Frage von Eidolon150, 133

Warum halten Menschen an Beziehungen fest, die Ihnen nicht gut tun?

Auch ich habe mich sehr lange mit Menschen abgegeben, die mir nicht gutgetan haben. Jetzt bin ich allein, es ist aber nicht so schlimm. Ich leide aber nicht mehr!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Geralidina, 50

Dafür gibt es viele Gründe.

-seelische und finanzielle Abhängigkeit

-die Angst vorm "alleine sein"

-man fühlt sich für seinen Partner verantwortlich

-man klammert sich an die guten alten Zeiten - immer in der Hoffnung das es  mal wieder so wird wie früher

-ein geringes Selbstwertgefühl - das Gefühl ohne den Partner "nichts" zu sein

-weil man keine Familie "zerstören" will- gerade Menschen mit Kindern stellen oftmals das "Wohl" ihrer Kinder über ihr eigenes (das ist ja soweit auch normal und gut so!) aber sie denken, sie tun ihren Kindern etwas gutes wenn sie die heile Welt einer funktionierenden Familie und Mutter-Vater-Beziehung vorspielen

Es gibt viele Beweggründe. Oftmals sieht man die Sache auch nicht so rational wie bspw. ein Ausstehender oder man selbst ein paar Jahre später. Wir Menschen haben Gefühle und die können uns von Zeit zu Zeit so durcheinander bringen das wir an etwas festhalten, was eigentlich schon zum scheitern verurteilt ist.


Antwort
von Dahika, 22

Da gibt es sehr viele Gründe für und es sind viele Bücher darüber geschrieben worden.

Ein Grund (unter vielen) ist, dass man das Elend, das man kennt, dem Unbekannten vorzieht.

Ein weiterer Grund kann in einer gewaltigen Selbstüberschätzung, Grandiosität,  liegen: ICH kann diesen Menschen retten. ICH schaffe es, seinen wahren guten Kern herauszuarbeiten. In Wirklichkeit liebt er/sie nur mich.

Wie gesagt, es gibt viele Gründe, aber die beiden von mir genannten dürften ganz oben auf der Liste stehen.

Wen´s interessiert eine kleine Literaturangabe: "Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood.

Kommentar von Eidolon150 ,

Da Buch habe ich mal gelesen. Darin steht unter anderem auch, dass man sich trennen soll, wenn man sich nicht traut, dem Partner etwas mitzuteilen. Leider habe ich mich bzw. meine Ex sich nicht daran gehalten (wobei ich glaube, dass Sie das Buch nicht kennt).
Oder auch, dass man niemand einen Gefallen tut, wenn man sich für das Fehlverhalten des Anderen bei sich selbst entschuldigt ("Hat er/sie doch nicht so gemeint", zum Beispiel). Es ist auch für Männer absolut lesenswert, meine ich.


Antwort
von skipworkman, 29

Hi,

ich glaube einer der (Haupt)Gründe dafür, liegt in niedrigem Selbstwertgefühl. Wer ein gesundes oder hohes Selbstwertgefühl hat, wird destruktive Beziehungen eher beenden und es erst garnicht so weit kommen lassen. Und auch nicht das Gefühl haben : ich bekomme keine/keinen anderen und auch ebenfalls besser mit sich alleine klar kommen.

Viele negative Erlebnisse können Menschen auch verbinden, dann haben sie schon so viel "durch" oder "Erlebt" , was dann irgendwie die illusion erzeugt : wir gehören zusammen.

Liebe Grüße

Antwort
von Suboptimierer, 25

Sehr viele Menschen sind darauf bedacht, das kurzfristige Lustbedürfnis zu stillen. Sie blicken nur nach vorne. Dabei ist manchmal ein Schritt zurück notwendig, um weiter nach vorne zu kommen. Sie sind festgefahren in ihrer Art, zu leben.

Das gibt es auch in anderen Bereichen. Zum Beispiel schmecken Burger gut, tun aber langfristig nicht gut.

Antwort
von SchutzEngel333, 28

Hallo und guten Morgen Ich kann jetzt von mir reden. Das gleiche Frage ich mich auch öfter warum ich noch an gewisse Menschen klammer. Wahrscheinlich denken wir noch an das gute. Oder wollen nicht alleine sein . Ich habe eine Arbeitskollegin mit ihr War ich drei jahre gut befreundet u haben uns auch privat getroffen . Sie konnte so gut sich verkaufen u immer einen ausgefragt aber von sich nicht so viel preisgegeben aber auch so geredet wie meine andere Kollegin wir waren ein dreier gespann. Und dann der Hammer die alte planschkuh, hatte es einer anderen Kollegin in der Frühschicht erzählt. Wir machen immer nur spätschicht und ich mich immer Unwohler fühlte. Irgendwann kam es dann raus u ich kam auch dahinter was sie für ein Spiel spielte. Seit dem hasse ich sie habe ihr meine Meinung gesagt aber es ist verdammt schwer diese Kuh jeden tag auf Arbeit zu sehen. Am liebsten welche in die fresse hauen. Das gleiche ist es auch mit der Familie meine Geschwister u ich sind alle zuverschieden habe kein Kontakt zu den da sie mir nicht gut tun. Dieses lästern und alles andere was dazu kommt kotzt mich an. Lieber bin ich alleine und habe meine kleine Familie . Entweder bin ich komisch u die kommen mit mir nicht klar oder ich sie nicht da ich das sage was ich denke und kein Blatt vor dem Mund nehme . Ich kann nur raten sobald ihr merkt die Person tut euch nicht gut dann sagt es denn Leuten u geht einfach. Den nur schlucken geht auf dem Margen den ich kann sehr gut davon reden. Den daß gleiche habe ich zur zeit wieder. Am besten alleine bleiben da sparst du dir Kummer u sorgen. Euch noch ein tollen Tag. Lg. Bianca

