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Warum in aller Welt sollte ein 4jähriges Kind über 400 Euro Unterhalt bekommen, nur weil jemand mehr verdient?

gefragt von gummidrachen am 07.02.2008 um 23:14 Uhr

Vielleicht hat ja wer eine Erklärung für die Staffelung? Laut Düsseldorfer Tabelle bekommt ein Kind mehr Unterhalt, je nach Einkommen. Das kann, wie ich sah, bis zu über 400 Euro pro Monat gehen für ein Kleinkind. Warum? Kann mich da wer aufklären? Ich versteh ja, dass - wenn wer mehr hat, auch mehr ausgeben sollte(?) - aber meiner Meinung nach brauchen Kinder im Vorschulalter noch nicht soo viel an Kosten/Material/Nahrung. Ist das nicht merkwürdig?


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WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 7. Februar 2008 23:21
17x
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Es geht halt darum, daß ein Kind am Lebensstandard seines Erzeugers partizipiert.

Du brauchst ja möglicherweise auch nicht so viel, wie Du einnimmst, aber es ist doch schön, es zu haben.

Kommentar von 5bb4f711fff682cfd0ba50e960106bdbsmallKr4bat am 17. Juni 2008 11:23

Richtig, ich habe immer 136% Unterhalt zahlen müssen und nie unter 118%.
Das Kind hat den Nutzen aus der guten Materiellen Stellung seines Vaters (und wir hoffen, dass dadurch nicht auch noch die Mutter profitiert...)


vollyhn
beantwortet von vollyhn am 7. Februar 2008 23:22
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Minderjährige Kinder leiten ihren Status von ihren Eltern ab. Kinder reicher Eltern führen auch bei intakter Ehe der Eltern ein "luxuriöseres" Leben als die Kinder von schlechter gestellten Eltern. Fängt bei Marken-Kleidern an und geht über Urlaub bis zu teuren Sportarten oder Musikinstrumenten. Oder zum Wohnen in einem eigenen Zimmer in der Villa mit Pool. Dieser Status soll den Kindern bei Scheitern der Ehe nicht genommen werden. Gilt natürlich auch für das Kind eines reichen nichtehelichen Vaters, das auch an dessen Status teilhaben soll.

Kommentar von 970fb40b663861d35f7b68e6b51df54dsmallfrijola am 9. Februar 2008 23:03

und dann darf man sich aber noch fragen, ob das kind am hauseigenen pool nun glücklicher ist als das in der mietswohnung. immerhin scheint es bei der tabelle eine grenze nach oben zu geben. bin jedenfalls der ansicht, dass man mit ein wenig geschick und gutem willen, und bestenfalls natürlich auch einem guten kontakt zum anderen elternteil, ein kind mit nicht allzu hohem finanziellem aufwand gesund und kindgerecht aufwachsen lassen kann. in manchen städten gibt es sogar kirchlich geführte einrichtungen, in denen man gegen eine kleine spende ALLES bekommen kann, was man für die kleinen an ausstattung in den ersten jahren so braucht. etwas aufwändiger als zu baby-walz zu rennen und mit kreditkarte zu zahlen, sicher, aber eine sehr löbliche sache. man muss ein bisschen suchen, und dann findet man auch an solchen stellen sachen von guter qualität (sogar die für so viele unumgänglichen "markensachen").


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 7. Februar 2008 23:24
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Es geht darum, dem Kind den Lebensstandard zu erhalten, den es bei Fortbestehen der Ehe auch gehabt hätte. Und was die Mutter nicht braucht, kann sie ja für das Kind zur Seite legen für einen guten Start ins Erwachsenenleben...


knetartpunktde
beantwortet von knetartpunktde am 7. Februar 2008 23:19
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Ich liebe die Düsseldorfer Tabelle auch nicht, kann mir aber gut vorstellen, daß man viele hundert Euro auch für ein Kleinkind im Monat ausgeben kann, wenn man viel mit ihm unternimmt und auf hochwertige Ernährung Wert legt. Kein Problem . . ...


kuntzkids
beantwortet von kuntzkids am 7. Februar 2008 23:40
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Von all den logisch klingenden Erklärungen einmal abgesehen: gehörst Du zur Gruppe derjenigen, die davon ausgehen, die Mutter macht sich vom Unterhalt ein schönes Leben und ihn deswegen so knapp wie möglich halten möchten?


Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 7. Februar 2008 23:51

Klasse, Nachdenker! Bei solchen Leuten kriege ich immer einen Hals, aber einen riesig dicken.

Während der Ehe ist das alles schön und gut, wenn Mama oder Papa zu Hause bleiben und das eigene Kind umsorgen. Kaum trennt man sich, liegt der Ehepartner nur noch auf der faulen Haut und soll gefälligst arbeiten. Dass da auch das Kind dann drunter leidet.... Sch...egal. Dieser Scheidungsegoismus hat schon eine richtig befremdliche Richtung angenommen, und der Staat unterstützt das auch noch mit dem neuen Unterhaltsrecht...

Kommentar von 4adc26ce3101dfda3a969007c769b0f1smallkuntzkids am 8. Februar 2008 00:11

Ein weites Feld mit Garant für Aufregung und Anlass zur Ereiferung -- was aber den Rahmen dieser Plattform sprengen dürfte.

