Warum hat die AfD so viele Stimmen bekommen?

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18 Antworten

Der Auslöser ist der seit dem letzten Jahr erfolgte "Flüchtlingsstrom". Der tiefer liegende Grund ist jedoch die zunehmende Verarmung und Verelendung vieler Menschen in Deutschland, die Angst ins Bodenlose zu fallen, keinerlei soziale Absicherung zu haben und die anhaltende Arbeitslosigkeit mit all ihren negativen Auswirkungen. Hinzu kommt die Angst Jener, die noch arbeiten, sie könnten demnächst aus der Firma rausgeschmissen werden. Diese Ängste läßt einen Teil der Betroffenen völlig kopflos werden, auch irrationaler Haß gehört dazu.

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Warum hat die AfD so viele Stimmen bekommen?

Es ist eine "neue Partei", die noch nicht "politisch verbrannt" ist. Viele legen ihre Hoffnungen da rein.

Wie Ist das zu erklären ? Speziell Landtagswahlen in MV 20,2%

Du vergisst Sachsen-Anhalt (24,2%), Rheinland-Pfalz (12,6%) und Baden-Württemberg (15,1%). Und - wichtiger noch - du vergisst Berlin (14,2%), wo die AfD in 7 Bezirken MITREGIEREN wird (Pankow, Spandau, Neukölln, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Reinickendorf).

Die LT-Wahl in MV ist hingegen eine Wahl in einem extrem strukturschwachen, bitter-armen Flächenland. Gerade im Osten des Landes waren nur(!) NPD, AfD und Freie Wähler präsent. Die "etablierten Parteien" hatten dort große Landstriche völlig aufgegeben; nicht einmal mehr Plakat-Werbung aufgestellt. 

Wüsste man es nicht besser, hätte man in diesen Landstrichen annehmen können, CDU, SPD, GRÜNE und LINKE würden gar nicht mehr existieren.

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Viel interessanter ist aber, was in der Zwischenzeit geschah:

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"Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

Als Gauland (AfD) im Mai diese Worte sagte, tobten die Medien: "Wie ist der denn drauf? Wie kann der nur? Und so ein Pack wählt ihr?"

"Das Schlimmste ist ein Fußball-spielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre in Deutschland - als Wirtschaftsflüchtling - den kriegen wir nie wieder los."

Als Scheuer (CSU) vor wenigen Tagen diese Worte sagte, schwieg der Blätterwald weitgehend. Kaum Entrüstung; noch weniger "Analyse der Partei und/oder der Wähler, die 'sowas' wählen".

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Sollten wir uns nicht vielmehr Sorgen machen, dass eine angeblich "mitten in der Gesellschaft" befindliche Partei und wahlpolitischer Flügel der CDU den EXAKT GLEICHEN TON anschlägt, den die AfD für sich entdeckt hat, und den - hoffentlich nicht nur - die Medien als "erschreckend" und "ablehnenswert" attributieren?

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Kommentar von randomhuman
20.09.2016, 20:01

Die CSU ist genauso nicht ernst zu nehmen, wie die AfD.

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Der Hauptgrund ist im Grunde:
Weil die AfD die Alternative ist, wer gegen die Politik der Bundesregierung oder der Landesregierung ist, möchte weder SPD noch Union wählen.
Für viele ist die Flüchtlingspolitik ein Problem, daher ist weder die Linke noch die Grünen eine Alternative. Die NPD möchten sie aber auch nicht, viel zu weit rechts.
Da bleibt die AfD.

Für einen Teil der Leute mag auch das AfD Programm ansprechend sein, aber ich denke die meisten wählen aus Ablehnung gegen den linken Flügel der Politik oder um ein Zeichen des Protest zu setzen.

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MV hat kaum Ausländer, d.h. sie kennen das kaum. Dann kommen plötzlich soooo fremde Flüchtlinge und gleichzeitig redet man den Leuten Angst ein. Daher gehen sie nicht auf die Leute zu. So bleibt die Angst bestehen.
Viele auch aus "Protest" aka Dummheit.
Denn den größten Dreck zu wählen(!) nur weil man wütend auf die aktuelle Politik ist, ist Intelligenztechnisch nicht sonderlich klug.

