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Warum haben Zeitarbeiter so viel Angst um Ihren Job, das sie sich alles gefallen lassen?

gefragt von TonicaTonica am 10.01.2008 um 6:35 Uhr

ich versteh die Welt nicht mehr. Als Zeitarbeiter verdien ich grade soviel, das ich nicht mehr auf Harz angewiesen bin. Das ist auch schon alles.Aber meine Kollegen sind auch noch Stolz darauf,machen 3 Schichten hintereinander( die fahr ich nicht in die 4.Schicht).Mein Chef möchte gerne das ich das mache, aber das mache ich das nicht.Ich habe das Gefühl, das niemand das Arbeitsrecht kennt, und sich mal traut, dann auch nein zu sagen. Warum? Wir haben doch nichts mehr zu verlieren. L.G.


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Knowledge
beantwortet von Knowledge am 10. Januar 2008 06:41
16x
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Weil viele kleine Zeitarbeits-Unternehmen die Leute gleich von der Agentur für Arbeit rekrutieren. Die Leute waren in der Regel schon länger arbeitslos und haben eine Heiden-Angst, wieder in die Arbeitsalosigkeit zurückzufallen. Man nutzt die Notlage der Menschen aus; und die wiederum sind dann sehr duldungsfähig (in kleineren Zeitarbeits-Unternehmen gibts auch keinen Betriebsrat).

Kommentar von Simple_avatar5smallTonica am 10. Januar 2008 06:43

den versuch ich ja grade zu gründen. Aber ich stoße nur auf Angst. L.G.

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 10. Januar 2008 19:28

Finde ich gut. Meine Unterstützung hast du.


Wenne
beantwortet von Wenne am 10. Januar 2008 07:59
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Manche Zeitarbeitsfirmen erinnern mehr an modernen Sklavenhandel!

Sie nützen schamlos die Notlage der Beschäftigten (nachfolgend Sklaven genannt ;-) ) aus. Deren Angst wieder in die Arbeitslosigkeit zu fallen und Hartz4 zu beziehen.

Die Sklaven lassen sich in dieser Lage viel mehr gefallen und es werden schon mal das eine oder/und andere Gesetz übergangen.

Klar wäre es sinnvoller die Sklaven würden sich zusammentun und gegen ihre Sklavenhändler vorgehen.

Der ist es ja der sich mit der Arbeitsleistung von ihnen dumm und dämlich verdient.

Aber da es immer wieder genug Leute gibt die lieber Unrecht dulden und ein paar wenige Euro mehr haben als wenn sie zum Arbeitsamt müssten wird es wohl auch weiterhin so laufen.

In Deutschland ist man doch nur gut angesehen wenn mann Obrigkeitshörig ist und zu allem Ja und Amen sagt. Ein Ruck wie damals in der ehemaligen DDR und den Montagsdemonstrationen ist im wiedervereinigten Deutschland weder zu spüren noch irgendwo abzusehen. :-(

Was hier im kleinen, dem modernen Sklavenhandel, beginnt setzt sich doch überall fort. Sobald man nicht zur gehobeneren Klasse gehört ist man doch nur der Ars...!

Der kleine Mann (oder auch Frau) hat bei uns keine Lobby mehr. Weder in der Wirtschaft noch in der Politik.

Warum gibt es wohl noch keinen richtigen Tarifvertrag für Leiharbeiter? Warum sträubt sich die Wirtschaft noch mit viel Erfolg gegen Mindestlöhne in den meisten Bereichen? Warum werden für den normalen Bürger Steuer- und Abgabenlast immer höher während sich Firmen und Konzerne ihre Gewinne immer mehr vermehren? ...

Mit kurzen Worten:

Die modernen Sklavenhändler nutzen dies und schüren hingegen noch mehr die Angst ihrer Sklaven vor noch mehr Verarmung. Sie wissen dass, vieleicht nicht alle, aber der große Teil, dann alles mit sich machen lässt.

Kommentar von Simple_avatar10smallradar74 am 10. Januar 2008 08:09

Wahre Worte. Genau so schaut es aus.

Kommentar von Simple_avatar5smallTonica am 10. Januar 2008 08:12

Ja, ich geb Dir RechtAber wenn ich einen Zettel nehme und alles bis zur Rente durchrechne, brauch ich einen ordentlichen Job, oder ich muß nich losgehen.Unter diesen Bedingungen verstehich das nicht. L.G.