Außerdem wissen wir (noch) nicht, welche Intension der Fragesteller hatte und laufen Gefahr, ihm etwas Grobes zu unterstellen... ;-)

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 8. Februar 2008 01:16

Dann möchte ich noch dringend zu Protokoll geben, dass ich mit "solche Leute" ausdrücklich nur die von dir erwähnte Gruppe meinte, die tatsächlich die oben erwähnten Ansicht teilen


Angela2305
beantwortet von Angela2305 am 8. Februar 2008 07:06
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Hast Du überhaupt eine Ahnung was ein 4jähriges Kind so alles braucht ???? Vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken. Im Übrigen muss ich LiviaCat vollkommen recht geben LG


anonym
beantwortet von anjanni am 8. Februar 2008 09:22
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Bist Du derjenige, der den Unterhalt berappen mußt?

Es ist ganz einfach:

Wenn einer ein Kind gezeugt hat, soll er gefälligst auch für sein Wohlergehen sorgen. Und das soll er nach seinen Kräften tun. Wenn er also ein gutes Einkommen hat, dann soll er doch bittesehr entsprechend das Kind daran teilhaben lassen. Das kann doch nicht dafür, daß seine Eltern es gezeugt haben!

Es ist bedauerlich genug, daß so viele Kinder von Alleinerziehenden an der Armutsgrenze leben. Das muß man doch seinem Kind nicht wünschen?

Und 400 Euro sind so viel Geld auch nicht. Das Kind wächst noch sehr schnell und braucht ständig neue Kleidung, Schuhe usw. Es geht in den Kindergarten, möchte vielleicht auch mal in den Zoo, braucht auch mal ein Spielzeug.

Wenn einer 400 Euro Unterhalt zahlen muß gemäß Düsseldorfer Tabelle, hat er ein so hohes Einkommen, daß er seinem Kind durchaus auch mal was gönnen kann - und nicht nur gebrauchte Kleidung, gebrauchtes Spielzeug...


LiviaCat
beantwortet von LiviaCat am 8. Februar 2008 04:03
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Mal abgesehen davon, dass ich 400 Euro für ein Kind (egal in welchem Alter) noch nicht für so utopisch halte (Windeln, gesunde und ausgewogene Ernährung, Kleidung, evtl. Kindergarten, Freizeit und am Besten schon mal was für später sparen - Führerschein, Studium, Wohnungskaution, etc.), kann ich den anderen nur recht geben.

Die Entwickler der Tabellen haben sich halt gedacht, dass ein Kind den gewohnten Lebensstandart beibehalten können sollte. Und ausserdem finde ich es ok, dass Kinder (die ja nicht darum gebeten haben, in die Welt gesetzt zu werden) auch vom Einkommen eines gut situierten Elternteils profitieren!


auchmama
beantwortet von auchmama am 8. Februar 2008 08:36
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Die Frage macht mich sprachlos :-(((. Die menschlichen Anworten machen wieder Mut, daß wohl doch noch nicht alle nach dem Motto leben "Geiz ist g..l"!!! Für Nahrung etc. braucht ein kleines Kind wohl noch nicht soviel. Möchte noch eine Anregung zum Nachrechnen geben: Heizkosten, Telefon, Strom, Rundfunkgebühren, Haftpflichtversicherung etc. etc. und vieleicht auch mal ein Eis zwischendurch. Klar kann man sagen, daß bezahlt ja schon der, bei dem das Kind lebt. Aber mal Hand auf´s Herz, anteilig muß es auf alle in der Familie umgerechnet werden. Mir tun die Kid´s leid, deren Unterhaltspflichtige Eltern, sich "so eine Frage" überhaupt stellen.....

Kommentar von Simple_avatar2smallLiviaCat am 10. Februar 2008 01:07

Und ausserdem kann der, bei dem das Kind lebt, ja meist auch nicht so viel verdienen, wie der, der das Kind nicht hat! Wer stellt heute schon einen alleinerziehenden Elternteil ein und bezahlt ihn dann auch noch gerecht! Ausserdem ist oft nur ein Teilzeitjob drin!

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 10. Februar 2008 20:06

....genauso sieht es aus, leider merkt man das erst, wenn man in diese Lage kommt...LG


Hessentag08
beantwortet von Hessentag08 am 26. Februar 2008 00:50
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Zur Frage wegen Unterhaltsrecht für Kinder:

Der Selbstbehalt von Geld beträgt nach dem Deutschen Gesetz Düsseldorfer Tapelle 890€. Alles was darüber geht muß her halten für Unterhalt.


MickBremen
beantwortet von MickBremen am 17. Juni 2008 10:20
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Ich kenne dieses aus eigener Erfahrung. Grundsätzlich finde ich es richtig, dass das Kind alles bekommt was es braucht und nicht gegeizt werden muß. Ich denke aber, es liegt vieles an der Mutter! Meine Ex hat mittlerweile ein zweites Kind vom Neuen, ist nur zuhause und hängt mir wegen jedem Klamotten-Kauf, Hobby etc. am Geldbeutel. Selbst geht sie nicht arbeiten. Da krieg ich dann auch schon mal nen dicken Hals. Seit 5 Jahren sind wir geschieden, sie sind noch nicht einmal in Urlaub gefahren (nur wir mit meiner Tochter), wir gehen regelmäßig Kleidung kaufen, die Großeltern sind auch großzügig, bezahlen das Hobby, gehen mit ihr zum Friseur und und und .... So manche Mutter nutzt es aus, das es ja "für das Kind ist". So entstehen dann auch diese Fragen!


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