Frage von mommy2go, 828

Warum herrscht quasi null Aufklärung bei Kindern und Jugendlichen zwischen 13 und 17 obwohl sie regelmäßig Sex haben?

Ich lese hier fast nur Fragen wie "hab mit Kondom und Pille verhütet aber hab Angst schwanger zu sein" oder "kann ich schwanger werden auch wenn er ihn rauszieht bevor er kommt?"

Ich meine, ich bin spätestens aufgeklärt seit ich 15 bin und hatte mein erstes Mal mit 16, wusste also genau wie ich verhüten muss...

Warum ist die Aufklärung heutzutage trotz der ständigen Konfrontation durch Medien und Gesellschaft so schlecht und warum informieren sich alle erst hinterher wenn es vielleicht zu spät ist?

Antwort
von jovetodimama, 380

Diese Frage drängt sich einem förmlich auf, wenn man viel in gutefrage.net unterwegs ist. Auch ich habe sie mir schon mehrfach gestellt.

In erster Linie halte ich es für die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder
umfassend aufzuklären. Die Schule oder die Medien können doch nur
allgemeines Grundwissen vermitteln, für individuelle Fragen sollte eine
Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kindern vorhanden sein, die es
ermöglicht, dass die Kinder ungeniert fragen, was sie wissen wollen.

Dass Eltern es trotzdem offenbar häufig versäumen, ihr Teenager aufzuklären, oder es nur unzureichend tun, so dass noch etliche Fragen unbeantwortet bleiben, hat, glaube ich, oftmals einen der folgenden Gründe:

1) Viele Eltern denken: "Mein Kind ist so vernünftig, das macht das eh´ nicht, bevor es erwachsen ist."

2) Andere Eltern denken: "Hoffentlich holt mein Kind sich das nötige Wissen aus dem Internet, denn mir wär´s echt peinlich, mit ihm darüber zu reden."

3) Oder Eltern denken: "Mein Kind hat das Thema ja letztes Jahr in der Schule in Biologie gehabt, der Fall ist glücklicherweise erledigt."

4) Oder sie denken: "So lange mein Kind nicht von sich aus zu mir kommt und fragt, hat das doch noch Zeit."

5) Nicht einmal selten kann es auch sein, dass die Eltern selbst nicht besonders gut bescheid wissen und deshalb falsche Details oder Halbwissen an ihre Kinder weitergeben.

Besonders häufig ist eine Kombination aus diesen möglichen Gedanken.

Dass Kinder wiederum mit ihren Fragen oftmals nicht zuerst zu ihren Eltern gehen, könnte einen der folgenden Gründe haben:

1) Es besteht kein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind.

2) Das Kind hat die Erfahrung gemacht, dass die Eltern nicht antworten und aufklären, sondern lediglich Verbote aussprechen, mit denen sich das Kind nicht abfinden will.

3) Das Kind möchte die Eltern schonen, weil die selber gerade eine schwere Zeit durchmachen.

4) Es ist dem Kind peinlich, solche Dinge mit seinen Eltern besprechen zu müssen. Die Hemmschwelle im anonymen Internet ist viel geringer.

Noch mehr Verantwortung für die Aufklärung der Teenager den Schulen zuzuschieben, halte ich nicht für die Lösung. Wenn es überhaupt eine gesellschaftliche Lösung dieses Problems geben sollte, dann würde diese meiner Meinung nach in einer Aufwertung des Lebensmodells der klassischen Familie liegen.

Es ist sicher sehr begrüßenswert, dass unehelich geborene Kinder und unverheiratete Mütter heute nicht mehr verlacht und ausgegrenzt werden, dass Frauen legal abtreiben dürfen, dass unglücklich verheiratete Menschen nicht mehr gezwungen werden, in der Ehe zu verbleiben, dass gleichgeschlechtliche Paare gesellschaftlich anerkannt sind und dass Alleinerziehende und Patchwork-Familien nicht mehr scheel angeschaut werden, dass man Sex-Spielzeug in der Drogerie kaufen kann und Verhütungsmittel im Supermarkt. Aber gleichzeitig bedingt dieser Zeitgeist eine Abwertung des "alten" Lebensmodells, wonach die jungen Leute zunächst ihre Ausbildung abschließen, dann eine platonische Beziehung eingehen, dann heiraten und dann erst Sex haben und Kinder bekommen.

Ob "Pubertätvorbereitungskurse" für Eltern oder Steuernachläse für verheiratete Paare, die ein Kind bekommen, und für jedes volle Jahrzehnt aufrechterhaltener Ehe da Abhilfe schaffen könnten?

Kommentar von OtakuChibi99 ,

2) Das Kind hat die Erfahrung gemacht, dass die Eltern nicht antworten und aufklären, sondern lediglich Verbote aussprechen, mit denen sich das Kind nicht abfinden will.

Das war so ähnlich bei mir der Fall. Ich habe früher meine Eltern Sachen gefragt, wie z.B. "Was ist rauchen?" oder "Was ist Alkohol?" 

Sie hatten nur gemeint das ich das nicht tun darf und fertig. Allerdings hab ich mich damit abgefunden und habe bis heute(ich bin inzwischen 17) noch nie geraucht oder Alk getrunken und habe es auch nicht vor.

Ich weiß noch als ich zum ersten mal Sexualkunde hatte. Die Lehrerin hat darüber erzählt, die Schüler hatten fragen gestellt und ich saß da wie eine Idiotin und hatte keine Ahnung worüber die Reden. 

Das ganze Wissen was ich darüber habe, stammte von den Unterrichtsstunden und aus dem Internet. Vor 5 Jahren habe ich durch meine ältere Schwester rausgefunden warum meine Eltern mir nie was darüber erzählt haben. Sie machen das erst, wenn ich einen Freund habe. Und da ich immernoch nicht meinen ersten Freund hatte, haben meine Eltern bis heute noch nie auch nur ein Wort mit mir darüber gewechselt.

Ich persönlich finde das alles andere als gut und sollte ich eines Tages ein Kind haben, werde ich es so früh wie möglich Aufklären(wenn es in den Kindergarten kommt)

Kommentar von jovetodimama ,

Ja, Kinder stellen ja ihre Fragen so, wie sie ihnen in den Sinn kommen, und egal, wie alt sie sind, kann es sich dabei auch um Fragen handeln, die das Thema Sexualität mitbetreffen. Als Eltern dann zu sagen "Dafür bist du noch zu klein.", ist frustrierend für die Kinder.

Wenn ein Dreijähriger z.B. die Mama fragt, warum sie keinen Penis hat, er aber schon, dann sollte das - und nur das - ganz locker beantwortet werden. ("Weil ich eine Frau bin. Aber du bist ein Junge und wirst später einmal ein Mann sein.") Bis ein Kind dann 11 oder 12 Jahre alt ist, ist sicher alles, was ein Teenie dringend wissen muss, irgendwann einmal nebenbei zur Sprache gekommen.

