Uns wurden sogenannte Zero Bonds empfohlen (Nullkuponanleihen) um die Zinssteuer zu minimieren. Was wir noch nicht verstehen: Warum ist diese Art der Anlage risikoreicher, was eine mögliche Zinsentwicklung betrifft? Wer kann helfen?

Hallo Stephanie,
Der Zero Bond ist abgezinst. Heisst, die Zinsen die in Zukunft gezahlt werden sind im Kurs verrechnet. Wenn ihr den Zero Bond bis zum Endzeitpunkt behaltet könnt ihr anhand des jetzigen Kurse bereits die Verzinsung berechnen, da ihr (solange der Schuldner nicht hops geht)genau 100 % ausbezahlt bekommt. Solltet ihr aber noch während der Laufzeit verkaufen, können Marktzinsänderungen sich auf den Kurs auswirken und somit könntet ihr zu dem Verkaufszeitpunkt eine andere (Schlechtere oder bessere) Rendite bekommen. Wichtig: unsere Steuergesetze ändern sich zur Zeit ziemlich schnell und wahrscheinlich müsst ihr den Kurs-Gewinn zum Ende der Laufzeit versteuern. Wenn zu diesem Zeitpunkt ein niedrigerer Steuerwert besteht (z.B. weil man Pensioniert wurde) kann sich die Steuerverschiebung positiv auswirken. Wie die Versteuerung der Zero Bonds aussieht ist eine zweite Frage Wert.

Bei steigenden Zinsen wird der Kurs von Zerobonds überproportional sinken, bei sinkenden Zinsen umgekehrt.
Das hat aber für Dich nur dann Auswirkungen, wenn Du die Bonds vor dem Ende der Laufzeit verkaufen willst, denn der endgültige Rückkaufpreis liegt ja fest.

Nach aktuellem Recht der Abgeltungssteuer müssen auch Erträge aus Zerobonds versteuert werden.
Danke klasse Antwort bbq33