Warum ist das Thema Veganismus so verkrampft?

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15 Antworten

Wenn es die größte Überzeugung einer Person ist, eben Fleischesser zu sein oder Vegetarier oder Veganer, dann muss man den Standpunkt wohl allen unterbreiten und verbittert verteidigen, weil man sich angegriffen fühlt, wenn einer die Lebensart, die man selbst überzeugt vertritt, in irgendeiner weise direkt oder indirekt kritisiert. Gilt auch für Religion.
Würde mich auch sehr interessieren wie manche Menschen darauf kommen, dass es andere Leute in irgendeiner Art tangiert, wie sie sich ernähren oder an was sie glauben (wenn man sie nicht gerade danach fragt). Wenn man sonst im Leben nichts zu sagen hat, muss man das wohl im Internet rauslassen.

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Ich bin Vegetarierin, seit 3 Jahren.
Ich versuche im Alltag das Thema Fleisch zu umgehen. Ich würde schon so oft blöd und verständnislos angemacht, es nervt.
Ich glaube das wir an dem Thema einfach alle offener und entspannter sein müssen.

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Kommentar von Rixon
13.10.2016, 08:54

Ich bin Veganer. Also noch ne Stufe schlimmer und weiß was du meinst. Ich muss halt noch das Thema Milch und Käse umgehen.

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Kommentar von PrivateUser
13.10.2016, 21:14

Ja, das ist dann echt schwierig...:/

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Mich stört eigentlich nur, wenn Leute Probleme kleinreden oder als Falschaussagen erklären.

Aus meiner Sicht sprechen viele ehtische / ökologische Aspekte für eine Einschränkung des Fleischkonsums und auch für die Reduktion tierischer Produkte. Ich habe aber bei einigen Veganern den Eindruck ihr missionarischer Eifer reicht so weit, dass es 100% bei jedem sein muss, und das finde ich dann zu extrem.

Ich lebe ganz gut mit der Regel: im Zweifel lieber vegan, aber ich verzichte nicht ganz auf fleisch.

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Tja, das mit dem Essen scheint wie eine Religionszugehörigkeit oder Parteizugehörigkeit zu sein. - Zwischen denen wird gerne heftigst gestritten.

Würde mich interessieren, wo deine Antwort "zerfleischt" wurde. Einfach den Link als Kommentar posten. Danke. :)

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Ich weiß genau was du meinst... Ich würde dir gerne mal was erzählen:

Ich bin seit meinem 9ten Lebensjahr Vegatarier. Das war noch nie ein Thema für mich. Andere mögen keine Chips, keine Äpfel und ich mag kein Fleisch/Fisch seit dem ich verstanden habe, dass diese Tiere für mich sterben müssen. Nun zu jeder Familien Veranstaltung, bei Geburtstagsfeiern etc. habe ich niemals erwähnt das ich Vegetarier bin (weil es für mich normal ist). Ich esse eben Kartoffeln usw. Die anderen beobachteten mich immer und fragten mich "isst du kein Fleisch?" und mit dieser Frage gingen die Diskussionen los. Alle "Fleischesser" musste sich sofort gegenüber mir rechtfertigen warum sie Fleisch essen. Als ob sie sich innerlich von mir provoziert fühlen und den Druck empfinden sich rechtfertigen zu müssen, weil eine "Art schlechtes Gewissen" sie automatisch dazu zwingt das Fleisch essen gut zu reden. Dabei sage ich kein Wort zu diesem Thema...

Verstehst du was ich damit sagen möchte? Ich habe nie jemanden "missioniert" oder verurteilt dafür dass sie Fleisch essen. Sie taten es immer innerlich selbst. Und fühlten sich in die Ecke gedrängt. Ich bin ein sehr gelassener Typ Mensch und habe mich davon nie provozieren lassen. Jeder tut was er will und was mit seinem Gewissen vereinbar ist. 

