Wo kommen denn bitte solche Namen her? Werden die heute immer noch so genannt? oder hat man da was eleganteres gefunden?
... und ich dachte immer, Schusterjungen seien Roggenbrötchen.
Schusterjunge und Hurenkind sind tatsächlich Fachbegriffe aus der Typographie und bezeichnen wie unten beschrieben Fehler beim Umbruch der Zeilen eines Textes.
Also mal einfach gesagt...
Wenn bei einem Buch auf einer Seite ganz unten nach einem Absatz ein einzelner Satz verbleibt und der restliche neue Absatz auf der nächsten Seite weitergeht nennt man das Schusterjunge. Das behindert den Lesefluss, denn die Anordnung der Schrift soll gerade diesen unterstützen.
Am Anfang einer Kolumne stehende Schlusszeile eines Absatz HURENKIND also das Kind einer ledigen Mutter und damit unerwünscht.
Am Ende einer Kolummne stehende Anfangszeile eines Absatz SCHUSTERJUNGE kennt seine Eltern nicht, Waisenkind und der Bruder des Hurenkindes schustern=flicken
http://der-schoene-moment.blog.de/2008/07/17/schusterjungen-hurenkind-4460255/

In der Drucker-Fachsprache ist ein 'Schusterjunge' ausserdem ein Setzfehler: Wenn eine Seite oder Spalte nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird, so wird diese allein am Ende der Seite oder Spalte stehende Zeile als 'Schusterjunge' bezeichnet
beim Schusterjungen weiß man, wo er herkommt, beim Hurenkind nicht - deshalb ist die verlorene Zeile auf dem neuen Blatt das Hurenkind.