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Kommentar von ElTorrito
20.09.2016, 06:27

Naja man erhofft sich durch das wählen solcher parteien einen druck auf die grossen ausüben zu können. Sonst würden die ja mit ihrer Diktatur weitermachen wie sonst.

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Kommentar von GHOSTxXxPROTECT
20.09.2016, 07:06

ich finde dass einzigst bessere an den anderen Parteien ist , dass sie nicht recht's sind. und komisch dass sich jetzt alle aufregen weil sie jetzt mal die Minderheit sind. Demokratie ist doch was tolles.

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Kommentar von PrivateUser
20.09.2016, 18:57

An Rechtsextremität ist vieles schlimm! Das Ausgrenzen von Anderen, egal ob auf Grund von Hautfarbe, Religion oder Herkunft, hat im 21. Jahrhundert nichts zu suchen.

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Umfragen in Verbindung mit Wahlen und der AFD haben ergeben, dass der Hauptgrund, die AFD zu wählen, für die meisten Bürger die Flüchtlingspolitik der CDU, als auch der SPD sind.

Alle anderen Punkte des Grundsatzprogramms der AFD spielten so gut wie keine Rolle, bei der Entscheidung, das Kreuz für die AFD zu machen oder machen zu wollen.


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ganz simpel weil sie populismus betreibt.
ich will nicht behaupten, das andere partein dies nicht auhc von zeit zu zeit machen, bei der AfD ist es jedoc gerade sehr auffällig.

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Rassismus, Ausländerhass und Sozialneid. Der ist offensichtlich in Ostdeutschland aufgrund der ca. 65-jährigen totalitären Haltung der Bevölkerung in undemokratischen, antifreiheitlichen und eingesperrten Verhältnissen besonders ausgeprägt.

Die demokratisch rückständige Bevölkerung goutiert da eher autoritäre "Lösungen" als liberale. Dieses Phänomen charakterisiert alle ehemals stalinistischen osteuropäischen Staaten.

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Kommentar von schnoerpfel
20.09.2016, 11:05

Dieser Fingerzeig bringt gar nichts. Im Westen Deutschlands war es nicht anders. Als die Gastarbeiter kamen, war das Geschreie groß. Die '60er und '70er Jahre waren in der BRD die Gründungsphasen von NPD, DVU und Konsorten. Der braune Mist schwappte Anfang der '90er durch die Wende gen Osten.

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Kommentar von MickyFinn
20.09.2016, 11:29

Was du wieder für einen Unsinn verbreitest...

Selbst DU bist für die Rückführung von Wirtschaftsflüchtlingen, genauso wie auch ich... das hat nichts mit Rassismus zu tun.

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Kommentar von randomhuman
20.09.2016, 20:15

Ich habe auch das Gefühl, dass die Mentalität in Ostdeutschland zur Flüchtlingskrise viel anders ist, als in Westdeutschland. Wenn ich drüben in den westlichen Bundesländern bin, dann höre ich die Menschen oft davon sprechen, wie man denn diese Krise lösen kann und einige Menschen reden da auch von ihrem Engagement. Vor allem den Unterschied zwischen den alten Leuten konnte ich feststellen, in der Umgebung, wo ich war. Da wurde einfach viel offener und differenzierter mit dem Thema umgegangen und nicht so auf Vorurteile gebaut. 

Wenn ich bei mir zuhause im Osten z.B. Zug fahre, dann regen mich diese alten Leute meist eher auf. Dieses ständige Gemecker und die sind alle kriminell und die nehmen uns das Geld weg usw. all dieser Müll eben. Ich hab das Gefühl viele wollen sich gar nicht mit dem Thema im Osten befassen. Ich meine die Ausländerquoten sind hier so niedrig. Das ist echt lächerlich, wie die AfD hier so viele Prozente einsammeln kann. 

Deswegen muss ich zum Abschluss sagen, auch 26 Jahre nach der Wende gibt es noch Unterschiede zwischen den Menschen. Die jungen Leute schließe ich da mal jetzt aus, weil die oft viel offener sind und sich eigentlich nicht großartig unterscheiden.