Kommentar von thlu1 ,

Bei mir ist es ja nun schon ein paar Jahre her, als ich aufgeklärt worden bin. Die Aufklärung hat aber weder mein Vater, noch meine Mutter vorgenommen. Ich muss auch zugeben, dass es mir wirklich unangenehm gewesen wäre, wenn ich mit meinen Eltern über Sexualität hätte reden müssen. Vielleicht liegt das ja auch daran, dass ich als Jugendlicher gerne mal den Satz zu hören bekommen habe wie, "dafür bist du noch zu jung". Da war ich dankbar, dass es in der Schule den Sexualkundeunterricht gab und das wir ein Biologiebuch hatten, wo man vieles nachlesen konnte. Ich glaube, dass es auch heute Jugendliche gibt, denen es schlichtweg unangenehm ist, sich mit ihren Eltern über Sexualität oder schlimmer noch, über ihre eigene Sexualität zu unterhalten. Da ist so ein anonymes Forum offensichtlich eine echte Alternative.

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Sex, 179

Leider halten Eltern ihre Kinder im Vor-/Grundschulalter oft noch für zu jung zur Aufklärung. Aber gerade da sollte sie altersgerecht beginnen, denn da gibt es noch keine Peinlichkeit. Jede Kinderfrage (und die kommen... weil Tampons und Kondome rumliegen oder die Tante ein Baby im Bauch hat oder Mama und Papa im Bett kuscheln...) sollte wahrheitsgetreu und ohne verschieben auf später beantwortet werden.

Zu Beginn der Pubertät denken dann viele Eltern: "Die jungen Leute von heute sind ja aufgrund der medialen Welten ach so aufgeklärt und wissen schon alles."

Nur leider erklären barbusige Frauen auf Hochglanzmagazinen nicht die fruchtbaren Tage einer Frau, knackige Leckerchen in Calvin-Klein-Unterwäsche erzählen im TV-Spot nichts über Geschlechtskrankheiten und im Internet-Por*no erfährt man nicht, dass die wenigsten Frauen Kaninchen sind und doch tatsächlich eine Klitoris haben.

und warum informieren sich alle erst hinterher wenn es vielleicht zu spät ist?

Das war zu meiner Zeit auch schon so und ein "Vorrecht" der Jugend.

Alles Gute für dich!

Antwort
von mojo47, 340

mir ist das auch ein rätsel, da das thema tatsächlich 2-3 mal in der schule besprochen wird und in der zeit wo die meisten das schutzalter verlassen und 14 werden, wird das thema sogar mehr als ausführlich besprochen. nur logisch, da man genau in diesem alter anfängt, sich damit zu beschäftigen.

ich für meinen teil finde eigentlich, dass es aufgabe der eltern sein sollte, ihre kinder aufzuklären. anstatt es aber zu eventuell penlichen gesprächen kommen zu lassen, soll das lieber die schule übernehmen. aber dass da der ein oder andere nichts mitbekommt sollte klar sein.

ich persönlich wurde von meinen eltern aufgeklärt und das schon in jungen jahren. einfach weil es ein thema ist, das auch kinder schon beschäftigt. warum dieses wissen bei vielen menschen im nachhinein verloren geht weiß ich aber auch nicht. oder vllt bekommen sie auch einfach keine oder falsche antworten?

aber ich glaube, dass es sich hier teilweise auch um ein phänomen der heutigen generation handelt. dass hier fragen über symptome gestellt werden, mit der befürchtung es könnte krebs, hiv oder sonstwas sein. eine neue art der hypochondrie, die wir dem internet zu verdanken haben und tatsächlich kann es dadurch zu einer psychischen störung kommen, die behandelt oder therapiert werden muss.

Antwort
von PlueschTiger, 250

Hallo mommy2go,

einer der Gründe sind leider auch die Kirchen, für die Sexualkunde fast schon was Pädophiles zu sein scheint.

http://www.katholisches.info/2010/07/28/sexualerziehung-ist-kein-schutz-vor-misb...

http://www.katholisches.info/2013/11/25/staatliche-kinderpornographie-in-der-sch...

Sicher geht etwas übers Ziel hinaus, doch die Richtung der Kirche scheint klar, Aufklärung dafür gibt s doch Bienchen und Blümchen. Obendrauf noch Abtreibung Verteufeln.

Leider ist es so das auch Eltern wohl nicht gerade eine Glanzleistung vollbringen. Viele dürfte das Thema zu unangenehm und Peinlich sein. Warum? Weil man sogar Scham hat sich innerhalb der Familie Nackt zu zeigen. Dann braucht man über so ein Thema erst gar nicht nachdenken, zu Fragen. Mütter nutzen dann auch so weit ich mal gehört habe das angebliche Wundermittel Pille und verlangen dann es schon Mädchen zu geben die Kaum die Pubertät begonnen haben. Pille = Aufklärungsproblem, seitens der Eltern gelöst.

In meiner Schulzeit wollte man uns mal ein Video einer Geburt Zeigen, wurde dann aber untersagt, da ein oder Zwei Schüler vom Stuhl gekippt sind. doch gerade solche Videos sind es, die Mädchen Zeigen was Sex ist. Nämlich nicht nur Spaß, sondern im Ernstfall auch Verantwortung für ein Leben. Ich glaube bei uns in der Schule, waren es die Eltern die eingeschritten sind, bin mir aber nicht sicher.

Jedoch ist es ein Vielseitiges Problem und es gibt nicht nur einen einzigen Übeltäter.

Gruß Plüsch Tiger

Kommentar von warehouse14 ,

"doch gerade solche Videos sind es, die Mädchen Zeigen was Sex ist. Nämlich nicht nur Spaß, sondern im Ernstfall auch Verantwortung für ein Leben"

Und was ist mit den Jungs? o.O

Begreifen die das auch durch solche Videos? ;)

warehouse14

Kommentar von PlueschTiger ,

Gute Frage, aber ich denke mal schon. Ein Junge wird ein Mädchen oder Frau schon mit Ganz anderen Augen sehen, wenn er weiß was nach 9 Monaten einem Mädchen, mit der Geburt eines Kindes blüht. Bedenke das wir alle doch immer nur einfache sterile Gezeichnete Bilder sehen. Wenn jemand eine echten Menschen und eine echte Geburt sieht ist die Wirkung viel Persönlicher und intensiver.

Sicher liegt es dann auch an den lehren es nicht zu einem Schock zu machen sondern zu Aufklärung. abhalten wird es nicht jeden Jungen, doch etliche werden dann wohl etwas nachdenken bevor sie handeln.

