Warum ist das Problem isis so schwer zu bändigen?

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3 Antworten

Terroristen sind deshalb Terroristen, weil sie wissen, dass sie unterlegen sind, sei es zahlenmäßig oder technisch. Statt also als Soldaten einer regulären Armee zu kämpfen, wo sie unter Bedingungen der konventionellen Kriegsführung keine Chance hätten, werden Partisanen-, Guerilla- und Untergrundtaktiken eingesetzt, gegen welche eine klassische Armee so ihre Schwierigkeiten hat. Das Ziel ist dahingegen, Angst und Schrecken zu verbreiten, sodass die Moral und die Ausdauer des sich überlegenen Gegners sinkt, bis er sich schließlich erfolglos zurückziehen muss.

Wenn man aber gegen Terroristen vorgeht, wie das im Moment geschieht, nämlich mit Bomben, trifft das freilich auch immer wieder zivile Opfer, was den Terroristen nur weiteren Zulauf beschert und deren Position legitimiert. Man kann vielleicht einen töten, produziert dabei aber fünf neue. Daher müsste man zur effektiveren Terrorismusbekämpfung erstmal schauen, wie es den Zivilisten so geht, was die so wollen und brauchen, weil die schließen sich in der Mehrheit eigentlich auch nicht den Terroristen an, außer, man lässt ihnen kaum eine andere Wahl.

Was den IS angeht, musst du berücksichtigen, dass im 2. Irakkrieg die USA und die Welt den Irak krass sanktioniert haben, sodass da keine medizinische Versorgung hinkam und viele Leute schon an kleinen Krankheiten gestorben sind. Als die USA das Hussein-Regime dann besiegt hatten, haben die erstmal das gesamte Militär entlassen, was der größte Arbeitgeber im Irak war, und alle diese Leute waren dann arbeitslos, wirtschaftlich ohne Zukunftsperspektive, aber durchaus im Umgang mit Waffen vertraut. In diesem Umfeld konnte die kleine, unbedeutende IS-Gruppe, für die sich nie jemand großartig interessiert hat, wunderbar Anhänger gewinnen, weil sie wenigstens einen Ausweg zu bieten in der Lage war. Man darf auch nicht vergessen, dass es auf dem Gebiet des IS den Leuten noch am besten geht in der Region, was die Versorgung angeht.

Mit Pulverisieren wird es also nichts, eher wirtschaften die sich in den Konkurs. Und wer oder was dann womöglich in das Machtvakuum dieser desolaten Region treten wird, darüber will man auch noch nicht unbedingt nachdenken müssen.

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In Vietnam hat USA verloren (Guerillakämpfer, unterstützt durch Russland). In Afghanistan hat Russland verloren (Mudschahedin, unterstützt durch USA).

Aus den Mudschahedin wurde Al-kaida und jetzt IS. Die Waffen und Erfahrung wurde weitergegeben, alte Kämpfer bilden neue aus. Guerilla bedeutet sich verstecken. Man kann nicht alle einfach bombadieren, weil man gar nicht weiß wo die sind.

Ist wie bei der RAF. Da nützen auch 100.000 Polizisten nichts, wenn die Mitglieder sich verstecken. Eine Übermacht von 1000:1 ohne Erfolg.

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Kommentar von Pusare
31.01.2016, 17:11

schwierig

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wie denn? das hat noch nirgendwo funktioniert

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