Antwort
von Alex92fromHell, 74

Man fühlt sich verantwortlich für seinen Partner. Auch wenn man ganz genau weiß das die Beziehung nicht gut ist versucht man daran festzuhalten um seinen Partner nicht im Stich zu lassen...
Weil in den meisten Beziehungen gab es ja mal eine zeit in der alles schön war und an die erinnert man sich dann gerne zurück

Antwort
von Kitharea, 58

Weil für viele der Gedanke allein zu sein schlimmer ist, als der Gedanke gewohntes weiterzuführen.

Kommentar von Eidolon150 ,

Ich stimme Dir zu. Aber ich meine, das Selbstwertgefühl muss dabei aussen vor bleiben. Viele Leute denken, dass Sie nur mit Partner anerkannt werden. Als junger Erwachsener dachte ich genauso, und habed mich sogar in einseitige Beziehungen reingehängt. Meine letztte Geschichte war nicht einseitig, aber trotzdem irgendwie absurd. Ich bin also definitiv ein gebranntes Kind!

Kommentar von Kitharea ,

Wir alle sind gebrannte Kinder und wenn das Selbstwertgefühl ohnehin schon geschwächt ist - hindert einen das nicht solche Wege zu Ende zu gehen

Antwort
von tryanswer, 61

Weil nicht wenige Menschen Angst davor haben allein zu sein und weil sie sich nicht eingestehen wollen falsche Entscheidungen getroffen zu haben.

Antwort
von Psylinchen23, 10

Ich glaube Menschen tun das weil sie erstens angst haben alleine zu sein vermutlich weil sie mit sich selbst nicht in reinen sind.Einige lassen sich oft sehr viel rein sagen und lassen sich auch ''gerne'' immer wieder verletzten als einen schluss strich zu ziehen weil Ihnen vl. die kraft fehlt oder sie hängen sich an gewohnte Dinge (Alttag). Oder denken so viel an früher wie schön doch da alles war und Leben in der Vergangenheit.....

Antwort
von Healzlolrofl, 57

Weil viele Seelisch abhängig sind.

Antwort
von daria78, 7

Weil sie zu wenig auf ihren Verstand hören und das leider oft nicht nur in der Liebe.

Antwort
von rafaelmitoma, 49

wegen der liebe und weil eben Trennungen weh tun.

Kommentar von robi187 ,

wenn geben und nehmen nicht ca ausgeglichen ist soll man lieber sich trennen statt immer eine opfer zu sein?

Antwort
von xCrizCroz, 44

Ich hatte vor kurzem noch das Problem. Man versucht aus gewohnheit und bei mir eine Art "Hilfe für den Partner" daran festzuhalten. Ich hatte wirklich viel getan und ihr Leben in die richtige Bahn gelenkt. Es ist momentan wirklich besser alleine als mit ihr und man findet sicher jemand Neues.

Antwort
von Aventura17, 30

Weil menschen sich immer an etwas klammern muessen.

Antwort
von Meli6991, 52

ich selbst würde meinen Partner nie aufgeben.

Kommentar von robi187 ,

lieber sich opfern?

Kommentar von Meli6991 ,

kennst du so etwas wie liebe und schelchte Zeiten. Man muss nicht immer sofort weg laufen.

Antwort
von Freyaaa20, 10

Einfach aus Liebe..

Antwort
von robi187, 25

selbsthilfegruppen könnten eine antwort geben?

http://www.coda-deutschland.de/

http://slaa.de/

Antwort
von DerTroll, 53

Weil sich Leute weigern, logisch zu denken.

Kommentar von robi187 ,

ist das dann liebe nur mit den kopf? und ohne gefühle?

Kommentar von DerTroll ,

Das, was einem der Verstand sagt ist doch wohl wichtiger als das, was man fühlt.

Kommentar von Eidolon150 ,

Also, in Gefahrensituationen oder ähnlichem setze ich persönlich eher auf den Bauch, als auf den Kopf. Nachdenken kann auch mal zu lange dauern. Es ist BEIDES wichtig, unterm Strich.

Kommentar von daria78 ,

Wenn du ein gutes Bauchgefühl hast bei einer Abhängigkeits-Beziehung, dann hast du ohnehin die Kontrolle über dich selbst verloren.

Antwort
von Sensenmann666, 38

Weil man nicht einsam sein will.

Kommentar von sojosa ,

Oft aber ist man grad in solchen Beziehungen einsam ohne allein zu sein.

Kommentar von Eidolon150 ,

Du sprichst mir aus der Seele, das kenne ich leider nur zu gut!

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