Frage von liebe9, 40

Warum haben wir die (meisten) einfach kein bock zu lernen? Oder kein bock Weiterbildungen abschliessen? Obwohl man dass im Leben gut gebrauchen kann...?

Warum haben wir nicht die Motivation Chef zu werden?
Warum wollen wir nicht noch mehr kohle verdienen? Liegt es dass wir keine motivation haben? Oder einfach kein bock? Was meint ihr?

Antwort
von marcussummer, 13

Die Faulheit ist eine für unsere Gesellschaft ganz wichtige Triebfeder, deren Einfluss man nicht unterschätzen sollte. Sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. Ohne diese Triebfeder säßen wir wahrscheinlich heute noch auf den Bäumen, weil das Jagen und Braten der Beute so anstrengend ist. Die der Faulheit entspringende Suche nach technischen Lösungsmöglichkeiten für anstrengende Probleme führt zu Erfindungen wie Rad, Metall oder Elektrizität, die uns das Leben als Gesellschaft vereinfachen.

Warum einzelne oft die Faulheit nicht überwinden können? Nun ja, das ist eine Frage der Alternative: Wenn ich eigentlich alles habe was ich brauche, steht der Aufwand für das "mehr" etwas zu tun, rein subjektiv nicht in einem angemessenen Verhältnis.

Antwort
von AnReRa, 6

Also ich würde das nicht pauschalisieren.
Aber in Zeiten von Internet & Co ist es halt so, dass  die breite Masse über ein weitreichendes Kommunikationsmedium verfügt und sich natürlich jede Menge 'Gleichgesinnter' finden lassen die gemeinsam jammern.
Wozu einen richtigen sauberen Brief schreiben, wenn doch der Kommunikationspartner - auf gleichem Niveau - keinerlei Ansprüche stellt.
Muss man dann - z.B. bei einer Bewerbung - auf einem anderen Niveau schreiben geht das eben häufig schief ...

Es ist eben auch viel einfach geworden über diejenigen her zuziehen, die im Leben wirklich was geleistet haben - welche Entbehrungen diese Personen dann hinter sich haben wird dann schnell vergessen. (Ich rede jetzt natürlich nicht von den Familienclans, wo die Führungspositionen sowieso vererbt werden).
Diese Masse wird zudem auch gerne von der Politik angesprochen, weil das potentielle Wähler sind, die man - meist recht einfach - mit vordergründigen Wahlversprechen ködern kann (auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel)

Andererseits ist aber auch der Anspruch an den Einzelnen gewachsen.
Und wenn man vom Elternhaus schon mit der Einstellung "Das schaffst Du eh nicht" auf die Welt losgelassen wird, dann kann das eben nichts werden.
Umso wichtiger ist es dann, sich selber zu motivieren.
Wo es früher reichte, eine gute Ausbildung zu machen um gut durchs Leben zu kommen bist Du heute quasi gezwungen ständig weiter zu lernen um aus der Masse heraus zu ragen.  Dieser Paradigmenwechsel muss aber im Elternhaus ge- bzw. erlernt werden. Nur das die Eltern das ihrerseits u.U. nie selber gelernt haben. Deshalb geht die Schere immer weiter auseinander und es wird immer schwieriger diese Kluft zu überspringen ...




Antwort
von takeontheworld, 7

Warum habe ICH keine Motivation? Wir kannst du nicht beurteilen also solltest du solche Fragen auf deine Person bezogen stellen.

Liegt zum einen an unserem Schulsystem wo einer vorne steht und dir Stunden lang was erzählt ohne dabei dein Interesse oder deine Mitarbeit zu haben. Wenn wir Lehrer hätten, die ihre Schüler mitreißen mit dem was sie machen würden viele Menschen motivierter sein, ich auf jedem Fall. Deswegen habe ich mich auch aus dem System zurück gezogen, denn dort wirst du klein gehalten. Dir wird beigebracht wie du als guter Angestellter arbeitest und nicht das machst was du gut kannst und was dich begeistert.

