Frage von LightBall, 100

Warum hält heutzutage keine Ehe oder Beziehung sehr lange?

Es gibt einen bestimmten Namen, die man eine Beziehung zwischen Mann und Frau benennt, nur der fällt mir jetzt gerade nicht ein. Jedenfalls, frage ich mich ob Mann und frau doch nicht dazu bestimmt sind auf ewig miteinander zusammen zu sein. Soviele Beziehung scheiter heutzutage schon bei den banalsten Sachen, aber warum? Warum hält eine Beziehung oder eine Ehe nicht so lange? Was läuft falsch in unsere Gesellschaft?? Was machen wir miteinander Falsch?

Ich muss gestehe, ich habe angst. Angst mich komplett auf einen Menschen zu verlassen, wissend das er mich jeden Tag gegen eine andere austauschen könnte. Ich mache mir jetzt schon sorgen um meine ungeborenen Kids. Was wenn ich heirate, aber paar Jahren später mich scheiden lasse und alleine da stehe, mit Kindern? Was werden aus den Kindern, wenn die Eltern getrennt sind? Sie leiden doch auch sehr darunter.

Ich habe einfach angst einen Menschen die ich liebe und der mich liebt komplett zu vertrauen. Auch i meiner jetzigen Beziehung weiss ich nicht wirklich woran ich bin, weil in der Vergangeheit sehr viele hin und her gab, nach so vielen Jahren.

Was ist eure Meinung dazu.

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Antwort
von Reanne, 99

Man hat nicht gelernt, miteinander zu reden, man hat nicht gelernt, zuzuhören. Jeder beharrt auf seinem Recht oder Meinung, man ist nie bereit, Kompromisse zu schließen. Jede oder fast jee Frau hat einen Beruf, also geht man auseinander mit dem Spruch: ich komme auch ohne Dich zurecht. Früher hat man sich zusammengerauft und dann klappte das auch mit dem Zusammenbleiben bis der Tod uns scheidet. Die Zeiten haben sich geändert, ob zum Guten oder schlechten, mag jeder für sich entscheiden.

Kommentar von Josefiene ,

Da hast du vollkommen recht.

Kommentar von Baltion ,

Heute heißt es bis der Anwalt uns scheidet

Kommentar von Allyluna ,

Ich sehe das etwas anders. Früher waren die Frauen viel abhängiger vom Mann, von seiner Versorgung und der gesellschaftlichen Stellung als Ehefrau. Das ist heute zum Glück nicht mehr so, daher können sich eben Frauen auch "guten Gewissens" scheiden lassen - eben WEIL sie auch alleine zurecht kommen und nicht auf Gedeih und Verderb einem Mann ausgeliefert sind. Der Mann muss also "neuerdings" auch etwas dazu beitragen, dass "frau" bei ihm bleibt. Und das ist eben beileibe nicht mehr die Tatsache, dass er das Geld nach Hause bringt... 

Natürlich ist es so, dass immer beide Seiten geben und nehmen sollten und es 1000 verschiedene Gründe gibt, warum Ehen scheitern - viele wurden ja schon genannt. Aber mich hat dieser Satz "jede oder fast jede Frau hat einen Beruf..." ein wenig stutzig gemacht und zum Nachdenken gebracht. Sicher ist nicht die Berufstätigkeit der Frau der Grund für das Scheitern einer Ehe - allerhöchstens, sollte es denn überhaupt einen Grund in dieser Richtung geben, die Unfähigkeit des Mannes, damit umzugehen.

