Frage von Goldbaer1970,

Warum ist der Grundschuldzins um ein vielfaches höher als der Nominalzins eines Immobiliendarlehens?

Der Grundschuldzins wird mit 18% eingetragen!!!! Warum machen Banken das? Kann die Bank im Rahmen der Zwangsvollstreckung 18% Zinsen verlangen, falls es dazu kommt?

Antwort von derbaufinanztipp,
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Die Grundschuld wird im Vergleich zum Darlehenszins vorbeugend mit einem höheren Zinssatz eingetragen, um nach Ablauf der Zinsbindung bzw. zum Zeitpunkt der Anschlußfinanzierung einen ggf. höheren Darlehenszins über die bereits eingetragene Grundschuld absichern zu können. Hierdurch wird eine nachträgliche und mit vergleichsweise hohen Kosten verbundene Änderung der Grundschuld vermieden. Für das zur Verfügung gestellte Darlehen zahlt man den im Darlehensvertrag vereinbarten Zinssatz.

Antwort von baufibemu,

Dingliche Zinsen sind häufig Bestandteil einer Grundschuldeintragung, in Abteilung III des Grundbuches neben dem Grundschuldbetrag. Die eingetragenen Zinsen und der Grundschuldbetrag stellen den maximalen Rahmen dar, den die Bank im Falle einer Zwangsvollstreckung geltend machen kann. Der eingetragene Zinssatz liegt meist zwischen 15 und 20 %. Basis des Zahlungsanspruchs ist jedoch der im Darlehensvertrag vereinbarte Zinssatz. Der dingliche Zins stellt lediglich die maximale Forderung des Grundschuldgläubigers (Darlehensgebers) aus dem Grundstück im Falle der Zwangsverwertung dar. Damit möchte der Gläubiger im Falle einer Zwangsversteigerung weitere Forderungen (ausstehende Zinszahlungen, Kosten für Zwangsversteigerung etc.) abdecken.

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