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Wenn man die Geschehnisse verfolgt, ist die Antwort eigentlich ganz einfach.

Die etablierten und regierenden Parteien missachten seit Jahren zunehmend und in dümmlicher Weise die Wünsche und Erwartungen eines großen Bevölkerungsanteils. Dies treibt die Wähler in die Arme einer Partei, welche die Problemthemen zumindest benennt und Abhilfe verspricht. Eine ganz normale Konsequenz! 

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Weil manche Leute dumm genug sind sich von Hetzparolen und Angstpredigten beeinflussen zu lassen.

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Sagen wir, so die AfD ventiliert Themen die die etablierte Politik peinlichst versucht zu vermeiden.

Das waren Euro und Europaskepsis, gefolgt von Islamangst und Flüchtlingskrise.
Das kann morgen der Schiffbau in der Wüste sein.

Umgekehrt gilt, Neoliberalismus und Globalisierung haben Wohlstandsverluste bei den Bürgern gezeitigt.
Die Wutbürger haben die etablierten Parteien ignoriert und sich damit die AfD selbst herangezüchtigt.

Im Grundgesetz steht: "die Parteien wirken an der Willensbildung der Bürger mit".
Die AfD ist eine Partei, wie jede andere auch.
Die Etablierten brauchten nur aufhören zu neoliberalieren und globalisieren, wofür es keine Anzeichen gibt.
Dann wählen die Bürger AfD und erstellen den Etablierten damit die Quittung.

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Kommentar von Unsinkable2
20.09.2016, 10:36

Naja, es ist aber schon paradox, wenn sie, um den Neoliberalismus zu bremsen, ausgerechnet eine Partei wählen, die den Neoliberalismus so ultimativ vertritt, dass die neoliberale FDP dagegen wie ein Kindergarten-Verein wirkt, oder?!

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Die vielen Stimmen kommen hauptsächlich aus der Ex-DDR. Frustration durch Arbeitslosigkeit, hinterwäldlerische Isoliertheit, Sicherheitsbedürfnis mit Absolutismus aus DDR-Zeiten vergiften dort die Atmosphäre.

Stehen drei Männer vor einer Fee, ein Ossi, ein Ösi und ein Bayer und jeder hat einen Wunsch frei. Der Ossi: Ich wünsche mir wieder die Mauer, dreimal so hoch, unüberwindbar. Die Fee: Der Wunsch sei die gewährt. Der Ösi: Ich wünsche, dass Österreich eine Insel wird, ganz weit draussen im Meer, kaum zu erreichen. Die Fee: Dein Wunsch sei dir gewährt. Der Bayer zur Fee: Sagen Sie, gehen die zwei Wünsche wirklich in Erfüllung? Die Fee: Selbstverständlich. Der Bayer: Dann reicht mir eine warme Leberkässemmel.

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Kommentar von Unsinkable2
20.09.2016, 10:34

Die vielen Stimmen kommen hauptsächlich aus der Ex-DDR.

Noch einer, der in Geografie nicht aufgepasst hat und außerdem die Uhr bzw. den Kalender nicht lesen kann?

  • Baden-Württemberg (15,1%)
  • Rheinland-Pfalz (12,6%)

Denkst du wirklich, die sind durch Arbeitslosigkeit frustriert, hinterwäldlerisch isoliert, und vom Sicherheitsbedürfnis des Absolutismus getrieben?

Oder könnte das Jahr zwischen Hamburg (6,1%) und Bremen (5,5%) einerseits und BW (15,1%), RP (12,6%) und Berlin (14,2%) andererseits eventuell dazu beigetragen haben, dass die Wahlergebnisse der AfD zusehends wuchsen und wuchsen und wuchsen?

Sollten wir also nicht erst mal Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen abwarten, bevor wir uns hier in solchen Erklärungen ergehen?

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Kommentar von Sagittarius1989
20.09.2016, 12:05

Ja klar wir bösen Ossis,die in der DDR nicht den Sozialismus sondern den Nationalsozialismus hatten.und Stalin war Hitler,und die Rote Vergewaltiger Armee waren verkleide Wehrmachtsoldate.