Ich verstehe diese Radikale Art der Menschen nicht die andere dafür verurteilen, wie sie ihr eigenes Leben leben wollen. Und dazu muss ich noch beifügen, dass ich es toll finde wenn sich Menschen über den Tellerrand hinaus Gedanken um ihre Umwelt machen und auch Tiere schützen wollen. Denn wer wirklich denkt, dass Tiere kein Bewusstsein haben, keine Emotionen und nicht fühlen können, die verschließen die Augen vor der Warheit. 

Und so entstehen dann auch diese feindlichen Diskussionen. Die "Fleischesser" wollen nicht einsehen, dass sie Tiere qualvoll töten lassen damit sind genüsslich schlemmen können. Und die Fleischfrei Lebenden wollen nur Aufklären und geraten dabei immer wieder an Menschen die sich schon durch so etwa provoziert fühlen und dass auch ordentlich zeigen müssen. Das liegt in der Natur des Menschen, sich zu verteidigen und sich unantastbar zu machen.

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M.E. wird aktuell vehement(er) darüber diskutiert, das es von einem Nischen- zu einem Massenphänomen wurde.

Gesunde Ernährung ist ein viel öffentlicheres Thema als es zB vor 10, 20 Jahren war (habe ich das Gefühl) - zwischendurch war es  Vegetarismus, als sich immer mehr vegetarisch ernährten (schweizerisch damals abschätzig "Chörnlipicker" "Wolle-Jute-Bast" genannt) zudem die diversen Ernährungen im Zusammen mit (echten oder auch nicht) Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-allergien und aktuell halt Veganismus :)

Vegan wird zudem im Moment schon sehr gepusht resp. gehypt (Druckpresse, Kochbücher/Veranstaltungen, Ersatzprodukte bei jedem Detailhändler, Restaurants/Hotels etc) - auch dieser Hype wird sich legen resp. zur Normalität übergehen.

Ich selbst bin ja ganz froh dass "from nose to tail" kaum je diese Aufmerksamkeit erhält, schlichtwegs weil zuviele Innnereien nicht mögen *lach* - aber wer weiss was das Leben noch so alles bringt

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Dieses Thema ist hochemotional. Selten entschließt sich jemand zum Veganismus oder zum Vegetarierdasein, weil ihm Fleisch nicht schmeckt, sondern weil ideelle Gedanken und Moral dahinter stehen. Wer für sich entdeckt hat, dass es nicht richtig ist, Mitgeschöpfe für die eigenen Bedürfnisse zu töten oder leiden zu lassen, zieht oft in einen regelrechten Kampf und bringt die Fleischesser in die Defensive. Diese reagieren mit Trotz oder gar mit Hochmut und berufen sich dann auch auf die Evolution, in der der Mensch sich vom Pflanzenfresser zum Allesfresser entwickelt hat. Dem Menschen ist das Bedürfnis, zu missionieren, eigen, nicht nur bei diesem Thema. Meist kommt dabei nichts Gutes raus. Ich ziehe meinen Hut vor den Menschen, die auf Fleisch und/oder auf tierische Produkte zum Wohle der Tiere verzichten, besonders aber vor denen, die diesen Entschluss für sich fassen und jeden so leben lassen, wie es seinen Vorstellungen, Möglichkeiten und Bedürfnissen entspricht. Von Fleischessern erwarte ich ebenfalls Respekt vor diesem Entschluss, ohne dass sie mit Hochmut ihre eigene Einstellung verteidigen müssen, denn auch ihnen obliegt die Entscheidung für ihre Ernährung selbst. Fleischesser, sie sich gern lustig machen, erwecken bei mir immer den Eindruck, dass die von ihrem schlechten Gewissen ablenken müssen. Das, was heutzutage auf Schlachthöften, Tiermast und Tiertransporten geschieht, ist durch Nichts und Niemanden schön zu reden, es ist einfach nur das absolute Grauen.

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Kommentar von Omnivore13
12.10.2016, 19:07

Das, was heutzutage auf Schlachthöften, Tiermast und Tiertransporten geschieht, ist durch Nichts und Niemanden schön zu reden, es ist einfachnur das absolute Grauen.

Falsch! Ein Grauen sind diesen unsäglichen Verleumdungen und Propaganda, mit der die Veganerlobby Landwirte als Tierquäler verleumdet!

