Frage von WildeBanane, 358

Warum hat niemand im 3. Reich Hitler erschossen?

Hallo, es wurden ja einige Versuche unternommen Hitler heimlich in die Luft zu jagen, aber warum hat ihn niemand einfach auf offener Straße erschossen ? Ich meine es hätte da auf jeden Fall Möglichkeit gegeben. Man hätte ihn doch bei irgendeiner 'Veranstaltung' erschiessen können, das wäre nicht schwer. Waffen gab es ja genug. Natürlich wäre der Schütze dann auch umgebracht worden, aber es hätte sich ja eine Person opfern können. Vielleicht jemand der sowieso nicht mehr lange zu leben hatte. Was meint ihr dazu ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FFWfreak112, 127

Zunächst wäre wohl mal zu sagen, dass Hitler einfach ungeheuer beliebt war. Man kann auf alten Fotos ja kreischende und weinende Frauen und jubelnde Männer und Kinder sehen als käme da der größte Megastar aller Zeiten. In extrem dichten Menschenmengen wäre es wohl schwer gewesen den richtigen Moment abzupassen.
Auch sollte man wirklich nicht unterschätzen wie stark die Gesellschaft durch SD, SS, Gestapo etc. durchsetzt war. Es wäre vermutlich schon bei irgendwelchen Spitzeln aufgefallen, wenn du nur nicht zu einer öffentlichen Verantsaltung mit dem Führer gegangen wärst.
Auch ist Sippenhaft und Todestrafe für viele wohl eine Abschreckung.
Soldaten hätten ihn wohl kaum erschossen. Beinahe jedem Soldaten war sein Eid den er leistete heilig, dieser lautete wie folgt:

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler,
dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und
als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein
Leben einzusetzen.“

Viele Soldaten waren auch durchaus bereit diesen Eid bis zum letzten zu erfüllen, allen voran Soldaten der SS.
Dem Offizierskorps, das schon eher Chancen für Kontakt außerhalb von Massenveranstaltungen hatte, war dieser Eid sogar noch um einiges wichtiger, da viele auch aus dem Adel stammten und Ehre für jeden Offizier wichtig war.

Vielleicht hat es ja sogar Versuche gegeben Hitler auf die von dir beschriebene Weise zu töten, nur dass sie einfach erfolglos waren und bis heute vergessen wurden.

Ich hoffe meine Antwort hilft ein klein wenig weiter.

mfg FFWfreak112

Kommentar von WildeBanane ,

Danke! Ich finde es grausam wie man so eine Person mögen kann. Deutschland sollte sich schämen, dass es hier immer noch Nationalsozialisten gibt!

Kommentar von FFWfreak112 ,

Aus unserem heutigen Verständnis ist das auch nicht zu verstehen. Hitler wirkte damals so als würde er jedem helfen und vor allem die wirtschaftliche Situation verbessern.
Mit seinen Maßnahmen zur Aufrüstung und dem Mefo-Wechsel-System hatte er Deutschland jedoch Ende der 30er Jahre wieder bis an eine Superinflation getrieben und ohne sofortigen Kriegsbeginn wäre die Wirtschaft wieder zusammengebrochen. Der Schein trog, das aber gut genug um das Volk zufriedenzustellen.
Die heutigen Neonazis können (jedenfalls meiner Ansicht nach) solchen Lehren nur folgen, weil sie die Tragweite des Regimes nicht verstehen können. Wie Menschenverachtend es wirklich war und allen voran, weil sie nicht verstehen können was ein menschliches Leben wirklich bedeutet.

Antwort
von Schmusescholle, 61

Mal abgesehen von den rund 40 Versuchen die es gab (nicht wenige davon von Henning von Tresckow geplant) , denke ich, dass diejenigen schon bereit waren auch ihr Leben dafür auf Spiel zu setzen , sonst hätten sie es gar nicht erst versucht. Denn die Chance zu sterben war eindeutig höher als die, glücklich aus dem ganzen rauszugehen.

