Warum kann man Abends am Wochenende nichtmehr rausgehen ohne aufpassen zu müssen in einen Akt der Gewalt verwickelt,oder im schlimmsten Fall schwer verletzt zu werden ?

Ein glück ist es hier nicht so schlimm.. Ich denke die Strafen sind einfach zu milde. Wenn ich mir überlege das ein Mensch einen anderen ins Koma schlägt und trotzdem nur eine Bewährungsstrafe bekommt, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln..

Ich glaube dass das Problem oft schon im Elternhaus und der Umgebung begründet liegen in der die Kinder aufwachsen. In manchen Gegenden ist es eben üblich mit 14 schon regelmäßig Alkohol zu konsumieren und dann fallen auch die Hemmschwellen und es geschehen in der Gruppendynamik schlimme Dinge. Wenn man mit den einzelnen Jugendlichen spricht sind sie oft ganz "normal" und vernünftig aber in der Gruppe muss man sich schließlich profilieren und wer eben härter ist, der ist cool. Leider ist das im Moment eine Entwicklung in diese Richtung. Keiner in einer Clique möchte besonders nett oder aufmerksam sein. Und das Schlimme ist, dass die Kinder es vorgelebt bekommen. Im Fernsehen sieht man nur Frauen erfolgreich, die "Zicken" sind, nicht die braven Mädels, die sind langweilig. Auch nicht der nette höfliche junge Mann hat Erfolg sondern der Harte und Coole.

Stimmt leider. Ich denke, Arbeitslosigkeit, Alkohol, Medien-wie Internet oder Fernsehen haben eine grossen Einfluss. Gewaltszenen sind da Alltag. Auch arbeitet man heute kaum noch körperlich-"man muss sich abreagieren". Schon T-Shirts für Kleinkinder sind mit Monsterköpfen bedruckt-Biene Maja ist out. Ich wünschte mir vor 200 Jahren gelebt zu haben.

Unsinn. Das ist doch ein subjektiv geprägter Einzeleindruck von dir. Ich bin noch nie angegriffen worden.
engelhaar am 1. Juni 2008 17:21 Ja, leider wird vielfach nur das Negative gesehen. Selten höre ich mal ein Lob, wieviele Jugendliche sich nett und Zuvorkommend benehmen. Wenn ich bedenke das sehr viele junge Männer in der Pflege für alte und Demente Menschen eingesetzt sind, das war in meiner Sturm- und Drangzeit undenkbar.
Edgar, du hast meine Aussage wohl falsch verstanden. Ich behaupte nicht das man jedesmal brutal zusammengeschlagen wird. Ich meine das man aufpassen muss nicht in eine situation zu kommt, deren ergebnis die gewalt ist. Es sind Kleinigkeiten, die man beachten muss. So meide ich Orte mit einer hohen Dichte an Leuten, die potentiell gewalttätig werden könnten. Doch ich verstehe nicht warum an gerade diesen Orten keine Polizei anwesend ist und solche dinge vermeidet z.b. vor großen Clubs und Diskos.

Dem Problem ist sicher nicht mit höheren Strafen beizukommen. Die Kinder und Jugendlichen fordern damit evtl. eine erhöhte Aufmerksamkeit und Achtung ein, die Ihnen von Eltern/Lehrern und Nachbarn vorenthalten wurden.

weil die gewalt der jugendlichen von der umgebung und der sozialen stellung abhängig sind und die kann man nur schwer verändern.man kann gewalt nur mit gewalt bekämpfen damit meine ich sobald ein jugendlicher egal welchem alters auffällig gewaltätig ist sollte man ihn wegsperren weil auch 13/14 jährige wissen schon genau was sie tuen und sollten für ihre aktionen auch gerade stehen.man sollte vielleicht an gewaltätigen und gefährlichen orten z.b. dunkle gassen mehr kameras installieren.