Kommentar von rcantone ,

Na so hart übertreiben musst du auch nicht. Sie haben in einigen Punkten meiner meinung nach recht. zwischen 6-10 Jahren haben die wenigsten Kinder bereits sex, die meisten interessieren sich nicht mal für das Thema. Ich zumindest hatte in dem Alter kein Interesse daran und meine Freunde auch nicht. Aufklärung ist wichtig doch zu früh muss das auch nicht sein. Ab 12 kann man das gut machen doch vorher ist das Verschwendung, man verunsichert die kinder vieleicht sogar, sodass sie sich nicht trauen mit dem anderen Geschlecht zu reden oder ähnliches. Der Artikel ist überspitzt und dein Text ebenfalls.

Kommentar von PlueschTiger ,

Dem mit der Verunsicherung kann ich aus eigenen Erfahrungen zustimmen, jedoch muss ich da wieder dazu sagen das auch in dem Zusammenhang der Problemfaktor die Eltern oder Erziehungsberechtigte sind und die Angst vor deren Handeln, sollte man in dem Bereich Erfahrungen suchen. Das wissen selbst ist weniger das Problem, erst mit der Angst vor den Reaktionen der Eltern waren für mich die folgen Problematisch.

Was das alter angeht magst du auch NOCH Recht haben, doch die Kinder werden immer früher Geschlechtsreif. Statistisch Glaube pro Generation etwa 1 Monat.

Würde Sex und Schwangerschaft nicht durch Erziehung und unsere Scham visuell vor Kinder getrennt, wäre wohl das alles nicht mal so ein großes ding, da Kinder ohne die Trennung das automatisch wohl mitbekämen welche Folgen Sex haben kann.

Antwort
von Suboptimierer, 149

Wie viele solcher Fragen hast du gelesen? 10? 100? 1000? 

Es wäre immer noch möglich, dass dagegen zig Millionen aufgeklärte Kinder stehen. Dann wären 1000 unaufgeklärte Kinder sogar wenig.

Es ist selbstverständlich, dass aufgeklärte Kinder sich hier nicht melden mit "Hört mal, ich weiß was." Die Seite existiert doch aus Sicht der Nutzer vor allem für die User bewegenden Fragen.

Sieh das ein bisschen gelassener.

Da würde ich eher der Jugend einen Vorwurf machen, nicht googlen zu können. Das sollte heutzutage schon eine Kernqualifikation für 6jährige sein (mit Ironie angehaucht).

Deine Frage ist übrigens von rhetorischer Natur. Ich glaube, dir ist klar, dass es keine allgemeine Antwort auf die Frage gibt, weshalb viele unaufgeklärt sind.
Jeder Unaufgeklärte hat da bestimmt seine eigene Geschichte.

Ich kann mich übrigens nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal in den Medien etwas über (sexuelle) Aufklärung gehört habe. So häufig wie du meinst, wird das gar nicht thematisiert. Es ist häufig doch eine Holschuld, diese Infos.

Kommentar von jovetodimama ,

Egal, ob 10 oder 100 oder 1000 solcher Fragen, selbst wenn es nur drei wären, wären´s drei zuviel! Die Ängste, die die jungen Mädchen und manchmal auch Burschen ausstehen, sind gewaltig - und sie wären vermeidbar!

Kommentar von Suboptimierer ,

Wer sich über drei schon ärgert / wundert / aufregt und eine Dringlichkeit generiert, der muss ein Mensch sein, der sich nur ärgernd / wundernd / aufregend durchs Leben läuft.

Kommentar von PlueschTiger ,

Du hast schon Recht, doch auch mit dem wissen können Jungen und Mädchen durch die Hölle gehen, zumindest wenn es lückenhaft ist. So blöd es klingt, manchmal kann wissen genauso schlimm sein wie nicht wissen.

Antwort
von Clarissant, 131

Also erst mal bezweifle ich, dass GF aussagekräftig für die gesamte Jugend ist. Die meisten Jugendlichen, die ich kenne, sind sehr gut aufgeklärt. 

Zu den Fragen hier denke ich, dass sie vielfach aus Unsicherheit resultieren. Auch wenn man weiß, wie man verhütet, sind gerade Jugendliche eben doch noch unsicher. Schließlich ist das "Neuland" für die meisten und die eigentliche Praxis ist nicht dasselbe wie der Aufklärungsunterricht in der Schule oder von den Eltern.

Praktisch all meine Freundinnen hatten nach ihrem ersten Mal ein bisschen Angst, schwanger zu sein, obschon sie alle wussten, wie man verhütet und das auch getan haben. Wenn man so unsicher ist, neigt man dazu, Dinge immer und immer wieder zu überprüfen oder eben noch mal nachzufragen.

Mir ist es lieber, wenn Jugendliche hier noch mal zur Sicherheit nachfragen, anstatt mit ihren "Sorgen" alleine zu sein. Falls nämlich wirklich etwas schief gelaufen ist, werden sie hier auf GF noch mal aufgeklärt oder daran erinnert, sich die Pille danach zu holen. Ich sehe nicht ein, was dagegen spricht, dass manche auch hier aufgeklärt werden. Manche Jugendliche haben Eltern, die nicht so offen mit diesem Thema umgehen können, oder Lehrer, die einiges ausgelassen haben. Ich finde es gut, dass es auf GF die Möglichkeit gibt, auch einiges zu lernen. 

Antwort
von Sesshomarux33, 187

Hallo, 

fühle dich mal in ein junges Mädchen ein: Grade erst die Pille verschrieben bekommen, hatte ihr erstes Mal und dadurch das sie in der Pubertät ist - da verschiebt sich die Monatsblutung. Wenn man grade erste Erfahrungen macht, dann ist solch ein Verhalten ganz normal und die jungen Leute fragen nach. Das ist reine anfängerliche Unsicherheit. 

In der Praxis sieht´s immer anders aus als in der Theorie. Aufgeklärt - schön und gut. Aber wenn man die ersten Erfahrungen hinter sich hat, hat man doch noch Fragen. 

Das mag hier auf gutefrage.net bei Jugendlichen so besonders ausstrahlen, weil Liebe und Sexualität in der Pubertät einfach eine wichtige Rolle spielt. Man sammelt in dieser Zeitspanne erste Erfahrungen, man ist unsicher und fragt hier nach. Jugendliche die sich wirklich selbstständig damit beschäftigen, zum Frauenarzt hingehen und etwas geplanter vorgehen, fragen auch nicht. Drum fällt diese Form nicht auf. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Antwort
von violatedsoul, 116

Ich meine, ich bin spätestens aufgeklärt seit ich 15 bin und hatte mein erstes Mal mit 16, wusste also genau wie ich verhüten muss...

