Frage von throneswatcher, 270

Warum hat der Germanwings-Pilot das Flugzeug kurz vor dem Aufprall nicht wieder nach oben gezogen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hardware02, 90

Weil das dann mit dem Suizid nicht funktioniert hätte. Dann hätte man ihn nämlich nach der Landung in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Vielleicht auch ins Gefängnis. ... Da wollte er aber nicht hin. 

Ach so, natürlich: Es war nicht der Pilot. Es war der Copilot.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wenn der Copilot kein Pilot wäre, dürfte er nicht im Cockpit sitzen. Die Bemerkung von ponyfliege ist däm...

Kommentar von Hardware02 ,

Na ja, aber ich wollte halt nicht einfach schreiben, der Pilot war's, wenn der in Wirklichkeit hilflos vor dieser ****** Tür stand. Das wäre ja irgendwie auch nicht richtig.

Expertenantwort
von ramay1418, Community-Experte für Flugzeug, 101

Warum hat der Germanwings-Pilot das Flugzeug kurz vor dem Aufprall nicht wieder nach oben gezogen?

Deine Logik erschließt sich mir nicht. Warum hätte er das tun sollen? 

Nach allem, was wir bisher (noch nicht sicher) wissen, war es ein Suizid. Da wäre ein Hochziehen des Flugzeugs doch eher kontraproduktiv gewesen. 

Außerdem hätte er das Flugzeug dann gleich auf der vorgegebenen Flughöhe halten können. 

Aber was können wir GF-Hobby-Flugunfallermittler schon dazu als Faktenwissen beitragen? Warte doch einfach die für heute in Paris angesetzte Pressekonferenz der BEA ab und lies Dich dann in den in französischer Sprache verfassten Abschlussbericht ein. 

Oder Du schaust im Laufe der nächsten Woche mal bei der BFU vorbei, um die englische oder deutsche Übersetzung zu lesen. 

Kommentar von ramay1418 ,

Ergänzung: Der Bericht ist übrigens heute, 13.03.16, bei der BEA schon abrufbar - auch in deutscher Übersetzung (124 Seiten). 

Antwort
von Machtnix53, 105

Weil er den Aufprall wollte, es war eine geplante Tat, ein Amokflug.

Er wollte seinen angesammelten Hass ausleben und seine Macht über die Flugzeuginsassen. Dass er dabei selbst sterben würde, war ihm egal.

Die Selbstmordthese, dass er selbst sterben wollte und die anderen dabei nur Kollateralschäden waren, ist unhaltbar. Sich selbst hätte er mit weit weniger Aufwand umbringen können.

Die These halte ich für eine gesellschaftliche Verdrängung des Hasses. Wir sind so eine wunderbare Gesellschaft, wie könnte man uns hassen?

Der Preis für diese Verdrängung ist, dass man damit aus depressiven Menschen eine öffentliche Gefahr macht. Die sowieso schon ausgeuferte Symptomliste von Depression wird damit nochmal erweitert. Weil man nicht begreifen will, dass Depression in erster Linie eine individuelle seelische Krise ist und die Depressivität nur eine Nebenwirkung dieser Krise.

Hass muss man als Hass behandeln. Antidepressiva wirken nicht gegen Hass, sondern gegen die Depressivität und Inaktivität, die normalerweise verhindert, dass aus schlimmen Gedanken schlimme Taten werden.

Kommentar von ramay1418 ,
Weil er den Aufprall wollte, es war eine geplante Tat, ein Amokflug.

Bist Du sicher? Dann weißt Du mehr als die Flugunfallermittler. Zwar deutet alles auf einen Suizid hin, aber die Untersuchung ist ja noch nicht abgeschlossen. 

Was ist denn ein "Amokflug"? Es gibt Linienflüge, Testflüge, Urlaubsflüge; aber Amokflüge kann man meines Wissens nach nirgendwo buchen. 

"Amok" kommt ja aus dem Malayischen und bezeichnet einen Zustand geistiger Verwirrung, in der ein Täter herumläuft und in einem Zustand geistiger Umnachtung oder Wahrnehmung wahllos Leute tötet. So war es aber, nach allem, was bisher bekannt ist, eben nicht. 

Kommentar von Machtnix53 ,


Zwar deutet alles auf einen Suizid hin, aber die Untersuchung ist ja noch nicht abgeschlossen.

Es deutet alles auf eine gewollte und geplante Tat hin. Aber diese als Suizid zu bezeichnen, ist eine verharmlosende Verdrängung. Auch ein Selbstmordattentat ist in erster Linie ein Attentat, der Suizid dabei ist nebensächlich.

Eine "geistige Verwirrung" ist eine zu große Schublade, um damit etwas anfangen zu können. Geistig verwirrt sind viele, aber nur wenige sind so gefährlich. Um gegen Taten aus Hass etwas zu tun, muss man sich mit dem Hass beschäftigen und ergründen, wie er entsteht.