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 10. Januar 2008 09:26

@Wenne DH: Und unsere Regierung tut sich so schwer, weil ja die Arbeitsosenquote über Erfolg oder Mißerfolg mit entscheidet. Jeder Sklave der Zeitarbeitsfirmen fehlt in der Arbeitslosen-Statistik - also immer mit der Ruhe ....

Kommentar von 80cfd8fe29e38b8f9441001867ad5841smallWenne am 10. Januar 2008 09:37

Die Arbeitslosenzahlen die uns aufgetischt werden sind ja nur Makulatur!

Jeder Greingverdiener und 1-Euro-Jober taucht ja da nicht mehr auf.

Aber dass es viel mehr Leute gibt die mit harter Arbeit nicht einmal genug zum Leben haben, das wird uns verschwiegen.

Wobei das ja ein offenes Geheimnis ist. ;-)

Kommentar von C0262a824ba615ade1665c9a7dde9961smallauchmama am 10. Januar 2008 10:11

Genau meine Rede.....nur lachen tun die, die am längeren Hebel sitzen. Möchte NICHT Mäuschen spielen, wenn die auf ihren Versammlungen über das Volk ablästern :-(


notredame
beantwortet von notredame am 10. Januar 2008 11:49
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Sklavenhandel ist das richtige Wort und Statistiken kann man ändern in dem man einfach verschiedenste Geringverdiener aus der Statistik nimmt. Somit haben wir glänzende Arbeitslosenzahlen welche für die nächsten Wahlen von großer Bedeutung sind. Das kennen wir doch alle! Es ist doch nichts Neues! Und warum regen wir uns auf was Andere machen oder versäumen! Wir, ja nur wir können unsere Situation verändern und zwar um 100 %! Nur wir müssen es auch tun! Es nützt nichts nur zu jammern, verändern, sich selbst verändern würde was verändern. Doch wenn etwas angeboten wird, wird meist sofort abgelehnt ohne sich darüber schlau zu machen. Paradox!! Wir haben es selbst in der Hand nur müssen wir offen für Möglichkeiten werden, dann klappt das auch. Wir als Team haben uns gerade deshalb zu einem Netzwerk zusammen geschlossen um diese Situation zu verändern. Wir können im Netzwerk das verdienen was wir erreichen wollen, alleine durch unseren Fleiß und unserer Ausdauer und sind unabhängig von Arbeitgebern oder Politik. Nur wir müssen uns verändern wollen. Wer ist bereit dazu?


heidekasper
beantwortet von heidekasper am 10. Januar 2008 09:00
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Ich habe einige Zeit als Zeitarbeiter gearbeitet und nie Angst gehabt auch mal nein zusagen! Habe die Zeitarbeit genutzt um den Einstieg in einer Festeinstellung zubekommen, was mir nach 1,5 Jahrigen Tätigkeit für ein und dieselben Firma auch gelungen ist. Arbeite dort jetzt schon 2 Jahre, mit allen Vorteilen die ein Job ohne Zeitarbeitsfirma so mit sich bringt


anonym
beantwortet von napalm9 am 10. Januar 2008 13:14
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zeitarbeit ist die moederne form von sklaverei... nachdem sich die zeitarbeitsunternehmen einen tarifvertrag zugelegt haben... natürlich wieder nach ost und west geteilt, versuchen diese jeden neuen mitarbeiter, egal welche kenntnisse dieser hat mit dem mindestlohn einzustellen... verkauft wird man jedoch recht oft, seinen kenntnissen und fähigkeiten entsprechend. warum man angst hat seinen job zu verlieren? gute frage.... die angst habe ich auch wenn ich nicht bei einer ZAF arbeite. gefallen lassen muss man sich auch nicht alles... es gibt die möglichkeit vor dem BAG klage einzureichen. der verlust eines schlecht bezahlten jobs bei einer ZAF ist meiner meinung nach ein schritt in die richtige richtung....



anonym
beantwortet von kingkong am 13. Januar 2008 19:01
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Sklavenhandel trifft es genau. Ich arbeite im Moment auch für eine Zeitarbeitsfirma, und das auch zwangsrekrutiert.Für gerademal 7 Euro schuffte ich mir den Buckel krumm. Weil ich die Arbeitsstelle annehmen mußte geht mir jetzt die versprochene Auffrischung in meinem erlernten Beruf durch die Lappen, und da wo ich jetzt als Leiharbeiter tätig bin fühl ich mich unterfordert.


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