Antwort
von howelljenkins, 100

meiner ansicht nach liegt das zu einem gutteil daran, dass heutzutage die meisten menschen denken, dass aus verliebt sein automatisch liebe wird und das ausreicht fuer eine ehe.

und verheiratete paare denken haeufig, dass sie etwas falsch machen, wenn sie nicht mehr total verknallt sind ineinander und dann vielleicht doch nicht zusammen passen.

frueher wurden ehen zweckmaessiger geschlossen. man wollte eine familie und ein zu hause, also hat man geheiratet und kinder in die welt gesetzt. wenn man sich sympathisch war, genuegte das. die geringeren erwartungen an die romantik fuehrten auch zu weniger enttaeuschung. ehen waren pragmatischer und daher auch besser geeignet, um kinder grosszuziehen. 

heutzutage wird viel zu viel wert auf das verliebt sein gelegt, auf grossartigen sex und perfekte romanzen. das ist zur familiengruendung weder noetig noch sonderlich hilfreich.

Kommentar von Josefiene ,

Das liest sich ja gerade so als wurden früher keine Ehen aus Liebe geschlossen.

Kommentar von howelljenkins ,

vielleicht hat man liebe auch einfach nur anders definiert.

und ausnahmen gibt es sowieso immer. aber nach meiner auffassung sind frueher verhaeltnismaessig wenige ehen gegruendet worden, weil die leute so irre verknallt ineinander waren. 

Kommentar von Josefiene ,

Dann gehöre ich zu den Wenigen.

Kommentar von Allyluna ,

Stellt sich ja jetzt die Frage, was mit "früher" überhaupt gemeint ist... Ich würde tippen, dass howelljenkins eher ein "früher" meinte, von dem keiner hier noch live berichten könnte. 

Antwort
von realsausi2, 63

Es gibt im Leben keine Garantien. Das war früher nicht anders als heute.

Aber wir haben die Möglichkeit, aktiv unser Leben zu gestalten. Ich bin mit meiner Frau jetzt 20 Jahre zusammen uns seit 6 Jahren sind wir verheiratet.

Wir waren schon mal voher zusammen für ein paar Jahre. Das ist 35 Jahre her. Ein Zufall hat uns wieder zusammengeführt.

Meine Mutter hat meinen Vater kurz vor der Silberhochzeit verlassen. Und gerade Silberhochzeit mit ihrem "neuen" Gatten gefeiert.

Meine Oma mütterlicherseits hat im Altenheim einen Mann kennengelernt und noch 20 Jahre mit ihm zusammen gelebt.

Mein Opa väterlicherseits hat nach dem Tod seiner Frau mit fast 80 Jahren seine Jugendliebe wieder getroffen und sie geheiratet. Fast 10 Jahre hatten sie miteinander.

Das Leben geht seltsame Wege.

Aber ob eine Beziehung Bestand hat, hängt halt immer von Zweien ab. Jeder muss seinen Teil beitragen. Vertrauen ist allerdings die Basis. Und dieses muss man immer als Vorschuss vergeben.

Natürlich kann Vertrauen enttäuscht werden, aber es ist immer falsch, dies als Prämisse anzunehmen.

Es geht solange gut, wie es geht und dann geht es weiter. Irgendwie. Immer.

Es gibt Menschen, mit denen haben wir bessere Chancen, dass es dauerhaft klappt. Aber den muss man erst mal finden. Hierfür muss man aber eben auch suchen. In den seltensten Fällen ist hier der erste Versuch schon der richtige. Also liegt es in der Natur der Sache, dass Beziehungen zum Anfang des Lebens nicht auf Dauer eingestellt sind.

Wer nun den Fehler macht, zu früh zu heiraten, gerät in eine schwierige Situation. Das sollte man vermeiden. Also erst mal probieren, kennenlernen, trennen, wieder suchen, verbinden, trennen.  weiter geht´s.

Dies ist ein Prozess, der manches Mal über schmerzhafte Klippen führt. Aber nur so kann man sich dem Ziel nähern.

Antwort
von mamaundkind, 38

Dann gebe ich meine Meinung auch noch dazu. Ich denke, auch heute gibt es durchaus noch Ehen, die viele Jahre/Jahrzehnte gut geführt werden. Wir dürfen nächstes Jahr auf 40 Jahre Ehe zurückblicken. Es war nicht immer eine einfache Zeit und es gab einige Gründe, die Ehe aufzulösen. Wir haben uns immer wieder gefunden und zusammengeblieben. Heute steht gegenseitiges Vertrauen an erster Stelle.