Was ich allerdings auch denke ist, dass wenn man sein Leben schon opfert, es wenigstens auch sinnvoll geopfert werden sollte. Sprich: Einfach mal wahllos in die Menge ballern in der Hoffnung  man trifft was,.. also da würde ich mein Leben auch nicht für hergeben. Dementsprechend ist es natürlich sinnvoll, so viele von den Goebbels, Himmlers und Hitlers in einem Raum zu haben wie möglich und so viele Zufälle versuchen auszuschließen wie geht. Das ist bei einem Attentat auf offener Straße natürlich eindeutig schwieriger als z.B. bei einer Parteiversammlung (würde ich behaupten, aber ich bin kein Kriminologe oder sonstiges).

Nächstes Problem ist natürlich, dass vor allem das Militär bzw. deren Soldaten einen Eid auf den Führer geschworen haben und der hatte damals noch Gewicht. Da mussten die schon wirklich überzeugt davon sein, dass sie diesen brechen und das passiert im Krieg nicht einfach dadurch das man andere Menschen erschießt. Zudem die eingeimpfte antisemitische Ideologie (die in Deutschland schon seit je her verbreitet war, vielleicht nicht so extrem aber unterschwellig immer da gewesen) die Soldaten und Deutschen mit Sicherheit ein großes "Stoppschild" vor ihren Augen sahen, wenn es "nur" um die Sicherheit von "unwertem Leben" ging.

uznd ich muss ehrlich gesagt sagen, dass ich es doch etwas anmaßend finde, wenn man von sich selbst behauptet, dass man da auf jeden Fall eingegriffen hätte. 1. KANN man das nicht wissen da wir uns (zum Glück) niemals in so einer Situation befinden werden und 2. Ist ja nicht nur dein eigenes Leben davon betroffen sondern im Zweifelsfall auch der Rest deiner Familie.

Ich denke aber, dass zwar viele mehr oder weniger davon wussten, dass da was nicht stimmt bzw. die Juden natürlich nicht alle freiwillig verreist sind, aber ich denke dennoch, dass der Großteil der Deutschen Angst vor der Wahrheit hatten und sich dementsprechend gar nicht weiter damit beschäftigt haben und von solchen Lagern wie Auschwitz, Chelmno usw. tatsächlich nichts wussten wie wir es heute wissen. Solche Ausmaße kann man sich in seinem menschlichen Denken ja auch gar nicht ausmalen..

Trotzdem ist alles nicht zu entschuldigen, aber das soll nicht Gegenstand dieser >Diskussion sein.

Antwort
von Herb3472, 20

Auf Hitler wurde meines Wissens 4-mal ein Attentat verübt. Und es ging 4-mal daneben.

Deine Frage könnte man auf andere grausame Herrscher in der Geschichte ebenso anwenden:

Warum wurde z.B. Stalin nicht ermordet? Oder Idi Amin?

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Warum nicht? Weil es halt nicht geschehen ist. Darum.

Antwort
von DrStrosmajer, 103

Leider sind Attentate mehr erfolgreich, wenn ein "Guter" die Zielperson ist: J.F.Kennedy, Olof Palme, oder in der jüngeren deutschen Geschichte z.B. Matthias Erzberger, Walter Rathenau oder Kurt Eisner.

Auch wenn Hitler seine Paraden im offenen Wagen stehend abnahm oder beim Reichsparteitag offen auf der Rednertribüne stand, oder auch beim Erntedankfest, kann man keinesfalls vom "Bad in der Menge" oder von Volksnähe sprechen. Abgesehen von den Unmengen an SS-Leuten, die als Prätorianergarde um ihn herum patroullierten, war das Jubelpublikum durchsetzt mit SD-Leuten. 

Überhaupt seine Aufmärsche: Wer schon mal eine Militärparade gesehen hat, die sich auf die aggressive Darstellung kaltfunkelnder Macht reduziert, fühlt sich eingeschüchtert, ob er will oder nicht (andere wiederum fühlen sich begeistert). Etwas ältere ehemalige DDR-Bürger habe sowas noch live und in Farbe "genießen" dürfen.

