Frage von MoseGoldstein, 317

Warum halten Atheisten es oft für selbstverständlich das es kein Gott gibt?

Das fällt mir oft in den Kommentaren auf

Antwort
von WeicheBirne, 108

Viele Atheisten erkennen ganz bestimmte Prinzipien und Richtlinien an, mit deren Hilfe sie die Realität erklären. Eine sehr wichtige Richtlinie wird "Hitchens Rasiermesser" genannt.

https://en.wikipedia.org/wiki/Hitchens%27s\_razor

Diese Richtlinie besagt: "Das was ohne Nachweis behauptet worden ist, kann auch ohne Nachweis verworfen werden."


Hitchens Rasiermesser ist eine sehr vernünftige Richtlinie, die eigentlich alle Menschen fast immer anwenden. Wenn ich zum Beispiel erzähle, daß unter meinem Bett ein Monster wohnt, werden die meisten GF-User diese Behauptung als Unsinn abtun. Ohne daß ich konkrete Nachweise für das Monster bringe, gehen die User davon aus, daß kein Monster existiert, ganz ohne irgendwelche Gegenargumente.


Mit Gott ist es genau so. Es gibt keine konkreten Nachweise für Gott und darum dürfen wir nach Hitchens Rasiermesser die Idee von Gott auch ganz selbstverständlich ablehnen.

 


Einige Gläubige mögen hier einwenden, daß es sehr wohl Nachweise für Gott gibt. Einwände, die ich kenne sind zum Beispiel die Existenz des Universums und Wunderheilungen.

In diesem Fall greift eine weitere Richtlinie, die "Ockhams Rasiermesser" genannt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams\_Rasiermesser

Kurz und knapp ausgedrückt besagt sie, daß man eine Erklärung über einen Vorgang/Sachverhalt der Realität immer möglichst einfach halten soll, wobei die Erklärung konsistent mit bereits existierenden Erklärungen sein muß.


Okhams Rasiermesser ist eine sehr vernünftige Richtlinie, die eigentlich alle Menschen ebenfalls fast immer anwenden. Wenn Du z.B. Deinen Haustürschlüssel nicht finden kannst dann gehst Du ja davon aus, daß Du ihn verlegt hast, und nicht davon aus, daß ein Monster unter Deinem Bett ihn gestohlen haben.


Gott ist eine unnötig komplizierte Erklärung für die Realität. Atheisten lehnen ihn daher unter Berufung auf Okhams Rasiermesser ab. Hier einmal der Bezug zu den zwei Beispielen: 

1) Einige Gläubige behaupten, daß der Urknall von Gott verursacht wurde. Gott ist dabei in ihrer Vorstellung eine allmächtige, allgütige, allwissende und ewig existierende Person. All dies ist nicht nötig für die Ursache des Urknalls.

2) Gläubige berufen sich auch auf Gott wenn es um Heilungen todkranker Menschen geht. Da wir noch nicht alles über den menschlichen Körper wissen, ist es möglich, daß todkranke Menschen sich manchmal auf natürliche Weise erholen -egal ob für sie gebetet wird oder nicht. Auch hier ist Gott als Erklärung also komplizierter als nötig.



Fazit: Gott ist keine zwingend notwendige und plausible Erklärung für Sachverhalte in der Realität. Es gibt keinen hinreichenden Nachweis für Gott. Daher halten Atheisten es unter Berufung auf Hitchens und Okhams Rasiermesser für selbstverständlich, daß Gott nicht existiert.

Kommentar von HumanistHeart ,

Großartig!

Kommentar von WeicheBirne ,

Danke :o)

Kommentar von roboboy ,

Das ist mal eine perfekte Antwort!

DH

Kommentar von WeicheBirne ,

:o)

Antwort
von Giustolisi, 101

Diese Frage ist leicht zu beantworten.
Es gibt einfach keinen ernst zu nehmenden Hinweis auf die Existenz irgendwelcher Götter. Die Annahme der Existenz auch nur eines Gottes erzeugt reichlich Widersprüche.
Alles was wir bisher so an Erkenntnissen gesammelt haben, kommt ohne Gott aus.
Gott ist einfach keine notwendige Annahme, die Annahme ist sogar hinderlich, irrational und schädlich. 

Gläubige scheinen oft nicht zu verstehen, dass Atheisten an Götter die gleichen Maßstäbe anlegen, wie an andere Fabelwesen, wenn es um deren Existenz geht. Sie machen für Götter einfach keine Ausnahme, warum auch?