Deshalb kann trotzdem was in die Hose gehen. Es gibt kein 100%-Verhütungsmittel.

Meine Große hat mit 4 Jahren erste Fragen gestellt. Der Jüngeren hab ich wie nebenbei die wichtigen Dinge erklärt, weil sie nicht fragt. Ihr ist auch Vieles peinlich, wenn ich da ganz locker drüber rede.

Was ich viel schlimmer finde, ist der P0rnokonsum. Wer sich schon sehr zeitig diesem billigen Mist hingibt, wird mal nie wirklich wissen, wie Sex wirklich gut und vor allem schön ist. Es geht nichts über eigene Fantasie. Die haben aber viele Leute schon verlernt.

Ich sage meinen Töchtern immer drei Dinge: Abfahrt für Jungs/Männer, die meinen, kein Kondom benutzen zu müssen. Zu nichts überreden lassen, was sie nicht wollen. Und die eigene Fantasie benutzen.

Kommentar von mommy2go ,

mit der Aussage ging es mir eher darum zu sagen dass ich wusste das Koitus interruptus keine Verhütung ist (was viele in dem Alter wohl denken...) das du deine Töchter aufklärst finde ich gut, dass es peinlich sein kann wenn Mama oder Papa über Sex sprechen wollen kenne ich von mir selbst, vor allem wenn dann der Satz kommt "das muss dir nicht peinlich sein" ^^ das geht aber glaub ich vielen Kindern so weil die Vorstellung das die eigenen Eltern Geschlechtsverkehr haben ist "unschön" sag ich mal, gerade wenn man selbst anfängt sich dafür zu interessieren Die Vermarktung und Darstellung von Sex heutzutage ist meiner Meinung nach tatsächlich mitunter der Grund warum gerade viele junge Männer keinen Respekt und falsche Erwartungen an Mädchen haben und diese sich unter Druck gesetzt fühlen, was dazu führt das Mädchen sich schon fast verpflichtet sehen immer früher Sex zu haben, da ihr Freund sich ja sonst jederzeit eine andere suchen könnte die weniger "verklemmt" ist, nur sind viele (verständlicherweise) mit 13 oder 14 eigentlich noch nicht bereit für Sex... ich finde diese Grundsätze die du deinen Töchtern bei bringst äußerst sinnvoll und bin froh dass es noch Eltern gibt die ihre Kinder ausreichend Informieren und vor dem Druck der heutigen Gesellschaft schützen wollen :) Respekt

Antwort
von greenhorn7890, 149

Das ist das erste mal, das ich das höre. Eine Studie die vor ich glaube ca. 2 Monaten veröffentlicht wurde, hat belegt, das die heutige Jugend besser Aufgeklärt ist als je zuvor.

Antwort
von Panazee, 151

Das ist nur zum Teil einer mißlungenen Aufklärung zuzuschreiben.

Ich denke das ist eher ein bisschen so wie wenn man nach einer 3jährigen Ausbildung seine erste Arbeitsstelle hat. Man hat im Grunde alles gelernt und weiß es auch, aber wenn man dann zum ersten mal an einem Arbeitsprozess beteiligt ist, von dem man weiß, dass es riesige Folgekosten hat, wenn er schief geht, dann fragt man vorher doch lieber noch einmal genauer nach, bevor man sich einfach ausschließlich auf sein erworbenes Wissen verläßt.

Es gibt natürlich auch welche, die im Sexualkundeunterricht mehr mit kichern und erröten beschäftigt waren, anstatt genau hinzuhören was da an Wissen vermittelt wird.

Oft findet Sex sehr spontan statt und in der Hitze der Leidenschaft, die oft den Verstand ausschaltet. Da wird wohl kaum eine/r vorher sagen "Warte mal Schatz, ich muss da erst was googlen, bevor wir hier loslegen." Hinterher setzt dann der Verstand wieder ein.

Kommentar von mommy2go ,

naja, aber Mythen wie das Koitus interruptus eine Verhütungsmethode ist sollten doch im heutigen Zeitalter endgültig ausgestorben sein, egal wie wenig man aufgepasst hat im Unterricht oder wie lange es her ist... Sex ist allgegenwärtig, ob in TV Spots ("es rappelt im Karton...") oder im Internet, trotzdem gibt es gerade in der jungen Generation für die Sex kein Tabu Thema mehr ist so viel Unwissenheit...

Kommentar von Panazee ,

Nun, Koitus Interruptus ist eine Verhütungsmethode. Es ist nur keine sonderlich sichere Methode. Koitus Interruptus hat aber immerhin einen vier mal besseren Pearl Index als "Wird schon gut gehen".

Womit ich hier natürlich auf keinen Fall sagen will, dass Paare sich auf Koitus Interruptus verlassen sollten, wenn sie keine Kinder wollen. Jede andere Methode ist viel, viel sicherer sind. Eine 100% Sicherheit bietet aber keine Methode. Sogar bei der laut Pearl Index sichersten Methode, einem Hormonimplantat, werden von 10.000 Frauen innerhalb eines Jahres 8 trotzdem schwanger.

Kommentar von Panazee ,

P.S.:

Hinzufügen möchte ich noch, dass es nur eine geringe Minderheit ist, die nicht ausreichend aufgeklärt ist. Diese Fragen stechen einem nur ins Auge. Nur 2% der unter 18jährigen wurden wirklich schwanger. Bei unter 14jährigen sind es 0,2 %. Von diesen eh schon recht geringen Zahlen waren 50% der Mädchen Opfer von Vergewaltigungen.

Diese Zahlen waren vor 40 Jahren viel höher. Keine Generation vor dieser war so gut aufgeklärt und hatte so viele Möglichkeiten auch wirklich zu verhüten.

35% aller Abtreibungen werden bei Frauen zwischen 18 und 25 durchgeführt. Weitere 30% bei Frauen zwischen 25 und 30.


Antwort
von Taimanka, 142

weil alles heimlich gemacht wird, unsere Kultur se-..x.-.uell in einem dunklen, muffigen Loch sitzt, und wird das Thema dann behandelt, erfährt es die größtmögliche Abwertung, Häme oder (sich schützendes) Lächerlichmachen ... die Wörter hierzu kennen wir nur zu Genüge, ich erspare uns eine Wiederholung an dieser Stelle.


Sexuell frei sein, da mag jeder drunter verstehen, was er mag, die Vermarktung von nackten Körpern, Pro.-stit-.-u-tion,, Bor.d.e__lle, Brüste Aufsilikonisieren, Sc.ham.l.i._p_  pen "beistutzen", Ph-_all_-us-Verlängerung, Via- g-ra ...


