Warum hängt der Glaube der Christen von ihrem Glaube an Auferstehung ab?

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9 Antworten

Deinen Zusatz, ob der Glaube nicht von Gott oder besser von deinem Verhältnis zu ihm, abhängt kann ich voll bejahen.
Für den historischen Jesus, den Mann aus Nazareth, der gekreuzigt wurde, weil er den Mächtigen seiner Zeit im Wege war, war die Auferstehung der Beginn des Lebens mit Gott. (Joh. 11,25).

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Kommentar von Gilgamesh1
30.10.2015, 19:31

Also so, wie ich das verstanden habe ist das dann ja im Prinzip Argument gegen diese "Abhängigkeit" vom Glaube an die Auferstehung. Jesus hat uns ja alles vorgelebt, wie wir es leben sollen. Und da Jesus Glaube ihn wieder auferstehen ließ, kann man sagen, dass der christliche Glaube eigentlich an den Glauben an Gott gebunden ist, was wiederum zur Auferstehung führt (?^^)

Vielen Dank übrigens :)

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Beide Aussagen kann man nicht voneinander trennen, sie gehören absolut untrennbar zusammen. Christen glauben an Gott, an die Wahrheit der Aussagen der Bibel und demzufolge auch an die Auferstehung von Jesus Christus.

Nach der Bibel ist der Weg zur Errettung der Glaube an Jesus Christus und die Annahme seines stellvertretendes Opfers am Kreuz zur Vergebung unserer Sünden.

Die Bibel sagt ganz klar, dass wir alle gesündigt haben in Worten, Gedanken und Taten (Prediger 7,20; Römer 3,10-23). In Römer 7,18-19 schreibt Paulus: "Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich."

Die Konsequenz daraus ist, dass wir es alle verdienen haben, nicht zu einem heiligen, reinen und gerechten Gott kommen zu können: "Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!" (Römer 3,12).

Deswegen ist Jesus stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Ob man das jetzt gerecht oder ungerecht findet, Gott hat diesen einen Weg gewählt (Johannes 14,6), der zur Errettung und zum ewigen Leben führt. Nach Gottes Plan war das notwendig, damit wir gereinigt und geheiligt vor einem völlig reinen und heiligen Gott stehen und das ewige Leben im Paradies erhalten können: "Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde" (1. Johannes 1,7b).

Gott lädt uns ein, Jesus Christus als unseren Erlöser anzunehmen und Seinen Tod als vollständige und gerechte Bezahlung für unsere Sünden zu akzeptieren. Gott verspricht jedem, der an Jesus als seinem alleinigen Erlöser glaubt, dass er gerettet wird und nicht in die Hölle kommt. Der einfache Glaube, auf Jesus Christus als Erretter zu vertrauen, ist der Weg, in den Himmel zu kommen.

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen" (Johannes 5,24).

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

"Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist, und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen" (Hebräer 11,6).

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Kommentar von Gilgamesh1
30.10.2015, 19:59

Danke, sehr guter Text. Hat mir wirklich weitergeholfen :) 

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Hallo Gilgamesh1,

Glaube an Gott, ob mit oder ohne Auferstehung, gibt es in vielen Variationen. Für Christen ist das spezieller. Mit dem Problem hat sich schon Paulus im 1. Brief an die Korinther beschäftigt:

1 Kor 15,12ff

12 Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht?

13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden.

14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.

15 Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden.

16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden.

17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden;

18 und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren.

19 Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.

20 Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.

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Der Apostel Paulus hat diese Frage bereits besser beantwortet als es je einer könnte:

"So aber Christus gepredigt wird, daß er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts?

Ist die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden.

Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.

Wir würden aber auch erfunden als falsche Zeugen Gottes, daß wir wider Gott gezeugt hätten, er hätte Christum auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen.

Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht auferstanden.

Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden.

So sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren.

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.

Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.

Sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt.

Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.

Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: der Erstling Christus; darnach die Christo angehören, wenn er kommen wird;

darnach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt."

1. Korinther 15,12-24:

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Kommentar von Cassie5
29.10.2015, 22:53

Hallo scrutinize! Ich finde es wirklich toll, wie du auf fast jede christliche Frage so ausführlich und bibeltreu antwortest! Weiter so! Gott segne dich für deinen Dienst. Cassie

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Zusätzlich zu den bereits existierenden und teils biblisch gut belegten Antworten versuche ich mich mal daran, Dir eine weniger "geistliche" zu geben, indem ich Dich etwas frage:
Was würde es für einen Sinn machen, an einen Gott zu glauben und IHM im Diesseits in irgend einer Art und Weise "Folge" zu leisten, wenn es nur das Diesseits und nach dem Tod nichts mehr gäbe, worauf das, was wir hier (falsch) gemacht bzw. unterlassen haben, Einfluss hätte? :-)

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Hallo,
praktisch alle Religionen basieren auf der Annahme, daß es ein transzendentes Sein gibt. "Auferstehung" ist nur der gestaltete Begriff dazu, für das "Erwachen" in diesem Sein oder der Übergang von Diesseits ins Jenseits.
Es ist  also kein speziell christlicher Glaube.
Da der "Glaube" der Religionen, die Lehre, das Erreichen des Heilszieles im Jenseits von bestimmtem Verhalten abhängig macht, wäre ohne die Möglichkeit in dieses Heil einzugehen (Auferstehung) die Lehre ja sinnlos.
Gruß Viktor

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Gilgamesh, in Johannis 5:28,29 steht: "Alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, werden seine Stimme hören und herauskommen - die, welches Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts."

Jeder einzelne wird also gemäß seiner Taten gerichtet. Nach welchen Taten? In Römer 6:7 steht: "Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen." Wäre es nicht unfair, jemanden aufzuerwecken, nur, um ihm dem Gericht zu übergeben? Es müssen also Taten nach der Auferstehung sein. Nicht jeder wird sich unter einer himmlischen Regierung wohlfühlen. Der freie Wille besteht auch in dieser Zeit. Für ihn ist dann der 2. Tod.

Ein Christ wird immer an die Auferstehung glauben, sonst ist er kein Christ. Aber schon zu Zeiten des AT glaubten die Israeliten an die Auferstehung.

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in der griechichen kulturperiode wurde die menschliche seele eng an das wirken des physischen körpers gebunden, damit der mensch seine gefühle durch irdische taten befriedigen konnte.


starb der physische körper bekam der entsprechende mensch große angst, das die seele mitsterben könnte und daß er deshalb nicht mehr existieren würde.

deshalb sagte sich der damalige grieche: "lieber eine bettler in der oberwelt, als ein könig im reich der schatten."


durch die auferstehung des christus im christentum wurde den menschen dargestellt, daß die seele nicht mitstirbt, sondern daß sie weiterlebt.

deshalb ist die auferstehung im christentum das zentralste ereignis

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Wo steht das den?

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Kommentar von Gilgamesh1
29.10.2015, 20:33

Ist so ne Behauptung von unserer Reli Lehrerin ^^ Hab mich auch gewundert. 

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