Antwort
von Grimwulf78, 8

Lernen funktioniert am Besten wenn man dem Schüler Raum gibt, sich die Themen und die Wege sich diese Themen zu erschließen, selbst zu suchen (ggf unter Anleitung - Mentor / Tutor) 

Wir hingegen geben die Lernwege starr vor und lenken unsere Schüler mit den Mitteln von Strafe und Belohnung durch diesen engen Korridor, nur weil die Wirtschaft zu bequem ist den Menschen individuell zu betrachten und stattdessen international messbare und vergleichbare Nachweise des Erlernten verlangt, sogenannte Bildungsabschlüsse, mit denen sie dann ihre Bewerbermanagementsoftware füttert.

Darüber wirst Du dann auf dem Arbeitsmarkt definiert und wenn Du so RICHTIG doof bist, dann definierst Du Dich selbst als Mensch auch noch darüber.

Chef sein funktioniert auch nicht wie ein normaler Angestelltenjob. Du bist für Belange der Firma immer erreichbar und in Kategorien wie: "Ich hab jetzt Feierabend!" denkt ein Geschäftsführer oder gar ein Inhaber nicht. Familie kommt auch oft an zweiter Stelle. Das muss man mögen.

Antwort
von Gustavolo, 13

liebe:

Der eine begnügt sich zeitlebens als Erntehelfer oder Schafshirte, der andere wiederum möchte möglichst noch gestern die Veranwortung des Vorstandsvorsitzenden einer kerngesunden Großbank übernehmen.

Danach richten beide die ihnen gebotenen Möglichkeiten einer Weiterbildung aus.

Übrigens: Gefragt, was sie in ihrem bisherigen Leben am meisten bereuen antworteten die meisten, nicht genügend Bildung erworben zu haben. Warum wohl?

Antwort
von Lynx77, 13

Ich habe da jetzt zwei spontane Einfälle, was oft gegen das Lernen bzw. eine Weiterbildung spricht:

  1. Wenn man im Allgemeinen zufrieden ist, muss man oft einfach nichts ändern. Eine Weiterbildung frisst Zeit, die man in irgendeiner Weise opfern müsste. Oft wird einem das erst Wert, wenn man hofft im Anschluss zufriedener zu sein und sich dieses Opfer irgendwie bezahlt macht.
  2. Lernen macht nur Spaß, wenn für einen das Thema interessant ist. Ich weiß noch wie früher meine Chemie-Note mal abrutschte, weil wir von Elementenlehre zu Säuren und Laugen umgestiegen sind. Ich fand die einzelnen Elemente und ihre Eigenheiten immer super interessant und beteiligte mich entsprechend, habe sogar das Kapitel in der Schullektüre schon vorher durchgelesen, weil mich das so interessierte. Säuren und Laugen fand ich hingen ziemlich langweilig. Bis auf das Grundwissen wollte ich echt nicht mehr damit zu tun haben :P

Allerdings muss ich auch sagen, dass es bei mir so ist, dass die Themengebiete, die ich interessant finde, ständig wachsen. Als Jugendlicher interessierte ich mich eigentlich für recht wenig und musste mich entsprechend zum Lernen echt zwingen.

Antwort
von Selfmadepro91, 4

Wieso sollten die Menschen motiviert sein ? Die meisten gehen einer Arbeit nach, die sie nicht mögen. Mit den Arbeitskollegen, Arbeitszeiten, Vergütung, Urlaub etc. ist es doch nachvollziehbar, dass die meisten nicht wollen.

Heute reicht es nicht nur zu studieren oder eine Weiterbildung zu machen. Man muss sich selbst verpflichten, sein Leben lang zu lernen und sich zu verbessern. Es gibt heutzutage so unendlich viele Möglichkeiten, sich ein zusätzliches Standbein aufzubauen und dazu ist nicht mal ein handwerklicher Beruf nötig!

Schau dich mal im Internet um, nach rentablen Möglichkeiten online Geld zu verdienen ;)

Antwort
von Kleckerfrau, 16

Wer ist wir ?

Ich kenne niemanden der sich nicht weiter bilden will, wenn er die Möglichkeit dazu hat.

Kommentar von liebe9 ,

Fast Jeder hat die möglichkeit sich weiterzubilden.

Antwort
von kevin1905, 4

Chacun à son goût

Antwort
von Roland59, 15

alles eine frage der motivation

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