Jemanden mit einem Scharfschützengewehr abknallen zu wollen, wenn eine Million entfesselter "Fans" in Sprungweite sind, ist vielleicht doch etwas utopisch.




Antwort
von lehrerin123, 165

Zudem war es ja auch nicht so, dass der Großteil der Bevölkerung das Ziel gehabt hätte, Hitler irgendwie zu erledigen und nur immer irgendwie gescheitert wäre. Der Widerstand gegen das Regime war nun nicht gerade eine Massenveranstaltung... wenn das mal so salopp formuliert werden darf. Eher das Gegenteil war der Fall. Und natürlich wurde die Person Hiltler gut geschützt, sein Aufenthaltsort und Tagesablauf geheim gehalten und häufig variiert.

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Mit dem letzten Satz liegst Du leider nicht ganz richtig. Die Zivilbevölkerung hatte sogar die Telefonnummer des "Führerbunkers" und bevor es behoben worden ist, konnte diese sogar lange Zeit direkt Hitlers Privaträume telefonisch erreichen.

Kommentar von lehrerin123 ,

Ganz ehrlich? Das bezweifle ich entschieden. Die historische Forschung sieht in der angeblichen "Volksnähe" Hitlers eher eine letzte Legende der NS-Propaganda. Das steht natürlich nicht bei Misch. 

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Das persönlich anzuzweifeln ist Dein gutes Recht. Es gibt aber genug Quellen und Verweise, die das (auch neben Misch) bestätigen. Du musst mir zugestehen, dass ich mich daran halte und nicht an "Gute-Frage-Posts".

Kommentar von lehrerin123 ,

Auch Quellen müssen aber auf ihre Güte hin überprüft werden. Nicht jeder angebliche Beleg ist als valide Quelle zu werten. Dafür gibt es innerwissenschaftliche Kriterien. Und demnach ist die Lesart der "Volksnähe" widerlegt... aber das ist hier in der Tat eigentlich nicht Gegenstand der Diskussion. Ich kann bei dem Thema aber meine Finger nicht stillhalten :)

Kommentar von WildeBanane ,

Volksnähe hin oder her. Möglich wäre es gewesen. Und es gibt auch Bilder die die Volksnähe beweisen. 

Kommentar von Dunkel ,

@CassandraMaus87: Wäre es nicht besser auch eine oder mehrere dieser Quellen zur Verfügung zu stellen?

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Ja, das wäre es sicher, aber dafür müsste ich jetzt nicht nur die Buchstellen sondern auch noch die jeweiligen Quellenverweise heraussuchen, was dann gut und gerne eine Stunde dauert. Einen ersten Literaturhinweis habe ich ja schon gegeben.

Antwort
von karin69, 20

Ich finde schön, dass Du Dir als junger Mensch Gedanken machst und heute offen und positiv durch's Leben gehst und Deine Umwelt wahrnimmst.

Gedanken, wie Du sie mit Deiner Frage trägst, hätte ich auch mal...

Mein Opa wurde 96 Jahre alt und hatte ein sehr bewegtes Leben!!
Wenn er erzählt hat, hing ich immer gespannt an seinen Lippen! Er war wie ein offenes Buch und so oft mein "privater Geschichtsunterricht!" 😊

Er hat als Kind den ersten Weltkrieg miterlebt, den zweiten Weltkrieg, Hitlers Regime, Befreiung, Mauerbau, 40 Jahre DDR, Mauerfall, 15 Jahre wieder vereinigtes Deutschland, 3 Währungsreformen.

Aus seinen unzähligen Erzählungen bin ich mir heute sicher, dass wir uns nicht im entferntesten in die damalige Zeit hinein versetzen können.

Es gab damals in Deutschland viel Elend und Armut!
Viele Leute waren verzweifelt und kämpften mit Hunger und Not. Und dann kam jemand PROPANGISTISCH und hetzerisch an die Macht, der sich als Heilsbringer darstellen wollte/ sollte.

