Warum handelt es sich bei meinen Widerständen RN1 & RN2 um eine Strommessung?

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3 Antworten

Deine Frage und Meinung blieb unklar, bis du das Schaltbild eingefügt hast ;-)

Wie so oft lautet auch in deinem Falle die Frage auf was hat man sich zu konzentrieren, sein Augenmerk zu richten.

Da es hier um Messtechnik geht, natürlich auf das Messgerät. Logisch!
Je nach Aufgabe hat das "drum herum" sich an das Messgerät an zu passen.
Auch logisch, zumal das Messgerät nur zwischen seinem physikalischen Messminwert und Messmaxwert arbeiten kann.

Nehmen wir an, das Messgerät ist ein Milliamperemeter mit einem max von 100 mA. Dann müssen Ströme größer 100 mA durch einen parallel zum Messgerät angeordneten Widerstand geleitet werden. Als Beispiel.

Ich gehe davon aus, du wusstest das bereits. Wurres im Sinne von irritierend war für dich dieser Rn2, der passt nicht in vorgenannten Sinn. Der müsste eigentlich über einen Mess-stellenumschalter dann parallel zu Rn1 geschaltet sein! Dann könnte man von einer Stromstärken-Anpassung reden.

Ich gehe hier von einem Zeichnungsfehler aus, denn Rn1 und Rn2 wären für die Spannungsmessungen nicht nötig. Die machen für die Strom-Messbereichanpassung mehr Sinn.

Also, ich klopf dir mal symbolisch auf die Schulter. So wie im Bild gezeigt ist das nicht einfach nachvollziehbar.

Selbst wenn wir das Ersatzschaltbild umzeichnen, hätten wir Verständnisprobleme, solange für Rn1, Rn2 und Rm keine Werte bekannt sind. Würde zwischen Mb2 und 0 ein Stromwert erfasst, liegen Rn1 mit Rn2 zuerstmal in Reihe und deren Rgesamt dann parallel zu Rm.

Sollte zwischen Mb1 und 0 ein Stromwert ermittelt werden, läge Rn2 in Reihe zu Rm und Rn1 parallel zu diesem Gesamt Rm + Rn2. Je nach Werten wird sich dabei ein Unterschied ergeben, aber ob das sinnvoll wäre, bleibt fraglich.

Trag doch einfach mal sinnvolle Werte als Variablen ein, rechne das entsprechend, vielleicht lässt sich ermitteln, welche Werte sinnvoll wären.


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Wie schon in deinem Text geschrieben, handelt es sich bei RN1 und RN2 um einen Strommessbereich!

D.h. folgendes: Ein Messgerät kann ja(manuell oder automatisch) den Messbereich einstellen. Meins z.B. hat zur Strommessung folgende Bereiche: 400uA, 40mA, 400mA, 4A. Je höher der zu messende Strom gemessen wird, desto kleiner muß der parallele Widerstand zur eigentlichen Messeinheit sein.

Leichter verständlich ist es bei einem Zeigerinstrument: Nehmen wir an, du hast bei 1A Vollausschlag, willst aber 2A Messen. In diesem Fall schaltest du parallel zum Zeigerinstrument einen Widerstand, durch den 1A fliesen. Dein Messgerät hat jetzt zwar auch Vollausschlag, aber du befindest dich jetzt in einem anderen Messbereich. 

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Hallo MartiniHarper,

Bei Strommessung unterscheidet man direkte und indirekte Strommessung.

Direkte Strommessung  würde bedeuten, dass der zu messende Strom durch das Messinstrument fließt, indirekt bedeutet, dass der Messstrom durch einen Widerstand fließt und du parallel an diesem Shunt-Widerstand den Spannungsabfall misst, der ja proportional zum fließenden Strom ist.

Der Nachteil der indirekten Strommessung ist, dass ein zusätzlicher Widerstand in den gemessenen Schaltungspfad eingefügt wird mit entsprechenden Folgen:

http://www.elektroniknet.de/messen-testen/sonstiges/artikel/84373/

und

http://www.ni.com/tutorial/7114/de/

Interessant ist dieser Artikel über indirekt Strommessung ohne extra einen Shunt einzufügen, sondern vorhandene Leitungen oder Kontakte "zweckentfremdet" einzusetzen:

http://www.doerfler-elektronik.de/#!strme-messen-ohne-amperemeter/cyy6

Da bei der indirekten Messung, also eigentlich einer Spannungsmessung an einem Messwiderstand, eine Bereichsumschaltung ganz leicht zu realisieren ist, findet man diese Art der indirekten Strommessung in Vielfachmessgeräten... und auch in deiner Zeichnung.

Grüße, Dalko

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