Viele denken aber heute nur noch an sich selbst. Es gibt nur noch wenige, die an ein Wir denken. Früher sind die Leute nicht so schnell auseinandergegangen wie heute, sie haben sich wieder zusammengerauft. Die Gründe seien mal dahingestellt, aber sie gaben sich die Mühe, es gut zu machen und auch lebenswert.

Antwort
von Josefiene, 76

Warum hält heutzutage keine Ehe oder Beziehung sehr lange?

Es gibt auch heute noch Ehen die ewig halten. Warum heutzutage viele Ehen geschieden werden, liegt meiner Meinung nach daran das man heutzutage zu wenig um den Erhalt der Ehe kämpft. Ein zweiter verantwortlicher Punkt dafür ist das vermutlich zu wenig miteinander geredet wird.

Antwort
von leucos91, 81

Viele Missverständnisse könnten sofort geklärt werden, wenn man sich zusammen an einen Tisch setzt und darüber spricht und zuhört. Kommunikation ist in einer Beziehung ebenso wichtig wie Vertrauen. Aktivitäten und Hobbys kann man auch getrennt machen, nur weil man in einer Beziehung ist, heißt das nicht automatisch das man alles zusammen machen muss. Du musst dich auf niemanden verlassen, am besten du bleibst ein selbstbestimmter und eigenständiger Mensch in einer Beziehung. Ihr seit zwei individuelle, ganze Menschen und keine Junkies die voneinander abhängig sind. 

Antwort
von abendleserin, 75

Oh das kann viele Gründe haben. Unter anderem liegt es oft daran, dass ein Teil der Beziehung als sehr selbstverständlich gesehen wird

Antwort
von NoxNox1109, 67

Hoffentlich bist du nicht meine Freundin xD 

Aber deine Angst ist berechtigt in der heutigen Gesellschaft, wo du per Soziale Netzwerke binnen Sekunden ein neues  Date finden & dich neu verlieben kannst. 

Aber ich denke das es nicht nur daran liegt , sondern auch an der heutigen Einstellung des Menschen.

 Wir leben ja quasi um zu Arbeiten und von Jahr zu Jahr wird es schwieriger die Zeit für seine/n Liebste/n zu finden. Finanzhaushalt geht halt vor. Es ist eine schwierige Frage, die denke ich mal jeder Mensch hat.  Aber wichtig ist meiner meinung nach nicht zu wissen woran man ist, sondern zu wissen wer man sein will.

 Bist du ein Mensch mit vielen Ängsten, stehst du dir selbst immer irgendwo im Weg. Du kannst dich dieser Angst nur stellen oder dein Leben so planen, das niemand dir angst machen kann. Aber leider gehört die Verlust Angst zum Leben dazu und ohne sie würden wir nicht wissen was Glück bedeutet. 

Man sollte das schätzen was man im Leben bekommt.

Wo wären wir jetzt wenn nicht da wo wir sind, vllt besser....vllt aber auch nicht.  Komische Einstellung von mir, doch ich finde man lebt nunmal besser wenn man alles auf sich zukommen lässt (ohne Angst)  Man lebt nur einmal also warum sich den Kopf darüber zerbrechen was in 10-20 Jahren sein wird? 

Das wichtigste werden früher oder später sowieso deine Kinder sein & du bist eine starke Frau wenn du es alleine geschafft hast. 

Es gibt Paare die sich  auch zu 100% sicher waren & trotzdem getrennt leben...naund

Ich sage dir ...Vertrauen braucht Zeit und wenn du nach 1-2 Jahren immernoch ängstlich bist.  Rede mit ihm oder beende es.

irgendwann kommt dieser Mensch de, du auf anhieb vertrauen kannst & der dir deine Sorgen nimmt :) 

 

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