Das deutsche Volk hatte SEINEN FÜHRER gebraucht, gewollt, erhofft und erbeten!
Sie bauten auf ihren Führer Adolf Hitler. Mit Übernahme seiner Macht sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland, die Lebensqualität verbesserte sich, Hunger und Not verschwanden und es wurde mit Macht und Unterdrückung, die damals aber nicht so angesehen wurden, die Volksgemeinschaft gelebt.

Es gab nur Hitler und sonst nichts. Man liebte und verehrte den Führer! Und wer nicht dazu gehörte, wurde ausgeschlossen. Nur wenige Menschen gab es überhaupt, die schon im Anfangsstadium der Nazizeit anderweitige Grausamkeiten sehen konnten oder wollten. 

Und wenn sich genau diese Menschen öffentlich beklagt haben, sind sie auch schnell von der Bildfläche verschwunden. Trauriges Beispiel dieser Zeit ist die "Geschichte um die Geschwister Scholl."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Geschwister\_Scholl

Mein Opa hatte von Geburt an einen starken Sehfehler, daher wurde er auch von der Wehrmacht ausgeschlossen. Aber genau das rettete ihm wahrscheinlich auch sein Leben.
Statt zur Front oder so wurde er "nur" zum Reichs-Arbeitsdienst eingeteilt. So bezahlte er wenigstens nicht sein Leben im Krieg. 

Bei meinem anderen Opa war es genau das Gegenteil, er wurde ein halbes Jahr vor Kriegsende von der SS von zu Hause abgeholt und dem sogenannten VOLKSSTURM zugeführt. (Aufruf an alle „waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren“, um den „Heimatboden“ des Deutschen Reiches zu verteidigen) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Volkssturm

Er kam nie wieder zurück... 😢

Heute wünschte ich Leuten, die so neugierig auf die damalige Geschichte sind wie Du, dass es noch viele Zeitzeugen von damals zum Erzählen gäbe.

Leute die nach dem zweiten Weltkrieg in der ehemaligen DDR gelebt haben, haben ein ähnliches Regime überstehen müssen, welches man im kleinen Ansatz sicherlich miteinander vergleichen kann!!

Unsere heutige digitale Medienwelt machen es uns viel leichter die Welt aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Damals war das kaum möglich.
Es gab ja nur den VOLKSEMPFÄNGER über den ausnahmslos Propaganda betrieben wurde; "Goebbels sei Dank."

Sind wir also doch froh, dass wir heute in einer wirklichen Demokratie leben können und unsere Meinung sagen dürfen.


Ich empfehle Dir einen gut gemachten Film um das DAMALS besser zu verstehen:

Antwort
von Hegemon, 69

Informiere Dich bitte erst mal über die historischen Fakten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste\_der\_Attentate\_auf\_Adolf\_Hitler

Es gab zwischen 39 und 42 Versuche. Insofern ist die Diskussion hinfällig.

Antwort
von CassandraMaus87, 127

Mindestens 19 Versuche hat es gegeben..

https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler#Widerstand_gegen_Hitler

Leider war Hitler mit mehr Leben ausgestattet als eine handelsübliche Katze.

Kommentar von WildeBanane ,

Komisch das er immer so viel Glück hatte. 

Antwort
von Saturnknight, 63

Du redest so, als wäre das was ganz einfaches.

Aber man sollte nicht vergessen, daß es hier immer noch um einen Menschen geht. Sicher, die Soldaten im Krieg haben auch getötet, aber das war was anderes. Sie kannten den Gegner nicht, und sie versuchten ihr eigenes Leben zu retten.

Aber hier handelte es sich um eine Person, die namentlich bekannt war, von dem es unzählige Bilder gab, von dem man einiges wußte (auch wenn vieles davon Propaganda war).

Würdest du einfach so einen Menschen töten, auch wenn er schlimmes gemacht hat? Und dich vielleicht selbst opfern? Nach deinen anderen Fragen bist du noch nicht mal volljährig - würdest du dein junges Leben einfach so opfern, oder mit einem Mord belasten? Und selbst wenn, was hätte das dann geändert? Es gab noch andere Verbrecher, die vielleicht weitergemacht hätten. Als Beispiel Joseph Goebbels - meines Wissens nach war das ein noch größerer Antisemit als Hitler. Oder Göring und Himmler. Die hätten bestimmt auch ohne Hitler weitergemacht, bis es nicht mehr ginge ...