Kommentar von JackySmith ,

Einen Suizid kann man ja an sich auch planen. Wenn er eine konkrete Vorstellung hatte, wie er sterben will, waren ihm die Menschen im Flugzeugt evtl. schlicht egal, weil er nur noch auf sich selbst fokussiert war.

Ich finde deine Theorie nicht ganz abwegig. Die vom Suizid mit einem sehr sehr bösen "Kollateralschaden" aber auch nicht. 

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wir wissen weder, ob es ein Suizid war, noch, ob es seine Absicht war, die Passagiere mit in den Tod zu reißen.

Es könnte auch sein, dass er einfach nicht in der Lage war, die Maschine in einen Steigflug zu bringen.

Kommentar von Hardware02 ,

So eine blöde Wortklauberei hilft keinem Menschen. Kommt mit genauso vor, wie wenn jemand behauptet, dass Antisemitismus ja keinen Hass gegen Juden bedeutet, weil ...

Technisch ebenso richtig, und doch ebenso unhaltbar.

Kommentar von ramay1418 ,

Das hat alles nichts mit Wortklauberei zu tun, sondern hier geht es nur um das, was die Untersuchungen ergeben haben - und die BEA spricht eben nicht von einem "Selbstmordattentat", genau so wenig wie von einem "Amokpiloten", sondern von "suizidalen Intentionen". 

Das ist ja der Unterschied zwischen dem, was die Fachleute weltweit wissen und diskutieren und den Amateurpsychologen hier bei GF; immer wieder erheiternd, aber nicht wirklich aussagefähig. 

Deshalb sollten sich einige User ruhig mal in veröffentlichte Flugunfallberichte einlesen, um zu sehen, wie das Vorgehen der Behörden wirklich ist. 

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Interessant wären auch Einblicke in das, was unveröffentlicht bleibt.

Kommentar von Machtnix53 ,

Du kannst gerne an Autoritäten wie die BEA oder allgemein an Fachleute glauben, aber ich habe einen Verstand, der Zweifel hat. Nicht so sehr an ihren Informationen, die ja meine bisherigen Vorstellungen davon bestätigen, aber an ihren Interpretationen und Schlussfolgerungen.

Auch die Fachleute konnten nicht in seine Psyche sehen. Aus der Tatsache, dass er wegen Depression in Behandlung war, kann man nicht schließen, dass die Depression die Ursache der Tat war.

Ohne Hass bringt man nicht 150 Leute um, auch nicht, um selbst zu sterben. Durch die Leugnung des Hasses war die Depression eine Fehldiagnose, die verschriebenen Antidepressiva haben die Ausführung der Tat erst ermöglicht.

Antwort
von Herb3472, 75

Warum sollte er, wenn er doch Selbstmord mit einem spektakulären Abgang wollte?

Antwort
von Pilotflying, 29

Frag ihn - vielleicht gibt er Dir die Antwort! 

Solche Fragen sind völlig sinnfrei! Nachdenken würde manchmal helfen.

Nachdem wir alle nicht hellsehen können und nicht dabei waren, können wir Dir auch keine Antwort geben. 

Ausser den Hobbyunfalluntersuchern fällt vielleicht doch noch eine Antwort ein.

Antwort
von Dahika, 56

Weil er es nicht wollte. Und irgendwann war es zu spät.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Vielleicht wollte er, aber konnte einfach nicht?

Kommentar von Hardware02 ,

Vielleicht konnte er es nicht, weil er genau wusste, dass er von einer wütenden Meute empfangen würde und entweder in der Psychiatrie oder im Gefängnis verschwinden würde?

Vor dem Sinkflug hatte er draußen ein normales Leben. Aber dieses normale Leben gab es spätestens seit der Verriegelung der Tür nicht mehr, und das wusste er.  

Das ist eines der Probleme.

Das zweite Problem ist diese gepanzerte Tür ohne jegliche Vorkehrungen zur einer Öffnung im Notfall! Wie man deutlich sehen kann, hat diese Tür keineswegs für Sicherheit gesorgt, sondern im Gegenteil das Unglück erst möglich gemacht. Ohne eine solche Tür hätte es nie einen Sinkflug gegeben, weil Lubitz gewusst hätte, dass er diesen nie bis zu Ende hätte durchführen können. 

Aber jeder labert nur davon, Piloten auf Depressionen zu kontrollieren. Das eigentliche Sicherheitsrisiko ist diese Tür!

Kommentar von ramay1418 ,

Es bleibt bei meiner Antwort plus einer Ergänzung:

Die Tür wurde ja nicht "einbruchsicher" gemacht, um Copiloten zu ermöglichen, einen Flieger in den Boden zu rammen, sondern um zu verhindern, dass durchgeknallte Paxe sich ins Cockpit vorarbeiten und 9/11 wiederholen könnten. 

