Frage von Bizaloro, 135

Warum hätte eine zweite Explosion 1986 im Reaktor in Tschernobyl ganz Europa zerstört?

Wird immer gesagt. Aber wieso wäre das denn so? Die Strahlung kann doch kaum von einem Reaktor ganz Europa extrem verstrahlen und unbewohnbar machen

Antwort
von Yannickbender98, 78

So viel ich weiß gab es unter dem Reaktor einen Hohlraum, der mit Wasser gefüllt war, dieser musste abgepumpt werden, indem man einen Tunnel dahin gegraben hat. Wäre das nicht rechtzeitig passiert wäre es zu einer extremen Explosion gekommen. Das ist das was ich gehört habe zumindest

Kommentar von Bizaloro ,

Ja das ist richtig nur die Vorstellung dass diese Explosion ganz europa ausgelöscht hätte hat mir angst gemacht. Ich meine es ist ein Reaktor in einem Ort in einem Land , das so einen großen Schaden anrichten kann. Einfach unvorstellbar

Antwort
von NuklearTV, 45

Es war eigentlich eine Nicht-Gefahr. Wie man heute weiß, hat der Brennstoff bereits kurz nach der Explosion die obere Kondensationskammer erreicht. Das hat man daher festgestellt, dass die Ventile unterhalb des Reaktors immer noch Lackspuren haben und durch die Wärme nicht deformiert wurden. Diese Kammer ist auch in den Tagen danach ausgedampft. Das sieht man an der "Rauchfahne", die man aus dem Reaktor die Tage nach dem 26. April 1986 sehen konnte. Es war in Wahrheit Dampf wie man heute weiß.

Was man dann die Tage danach gemacht hatte war, die untere Kammer zu leeren, denn die war noch voll. Wäre der Betonboden dazwischen durchgebrochen, dann wäre diese eventuell schlagartig verdampft. Das hätte womöglich eine Dampfexplosion zur Folge gehabt.

Zur vereinfachten Darstellung empfehle ich Dir dieses Schnittbild von Block-4 anzusehen: http://de.nucleopedia.org/wiki/Datei:Tschernobyl-4_A-A.png

Antwort
von Atoris, 78

Ach die haben doch damals nach dem Unfall erstmal angefangen überhaupt analysen durchzuführen deren Werte weit eine Atombombe abweichen.

Dann kam die erste geschichte und da war abgesehen davon wie schnell Mundpropaganda hier im Netz sich entwickelt über der damaligen Zeit beachtlich das Themen über verstrahltes Essen etc auftauchten bevor sie überhaupt in den Nachrichten erschienen. Zeitgleich wurden berichte ausgestrahlt die von einer Zerstörung ausging die komplett sich auf den totalen Sturz dieser Katastrophe bezog. Das soll laut erzählungen dann drei monate Später gewesen sein. Nach diesen Fall. Und dort wurde dann erwähnt das es schlimmer gewesen worden wäre, wäre das ganze Teil irgendwie explodiert. Da nur ein Teil davon betroffen war.

Inprinzip stimmt die Geschichte soweit.

Nur dass eine zweite Explosion Europa zerstört hätte ist ein bisschen weit hergeholt.

wenn dann ging es um die Strahlung und um die Gefahren die dabei hätten entstehen können.

Antwort
von Steffile, 58

ich glaube ich habe die Doku auch gesehen...

Meiner Meinung nach Quatsch, wenn man bedenkt wie ausserordentlich schwer es ist, Atombomben zu bauen, Kettenreaktion am Laufen zu halten.

Die Vorstellung, dass 5% angereichertes Uranium sich unkontrolliert in eine Multimegatonnen Superbombe umwandelt ist absurd.

Antwort
von ViopadosHD, 81

bei der ersten explosion wurde die Leistung von nr. 3/4 auf die nr. 2/4(3) gesetzt weil 1 für tests deaktiviert wahr

dabei wurden Brennstäbe sehr instabile und es währe fast zur 2. gekommen dazu kommt noch der wind der die Strahlung mitnehmen würde

explosion nr. 2 würde ausserdem eine stärke von 400 000 haben (1 hatte 39 000) und das entspräche einem Fallout von 300 000 km Europa war dazu nicht gerüstet gegen so etwas wie einen Reaktorunfall

Kommentar von mzkzs ,

Wow ganz schön Glück gehabt :) Da kennt sich einer aus Hut ab!:)

Kommentar von ViopadosHD ,

danke freue mich immer wenn man mir das sagt

Antwort
von mzkzs, 92

Der Wind hätte die Radioaktivität zu uns getragen!

Kommentar von MatthiasWW ,

...was ja auch der Fall war...

Kommentar von mzkzs ,

Beim zweiten Mal wäre es aber heftiger gewesen

Kommentar von MatthiasWW ,

Genau.

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