Außerdem: aus der heutigen Sicht ist so was immer leicht zu sagen. Die Leute damals hatten nicht die gleichen Informationen wie wir. Gerade wenn es um die Zustände an der Front ging wurde so manches verschleiert.
Andere Dinge, wie die Bombardierung deutscher Stätte wurde von der NS-Propaganda genutzt um das Volk hinter sich zu bringen.

Und mal so als letzte Anmerkung: einige hohe Militärs, wie z. B. Graf Stauffenberg, Offizier der Wehrmacht haben Attentate versucht. Die hatten zum Teil direkten persönlichen Kontakt mit Hitler. Die haben es nicht geschafft, ihn umzubringen. Warum sollte dann ein normaler Zivilist mehr Chancen haben? Jemand der unter Umständen nicht mal eine militärische Ausbildung hatte? Um auf dich zurückzukommen, da du ja in einem anderen Kommentar sagst, du hättest ihn erschossen: ich glaube nicht, daß die Mädchen deines Alters damals eine Ausbildung an einem Gewehr hatten. Oder an einer Pistole.

Und woher hättest du das Gewehr gehabt oder die Pistole? Und nur mal so nebenbei als Beispiel: mit einer Pistole (besonders denen aus der damaligen Zeit) ist die effektive Reichweite nicht groß. Ich hab es bei der Bundeswehr gemerkt, was es heißt, auf 20 Meter ein Ziel zu treffen, daß etwa der Größe eines menschlichen Kopfes entspricht. Ich und viele meiner Kameraden haben es nicht geschafft, trotz Ausbildung und langem, konzentrierten Zielen. Jetzt stell dir mal vor, du stehst vielleicht 20 Meter weg von Hitler und ziehst eine Pistole. Dir wird bewußt, daß du dabei bist, einen Menschen zu töten und hast Angst und bist aufgeregt - und dann willst du so ruhig bleiben, daß du dein Ziel auch triffst?

Kommentar von WildeBanane ,

Es ist Geschichtswissenschaftlich belegt, dass das deutsche Volk so gut wie alles wusste bezüglich den 'Taten' des Regimes und der Front. Die Attentate von Stauffenberg und so haben nicht funktioniert, weil Hitler einfach zu viel Glück hatte. Mit einer Pistole wäre das vielleicht anders ausgegangen. Und ich hätte ganz bestimmt kein schlechtes Gewissen gehabt, das bräuchte man auch nicht zu haben, denn man hätte eh nicht mehr lange gelebt. Okay für Zivilisten war die Möglichkeiten wirklich nicht gegeben, aber für Militärs wie Stauffenberg schon. 

Kommentar von WildeBanane ,

Ich habe ja auch geschrieben, dass es für Scharfschützen möglich gewesen wäre. Die sollten das auch damals schon drauf gehabt haben. 

Kommentar von Saturnknight ,

Stauffenberg hat es ja versucht, mit einer Bombe. Normalerweise wäre eine Bombe auch sicherer gewesen, da man mit der nicht genau zielen oder treffen muß. Beim Stauffenberg Attentat kam halt viele unglückliche Zufälle zusammen ...

Das du kein schlechtes Gewissen gehabt hättest nehme ich dir nicht ab.

Kommentar von WildeBanane ,

Warum sollte man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man eine Person ermordet wegen der Millionen Menschen auf grausame Art gestorben sind ? Warst du schon mal in Auschwitz ? Unter Anbetracht dieser Umstände hätte ich wirklich keines. Und ich habe auch keine Lust das mit dir jetzt auszudiskutieren.

Antwort
von Wolke008, 86

Es gab sehr viele Attentaten , die aber leider gescheitert sind

Kommentar von WildeBanane ,

Es ist so unfair das jemand wie Hitler so viel Glück hat und Leute wie z.B. John F. Kennedy nicht. 

