Frage von lovebio, 12

Warum ist der freie Wille ein Reflexionsverhältnis?

Antwort
von berkersheim, 12

Der Knackpunkt ist das zusammengesetzte Wort "Reflexionsverhältnis". Bei einem Verhältnis handelt es sich um eine Beziehung zwischen zwei verschiedenen Dingen, Menschen. Reflexion bedeutet Widerspiegelung, Rückspiegelung. Jetzt zeigt sich, dass der Satz allein ohne Textumfeld ein Problem ist. Denn aus dem Text müsste hervorgehen, welche zwei Dinge, z.B. erkennender Mensch, Erscheinungsweise einer Handlung in eine Beziehung gesetzt werden mittels Widerspiegelung im Erkennenden. Wenn z.B. der Erkennende die Einstellung hat, dass der Mensch ein freies Wesen ist, kann er in der Widerspiegelung seiner Handlungen nur davon ausgehen, dass sie durch freien Willen zustande gekommen sind. Ist er aber der Meinung, dass die Welt deterministisch ist, wird er immer nach Ableitungen suchen, die ihm seine Handlungen als Teil eines Räderwerks erscheinen lassen. Es gibt dazu ein einfaches Sprichwort: Niemand kann so leicht über seinen Schatten springen.

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