Frage von DieBohne123, 99

Warum hat man nur das Gefühl,dass sobald Frauen Kinder gebähren,sie als Person gestorben sind?

Ich denke nicht das alle Frauen so sind,aber jedenfalls habe insbesondere ich und auch einige andere aus meinem Bekanntenkreis,die noch keine Kinder haben das Gefühl,dass die Menschen,insbesondere Frauen,die vorher noch ganz gute und interessante Gesprächspartner oder Freunde waren,all diese Eigenschaften spätestens im Kreissaal mit der Geburt ihrer ersten Kinder verlieren. Gemerkt habe ich das daran,dass es danach immer weniger bis gar keine spannenden und spontan Unternehmungen mehr gibt,außerhalb von Spielplatzbesuchen oder andere auf die Kinder zugeschnittenen Unternehmungen. Auch die Gesprächsthemen drehen sich überwiegend nur noch über Windelinhalte,Babyklamotten,wie toll das eigene Kind dieses und jenes schon kann oder wie viele neue Zähnchen es bereits schon hat,was ich echt zum Gähnen finde und wiederrum traurig,da ich mich in diesen Momenten schon oft gefragt habe,wo nur meine ehemalige Freundin abgeblieben ist oder ob sie überhaupt noch lebt und nicht im Krankenhaus für ihr Kind gestorben ist (zwar nicht physich,aber persönlich). Nun frage ich mich,was ist nur mit diesen Menschen passiert? Machen die Hormone einen echt blind für alles andere was vorher wichtig war und lassen einen zur echten "Übermutti" mutieren und alles andere wird nur noch sekundär?

Ich finde diese Entwicklungen echt erschreckend,da ich das alles nicht zum ersten mal beobachtet habe unter einigen Frauen,nur momentan bekommen in meinem ehemaligen Freundeskreis einer nach dem anderen Kinder,es ist ein regelrechter plötzlicher Babyboom ausgebrochen und fast alle benehmen sich diese Frauen schon so,wie oben beschrieben.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 68

Ein Kind verändert das Leben nunmal nachhaltig.

Natürlich gibt es weniger "spontane und spannende Unternehmungen", wie stellst du dir das denn auch vor? Ein Kind kann man eben nicht mal eben spontan zuhause lassen oder zu jeder aufregenden Unternehmung mitnehmen.

Und selbstverständlich ist ein Kind für die Eltern dann (vor allem zu Anfang) erst einmal der Lebensmittelpunkt. Es wäre ja auch schlimm, wenn es nicht so wäre, sondern das Kind nur so irgendwie nebenher läuft.

Für Mütter ist es auch oft schwierig, dass ihr Alltag eben in erster Linie aus Kinderversorgung besteht - und es liegt eben in der Natur der Sache, dass man da kein ausgeprägtes Repertroi an Gesprächtsthemen parat hat, die absolut nichts mit dem Kind zu tun hat.

Aber ganz generell ist es eben schwierig Freundschaften zu pflegen, wenn man sich in sehr unterschiedlichen Lebensabschnitten befindet oder eben unterschiedliche Ansichten und Werte entwickelt.

Antwort
von Nashota, 53

Dann warte mal ab, wie du dich veränderst, wenn du mal ein Kind bekommst. Für dich wird dein Kind dann auch das Süßeste sein und dich wird auch alles faszinieren, was damit zusammenhängt. Zumal, wenn es das erste Kind ist.

Wenn Kinder größer werden, wird sich das Verhalten auch wieder ändern.

Also warte einfach etwas ab. 

Davon abgesehen kann man sich auch für die Bekannten etwas freuen.

Antwort
von loema, 49

Es gibt verschiedene Lebensphasen.
Und eine endet für eine gewisse Zeit, wenn man ein Kind bekommt.
Du musst das nicht nachvollziehen können.
Und nicht alle Frauen verschwinden dann gänzlich von der Bildfläche.
Die deren Partner sich genauso verantwortlich fühlen und mithelfen und die, die abgestillt haben, haben wieder mehr Freiraum um sich um andere Themen zu kümmern.
Daran ist nichts erschreckendes.

Antwort
von Viowow, 33

weil es so ist. jedes pfürzchen wird gelobt, den tisch mit irgendwas beschmieren ist kunst und das andere leute beim frühstück nicht über windelinhalte reden wollen, ist auch unfassbar schwer zu verstehen. nennt sich glaube ich stilldemenz😉
nein, spaß beiseite, naturlich verändert ein kind erstmal alles. sobald es aber aus dem gröbsten raus ist, kann man ja mal anmerken, das man vllt gerne über ein schönes buch statt über windeln reden möchte. ich finde, auch mütter können sich da mal zusammenreissen und merken, das ihre kids nicht für jeden der nabel der welt sind;)
aber genaugenommen kann dir das bei jedem gespräch passieren. ich hab auch freunde, die interessiert es nicht die bohne, wenn ich von meinem pferd erzähle. aber das ist ja auch ok.

Antwort
von eostre, 26

Du gehörst nicht mehr dazu, kannst nicht mitreden, weil um dich alle Babys bekommen und du noch an der Vergangenheit klebst. Deine Freundinnen sind dir inzwischen einen Schritt voraus aber wenn du selbst Kinder hast holst du das ganz schnell auf.

Kommentar von DieBohne123 ,

Wie darf ich bitte das verstehen,dass mir meine Freundinnen einen "Schritt voraus sind?

Das klingt ja so,als ob es das unbedingte Ziel eines jeden Menschen sein muss,Kinder zu bekommen und jeder der das noch nicht getan hat,steht hinten an und sei unreif und nich nicht vollständig.

