Frage von Eidolon150, 54

Warum hat die Gesellschaft solche Angst vor Außenseitern?

Menschen, die nicht ins übliche Schema passen, werden in der Gesellschaft schnell zu Verfolgten bzw. Einzelgängern. Was steckt dahinter?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kubamax, 14

Aussenseiter können auch Unabhängigkeit und selbstbewusste Stärke ausstrahlen. Das macht sie in Augen von ängstlichen Herdentieren unheimlich.

Kommentar von Eidolon150 ,

Endlich jemand, der Außenseiter nicht grundsätzlich niedermacht!

Antwort
von conelke, 9

Was verstehst Du unter Außenseitern? Es gibt immer Menschen, die nicht der Norm entsprechen - in der Regel finden sie aber immer eine Nische, in der sie leben können, haben vielleicht sogar Gleichgesinnte an ihrer Seite.

Ängste in der Gesellschaft entstehen lediglich, wenn diese Personen oder Gruppierungen nicht einzuschätzen sind und der Gesellschaft unter Umständen schaden könnten.

Das Gesetz schreibt einem ein soziales Miteinander vor, um zu vermeiden, dass das Recht eines jeden Menschen innerhalb einer Gesellschaft, nicht verletzt wird. Menschen, die dagegen verstoßen werden unweigerlich zu Außenseitern, weil sie sich nicht an die vorgeschriebenen Regeln halten.

Demzufolge hat die Gesellschaft nicht unbedingt Angst vor den Außenseitern als solches, sondern vielmehr Angst vor widrigem Verhalten.

Antwort
von Nashota, 7

Das hat nichts mit Angst zu tun. Wer nicht ins Bild passt, wird entweder ignoriert oder er ist Ziel von Angriffen, wie Mobbing.

Deshalb bedeutet das aber nicht, dass sich Menschen, die davon betroffen sind, nicht auch wehren (können) oder es ihnen egal ist, wenn sie nicht mit der Herde mitblöken wollen. Man muss ja nun wahrlich nicht jeden unmöglichen Trend mitmachen, oder?

Antwort
von DODOsBACK, 7

"Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!"

Unbewusst läuft das in uns allen ab, und Menschen, die sich nicht genug öffnen können oder wollen, erwecken schnell den Eindruck, etwas zu verbergen.

Außerdem fühlen sich viele Menschen verletzt und zurückgewiesen, wenn sie Zeit und Mühe in jemanden investieren, der sie dann einfach "abblitzen" lässt.

Die Zeiten, in denen Einzelgänger Alm-Öhi oder Leuchtturmwärter werden konnten, sind vorbei. Heute ist fast jeder gezwungen, nur eine Wand von seinen Mitmenschen entfernt zu leben und ihnen bei jedem Gang vor die Tür zu begegnen.

Das macht viele Menschen, die vielleicht wirklich nur "ihre Ruhe wollen" auch aggressiv.

Es müssen nicht immer gleich Amokläufe oder Anschläge sein - auch der
Messi-Nachbar, die Katzen-Oma, der Dauernörgler und Anzeigenschreiber
können anderen das Leben zur Hölle machen.

Der Hauptgrund, warum "Außenseiter" unter Generalverdacht stehen, ist aber wohl, dass einige wenige von ihnen tatsächlich "Böses" im Schilde führen. Menschen, die nicht mit dem Rest der Welt klarkommen, die sich immer weiter zurückziehen und dann irgendwann "durchdrehen".

Natürlich gibt es auch Massenmörder mit Schauspieltalent, die keiner je verdächtigen würde. Aber gegen die kann man sich sowieso nicht wehren, also haben wir lieber Angst vor den "unheimlichen" Typen, die wir nicht verstehen...

Antwort
von Flimmervielfalt, 5

Was dahinter steckt? Vokale Mehrheiten und Meinungsmacher. Mit anderen Worten: Der Mainstream schafft Außenseiter.

Antwort
von TheAllisons, 6

Kommt immer darauf an, wie sich die Außenseiterrolle äußert, diese "Killerclows" sind auch Außenseiter. Die muss man bekämpfen

Kommentar von Eidolon150 ,

Also, Kriminelle habe ich eigentlich nicht gemeint. Ich dachte z.B. an die Schule, wenn ein Jugendlicher sich etwa keine Markenklamotten leisten kann oder will, oder besonders schüchtern ist.

Kommentar von TheAllisons ,

sorry, das ist Kinderkram, solche Schüler kann man doch nicht Außenseiter nennen

Kommentar von Emmakili ,

Naja..Kinderkram ist das nicht wenn man gerade in dem Alter ist und z.b.wie beschrieben wegen Markenklamotten Nichttragens ausgeschlossen und gemobbt wird..klar sind das Außenseiter..und denen geht's sicher nicht gut..vor allem in der Pubertät..hatte erst ne Diskussion mit meinem Sohn 14..ganz groß im Kurs..das war immer so und wird vermutlich immer so bleiben..

Antwort
von IBabyFaceNelson, 6

Menschen entwickeln mit der Zeit Regeln und Normen, an denen sie sich orientieren. Wenn da einer aus der Reihe tanzt, sieht man es als einen Angriff auf das was kennt.

Antwort
von Leopatra, 7

Das hat etwas mit Gruppendynamik zu tun. Gruppen (in diesem Fall die große Gruppe einer Gesellschaft) brauchen Außenseiter (und erklären andere dazu), um sich ihrer Gruppe bewußt zu sein, also als Abgrenzung, und auch als Stärkung des eigenen Gruppengefühls.

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