... alles zusammen traurig und wird der von wem auch immer vorgesehenen und gewollten Freude schwerlich gerecht. 


Dieser Geist in unserer Gesellschaft. Mich wundern die hier gestellten Fragen daher nicht.


Gute Frage!
🙋

p.s.
Allein die "Zensur" hier bei den "sauberen", dann aber von mir zu "korrigierenden" Wörtern zeigt, was gemeint ist.

Kommentar von Shylenn ,

Vérsúch éínfách mál díésé Stríché übér dén Búchstábén, dánn kánn mán ôft ôhnê dîêsê Zênsûr schrêîbên.

Schâmlíppen

Phâllús

Bórdêll

Klappt :D

Kommentar von PlueschTiger ,

Aber nur so lange bis man es bemerkt und das mit in die Liste nimmt. Es hat sich ja schon mal einer Beschwert das sogar Wörter welche die Schmutzigen Wörter beinhalten geblockt werden.

Kommentar von Taimanka ,

Dankeschön Shylenn, guter Tipp 💐

Kommentar von Meatwad ,

Also ich muss jetzt doch tatsächlich mal ausprobieren, ob man ein Wort wie Schamlippen hier nicht ausschreiben kann (von Phallus und Bordell ganz zu schweigen). Auch Penis und Vagina sollten kein Problem darstellen. Es handelt sich hierbei doch wirklich um vollkommen "lupenreine" Vokabeln.

Kommentar von Taimanka ,

dachte ich auch, er hat mich aber nicht "rausgelassen", bis ich es so abgändert hatte. Einmal gepostet, kann man in der Änderungszeit dann schreiben, was man will, er nimmt es an. Damit wird diese "Korrekturfunktion" ab absurdum geführt. 

Antwort
von Xboythehidden, 145

Hmm, also mein Bruder und ich (wir sind fast 15) sind aufgeklärt, wobei ich sagen muss, wir haben uns aus wissenschaftlichem Interesse damit befasst.

Ich kann hier zwar nur vom Gymnasium sprechen, aber ich muss sagen, die Aufklärungsarbeit die dort geleistet wird ist schon recht gut (wir wussten es natürlich schon vorher).

Ich denke mal, dass bei solchen Fragen oftmals eher die Angst etwas falsch zu machen im Vordergrund steht, also dass die Fragesteller/innen oftmals zwar noch wissen was Sache ist aber einfach nur irrationale Ängste haben und diese hier zu mildern versuchen.

Antwort
von xXLiraXx, 155

Also in der Schule bekommt man genug Aufklärung. Nur vermutlich waren da vor allem die hinteren Reihen mit "WhatsAppen" wie es ja Neudeutsch heißt oder Tic-Tac-Toe spielen beschäftigt, sodass sie es nicht mitbekommen haben. Und dafür hab ich dann auch irgendwie kein Verständnis.

Antwort
von Jaran, 58

Ich habe das Gefühl das man sich als Kind selbst informieren muss über sex da, ich persönlich nie so richtig von meinen Elterm aufgeklärt wurde!! Ich finde es eine selbstverständlichkeit das Eltern ihre Kinder darüber Aufklären!! Außerdem finde ich es gut das sowas überhaupt noch in der Schule gemacht wird ansonsten kümmert man sich selber nicht darum und tut es erst dann wenn es zu spät ist! So wie du schon gesagt hast! Nur durch die Schule habe ich mich über das Thema Sex besser informiert! Falls ihr auch das Problem habt das euch niemand Aufklärt dann fragt eure Eltern, oder wenn euch das zu peinlich ist, dann guckt im Internet um eure Fragen beantworten (Glaubt nicht alles was im Internet stehet ;D).

Antwort
von Goodnight, 72

GF ist ein Spielplatz für gelangweilte Kinder. Die Fragen hier sind nicht mit der Realität gleichzusetzen. Die Fragen werden oft von Kids gestellt die noch gar nicht sexuell aktiv sind. Leider auch von Leuten die sich an den Fragen aufg.... und sich an unreife Kinder ran machen.

Den Support scheint das nicht zu stören...

Antwort
von greenhorn7890, 69

Ich finde man kann das absolut nicht an Gutefrage.net fragen fest machen.

Hier sind über 3 mio. Menschen angemeldet. Wenn nur ein drittel davon in besagtes alter von 13 -17 fallen sind das noch 1 mio. menschen.

wenn 99% von denen Gut aufgeklärt sind, dann ist 1% nicht aufgeklärt. Wenn dieser eine, nicht aufgeklärte Prozent, dann Fragen dazu hat, dann sind das 10000 Fragen. 

Wenn die Jugend tatsächlich so schlecht aufgeklärt wäre, dann hätten wir hier mehrere 100000 Fragen dies bezüglich. Ich finde die Jugend ist bestens Aufgeklärt. 

Antwort
von Shylenn, 151

Gute Frage!

Die Generation vor mir war gerade dabei die Pille zu entdecken. Die wurden nicht soo wirklich aufgeklärt weil zu dieser Zeit Sex noch ein Pfui war. Meine Oma wäre wohl schreiend davon gelaufen, hätt ich sie gefragt, was eine F... ist. Das war damals das aller aller aller aller schlimmste Schimpfwort, wo jeder geschockt den Atem angehalten hat.

Demnach war meine Mutter nicht die best-aufgeklärteste.

Aber meine Generation hat das mindestens zwei Mal in der Schule durchgekaut, ich vermute mal, es liegt an mangelnder Intelligenz und fehlendem Verantwortungsbewusstsein, dass es so viele Versager gibt, die solche Fragen stellen. Nungut, immerhin stellen sie welche... Aber natürlich fragt man sich dann, wo die eigentlich waren, als das im Unterricht dran kam.

Ich hab als Teenie mal ganz geschockt eine Talkshow gesehen, wo eine Gebrt gezeigt wurde, weil eine junge Frau heulend Angst hatte, weil sie dachte, Kinder kommen durch den Bauchnabel und möglicherweise war sie selbst schon geschgwängert.

Worüber ich mir noch mehr Sorgen mache ist, dass es jetzt die Pille danach einfach so zu kaufen gibt. Da ist kein Arzt mehr dazwischen, der dem Dummbatz ins Gewissen redet: "Sag mal, gehts noch? Rumvögeln mit drei Kerlen gleichzeitig und jetzt die Pille danach wollen, weil du zu doof warst, ein Gummi zu benutzen?"

Jetzt ist niemand mehr da, der den Schwachköpfen ins Gewissen redet. Die sind nichtmal sexuell aufgeklärt und ich wette, die machen sich auch nicht die Mühe und informieren sich, was die Pille danach für ein Hormon Exodus ist.