Antwort
von Dxmklvw, 22

Es kommt darauf an, was man unter "Gott" versteht.

Ich meine, es muß einen zwingenden logischen Grund dafür geben, daß überhaupt etwas existiert. Diesen Grund mitsamt alldem, was damit zwangsläufig verbunden ist, halte ich für Gott.

Aufgrund dieser Einstellung betrachte ich Atheisten logischerweise als Menschen, die der Meinung sind, daß es keinen Grund dafür gibt, daß überhaupt etwas existiert.

Antwort
von AaronMose3, 111

Weil jeder mit einem bisschen Verständnis für Logik darauf kommen würde das Götter nicht existieren, wenn man sich die Entstehungsgeschichte von Religionen ansieht.

Kommentar von HumanistHeart ,

wenn man sich die Entstehungsgeschichte von Religionen ansieht.

^This.

Kommentar von HumanistHeart ,

Wieder ne gute Antwort. Du enttäuschst mich! :)

Kommentar von Dhalwim ,

@HumanistHeart

Wieder ne gute Antwort. Du enttäuschst mich! :)

Als Antwort auf:

Weil jeder mit einem bisschen Verständnis für Logik darauf kommen würde
das Götter nicht existieren, wenn man sich die Entstehungsgeschichte von
Religionen ansieht.

Warum enttäuscht er dich da so sehr?

Schließlich hat er / sie dieselbe Ansicht wie du.

LG Dhalwim

Kommentar von HumanistHeart ,

Das war ein Insider. 
Er weiß schon was damit gemeint ist.

Kommentar von Wurzelstock ,

Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht, AaronMose. Die historischen Theologen der verschiedenen Religionen waren nämlich nicht unbedingt auf den Kopf gefallen.

Sie hatten zudem das gleiche Problem wie diejenigen Denker, die nicht von der Annahme übermenschlicher Wesen als Ursache für das Geschehen in der Welt ausgingen: Das/der/ die Übermenschlichen äußern sich nie selbst. Sie lassen nur äußern.

Die Diener der verschiedenen Gottheiten inszenierten deshalb solche direkten Äußerungen. Sie taten dies zu allen Zeiten, in allen Religionen und mit unterschiedlicher Gewissenhaftigkeit, die ich als solche nicht generell in Abrede stellen kann.

Die Inszenierungen als solche sind unbestreitbar Teil der objektiven Realität und beeinflussen sie eben deshalb auch.

Dann aber geschieht etwas Merkwürdiges: Die Inhalte der Inszenierungen werden oft durch Zufälle gestützt. Die wiederum können selektiv als Argumente weiterverwertet werden.

Ich glaube nicht, dass dies im subjektiven Weltbild der Rationalisten Berücksichtigung findet. Falls doch, dann nur in Form eines moralischen Urteils.

Mir ist keine Fachliteratur bekannt, die sich mit der Wechselwirkung zwischen Inszenierung und Zufall auseinandersetzt. Sie ist nicht leicht zu analysieren, und tangiert auch nicht die Gottesfrage. Sie tangiert aber sehr wohl ihre Selbstverständlichkeit. Nur auf die bezieht sich die Frage von Mose Goldstein.

Antwort
von Hamburger02, 108

Die meisten halten das nicht für selbstverständlich sondern sind nach reiflicher Überlegung zu dem Ergebnis gekommen, dass Religionen nicht mehr als fromme Märchen erzählen.

Kommentar von HumanistHeart ,

"nach reiflicher Überlegung".


Beste Antwort bislang. 
Mit ein Grund warum Atheisten sich am besten mit Religionen auskennen.

Kommentar von MoseGoldstein ,

Ihr seid so dumm. Ihr werdet es noch bereuen so etwas von euch gegeben zu haben.

Kommentar von HumanistHeart ,

Ah! Eine Höllendrohung?

Kommentar von HumanistHeart ,

Dir ist schon klar dass leere, da mythologische Drohungen nur bei dummen Menschen ziehen, oder? Auch werden diese nur von solchen ausgesprochen.

Das ist in etwa so intelligent wie auch beeindruckend, wie ein Esoteriker der Dir damit droht Deine Aura zu verprügeln.