Antwort
von GamerWulf, 115

Es wurde schon oft versucht!

Kommentar von WildeBanane ,

Echt ? Warum hat das dann nicht funktioniert ? Ich meine wenn jemand aus den eigenen Reihen ihn plötzlich erschossen hätte oder ein Scharfschütze oder so das hätte doch funktioniert ?

Kommentar von GamerWulf ,

Zu viel sicherheit

Antwort
von Herb3472, 102

Wieso stellst Du eine Frage, von der Du bei ein wenig Überlegung davon ausgehen kannst, dass sie niemand beantworten kann? Egal ob es um Hitler, um ein Attentat oder sonst um was geht - man kann vielleicht sagen, warum etwas passiert ist, oder warum etwas verhindert wurde. Man kann aber niemals sagen, warum etwas nicht passiert ist.

Ergo ist Deine Frage völlig überflüssig, Du solltest Deine Gedanken fruchtbareren Dingen widmen.

Kommentar von WildeBanane ,

Ich interessiere mich halt für Geschichte. Die Frage hat mich schon länger beschäftigt. Es gibt reihenweise sinnlosere Fragen. Ich jedenfalls finde es sinnvoller als die Bundesliga.

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Lass Dir nichts einreden. Nichts ist derzeit aktueller als nationalsozialistische Propaganda und eine Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Die droht sich nämlich derzeit zu wiederholen...

Kommentar von Herb3472 ,

Geschichte hat sich stets wiederholt - weil die Menschheit in gesellschaftspolitischen Dingen einfach nicht lernfähig ist.

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Und deswegen bin ich über jeden froh, der sich mit unserer Geschichte auseinandersetzt. Auch, um bei deinen Worten zu bleiben, mit sinnlosen Fragen, ist zumindest ein Einstieg in die Thematik vorhanden und alles andere ergibt sich dann schon, wenn man dran bleibt am Stoff.

Kommentar von Herb3472 ,

Was sollte sich denn ergeben, "wenn man dran bleibt am Stoff"?

Seit über 70 Jahren bleiben die deutschsprachigen Medien "dran am Stoff", es vergeht fast kein Tag oder Abend, an dem nicht auf mindestens einem Fernsehsender mindestens irgend ein Spielfilm oder eine Dokumentation über den 2.Weltkrieg, Hitler, das 3.Reich, Holocaust etc. gezeigt wird.

Ich finde das ziemlich ungustiös und denke, 70 Jahre sollten eigentlich reichen, um die Vergangenheit endlich einmal zu bewältigen und endlich einmal ruhen zu lassen. Genützt hat es ja sowieso nichts, wenn man den heutigen Rechtsnationalismus und Rchtsradikalismus anschaut - nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt.

Mir hat einmal ein baumlanger "Nice American Guy" - ein richtiger "Happy Fellow" - anlässlich eines Mexico-Urlaubs ins Ohr geflüstert: "weißt Du, Herbie, der einzige Fehler, den Hitler gemacht hat, war, dass er den Krieg verloren hat."

Ich bin zwar nicht dieser Ansicht. Aber "That's it".

Kommentar von Herb3472 ,

Das ist ja ok so. aber es wird Dir niemand sagen können, warum etwas nicht passiert ist. Das ist einfach ein logisches Prinzip und hat mit Geschichte nichts zu tun.

Kommentar von karin69 ,

Herb3472, Dein Argument ist vielleicht richtig, Deine Kommentare dazu jedoch sehr flach und falsch. 👎

Natürlich ist es über 70 Jahre her und es gibt immer noch Doku's und Filme fast jeden Abend darüber. Aber es gibt auch Jugendliche, die jetzt erst heran wachsen und sich damit auseinander setzen (wollen!)?

Wie sollen die denn ohne irgendwelche Informationen überhaupt annähernd verstehen, was aus heutiger Sicht für uns immer noch einfach nicht zu verstehen ist? 