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Es gibt hier leider einige Themen, die öfter mal in Streit ausarten. Dazu gehören z.B. Fleischesser vs. Veggies, Gläubige vs. Atheisten, Android vs. iPhone-Nutzer

In den Fällen ist es am Besten, wenn man sich seine eigene Meinung macht und sie so lebt, wie man sie für richtig hält, aber eben nicht großartig drüber redet oder damit rechnet, dass man mit seiner Meinung bei anderen auf Granit beißt.

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Das liegt daran, das Verfechter einer radikalen Einstellung meist Fanatiker sind. Diskussionen sind da unmöglich.

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Hi.

Andere Themen wie werden friedlich geklärt, da es dort nicht um Lebewesen geht. Im Veganismus geht es um Tierleben, die auf dem Spiel stehen und die Fleischfresser leider Tag für Tag essen und damit für nicht mal einen halben Tag einen vollen Magen zu haben bis er leert wird und noch mehr Tiere gegessen werden... Immer weiter wie eine Zeitschleife, aus der man nicht heraus kommt. Warum muss man nur damit man einen vollen Magen, andere Lebewesen umbringen und deren Leben beenden? Warum müssen Tiere leiden nur um Menschen zu befriedigen und deren Bedürfnisse zu erfüllen? Keiner sollte das Leben eines anderen beeinflussen nur um sich selbst glücklich zu machen! Ich finde das gilt auch für Tiere!

LG

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Denkst du wirklich, das Thema Veganismus sei das einzige, bei dem sich so manche verbal die Köpfe einschlagen?

Lies doch mal zum Beispiel beim Thema Erziehung ein paar Beiträge.
Da geht es auch nicht immer friedlich zu.

Ich bin solange tolerant, bis meine persönliche Grenze erreicht ist.

Bei manchen Usern reagiere ich schon kaum mehr auf deren Antworten und Kommentare.
Geht mir viel besser damit.

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Es gibt leider immer wieder Extremisten auf beiden Seiten, die die Meinung der anderen nicht tolerieren wollen und zu keiner konstruktiven Diskussion bereit sind.

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das liegt daran dass einige behaupten:

Nebenbei hilft es auch der Umwelt, gegen Welthunger und für meine Krebsvorsorge

das ist Veganer populismus auf NPD Niveau. Das ist keine Meinung das wird als FAKT hingestellt. Informiere dich doch mal was der unterschied zwischen Meinung und Fakt ist....ALLES spricht dagegen dass dem so ist wie behauptet wird z.b.:

http://umweltjournal.de/AfA\_naturkost/13315.php


Welternährung: Vegane Ernährung ist nicht zielführend

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Welternaehrung-Kompletter-Fleischverzicht-ist-nicht-zielfuehrend-4215412.html


Veganismus ist eine auf fantasie basierende Ideologie die ähnlich wie
Religionen bestimmte gefühle zu vermitteln versucht z.b. Gemeinschaft,
Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und
Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem.

denn Veganismus hilft weder den Tieren, Menschen noch der Umwelt es
ist ein hype für Youtube süchtige selbstdarsteller die auch mal in der
öffentlichkeit onanieren wollen (also sich selbst befriedigen mit
halbwahren texten ähnlich wie imame oder Priester). Es gibt Menschen die
essen keine Tomaten... haben dafür weder ein Begriff (wie veganismus)
noch machen sie dazu ein Video und posaunen es in der ganzen welt umher wie schlimm doch die Tomatenproduktion... ist...

Vegan ist heute lifestyle und Mode, basierend auf der Identikätskrise
vieler Menschen in den westlichen Industrienationen. Es ist ein
Statement wer man ist / sein will. Dazu gehört heute einfach welches
Handy man benutzt, welches Auto man fährt, hinter dem was konsumiert,
steckt eine Botschaft eine Statement hinsichtlich geistiger Grundhaltung, politischer Werthaltung etc...