Man kann nur hoffen, dass diese Generation ausstirbt und dass die heutigen Kids mehr Hirn im Schädel haben und reifer sind. Viele kommen mir vor wie frisch aus dem Kindergarten., die solche Fragen stelle n wie "Kann man mit einem Tampon verhüten?".

Am Liebsten würde ich auf sowas mit "Ja, ist die sicherste Methode" antworten, aber mir tut das Kind zu sehr leid, was dann so eine Hohlfrucht zur Mutter hat, bzw. zum Vater.

Kommentar von Taimanka ,

hm, Sex ein Pfui, ich glaube, da war mehr dran als heute, Sex erfährt heute keine Werschätzung mehr, es geht um den schnellen Flippi und gut ist, das ist mehr ein Zeitgeist, und die dann noch zusätzlich Bildungsbenachteiligten sind eh nur "Opfer" und sooo erschrocken, was alles dabei passieren kann und passiert. Sorry. 

Kommentar von Shylenn ,

Ich weiß von meiner Oma nur, dass man sich nicht über Sex unterhalten hat. Das war was für verheiratete Leute und außerhalb des Schlafzimmers hatte es nichts zu suchen. Meine Oma ist bald 100, also kann man sagen, dass sich im letzten Jahrhundert viel damit geändert hat.

Kommentar von Taimanka ,

Okay, verstehe was Du meinst.

Was ich sagen wollte war, dass mir die von Dir beschriebene Haltung zu Sex weitaus besser gefällt als die, die heute weit verbreitet gelebt wird; Mit Oberflächlichkeit, unwissend, was man da eigentlich macht, Hauptsache viele gehabt zu haben, etc.

Natürlich gibt es zwischen diesen beiden Extremen ein schönes Mittelmaß.

🙋

Kommentar von Shylenn ,

Tja, wo wir dann auch schon bei einer Ungerechtigkeit wären, wie ich finde...

Wenn ein Kerl viele hatte, wird er oft als Held gefeiert. Hatte ein Mädchen viele, ist sie eine Schlámpé.

Ich selbst habe jetzt auch schon 5 Freunde gehabt und bin 29.

Hin und wieder frage ich mich, ob ich jetzt eine Schlámpé bin, weil ich schon 5 Typen hatte, aber andererseits... Es gibt nunmal keine Märchen, wo man sich in den ersten verliebt und mit ihm zusammen stirbt. Das dachte ich früher als Kind mal. Dass mir der Eine begegnen wird und wir zusammen alt werden...

Leider kann man den Leuten nur vor den Kopf schauen und ich finde es gemein, dass alle Mädchen über einen Kamm geschoren werden. Manch ein Mädel ist durchaus ein Früchtchen und baggert wild herum. Und manch eines ist einfach ein Pechvogel und gerät immer an die falschen Typen, dabei sind ihre Absichten eigentlich schlicht und naiv. Dass eine Zahl über ein Wesen urteilt, finde ich ungerecht. Ich denke mir so manches Mal, dass ich mir vier von fünf Typen hätt ersparen können, aber sowas lernt man ja erst im Laufe seines Lebens.

Mittlerweile bin ich so weit, dass es mich nicht interessiert, was man von mir halten könnte. Ich selbst weiß, dass ich aus Liebe und Naivität heraus gehandelt habe und dass ich nicht triebgesteuert herumgevôgelt habe. Das sollte für mich als "Seelenheil" ausreichen.

Ich hatte mal eine beste Freundin, die in einem viertel Jahr sieben Kerle durch ihr Bett geschleift hat. Ich habe keine Freundschaft mehr mit ihr gewollt, weil das nicht meine Art von Umgang war.

Heute denke ich nicht viel anders. Außer, dass ich auf sie nicht mehr sauer sein würde, sondern heute eher denke, vielleicht hat sie versucht etwas zu kompensieren. Sie muss deswegen nicht automatisch eine Schlámpé sein, nur weil sie so viele Typen hatte - obwohl es sich sehr bider anhörte, wie sie über die Typen redete. Aber meine Güte. Heute glaube ich, ist mir wichtiger, dass jemand irgendwann auch mal glücklich und zufrieden ist. Und ich wünsche jedem, dass er diese "das ist ne Schlámpé" Einstellung hinterfragt und entschärft, denn man kann so etwas nicht pauschalisieren. Jeder Mensch hat einen anderen Antrieb sich so zu verhalten und ich glaube, erst wenn man alt genug für seine eigene Meinung ist, wenn man gelernt hat, nicht alles nachzuplappern, was Leute mal sagten, zu denen man aufsieht, dann sieht man das alles auch nicht mehr so eng.

Es ist nach wie vor nicht mein Stil oder Interesse, Kerle abzufertigen... Und auch heute würde ich mich von solchen Leuten distanzieren. Aber nicht im Trotz oder Ärger, denn heute bin ich alt genug, um etwas weiter zu denken als früher. Früher hat Oma gesagt: Sowas tut man nicht, sowas ist unschicklich - und so war das dann. Heute denke ich, dass diese Leute dazu vielleicht Gründe haben und gehe anders mit ihren Entscheidungen um. Ich nabel mich ab, aber wünsche diesen Leuten dennoch, dass sie sich mal Gedanken machen, was sie eigentlich im Leben haben möchten und ob es richtig ist, so zu leben wie sie leben.

Alles was mich wütend macht sind Leute, die einfach wild herum póppen und sich keine Gedanken machen, wie schnell man schwanger wird. Die ihre Kinder abtreiben lassen, weil sie selbst zu doof und zu unreif waren, Sorge zu tragen, dass gar keines entsteht.

Ich habe früher immer gesagt: "Ich habe erst dann ein Kind, wenn ich ihm was bieten kann. Wenn ich eine Ausbildung habe, mir mit dem Mann sicher bin und genug Geld für das Kind habe". Und ich bin nie schwanger geworden. Ich konnte nie verstehen, wie jemand ständig erzählte, das Gummi wäre gerissen - wir haben selbst Gummis benutzt und waren sehr potent, uns ist von bestimmt 500 Stück nicht ein einziges kaputt gegangen, nichtmal wenn wir damit rumgeblödelt haben. Dass jemand gleich zwei Gummis in einem Jahr kaputt kriegt, wollte ich nie glauben...

