel gemeint sein kann. Zuerst ist es dunkel, dann wird Mensch geboren und es wird Licht, zuerst ist er daheim verwurzelt (Pflanzen), dann erwacht das Interesse am Männlichen und Weiblichen (Sonne und Mond), dann erwachen die Triebe (das Animalische, die Tiere) und schließlich macht er Menschen nach seinem Ebenbild - die nächste Generation.
Ist natürlich nicht sicher, aber möglich. Zumindest würde es so stimmen. Ich glaube nämlich nicht, dass die Menschen damals so blöd waren und glaubten, dass 'Gott' die Menschen erschaffen hat, bevor Sonne und Mond am Himmel standen. Außerdem sind für jeden Säugling die Eltern 'Gott' - also die Wesen, von denen es absolut abhängig ist.

Nun - und was den Rausschmiss aus dem Paradies angeht, hats Adam in der Rippengegend gezwackt. Und weil ich nicht glaube, dass Gott an Adam (der Mensch) herumgeschnippselt hat, liegt es nahe, dass Adam einfach nur total verliebt war. Das ist nämlich der einzige Fall, bei dem es Männlein beim Gedanken an Weiblein in der Rippengegend zwackt. Ansonsten wird eher das Köpflein (Intellekt) aktiv - oder es zuppelt ihn weiter unten.
Nun - und das erste Gebot lautete ja, dass Adam (der Mensch) seine Griffel lassen soll vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (das ist KEIN Obst), weil er sonst aus dem Paradies fliegt. Was dann ja auch so war bzw. laut Sündenfall so gewesen sein soll.

Und der ganze Rest der Tora beschreibt, wie sich das Ganze weiterentwickelt hat: Ein Gesetz ergab das nächste (das ist ja noch heute so) und es wurde nicht besser, sondern eher schlechter.

Wie gesagt - je nach Interpretation ist das alles garnicht so blöd - aber wie es von den Schriftgelehrten interpretiert wurde, ist zum Haareraufen. Dass das von den meisten heute nicht mehr so geglaubt wird, halte ich für eher normal.

Dass die Muslime näher am Koran sind als die Christen an der Bibel, könnte daran liegen, dass der Koran von Mohammed ist, während die Bibel eine ziemlich wirre Zusammenstellung alter griechischer Schriften ist, die mit der Lehre von Jesus nicht wirklich viel zu tun hat :)

Aber natürlich 'weiß' ich das alles nicht, es erscheint mir einfach naheliegend und bedeutend logischer als das, was man offiziell darüber lernen kann.

Kommentar von ancanei ,

Berichtigung: Nicht die Bibel ist eine Zusammenstellung alter griechischer Schriften, sondern das Neue Testament. Das Alte Testament kann auch Schriften in anderer Sprache beinhalten, das weiß ich einfach nicht. Aber dass sie auf dem Konzil von Nicäa zusammengestellt wurde, das stimmt.

Man stelle sich vor: 300 Bischöfe auf einem Haufen und sie haben unter der Leitung von Konstantin darüber entschieden, was in die Bibel darf und was nicht. Und heute nennen es die Christen 'heilig'.

Autsch

Kommentar von 65matrix58 ,

@ancei genau das zitiert auch der Kuran.. nämlich dass die Menschen damals, ihre Gelegenheit zu nutze machten und im Buche dies prägten, was ihnen passte. Genau deswegen, weil die Menschen Gott ausnutzten, sandte Gott den Kuran als eine Korrektur. Einige Botschaften wurden unabsichtlich geändert, einige absichtlich zum eigenen Vorteil.

Antwort
von josef050153, 40

Damit sie sich nicht bewegen müssen, denn das würde eigenes Nachdenken erfordern.

Antwort
von kasva, 75

Weil das Buch Allah's ist. Das ist ein Gotteswerk. Der Wegweiser, das Erbe Allah's an die Menschen.

Kommentar von earnest ,

Der Koran ist, wie alle "heiligen Bücher", Menschenwerk. Das Werk fehlbarer Menschen.

Alles andere ist bloße Behauptung.

Kommentar von kasva ,

Sei dir da nicht so sicher, earnest. 

Kommentar von earnest ,

Ich habe nicht vor, mit dir zu diskutieren.

Ich thematisiere lediglich den Unterschied zwischen Behauptung und Tatsache.

Kommentar von kasva ,

Das hatte ich auch nicht vor. 

Für mich ist eine Tatsache und für dich eine Behauptung. Ende.

Kommentar von kasva ,

Für mich ist es.. 

Kommentar von ancanei ,

Autsch.

Der Koran ist nach der Überlieferung eine 'Durchsage' vom Engel Gabriel an Mohammed (nicht von Gott). Davon kann man noch so überzeugt sein, es bleibt ein Glaube. Es gibt auch Christen, für die die Bibel 'heilig' ist und die steif und fest behaupten, dass in ihr 'das Wort Gottes' steht.Trotzdem ist es ihr Glaube.
Es mag eine Tatsache sein, dass die Menschen glauben, dass es da um Tatsachen geht, aber letztlich gehts um Überzeugungen. Was völlig in Ordnung ist, solange sie sich nicht anmaßen, das Recht auf das alleinige Wissen um die Wahrheit zu haben und es anderen aufdrücken wollen. Da hört das Spässchen auf, weil das sogar in Glaubenskriege ausarten kann und das ist ja nun nicht wirklich der Bringer.

Antwort
von nowka20, 13

er gibt den gläubigen lebenskraft

Antwort
von earnest, 32

Nun, JEDE monotheistische Religion hat ihr "heiliges Buch" oder "heilige Bücher", an denen sich die Gläubigen orientieren.

Was daran ist überraschend?

Gruß, earnest

Antwort
von MeliMelisa, 54

Ja die meisten halten sich halt an die meisten regeln, des Islams. Ist es bei der Bibel oder bei einem anderen buch anders? Hat aber auch ein bisschen mit dir zu tun, wenn du strenggläubig bist, dann ist dein Religion immer an der 1.Stelle, aber wenn du eine normale gläubige bist, dann ist die religion nicht immer der Mittelpunkt

Antwort
von Derschnupfen, 95

Ist das bei der Bibel etwa anders

Kommentar von ancanei ,

Nö :)

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