Schließlich war der GWI-Absturz nicht der erste in der Luftfahrt, bei dem einer der Piloten das Flugzeug zum Absturz gebracht hatte - trotz "offener" Tür. 

Mindestens drei Fälle fallen mir jetzt spontan ein: Air Maroc, Egypt Air, JAL. Drei Mal konnten die Flieger in den Sturzflug gebracht werden und das noch vor Einbau der einbruchsicheren Tür. Im Falle der JAL konnte das Flugzeug aber abgefangen werden und sicher landen (ich müsste noch einmal recherchieren, aber nicht mehr heute). 

Wenn Du selbst aber EINE Lösung für die ZWEI gegensätzlichen Probleme hast, wende Dich doch an das LBA bzw. die Flugzeughersteller. Die sind sicher dankbar für jeden Tipp. 

Kommentar von Kuhlmann26 ,

... dass durchgeknallte Paxe sich ins Cockpit vorarbeiten und 9/11 wiederholen könnten.

Bei 9/11 haben sich keine durchgeknallten Paxe ins Cockpit vorgearbeitet. Sie waren nicht mal im Flugzeug. Wie hätte sonst der Reisepass eines dieser Durchgeknallten die Kollision, die Explosion und den Einsturz des Turmes so überstehen können, dass man zumindest noch dessen Eigentümer verifizieren konnte.

Der Einbau solcher Türen ist ein kleines Puzzel, um das Ammenmärchen von den Terroristen als Verursacher für den Einsturz der 2 WTC-Türme noch etwas wetterfester zu machen.

Das gehört nicht unbedingt zur Frage und deren Beantwortung, sollte aber als Randnotiz erwähnt werden.

Kommentar von ramay1418 ,

Oh nein, nicht noch ein Verschwörungstheoretiker! 

Du sollst nicht dem Internetgeschwafel der bildungsfernen Unterschicht glauben - und schon gar nicht irgendwelche Youtube-Videos aus dem Land der unbegrenzten Dummheiten als Referenz nehmen -, sondern eher seriösen Quellen vertrauen. 

Schon aus diesem Grund empfehle ich, mal einen Blick in den Abschlussbericht der BEA zum GWI-Absturz zu werfen. Da wird auf die Konstruktion der Tür, das Problem des Hineinkommens ins Cockpit - und der Grund für diese Konstruktion genannt. 

Und der BEA sowie der BFU und dem LBA oder der EASA vertraue ich persönlich nun einmal mehr als dem "Standard"-Internetuser. 

Abgesehen davon: Wer sagt mir jetzt und hier, dass Dein Statement das einzig Richtige ist? Wieso sind Deine Quellen seriöser als meine? Wieso sollte ich Dir eher vertrauen als den Behörden, mit denen ich beruflich mal zu tun hatte? 

Antwort
von ponyfliege, 100

weil er nicht ins cockpit konnte.

der copilot flog das flugzeug, der pilot war nicht im cockpit.

Kommentar von ramay1418 ,

Natürlich war (ein) der Pilot im Cockpit, wer sonst hätte das Flugzeug fliegen sollen? Beide Personen, die ganz vorne sitzen, sind per Definition Piloten, was auch sonst? 

Antwort
von latricolore, 93

Echt jetzt - das ging dermaßen lange durch die Presse...
Er wollte sterben.

Kommentar von throneswatcher ,

Aber die Fluggäste doch nicht!

Kommentar von latricolore ,

Das war ihm egal bzw. er war schon länger psychisch krank.

Kommentar von Herb3472 ,

@throneswatcher: dass die Fluggäste nicht sterben wollten, war ihm in diesem Augenblick herzlichst wurscht. Daran hat er wohl nicht einmal gedacht.

Antwort
von Kuhlmann26, 45

Wir wissen nicht, was sich im Flugzeug zugetragen hat. Wir wissen nur, was darüber in der Öffentlichkeit behauptet wird. Wenn man nicht die richtigen Fragen stellt, bekommt auch nicht die richtigen Antworten.

Vielleicht war der (Co)Pilot nicht in der Lage, die Maschine in einen Steigflug zu bringen.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/udo-ulfkotte/germanwings-...

Gruß Matti

Antwort
von glaubeesnicht, 146

Weil er es nicht wollte! Er wollte sterben!

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Woher weißt Du das?

Antwort
von axoni, 129

Weil das nicht geht, es gibt bestimmte Höhen ab denen man nicht mehr hochziehen kann

Kommentar von Luftkutscher ,

Stimmt! Befindet sich das Flugzeug bereits unterhalb der Grasnarbe, kann man es nicht mehr hochziehen :-)

Antwort
von Herpor, 39

Warum sollte er, wenn er sich doch umbringen wollte?

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