Naja. Jedenfalls bin auch ich enttäuscht über die Inkonsequenz und Beratungsresistenz einiger vieler Möchtegern-Erwachsenen. Meine Cousine hat jetzt schon das zweite Kind aus solch einem "Zustand" adoptiert. Vielleicht muss es so sein, dass es dumme Leute gibt, die sich wie die Karnickel vermehren, damit kinderlose Leute auch eine Chance auf ein Kind haben... Vielleicht ist das alles so gewollt.  Vielleicht ist machen Leuten nur ihr Trieb wichtg.
Konnte ich bei unseren Hühnern schon beobachten. Einige unserer Hühner hatten einen ziemlichen Bruttrieb, waren selbst aber gar keine guten Mütter und vernachlässigten ihre Küken. Es stellte sich heraus,  dass andere Hühner, die gar nicht so sehr aufs Brüten scharf waren, dennoch gute Glucken waren und sich diesen verwaisten Küken annahmen. Also vielleicht ist es von der Natur so gewollt, dass manche Tiere dauernd nur brüten wollen und andere dazu da sind, diese Brut als eigene Brut aufzuziehen und es besser zu machen.

Ich hoffe, aus den beiden adoptierten Mädchen wird nicht das Ebenbid der Mutter.

Kommentar von Shylenn ,

Ein anderer interessanter Anhaltspunkt wäre allerdings auch die Frühsexualisierung. Schau mal im Vergleich, wann Frauen aus der Generation meiner Oma von Sex erfuhren... Allein wann sie ihre Tage bekamen... Oma erzählte mir, sie bekam ihre Tage erst mit 16 Jahren. Ich hingegen hatte sie schon mit 9. Was allein das für ein Unterschied ist... Brüste bekam ich mit 7 und mit 8 hatte ich schon viel mehr Oberweite als andere früh entwickelte Mädchen. Mit 10 sah ich aus wie mit 16...

Ich habe bei Youtube mal eine interessante Reportage gesehen, sie hieß ungefähr: "Vom Strampler in die Strapse" oder so.

Es ging darum, dass den Kindern, speziell den Mädchen, die Kindheit geraubt wird. In Mädchenzeitschriften ist Schminke statt Spielzeug, die Puppen tragen jetzt BHs und Tangas statt Unterhemden (wenn sie überhaupt mal Unterwäsche hatten - meine hatten das nicht) und durch das Fernsehen werden Kinder schon früh auf Mode und Schönheit geprägt.

Statt sich Sorgen zu machen, ob das gebaute Schiffchen auch flusstauglich ist, sind die heutigen Mädchen teilweise schon im Kindergarten geschminkt, oder gehen wie im Amiland schon mit 3 Jahren zu irgend einer blöden Miss-Wahl, aufgedonnert wie kleine Nútten....

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die früheren Kinder mehr Zeit hatten, sich zu entwickeln. Mit 15 war man schon ein junger Mann und der kleine Herr im Haus. Man musste, wenn Vater nicht da war, vielleicht die Hühner und Kühe selbst versorgen, man wurde mit zur Arbeit eingeteilt, z.B. zur Feldarbeit.

Und heute? Was hat ein heutiger Durchschnittsteenie mit 15 für Pflichten? Arbeiten in diesem Alter ist ja Kinderarbeit und pfui, selbstständig ist der, der selbst seinen Teller in die Spüle stellt, alles weitere wäre unnormal und nicht kindgerecht...

Ich vermute mal, es ist kein Wunder, dass die Kinder immer reifer werden, wenn Zeitungen wie die Bravo halbwüchsigen Teenies erklärt, wie groß ein Pénis heutzutage sein muss. Hier war letztens einer mit 14, der fragte, ob sein Glied mit 15cm zu klein wäre... Ich kenne keinen 14 jährigen aus meiner Generation, der je so eine Frage gestellt hat. Damals war so ein Ding zum Pinkeln gedacht. Und für alles weitere war man noch zu klein, das hat höchstens der große Bruder gemacht...

Insofern sehe ich da schon einen Zusammenhang. Schon kleinen Mädchen wird beigebracht, wie sie sich möglichst gut aufdonnern und kleinen Jungs wird beigebracht, wie lang ihr Piephahn am besten sein sollte und wie man ihn zum Weinen bringt... Das ist doch krank.

Das Krankeste daran ist aber, meiner Meinung nach, dass man als Hinterweltler angesehen wird, wenn man sich sowas verbittet.  In einem Onlinespiel sind Gespräche über Díldós Tagesordnung und man nannte mich frigide und vertrocknet, weil ich dazwischen schrieb, dass sowas hier nichts zu suchen hätt, das ist ein Spiel. Da wird man noch für verrückt erklärt, wenn man sagt, man würde sein Kind vor solchen Sachen schützen wollen.

Aber genau so ist es,. Hätte ich ein Kind, würde ich nicht wollen, dass er sich - oder sie sich - über Größen von Brüsten und Piephähnen Sorgen machen müsste. Ich würde wollen, dass er draußen rumspielt und Schiffchen baut, Ameisen zuguckt, durch die Gegend streift und Vögel beobachtet, ein Buch mitnimmt und liest oder einen Zeichenblock.... Bei mir gäbe es auch nicht das neueste Gerät zum Zocken. Nix hier Playstation 4. Schule und sinnvolle Beschäftigung - Zocken als Goodie. Wenn das Kind z.B. schlau ist und in der Schule gut mitkommt... 

Aber mit so einer Einstellung wird man gleich als Intensiv-Öko eingestuft, obwohl ich mit Ökos nicht viel am Hut habe. Heutzutage müssen Kinder das Internet zu Hausaufgaben dazu nutzen. Müssen wissen wie sie einen Computer bedienen... Sowas bricht mir das Herz! Einfach, weil sie schon so arg von Technik abhängig gemacht werden.

Denkt bitte nicht, dass ich einen Kontrollzwang habe... Ich finde einfach, dass Kinder auch das Leben schätzen müssen, was ohne Strom funktioniert. Dass Kinder lernen, wie man einen Duden benutzt, statt einfach ein Wort zu googeln. Klar macht das vieles einfacher, aber muss man das im Schulalter alles können?

Früher hätt ich gern Kinder gehabt. Heute denke ich, es ist besser vielleicht keine zu haben, weil ich nicht einverstanden bin, wie mein Kind von der übrigen Welt beeinflusst würde... Ich würdee meinem Kind gönnen, dass es draußen spielt, statt Hausaufgaben zu googeln. Dass es die verschiedenen Baumarten kennt oder wie man wieder nach Hause findet, wie man eine Karte liest und wie man sich an den Sternen orientiert, statt Playstation zu zocken, bestenfalls noch bei einem Kumpel, weil die eigene Mutter ein ab 18 Spiel verweigert.... Ich glaube, hätt ich jetzt ein Kind im Bauch, wüsst ich nicht mehr wie ich schlafen soll, weil ich mir Sorgen machen würde, wo dieser ganze Technikkram hinführt.

So viel zum Thema "Frühsexualisierung" und "Fremdeinwirkung"....