Das Problem ist nicht, dass keiner etwas dagegen unternimmt, sondern das es sehr schwierig ist. Jugendliche ignorieren jede Rüge, wenn man dann härter durchgreift wird es noch schlimmer. Man sollte erst mal die Auslöser, wie harte Ballergames, Hip-Hop und zu wenig Beschäftigung ansehen.
...weil die Grundbedürfnisse des Menschen immer seltener befriedigt werden, im gleichen Atemzug aber die Anforderungen immer höher / unerreichbarer.

Zu diesem Thema habe ich schon im Elternbeirat und auch vor längerer Zeit, als ich politisch noch aktiv war, in den entsprechenden Gremien Stellung bezogen und mußte leider feststellen, daß die Problematik zwar allgemein bekannt ist, aber alle Angst davor haben, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
Das bedeutet im Einzelnen, man hat erkannt, daß bestimmte Gesetzesänderungen erforderlich wären, die aber niemand in Angriff nehmen möchte, wegen der möglichen Auswirkungen im Verhalten bestimmter Wählerschichten.
Nachdem ich diese Tatsache erkannt habe, war mir klar, daß ich alleine nichts bewirken kann. Ich habe mich deshalb aus alolen Gremien, in denen ich vertreten war, zurückgezogen.

Ja, das geschilderte Szenario kann ich, auch wenn es subjektiv ist, nachvollziehen. Je nach dem, wo man ist, findet man sich schnell in dieser Gedankenwelt wieder. Manchmal gehts es einem da echt durch Mark und Bein, wenn man abends unterwegs ist. Trotzdem sollte man mit Pauschalisierungen immer vorsichtig sein. Einerseits sollte man nicht alle Jugendlichen über einen Kamm scheren und andererseits sollte man die "Schuld" für solche gewalttätigen Zustände nicht nur bei einem suchen. Man kann nicht einfach nur sagen, dass beispielsweise die Familien schuld seien. Einerseits hat die Familie wohl die Haupterziehungsaufgabe, andererseits sollten auch Instanzen wie etwa die Schule in die Erziehung einwirken. Bloß, weil eine Instanz mehr oder weniger versagt, was etwa Gewaltprävention angeht, heißt das nicht, dass Jugendliche direkt in die Gewalt abrutschen müssen. Ohne familiären Rückhalt ist eine solche Entwicklung zwar schwer, jedoch nicht unmöglich. Um nochmal auf die Frage zurückzukommen: Hier muss man trennen zwischen dem, was die Gesellschaft fordert und der tatsächlichen Umsetzung dieser Forderungen. Es scheitert, so denke ich, wohl kaum an dem guten Willen etwas zu ändern an der Situation, jedoch sind Ideen immer nur so gut, wie ihre Umsetzung.

Viele Eltern überlassen die Erziehung leider dem Kindergarten, der Schule oder der Straße und wundern sich dann, wenn's nicht klappt. Aber Schuld sind dann natürlich ebenfalls die anderen. Eltern sollten wieder Verantwortung übernehmen. Erziehen mit Grenzen und Konsequenzen macht nicht immer Spaß - ganz im Gegenteil - aber es zahlt sich aus. Wenn aber schon die Eltern undiszipliniert sind und immer nur den bequemen Weg wählen, was erwarten sie dann von ihren Kindern?
Denke der soziale Abstieg in immer mehr Familien führ dazu. Sind schliesslich immer Kinder/Jugendliche aus absteigendenFamilien oder mitläufer aus deren Klicken. Wird Zeit das es für's Schei-ße bauen wieder einen Ar-ch voll gibt!

es haben vorallem noch nicht alle jugendliche begriffen dass des blödsinn ist was einige bzw wo anders viele machen. oft sind auch die eltern schuld. ich bin auch in dem alter und hab mit freunden über jugendkriminalität geredet die können auch alle nur den kopf schütteln. es sind nicht alle so!

...Kirche mal im Dorf lassen, denke ich. Sicher hat das alles zugenommen, was schlimm genug ist. Was aber kein Grund ist, hier mit so einer Fragestellung (und dieser pauschalen Formulierung) aufzuwarten. Zumal es Patentlösungen ohnehin nie gibt... Die Ursachen sind vielfältig, entsprechend muss das Problem von unterschiedlicher Seite angegangen werden!