Es gibt ja auch einige Menschen,die gar keine Kinder haben möchten,weil sie Karriere machen möchten,sie von Kindern genervt sind,sie keinen Dreck mögen,sie keinen finanziellen Abstieg möchten,sie ihre Figur nicht ruinieren möchten,Party machen wollen,ausschlafen möchten,einfach frei sein möchten.

Sind alle Menschen,die das alles einbüßen einen Schritt vorraus?

Kommentar von eostre ,

Laut deiner Beschreibung gehen immer mehr deiner Freunde diesen Schritt, der aus der bisherigen komfortzone herausführt- also sind sie einen Schritt weiter gegangen als du. Ob das für jeden etwas ist sei dahingestellt, Fakt ist- du gehörst nicht dazu. Dich langweilen die aktuellen Themen deiner Freude, weil sie dich nicht betreffen, du hast kein Verständnis, weil du nicht in der gleichen Situation bist.

Antwort
von Doevi, 63

Sie hat vielleicht erkannt, was für sie wichtig ist im Leben. Ich denke, bei vielen wird dann einiges bedeutungslos. Ich muss zugeben, dass mich dieses Kindergequatsche auch nervt. Für dich stehen andere Dinge im Vordergrund.

Antwort
von schhneesturm82, 48

ja, traurige Sache, hab ich auch feststellen müssen.

Es  gibt natürlich auch ne normale Art und Weise damit umzugehen, aber teilweise kommt es so, wie du es beschreibst.

ist wohl hormonell bedingt, aber auch kulturell, da Kinder so vergöttert werden und es für Frauen auch zu einer Sucht werden kann. Viele Frauen ergötzen sich ja an der Aufmerksamkeit ihrer Kinder, und benutzen diese dann, um ihren Narzissmus zu befriedigen.. wenden sich auch manchmal von ihren Ehemännern ab und richten ihr Leben komplett auf das Kind aus... damit ist es ziemlich einfach, vor allem anderen weg zu laufen..

Antwort
von DatSapu, 58

Die Mutter hat jetzt nur noch Augen für ihr Kind, so wie in der Natur. Das Kind steht jetzt im Mittelpunkt, insbesondere im jungen alter, hat die Mutter noch so einen "Übermutterungszwang" . Das ist volkommen normal. Außerdem wird man durch ein Kind ernster. Man kann allerdings nicht von "gestorben" reden. Und spontan was unternehmen? Einfach das Kind zu Hause lassen? Deine Freundin hat die mitte des Lebens erreicht, anders als vielleicht noch Junggeselle.

Antwort
von BabyBaylee, 14

Es ist einfach so.
Für eine Frau (jedenfalls den meisten aus MEINEM Umfeld) ist ein Kind im Grunde alles wofür es sich zu leben lohnt. Das ist vergleichbar mit einer Leidenschaft, der man regelmäßig nachgeht. Leute, die ein Instrument spielen oder ein Pferd besitzen, erzählen genauso passioniert davon, wie schön der neue Sattel oder die neue Saite ist, welches neue Stück von Beethoven oder welchen neuen Sprung man gelernt hat.
Und ebenso ist es bei Eltern, deren Lebenssinn eben nunmal erst mit dem eigenen Kind kam. Das war bei mir genauso. Früher war ich ein Nerd, mein Partner ebenso. Heute gibt es nichts schöneres wenn Kind sagt "Mama, guck mal ein großer Vogel!"...

Für Menschen ohne Passion/andere Leidenschaften die völlig abwegig eines Kindes sind, ist das normal, dass man das nicht versteht.

Ich beispielsweise habe nichts übrig für Fußball oder Pferde. Da kann ein leidenschaftlicher Reiter oder Fußballer noch so voller Elan erzählen, es ist schlicht und weg nervig und uninteressant mich.

Hoffe, ich konnte helfen.

Kommentar von DieBohne123 ,

Aber das Leben bietet doch so viel mehr an interessanten Dingen außerhalb der eigenen Kinder.

Bei vielen habe ich so den Eindruck,weswegen ich ja überhaupt erst die Frage gestellt habe,das es NUR noch das Leben der Kinder für Frau als ihr einziges Hobby oder Interesse gibt,wenn man manche Mütter mal so reden hört,da drehen sich die Themen überwiegend davon

Kommentar von BabyBaylee ,

Ja aber so ist es eben bei einer Leidenschaft. Hast du denn nichts was dich Tag und Nacht beschäftigt? Du fühlst dich wahrscheinlich nur ausgeschlossen. Und irgendwo ist es traurig, dass man das nicht nachvollziehen kann. Menschen verändern sich und ein Kind ist eine sehr große Veränderung. Die Hormone und Gefühle sind atemberaubend, wenn das Kind das erste mal läuft, auf die Toilette geht oder anfängt seinen Namen zu schreiben. Du beginnst ein neues Leben vorzubereiten und in eine Gesellschaft zu integrieren. Du erkennst, dass alles was früher so wichtig erschien einfach lächerlich war im Gegensatz dazu ein Kind zu hüten und aufzuziehen. Abgesehen davon ist das unsere Natur. Wir haben 2 wichtige Triebe: den Selbsterhaltungstrieb (Überlebenswillen) und den Fortpflanzungstrieb. Diese Millionen Jahre verankerte Natur kann man nicht einfach so unterdrücken. Wenn einige Menschen partout keine Kinder möchten, dann ist ist das die Ausnahme. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, nicht wahr?

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