Antwort
von controller1, 218

Ich fand's bei mir in der Schule gut, doch viele checkens es dummerweise nicht bzw passen nicht auf

Kommentar von mommy2go ,

ich hab das damals mit 13 auch nicht zu 100% verstanden aber als Mädchen war ich durchaus daran interessiert nicht schwanger zu werden und hab mich extra nochmal informiert...

Kommentar von Tannibi ,

wie lange ist "13" her?

Kommentar von Tannibi ,

Viele machen das aber nicht. Ich habe schon von einer 15jährigen gehört "Ich habe keine Angst vor AIDS, ich nehme doch die Pille". Was soll man da noch sagen...

Kommentar von ToLateCoffee ,

Naja ich hatte keine ,,Aufklärung" in der Schule weil ich zu der Zeit im Krankenhaus war xD Aber wenn man mal logisch denkt kommt man auch drauf xD

Kommentar von mommy2go ,

fast 6 Jahre^^ ich weiß damals klingt übertrieben aber ich wusste nicht wie ichs anders formulieren soll

Antwort
von einfachichseinn, 51

Also ich glaube einfach das gf nicht wirklich eine hohe Messlatte ist. Hier laufen ganz viele Tolle Rum und auch ganz viele Idioten.

Ich kenne im Rl eigentlich niemanden, der nicht aufgeklärt ist

Antwort
von Nikita1839, 87

Ich bin/16, bin aufgeklärt seit ich 10 bin.. Ich weis auch nicht warum sich die Kinder bzw Jugendlichen nicht selbst mal informieren, auch wenn Freund fragen muss ob es richtig ist, wenn Freundin eine einwöchige Pillenpause macht.. Wozu gibt es denn google.. Lieber 5 Minuten belesen als mit 15 Schwanger zu sein

Antwort
von Marathon123, 49

Keine Ahnung :D

Bin ich jetzt komisch, bin schon aus deiner genannten Altersgruppe raus und hatte noch nicht?:D

Antwort
von sternenmeer57, 99

Ich glaub nicht dran , dass diese Fragen ernst gemeint sind , noch das diese wirklich Sex haben. Sie wollen mit diesen Fragen nur Auffallen und provozieren.

Antwort
von Seefuchs, 117

Keine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung siehst du hier.

Weil niemand stellt die Frage:

Ich hab richtig verhütet weiß wie es geht und bin mir sicher das es geklappt hat weil wir aufgepasst haben?(Ist ja auch keine)

Die Aufgeklärten stellen keine Fragen und haben keine Probleme deswegen tauchen sie hier nicht auf. Und deswegen wird der Blick verzerrt.

Kommentar von mommy2go ,

Interessanter Ansatz aber auch in meinem Bekanntenkreis gibt es viele die zwar mit 13 unbedingt Sex haben mussten aber keine Ahnung von Verhütung hatten und mit 14 schwanger und dann Mutter wurden...

Kommentar von Seefuchs ,

Frage wieviele kennst du die das nicht gemacht haben?

Gleichzeitig ist die eigene Wahrnehmung ein sehr unzuverlässiges Instrument um sowas zu erkennen. Jeder kennt irgendwie wen der sowas gemacht hat aber das heißt ja noch lange nicht das es für alle gilt.

Kommentar von Taimanka ,

eine Stichprobe repräsentativ? 

Kommentar von Seefuchs ,

Ja? Die Verteilung der Stichprobe muss repräsentativ für die Gesamtheit sein ansonsten ist der Aussagewert gleich null.

Wenn du vormittags von Haus zu Haus gehen würdest und Fragen würdest welchen Beruf die Anwohner hätten denkst du kämst auf eine reale Verteilung?

Vermutlich hättest du 25% Hausmeister 50% Hausfrauen und 25% Rest und einfach nur deshalb weil deine Stichprobe sich auf Personen die Wochentags Vormittags zu Hause sind beschränkt und nicht auf alle Arbeitstätigen/Anwohner.

Und das gleiche gilt hier. Hier hast du nur die Gruppe die nicht entsprechend aufgeklärt und verunsichert ist aber Nachfragt. 

So und aus diesen falschen Annahmen kann man bei dieser Frage ganz deutlich sehen wie dann plötzlich völlig absurde Aussagen über die Jugend entstehen die zur eigenen "Antworten" führen deren Annahmen aber grundsätzlich Falsch sind.

  1. Eltern sind Schuld
  2. Kirche Schuld
  3. Jugend wird Blöder

Wenn man belastbare Fakten sucht sollte man sich an entsprechende Studien wenden die ein anderes transparentes Bild zeigen. Ein Beispiel wäre diese Studie zur Jugendsexualität von 2015.

http://www.forschung.sexualaufklaerung.de/4763.html#db3b6a44144a8687d5e3d3300bd0...

Kommentar von isebise50 ,

Hm, ich habe wirklich einen großen Bekanntenkreis, aber darunter befindet sich keine einzige Teenie-Mutter.

Und auch in meinem Beruf ist die minderjährige Schwangere ehr die Ausnahme.

Zwischen 1996 und 2001 erreichten die Teenager-Schwangerschaften ihren Höhepunkt, seitdem sinken die Zahlen wieder. Da Schwangerschaften bei Minderjährigen eng mit sozialer Benachteiligung und Kinderarmut zusammen hängen, müssten die Zahlen heute allerdings wieder steigen.

Kommentar von Seefuchs ,

Soweit ich die Statistiken kenne hat es das erste mal seit Anfang der Zweitausender 2015 wieder einen Anstieg der Geburten bei unter 18Jährigen gegeben.

Antwort
von ToLateCoffee, 134

Naja weil das meiste eh nur verarsche hier ist ^^

Kommentar von mommy2go ,

ich hoffe es, fang nämlich langsam an den Glauben an die Intelligenz der Spezies Mensch zu verlieren was das Thema betrifft

Kommentar von Masurenland ,

wäre ich mir nicht so sicher, so dumm wie manche Fragen daher kommen bezweifele ich die Intelligenz mancher Fragesteller

Kommentar von ToLateCoffee ,

Ja natürlich gibt es Fälle wo die Frage real ist ^^ Aber dann muss man echt nichts im Kopf haben :)

Kommentar von Shylenn ,

Ist ganz einfach das rauszufinden.

Sag ganz laut: SCHNIEDEL!!!

Die die kichern haben nicht zugehört, weil sie am Kichern waren, und die die HÄ? sagen, haben nicht aufgepasst als das Thema Schniedel dran kam. :D

Übertrieben, ich weiß...

Kommentar von mommy2go ,

^^ made my day

Antwort
von erik0223, 5

Ich bin 12 und frag mich auch oft wie man sowas Fragen kann,bzw. Wieso manche dass nicht wissen ,ich komme übrigens in die 7.

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