Letztlich drohst Du Folter an. Und das zeugt von schwachem bis schlechten Charakter.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist der Nachteil des Atheismus. Sollte es ein Jenseits geben, gibt es etwas zu bereuen...oder auch nicht. Das kommt dann wohl ganz auf die Laune meines Gottes, des Fliegenden Spaghettimonsters, an.

Sollte sich der Gläubige irren, hat er gar keine Gelegenheit mehr, etwas zu bereuen, insbesondere, dass er auf einen riesengroßen Betrug reingefallen ist und seine Energie nicht in das Leben vor dem Tod sondern in ein Leben nach dem Tod investiert hat. Er kriegt seine Fehlinvestition ja gar nicht mehr mit.

Und was Dummheit betrifft, habe ich eher den Eindruck, dass viele Gläubige bei der Verteilung der Intelligenz vergessen haben, "Hier" zu rufen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Das ist der Nachteil des Atheismus. ...  Er [der Gläubige] kriegt seine Fehlinvestition ja gar nicht mehr mit. 

JA!!! Das ist wirklich das ärgerliche dran! Es ist zwar kleinkariert diese Genugtuung haben zu wollen, aber es nervt wirklich immens dass das nie gegeben sein wird!!

Kommentar von Dhalwim ,

@MoseGoldstein

Ihr seid so dumm. Ihr werdet es noch bereuen so etwas von euch gegeben zu haben.

Wieso? Haben wir deine religiösen Gefühle verletzt? Das wollten wir nicht, aber schau doch mal. Woher möchtest du denn Wissen, dass es Gott gibt?

LG Dhalwim

Kommentar von Hamburger02 ,

Dazu nochmal eine Nachfrage:

Wann soll das denn sein mit der Reue? Wenn ich tot bin, erlischt mein Gehirn und ohne Gehirn gibt es auch niemanden mehr, der etwas bereuen könnte.

Weder im AT noch in den Reden Jesu ist nirgendwo von einer leiblichen Auferstehung die Rede.

Antwort
von ich313313, 34

Selbstverständlich ist es für mich sicher nicht. Das ist das falsche Wort dafür. Ich weiß, dass es für viele Menschen einen Gott gibt und dass diese Menschen an ihn glauben. Ich glaube eben nicht daran. Für mich ist ein Leben ohne einen oder mehrere Götter richtig. Ich brauche keinen Gott und bin der festen Überzeugung, dass es für mich keinen gibt.

Ich denke, dass Atheismus teilweise an der Erziehung liegt, aber hauptsächlich an den Erfahrungen, die ein Mensch in seinem Leben gemacht hat.

Antwort
von Wurzelstock, 23

Weil er in ihrem subjektiven Weltbild keinen Platz (mehr) hat.

Jeder hat ein subjektives Weltbild, und das ist kohärend, d.h. widerspruchsfrei zusammenhängend. Deshalb wird es für selbstverständlich gehalten. Es beruht immer auf Schemata und Konstrukten, und wird zusammengehalten von psychologischen Heuristiken. Mit der Realität der objektiven Welt hat es nicht das geringste zu tun.

Deshalb ist auch kein Platz für die Existenz eines entgegengesetzten Weltbildes - dass also ein Mensch die Existenz eines allmächtigen Gottes für selbstverständlich halten könnte, und umgekehrt. Das jeweils andere Weltbild ist nicht kompatibel mit der Kohärenz des eigenen Konstrukts, das fast wasserdicht gegen Neues und Fremdes abgeschottet ist und zwingend bleiben muss.

Keine Seite ist da besser dran. Über Gott kann man nicht diskutieren. Wenn das dennoch mit gewaltiger Inbrunst geschieht, dann geht es immer nur um die zähe Verteidigung dieses unbewussten Mechanismus', mit dem wir Menschen nun mal "gesegnet" sind.  :-]

Antwort
von nowka20, 26

(GA 215:aus dem Vortrag vom 09.12.1922 von Dr. R. Steiner)
Wer ein inneres menschliches Verhältnis zu dem Christus gewinnen kann, wer hinblicken kann in Anerkennung und Bejahung zu dem Mysterium von Golgatha, der muß in sein Bewußtsein etwas hereinnehmen, das ihm keine Sinneswelt geben kann. 

Gerade der, der am allermeisten in die Konstitution der Sinneswelt hineinschaut, kommt ja aus dieser Konstitution der Sinneswelt nur zu einer Widerlegung des Mysteriums von Golgatha, denn mit keinem Sinnesverständnis kann man das Mysterium von Golgatha verstehen. 

