biva1 am 06.03.2009 um 12:45 Uhr
Man hört ja oft, dass eine Frau von ihrem Mann regelmäßig verprügelt wird oder auch oft betrogen worden ist, aber trotzdem ihm verzeiht und bei ihnm bleibt. Ausreden sind oft "weil ich ihn soo sehr liebe", "wegen der Kinder", "er meint es gar nicht so" usw........Aber warum ist das so? Warum können diese Frauen nicht einfach ihren Partner verlassen und sich nicht mehr weiter demütigen lassen?? gibts da Studien?

Problem...
wer jahrelang körperlich und seelisch gedemütigt wird, hat meistens so gut wie kein Selbstbewusstsein mehr und denkt, dass der andere Recht hat, dass man alles falsch macht und nix wert ist.

Das frage ich mich schon seit Jahrzehnten! Ich als Mann, würde nie eine Frau schlagen, das ist "unterste Schublade". In meinem Bekanntenkreis, wo so etwas vorgekommen ist, hat sich in allen Fällen, nie der Mann geändert. Wer einmal schlägt, schlägt immer! Liebe Frauen die ihr betroffen seid, macht lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
rabutz1991 am 6. März 2009 12:51 DH :-)
Nachtflug am 6. März 2009 13:07 Bei mir reicht nur; einmal die Hand erheben, und dann ist diskussionslos Schluss. Aber wie will man das einer Frau klarmachen, die solche "Ausrutscher" verzeiht? Ich finde da leider keine Worte, die wirklich ankommen.

Habe den Fall gerade im Freundinnenkreis, die Beweggründe sind nicht nachzuvollziehen. Trotz massiver psychologischer Demütigung wird geliebt, geduldet, verziehen und sich selbst erniedrigt. Gespräche darüber werden abgebrochen, Hilfe demonstrativ verweigert. ich stehe dieser Sache so hilflos gegenüber.
Nachtflug am 6. März 2009 13:04 Willkommen im Club. Da kannst Du gar nichts machen. Mit gesundem Menschenverstand komme ich nicht weiter und verstehe wirklich nichts.

Dazu fällt mir das Buch ein:
"Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood
Kurzbeschreibung Buch
"Zu sehr lieben" bedeutet sich für einen Menschen bis zur Selbstaufgabe zu verzehren und dieses Bessenheit mit Liebe gleichzusetzen. Man erkennt, daß Körper und Seele leiden, aber trotzdem kann man nicht loslassen. Anhand von mehreren Beispielen weist die Autorin das Phänomen "zu sehr lieben" auf, und zeigt den Betroffenen die Ursachen ihres Handelns auf.
Habe das Buch gelesen - ein absoluter "Aha-Effekt". Vieles wird einem klar, wenn mans liest.

wir hatten erst gestern das Thema diskutiert. Anscheinend sind sie es vom Elternhaus her so gewohnt und denken das muss so sein. (Schade eigentlich)
na vllt steht sie ja drauf. es gibt da so studios, da wird mit kloppe geld verdient
Melek1 am 6. März 2009 12:51 eine wirklich "tolle" Männerphantasie...Daumen runter!
Für solche perversen Spielchen geben wohl eher Männer die Kohle aus.
Klar und Frauen verdienen daran, im nächsten Leben werd ich Frau! Dann Prügel ich die Kerle grün und Blau, und bekomme dafür viel Kohel.
ehr, ja - aber nicht ausschließlich
wuschelgitti am 6. März 2009 12:58 DH!

Die glauben allen Ernstes noch an das Gute in diesem Mann. Ich kenne das leider zuhauf. Er prügelt, sie ruft die Polzei, er trinkt prügelt noch mehr. Er entschuldigt sich, sie verzeiht, nimmt die Anzeige zurück. Er begießt das Ganze ordentlich, sie ruft die Polizei...und ich verstehe nur Bahnhof.
Weil Männer die Frauen gut behandeln, von "manchen" Frauen wohl als Weicheier gesehen werden. Alle anderen Erkärungen sind zu umfangreich, muß bald zur Arbeit. Da gibt es eine Menge Studien zu.

Frauen, die sich verprügeln lassen, leiden meist unter fehlendem Selbstbewußtsein. Sie sind nicht in der Lage, ohne Hilfe von außen, selbst Entscheidungen zu treffen. Viele sind auch finanziell von ihrem Mann abhängig und denken, sie schulden ihren Kindern eine gesicherte Existenz. Andere geben sich ständig selbst die Schuld

frauen die verprügelt werden haben angst vor ihren männern,darum dauert es lange bis sie sich trauen sich zu trennen,manchmal ist leider nach der trennung der terror immernoch nicht vorbei
Nachtflug am 6. März 2009 13:09 Dann geht es oft erst richtig los. Zunächst nur mit Blumen...
Frage ich mich auch. Ist mir aber auch schon so oft aufgefallen. Vielleicht dieses Hilfsydrom. Du wisst auch sehen das Frauen total sentimental werden wenn sie ein Welpen oder ein Baby sehen. Vielleicht glauben sie ja, das sie die Person ändern können mit ihrer Liebe.

Ich sage nur wehren!!! Wenn jemand sein Partner schlägt, dann ist es alles andere alles Liebe! Das zeigt nur wie schwach er ist!
Wie kann ich aber so einen Verhalten verstehen?: Ich treffe einen Man der spricht mich an. Er möchte mich sehen. Er möchte meine Nummer. Er ist viel beschäftigt und hat wenig Zeit (promi) - sehe ich. Er meldet sich aber nicht! Wenn ich mich melde, macht er auch was aus und will mich sehen und freut sich - meine freunde können es auch nicht verstehe, die uns zusammen sehen, die sagen er hat nur Augen für dich. Tja! Es kommt aber nie was von ihm, wenn ich mich nicht melde! Was kann ich machen, damit er sich meldet? Will er, weil er bekannt ist, dass ich mich wie die anderen bei ihm melde, ihn umwerbe? das bin ich nicht. Ich finde das ist auch eine Art des schlechten behandeln s, oder?
Weil A....löcher zum einen interessanter sind als "Softies", zum anderen glauben Frauen unterbewusst, dass gewalttätige Männer "durchsetzungsfähige" Nachkommen zeugen werden. Natürlich liegt es auch am Männlichkeitswahn unserer Gesellschaft.Ich kann allen Frauen nur raten: Wenn ihr schlecht behandelt werdet, dann wehrt euch! Wir leben nicht mehr im Mittelalter.

Das ist wirklich ein Phänomen. Hatte in der Verwandtschaft auch so einen Fall. Kann mir das wirklich nicht erklären.

sie haben angst das sie nachher ganz alleine sind, obwohl sie ja das schicher nicht sind!! angst das sie keinen schutz mehr haben!!

habe mal gelesen, es sind auch oft Verlust und Existenzängste
Das scheint leider so zu stimmen!
Richtig! Frauen die sich so behandeln lassen, wollen so behandelt werden. Sie denken selbst schlecht von sich, denken, nichts besseres verdient zu haben. Betroffene Frauen gehen auch davon aus, dass eine Liebe ohne Leiden keine richtige Liebe ist. Je dreckiger es ihnen geht und je schlechter sie sich fühlen, desto grösser ist die Liebe dem Mann gegenüber. Hart - aber leider Realität. Fängt schon an, wenn ich das Radio anmach - es wird einem oft suggeriert, dass Liebe und Leid zusammengehören.