Hauptsache der Westdeutsche wäscht seine Hände in umschult.

da werden seine kleinen Braunen Nazis in den Osten geschoben, weil er ein Sündenbock braucht. 

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Es ist einer populistischen Partei gelungen, den Leuten einzureden, die Flüchtlinge, die sie im echten Leben noch nie gesehen haben, seien an ihren Problemen schuld und nicht die korrupten Eliten und ihre politischen Marionetten von den Altparteien.

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Ausschließlich wegen Merkels Flüchtlingspolitik... und da sich CDU, Linke, Grüne und SPD gegen eine Obergrenze aussprechen, wurde nun mal die AfD gewählt.

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Kommentar von ceevee
20.09.2016, 10:47

Dein Logikfehler ist, dass es speziell in MV kaum Flüchtlinge gibt. Wenn es nach objektiven Gesichtspunkten ginge, dann müsste die AfD dort mit den anderen Punkten ihres Programms punkten.

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Die hatten halt das richtige Thema und die richtigen Argumente zur richtigen Zeit :) .

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Viele haben wirklich die afd gewählt; weil sie die Ansichten und das Wahlprogramm gut fanden. Viele jedoch aus Protest.

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Kommentar von Unsinkable2
20.09.2016, 10:48

Viele haben wirklich die afd gewählt; weil sie die Ansichten und das Wahlprogramm gut fanden.

Ich bin begeisterter "Hobby-Politiker". Und ich habe mit "vielen" gesprochen. Doch ich kenne KEINEN EINZIGEN, der AfD wählt(e) und gleichzeitig das Programm überhaupt kannte, geschweige denn "verstehend gelesen" hatte

Mehr noch: Reden wir von zwei "Spitzen-Politikern" der AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Der eine ist wegen Volksverhetzung vorbestraft; doch das ist nicht so wichtig; entscheidender ist jetzt: Er ist stockschwul. Und auch der andere ist stockschwul, hat aber einen Antrag der AfD, der Schwulen verschiedene Rechte absprechen will, unterschrieben, um seine Partei-Karriere zu forcieren.

Haben die Beiden das Programm, und hier vor allem die "Familienpolitik der AfD", wirklich verstanden? Oder könnten sie andere Motive haben, die jenseits des Programms liegen?

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Die Leute sind sauer wegen der Flüchtlinge und sag jetzt nicht, im Osten gäbe es keine Flüchtlinge, das stimmt nämlich nicht.

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Kommentar von ceevee
20.09.2016, 08:57

Dass es im Osten keine Flüchtlinge gibt, stimmt auch nicht. Im Osten gibt es kaum Flüchtlinge. Das stimmt, das weiß ich, weil ich dort aufgewachsen bin. ;)

MV hatte vorher 10 Jahre lang die NPD im Landtag und das Bundesland hatte auch schon vorher Probleme mit Fremdenhass und Neonazis bei einem geringen Ausländeranteil. Dass die AfD da auf besonders fruchtbaren Boden fällt, ist kein Wunder.

Aber natürlich sind immer die Ausländer und speziell die Flüchtlinge schuld....

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Die Leute da haben Angst dass ihnen nicht vorhandene Ausländer ihre nicht vorhandenen Arbeitsplätze klauen.

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Kommentar von GHOSTxXxPROTECT
20.09.2016, 06:56

nicht vorhandene? also ich habe nichts gegen die Flüchtling. aber da sind sie Sehr wohl :D

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Weil die liebe Frau Merkel ziemlichen müll gebaut hatt in den letzten 2 Jahren!
Vielender wähler wollen sie nicht mehr und wählen eine andere Partei!
Wie in dem fall die AFD!
Die AFD spricht viele junge leute an und gewinnt da durch stimmen!

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Kommentar von randomhuman
20.09.2016, 20:20

Junge Leute würde ich jetzt mal bezweifeln. Meist ist von Männern im mittleren Alter die Rede und Frauen wählen die AfD auch seltener.

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