Kann man es jedoch in sein Herz aufnehmen, ist man dennoch in der Lage, als Mensch ein im Gemüte wurzelndes Verständnis für dieses einmal im Erdenlaufe sich vollziehende, nur aus dem Geiste heraus verständliche Ereignis zu fassen, so reißt man sich in diesem seinem gewöhnlichen Bewußtsein heraus aus dem bloßen Sinnesverständnis, das gerade das Ich Bewußtsein in seiner besonderen Klarheit und Intensität ausmacht.

Keiner, der nur innerhalb der Sinneswelt stehenbleiben will, kann zu einem Verständnisse des Mysteriums von Golgatha kommen.

Antwort
von ThomasJNewton, 25

Weil es nicht den geringsten Hinweis gibt auf einen Gott, oder etwas ähnliches.
Nicht den Hauch eines Hinweises.
Nicht die Spur eines Hinweises.
Nicht den Hauch einer Spur und nicht die Spur eines Hauchs.

Das Gerede oder Geschreibsel von Menschen gilt nicht als Hinweis, ist nur Ausdruck eines starken Verlangens, zu glauben, bei den Rednern und Schreibern.

Die angeblichen Fakten entlarven Atheisten schnell als falsch oder falsch gedeutet.

Gott ist halt nur eines von unendlich mal unendlich mal unendlich vielen Dingen, auf die es keinen Hinweis gibt.
Da braucht es keinen Grund, nicht an ihn zu glauben.

Ich glaube auch nicht daran, dass ich im Lotto gewinne.
Wäre ja möglich, dass jemand die richtigen Zahlen ankreuzt, und versehentlich meinen Namen samt Adresse auf den Tippschein schreibt, und ihn vor meiner Wohnung verliert, und ich ihn finde.
Ist nicht unmöglich, aber eigentlich selbstverständlich, dass es nie passieren wird.

So selbstverständlich, wie ich nicht an einen Lottogewinn glaube, glaube ich nicht an Gott.

Antwort
von BMTH1998, 4

Warum GLAUBEN so viele Menschen an Gott/Götter? Es ist absolut unlogisch, an eine in einem schlechten Fantasy-Buch beschriebene Kreatur zu glauben. Wo sind die Beweise? Es ist klar, dass viele sagen, dass man keine Beweise braucht, man kann Gott spüren oder so und man schöpft Kraft daraus etc., aber ich kenne mich ziemlich gut mit der menschlichen Psyche aus und weiß, dass das alles nur ein Placeboeffekt ist. Der Grund, dass Menschen überhaupt noch an Gott/Götter glauben, ist ganz einfach der, dass sie so aufgezogen wurden oder einfach nicht nachdenken. Welche Antriebe gibt es denn für jemanden, an einen Gott zu glauben, wenn es extrem unwahrscheinlich ist, dass ein solches Wesen existiert, egal in welcher Dimension? Genau, die eigenen Vorteile! Man will sich zum Beispiel einfach nicht damit abgeben, dass nach dem Tod nichts kommt, deshalb ist der Glauben eine gute Alternative. Die religiöse Definition von "Glaube" ist eigentlich "Missachtung alles gesammelten, bewiesenen Wissens des Menschen und Zurechtbiegung der "Realität" zum eigenen Vorteil". Aber wie ich bis jetzt gemerkt hat, lässt sich ein Gläubiger nicht überzeugen. Weil einfach die Ausrede zu Wort kommt, dass man Gott mit nichts wissenschaftlichen verbinden soll, weil er etwas anderes ist. Toll, was ist er dann? Ein wissenschaftlicher Beweis ist einfach eine Bestätigung einer Theorie durch durchgeführte Tests oder Gegenstände, die zweifellos auf die Existenz der Theorie hindeuten. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit der Bibel, das ist kein Beweis. Jemand könnte auch in 2000 Jahren "Alice im Wunderland" rausholen und behaupten, dass der Sprechende Hase existiert. Und an Gott zu glauben, weil er existieren KÖNNTE, ist kein vernünftiger Grund, einfach daran zu GLAUBEN. Dann könnte ich ja auch sagen: "Guck mal der Ball!" und du: "aber ich sehe da keinen Ball" und ich "ABER DU KANNST NICHT BEWEISEN, DASS ER NICHT DA IST!"

