Warum hat man einen Seeweg nach Indien gesucht (politisch)?

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8 Antworten

Der Handel zwischen China und Indien auf der einen Seite und Europa auf der anderen war fest in der Hand der Italiener (vor allem Venedig) Er wickelte sich über die Ostanrainer des Mittelmeeres ab, der Levante. Dieser Levante-Handel hatte Venedig märchenhaft reich gemacht und weckte die Begehrlichkeiten anderer aufstrebender Mächte.

Da das Mittelmeer, vor allem aber der Ostteil, fest in der Hand der Venezianer war und dort außerdem noch das Osmanische Reich im Wege stand, suchten vor allem Spanien und Portugal nach einem neuen, einem anderen Weg nach Indien.

Als der dann gefunden war, war es auch um die Macht und den Reichtum Venedigs geschehen.

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Weil der Landweg nach China (die sogenannte Seidenstrasse) problematisch geworden war (man wollte hauptsächlich deswegen nach Indien, um von dort aus mit China Handeln treiben zu können)

Die Seidenstrasse war davor komplett innerhalb des mongolischen Reichs des Dschingis Khan und seiner Erben verlaufen, das war relativ einfach und sicher gewesen. Aber beginnend ab 1260 ist dieses mongolische Reich schrittweise  in verschiedene meist verfeindete Teile zerfallen, nun hatte man auf dem Landweg mehrere politisch und finanziell riskante Grenz-Übergänge. Insbesondere die Araber, die das letzte Wegstück vor Europa kontrollierten, sollen da sehr hohe Zölle verlangt haben. Es war damals auch gängig, dass Vorkaufsrechte bestanden, d.h. die Handelsgüter wurden ggf. einfach gar nicht weitergelassen sondern lokal "eigenverbraucht".

Ein weiterer Grund war möglicherweise, dass die Flüsse in der Taklamakan-Wüste immer weniger und seltener Wasser hatten (und die Seidenstrasse ging da entlang).

Wenn die Seidenstrasse wegen irgendwelcher Streitereien der Khane unpassierbar war, gab es damals nur den Seeweg von China an Indien vorbei zum Roten Meer, dann dort, wo heute der Suez Kanal ist, über Land nach Kairo, und dann weiter über das MIttelmeer. Die Ägypter hatten also die Kontrolle über diesen Handel, und haben dieses Monopol halt ausgenutzt.

Darum haben die europäischen Händler nach einem Schmugglerpfad um die Araber herum gesucht. Indien ist einfach die nächste Zwischenstation "hinter den Arabern", wo man hin wollte um China preisgünstiger zu erreichen.

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Nach dem das Osmanische Reich 1453 Kobstantinopel eroberte, war die südliche Seidenstraße unter Kontrolle der Türken. Damit war der Weg in die Gewürzländer in Südostasien sowie Indien quasi versperrt.

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Damals glaubte man, dass die Gewürze in Indien wachsen. Man hatte keine Ahnung, dass die Inder ihre Gewürze ebenfalls kaufen müssen. Aus dieser Zeit stammt das Sprichwort: "Geh doch hin wo der Pfeffer wächst!" Damit meinte man Indien, denn von Indonesien wusst man damals noch nichts. Der Landweg war zum Teil versperrt und sehr gefährlich. Damit waren Gewürze fast unerschwinglich geworden und versprachen sehr gute Geschäfte. Wenn man 10 Schiffe auf den Weg schickte und es kam nur ein einziges zurück, dann machte man mit dieser Ladung noch immer einen unglaublichen Gewinn. 

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Weil man dann nicht mehr durch fremde Länder reisen musste, um Handel zu treiben.

Dort drohten Zölle, Überfälle und kriegerische Auseinandersetzungen.

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Wirtschaftliche Interessen, man wollte an die Gewürze ran........

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um die Handelsbeziehungen zu verbessern

Bisher wurden zum Beispiel Gewürze durch Karawanen nach Europa gebracht, was zu zeitaufwendig war.

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Hatte eigentlich weniger politische Gründe, man wollte mit den Indern Handel betreiben, da gibt es ja viele Rohstoffe, die in Europa nicht vorkommen.

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