Im Grunde zeigt es nur, wie psychisch krank die Lebensweise in
unseren Industrienationen die Menschen macht, durch Schnelllebigkeit,
Dauerstress, Kapitalismus, Nullnachhaltigkeit und der kranken
Einstellung, dass der Wert des Individuums sich an dessen Konsumverhalten orientiert/bemisst.



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Kommentar von dasadi
13.10.2016, 11:22

Das alles liegt im Auge des Betrachters. Wer sich für eine fleischfreie Ernährung entscheidet, ist sicherlich nicht psychisch krank, sonder zu einem Entschluss gekommen, den man zu repektieren hat.

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Wegen mir können alle essen was sie wollen. Was ich nur nicht verstehe, warum haben viele vegane Lebensmittel die Form und das Aussehen wie Fleisch und Wurstwaren? 

Wenn ich doch so ein Gegner bin, wieso soll es dann genau so schmecken? 

Außerdem versuchen viele einen zu "bekehren". Das nervt.

:-)

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Kommentar von sailormars
12.10.2016, 18:08

Letzteres versteh ich gut :)

Also ich z.B. möchte schon manchmal altbekannte Rezepte kochen o.ä., ich mag Fleisch ja auch gern, ich esse es aus anderen Gründen nicht. Darum bin ich froh, wenn ich den Geschmack trotzdem haben kann. Macht vielen auch den Einstieg leichter - mit Seitan umzugehen lernt man noch früh genug, kann aber am Anfang echt schwer sein, anders zu kochen :-)

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Kommentar von kiniro
13.10.2016, 11:47

Kleiner Tipp von mir: oben rechts gibt es die Suchfunktion.

Deine Frage wurde schon unzählige Male gestellt und beantwortet.

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Kommentar von Lapushish
13.10.2016, 20:46

Weil die meisten Veganer nicht vegan leben, weil Fleisch nicht schmeckt, sondern weil dafür Tiere sterben.

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Es gibt hier einige Berufsvegan-Propagandisten, vor allem "die eine Lady", die fast jeden vegankritischen Beitrag heftig und unsachlich angreifen.

Und diese Leute lernen auch nie eine Silbe dazu - es kommt von ihnen 2016 dasselbe Gerede wie 2013, obwohl man ihnen 1000 mal entgegnet hat:

* Daß es in Deutschland strenge Tierhaltungsverordnungen gibt, die auch beachtet und kontrolliert werden

* Daß Landwirtschaft in Deutschland nicht von Deppen sondern von hoch ausgebildeten Fachleuten (Meister, Agraringenieure usw) fachgerecht ausgeübt wird.

* Daß ordentliches Fleisch keineswegs gesundheitschädlich ist und keineswegs "mit Antibiotika" vollgepumpt

* Daß es keineswegs eine Umweltsauerei ist, wenn tierische Produkte erzeugt werden

* Daß es durchaus ethisch in Ordnung ist, wenn wir Tierprodukte nutzen

Man hat den Eindruck, daß hier einige im Auftrag von Vegan-Verbänden oder Peta tätig sind, weil da so harte unbelehrbare Fronten gebildet werden.

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Kommentar von dasadi
14.10.2016, 12:32

Das ist ja genau das, was der Fragesteller hinterfragt. Nicht nur missionarische Veganer bilden eine verhärtete Front, ebenso die Vertreter der Fleischlobby. Es wird beleidigt und geschimpft, ohne den Überblick zu behalten, was eigentlich genau von wem gesagt wird. Und das macht die Diskussionen auch völlig sinnlos. Jeder Mensch hat das Recht, sich für eine fleischhaltige oder auch fleischlose Ernährung zu entscheiden, ohne dass er dafür angegriffen werden muss. Eine Kritik an mangelndem Respekt für das Leben muss meiner Meinung nach immer erlaubt sein.Ich meine damit, dass man sich sehr bewusst machen sollte, dass Billigschnitzel etc. meist einen traurigen udn qualvollen Lebensweg hinter sich haben. In der Verantwortung des Menschen liegt es, anständige mit dem Leben unserer Mitgeschöpfe umzugehen. Wer aus dieser Aussage einen verhärteten Veganerhintergrund stricken will, der ist in jeder Hinsicht diskussionsresistent. 

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