Antwort
von SaraWarHier, 104

Weil das nun mal ihre Ansicht ist. Warum glauben Christen daran, dass es nur einen einzigen Gott gibt? Dass es ihn überhaupt gibt? Warum glauben Hindus an mehrere Götter und sind überzeugt, dass sie existieren? Kommt aufs Gleiche raus.

Kommentar von MoseGoldstein ,

Du kannst fragen stellen aber nicht in den Antworten

Kommentar von SaraWarHier ,

Natürlich kann ich das. Siehst du doch. 

Kommentar von ThomasJNewton ,
Antwort
von Yoshitsu, 103

Wissenschaftler sehen das eben anders. Glauben heißt wissen. Ich glaube zum Beispiel auch an das was logisch und wissenschaftlich belegbar ist. Und Menschen die das Wasser teilen gehören nicht dazu.

Kommentar von MoseGoldstein ,

Sag mir ein Beweis das wasserteilen trotz höheren Mächten unmöglich ist. Wenn man von höheren Mächten ausgeht

Kommentar von Yoshitsu ,

Erstens existieren keine höheren Mächte. Denn wenn diese existieren würden, hätten sie dem, der sie verteidigt, eine bessere Rechtschreibung, bzw. Grammatik und Wortwahl gegeben. Findest du nicht ?

Kommentar von Dhalwim ,

@Yoshitsu

Glaube bedeutet eigentlich, etwas "für wahr" halten. Glauben heißt nicht immer "Wissen", du kannst etwas glauben was du weißt oder was du nicht weißt.

Allerdings wäre es unvernünftig an Dinge zu glauben, dessen Existenz nichtmal ansatzweise belegt sind (Gott, Transzendente Dinge, Weihnachtsmann, Christkind, Osterhase, Geister, Bigfoot, Yeti, Vampire, Elfen, Kobolde, Feen, Drachen etc.)

Hingegen, wäre es realistischer an Dinge zu glauben, DIE belegt sind (Evolution, Urknall, Wissenschaft, Technologie, Maschinen etc.)

LG Dhalwim

Kommentar von Yoshitsu ,

Habe mich da vertippt. Wollte: "Glauben heißt nicht wissen." schreiben. Deckelt sich mit meinem restlichen Text. :)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich hab das locker uminterpretiert, wohl in deinem Sinne.

Es gibt keinen Glauben, der nicht auf Wissen basiert.

Kommentar von Wurzelstock ,

NeinNein, Yoshitu - Du hattest dich nicht vertippt. Es ist der Satz des antiken Philosophen Platon, der es dem Sokrates in seiner Verteidigungsrede in den Mund legt: "Denn Glauben ist für wahr halten, was ich nicht weiß."

In der gleichen Rede vor dem attischen Gericht sagt er auch: "Es scheint mir aber, dass ich nichts weiß, weder im Großen, noch im Kleinen."

Kommentar von ThomasJNewton ,

Menschen die das Wasser teilen

Immerhin ist belegt, dass Wissen erfolgreich teilbar ist, bis jeder einen kleinen, aber gerechten Anteil erhält.

Antwort
von scatha, 34

gibt

Der Knackpunkt ist meiner Meinung nach, wie man dieses Wörtchen versteht.

Ansonsten wurde die Frage ja schon bestens beantwortet.

Antwort
von MrResponse, 89

Nunja, Atheismus ist dass man an keinen Gott glaubt. Demnach wär es doch logisch, dass sie nicht daran glauben.

Kommentar von MoseGoldstein ,

ABER WARUM

Kommentar von MrResponse ,

Nunja niemand hat Gott je gesehen und es gibt keine Belege dass er wirklich existiert.

Sie halten es für wahrscheinlicher, dass Gott einfach eine Erfindung der Menschen ist um sich Sachen zu erklären die Sie mit wissenschaftlichen Methoden nicht erklären können.

Kommentar von Dhalwim ,

Nunja niemand hat Gott je gesehen und es gibt keine Belege dass er wirklich existiert.

Um Fair zu bleiben sage Ich es direkt so. Gott ist ein Mythos. Keiner hat ihn je wirklich gesehen, keiner hat wirklich etwas von ihm gehört und da der Mensch sich manchmal irren kann,

könnte letzten endes auch die Idee falsch sein (Religion). Denn es ist nicht eindeutig, dass es ihn gibt, also warum sollten wir dies annehmen?