WildeBanane, lasse Dir bitte nichts einreden!! Du machst es richtig, bist neugierig und willst Dich informieren. Das ist super!👍

Kommentar von Herb3472 ,

@karin69: ich glaube nicht, dass in irgend einem anderen Land der Welt der verdaute Mageninhalt immer wieder und so oft hochgewürgt wird wie bei uns. Das ist meines Erachtens unappetitlich und lässt mich vermuten, dass es etliche Leute gibt, die die Vergangenheit noch nicht verarbeitet haben oder gar von einer Wiederholung träumen.

Kommentar von karin69 ,

Mit dem HOCHWÜRGEN und ggf. WIEDERHABEN stimmt es bei einigen Leuten bestimmt auch! Es gibt zu allem immer 2 Seiten und das muss muss wohl notgedrungen so sein!

Sich aber gerade deshalb vor Vergangenheit und Geschichte schützen zu wollen oder so tun als hat es das alles nicht gegeben, fände ich genauso falsch!!

Wie sollen junge Generationen denn sonnst lernen und versuchen zu verstehen!!


Ich sehe es so: 

Gerade BESAGTES THEMA ist sehr schwer und wird es wohl immer bleiben!! 

Aber es deshalb verschließen? Bitte nicht.... 

Kommentar von Herb3472 ,

Sich aber gerade deshalb vor Vergangenheit und Geschichte schützen zu wollen oder so tun als hat es das alles nicht gegeben, fände ich genauso falsch!!

Das hat nichts damit zu tun, sich vor etwas schützen zu wollen, sondern damit, dass man Leichen irgendwann einmal begraben sollte. Das gilt im übertragenen Sinn auch für "Geschichtsleichen".

Ich glaube nicht, dass die Amis wegen des Korea- oder des Vietnamkriegs heute noch so ein mediales Theater machen wie wir hierzulande wegen der Hitlerzeit, die nunmehr doch schon über 60 Jahre vorbei ist.

Die Hitlerzeit ist gegessen, Akte geschlossen, Aktendeckel zu. Deswegen muss man sie ja nicht totschweigen, aber man sollte sie nicht permanent und nahezu täglich medial wiederkäuen.

Wie sollen junge Generationen denn sonnst lernen und versuchen zu verstehen!!

Was sollten die jungen Generationen denn lernen? Was eine "arische" Gesinnung ist, und wie man im Gleichschritt marschiert? Oder welchen "Fehler" ihre Ahnen gemacht haben? Ich garantiere Dir, dass unter ähnlichen Umständen das Volk heute genauso "ihrem Führer" zujubeln würde wie damals - siehe Erdogan in der Türkei, siehe Orban in Ungarn.

Und was sollten die jungen generationen verstehen? Mach die Augen auf und denke an Deinen geschichtsunterricht! Auf der Welt hat es seit ewigen Zeiten keinen Frieden gegeben - einmal brannte es hier, ein andermal da.

Hast Du noch nicht gelernt oder willst Du nicht wahrhaben, dass die Menschheit aus der Geschichte nichts lernen kann? Weil die Menschheit diesbezüglich einfach nicht lernfähig ist?

Antwort
von ICanCannI, 102

So leicht war es damals mit Sicherheit nicht, an Hitler ran zu kommen. Er lies nur Leute nah an sich, denen er zu 100% vertraute. :)

Kommentar von ICanCannI ,

Und es wurde ja schon mehrmals versucht aber alle scheiterten.

Kommentar von WildeBanane ,

Naja ein Scharfschütze hätte das geschaft oder eben jemand aus den eigenen Reihen wie Stauffenberg. 

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Auch hier nochmal: Hitler war tatsächlich ziemlich volksnah und hat nie besonders großen Wert auf eigenen Personenschutz gelegt. Dies lässt sich unter anderem in der Biographie von Roschus Misch nachlesen.

Kommentar von WildeBanane ,

Das sieht man sogar im Geschichtebuch der Schule.

Kommentar von lehrerin123 ,

Der heißt Rochus Misch.

Kommentar von CassandraMaus87 ,

Jupp, stimmt.

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