circel1 am 06.01.2009 um 20:11 Uhr
Weiß dazu jemand eine plausible Antwort..

Der Laerdaltunnel in Norwegen ist mit 24,5 Kilometern der zurzeit längste Strassentunnel der Welt, knapp eine halbe Stunde braucht man im Auto, um ihn zu durchqueren. Müsste man einen solchen Tunnel kerzengerade durchfahren, ist das Risiko extrem hoch, dass der Autofahrer den gefürchteten "Tunnelblick" entwickelt. Ähnlich wie ein alkoholisierter Mensch am Steuer nimmt er dann die Randbereiche der Strasse nicht mehr wahr. Ausserdem verarbeitet das Gehirn alle visuellen Informationen langsamer, der Fahrer kann sich schlechter konzentrieren, wird müde und riskiert einzuschlafen. Das ist der Hauptgrund, warum vor allem längere Tunnel fast immer "kurvig" gebaut werden, auch wenn der Bau dadurch kostspieliger wird. Oft gibt es eigens vor dem Tunnelende noch eine Extra-Kurve: Sie soll die Blendung des Autofahrers durch Tageslicht beim Ausfahren verringern. Kurven am Ein- sowie Ausgang erfüllen darüber hinaus einen praktischen Zweck: Sie schützen den Tunnel vor Frost und damit vor vorzeitiger "Alterung". Übrigens haben grössere Bergtunnel auch fast immer eine Steigung: Bis zur Mitte geht es leicht aufwärts, danach wieder runter. Grund: So kann das Wasser aus dem Tunnel besser ablaufen.
es gibt auch genug strassentunnel, die sich nicht in einem kurvenverlauf befinden. Die Trassierung der Strecke ist das eine, der Tunnelbau das andere Thema.
uii, da kennt sich aber jemand aus ;-)
Super Erklärung - DH!
Super Antwort, DH!
Klingt alles sehr logisch! Toll erklärt! DH!
Merci, für die aufschlußreiche Antwort!
Na das ist ja mal`ne Ansage