LG Dhalwim

Antwort
von AmiTheKitty, 79

Es ist einfach eine Meinungsverschiedenheit. Es gibt Leute, die brauchen einen Gott und andere, die keinen brauchen. Atheisten glauben an die Evolutions-Theorie und halten Religion wahrscheinlich für unnötig. Andere Menschen brauchen etwas, woran sie glauben können.
Das es einen Gott gibt ist schwer zu beweisen und für die einen ist es "Gottes Macht und Wille" und für andere ist es anders erklärbar. Manche finden den Gedanken, dass da ein unsichtbarer Mann im Himmel ist, der uns geschaffen hat und über uns herrscht, auch einfach nur unlogisch.

Kommentar von Luuke777 ,

Ich muss dich korrigieren: Brauchen ist falsch. Es müsste 'haben' sein. Es gibt Menschen, die einen Glauben haben, und welche die das nicht haben. Brauchen finde ich sehr unangebracht.

Kommentar von AmiTheKitty ,

Findest du? Ich meinte damit z.B., dass einige Leute wenig oder fast nichts mehr im Leben haben und sich dann an ihren Glauben festhalten. Das ist nicht bei jedem so, aber bei so manchen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Atheisten glauben an die Evolutions-Theorie und halten Religion wahrscheinlich für unnötig. Andere Menschen brauchen etwas, woran sie glauben können.

Aua! Ich "glaube" ebenso wenig an die Evolutionstheorie, wie ich an Gravitation oder Atome "glaube".

Antwort
von 1900minga, 54

Weil es keinerlei Beweise dafür gibt.

Antwort
von HumanistHeart, 61

In aller Kürze:

Weil es keinen schlüssigen Grund dazu gibt, Götter für existent zu halten.

Ich möchte so viel wahres und so wenig falsches wie möglich glauben. 
Und dazu gibt es gewisse Methoden wie sich das erreichen lässt.

Die beste davon ist es, sich von Argumenten zu Antworten leiten zu lassen. Und zwar egal wie diese ausfallen. Ergebnisoffen also.

Der Theist hingegen, lässt sich von der bereits favorisierten wie feststehenden Antwort zu den Argumenten leiten.

– Spricht ein Argument für Gott, ist es ein richtiges Argument.
– Spricht ein Argument gegen Gott, ist es ein falsches Argument.

Und das ist keine intellektuell aufrichtige Geisteshaltung.

Kommentar von Dhalwim ,

@HumanistHeart,

Dies nennt sich der Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) und ist ein typischer Denkfehler der Menschen. Er wird in Rolf Dobelli's "die Kunst des klaren denken's", beschrieben.

Wenn wir "Beweise" haben (Confirming Evidence), so tritt induktives denken ein (Theorie bestätigt sich). Wenn "Gegenbeweise" auftreten (Disconfirming Evidence), so wird es von solchen Menschen aktiv ignoriert. Somit lebt man in eine falschen Annahme.

Die Wissenschaft hat diesen Denkfehler entschärft, sie nimmt "Disconfirming Evidence", sehr ernst und "killt" die eigene Theorie entweder oder ändert sie.

Da wären wir wieder bei der Evolutionstheorie Humanist. Daher sagt man auch, dass die Evolutionstheorie "belegt" ist und nicht bewiesen.

Denn Beweise verlangt das Gericht, aber das ist ein anderes Kapitel.

Und das ist keine intellektuell aufrichtige Geisteshaltung.

Nein natürlich nicht. Aber mit den zahlreichen Denkfehlern die Dobelli beschrieb (wobei viele davon miteinander zusammenhängen), aus "die Kunst des klaren denken's", und "die Kunst des klugen handeln's", (insgesamt 104) leben Menschen täglich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler

https://www.youtube.com/watch?v=yfT7gnJHUZE

(Und so ist es bei Gott, man verbiegt sich die "Beweise", zu seinen eigenen gunsten)

Sonst bis dato,

LG Dhalwim

Kommentar von HumanistHeart ,

Dies nennt sich der Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) 

Ich nehme an Du meinst damit die letzten beiden Absätze.

Dann ja. Genau das ist er.

Antwort
von SoVain123, 82

Frage sollte eher heißen wieso sich so viele Christen sicher sind, dass es einen Gott gibt.

Kommentar von MoseGoldstein ,

Die Frage kannst du ja so stellen ich hab sie so Gestellt

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community