Frage von CaptainSuncake, 286

Warum haben so viele deutsche Muttersprachler ein Problem mit dem ck bzw. k in Wörtern (Hacken, eckelhaft, usw.)?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von asiawok, 50

Echt super

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für deutsch, 69

Du hast schon recht. In den meisten Fällen ist deutsche Rechtschreibung einfach. Vielen ist es scheinbar heutzutage scheinbar einfach egal wie sie schreiben, anderen wurde es vielleicht nie richtig beigebracht.

ekelhaft / Ekel: nur "k" da vorher ein langer Vokal

einen Haken machen: langes "a" > nur "k"

Holz hacken: hier "ck" da kurzes a

__________________________________________________________

Auch das leidige "das/dass" Problem ist mit der richtigen Erklärung sehr einfach in den Griff zu bekommen. Man sieht es hier auf GF aber zu 80% falsch geschrieben.7

usw.

Antwort
von Elfi96, 100

Sie haben diese Probleme, weil sie zu wenig in lektorierten Printmedien lesen. Tageszeitungen sind auch nicht mehr ein Garant für die korrekte Anwendung der deutschen Sprache.  Und bei dem Geschreibsel auf WhatsApp, Facebook und Wattpad schauen die wenigsten User auf die korrekte Schreibweise. LG 

Kommentar von Wurzelstock ,

ebent ;-)))

Kommentar von Entchen2 ,

hi hi hi. Ebent.

Kommentar von Wurzelstock ,

Dieses 'ebent' hört man inzwischen sogar in den Fernsehreportagen. In einigen Jahrzehnten ist das Ursprungswort 'eben' in Vergessenheit geraten.

Ich kannte sowas nur aus der Sprachgeschichte. Es zu erleben ist faszinierend.

Kommentar von earnest ,

so isses. leida.

Kommentar von ilknau ,

Ebent, Senft, öfterst hört man of im süddeutschen Sprachraum bis rein ins Hessische

Kommentar von Wurzelstock ,

Ilknau - Du hörst es überall. Es geht auf einen Fernseh-Sketch in den 80er Jahren zurück.

Der Kunde in der Metzgerei: "Ich hätte gerne 1 Pfund Nackent."

"Was bitte?"

"Das da! - 1 Pfund Nackent!"

"Ach Sie meinen Schweinenacken!"

"Ebent"

Es war ein durchschlagender Erfolg, und machte im Nu die Runde.

Kommentar von adabei ,

Im süddeutschen Sprachraum sagt kein Mensch "ebent". Das scheint mir eher aus dem Raum Berlin zu kommen.

Kommentar von Wurzelstock ,

Nein, Mainz-Lerchenberg. Kam vom ZDF.

Kommentar von ilknau ,

@adabei, das war auf Senft bezogen.

@Wurzelstock

Unterstell mir mal nix mit dem unseligen Ebent.

Ich höre es eben nicht überall sondern nur von einer Hessin auf Job, kenne es weder aus hohem Norden noch aus ganz Ostdeutschland, und dort gab es teils schon Ende der 80er Antennengemeinschaften, die West- TV hatten.

Antwort
von Metryk, 87

Da wird in der Schule einfach zu wenig Wert darauf gelegt, ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und Schüler in der Klasse, die nicht einmal die richtigen Artikel für manche Wörter kennen (die Auto), von der Rechtschreibung ganz zu schweigen.

Lieber lässt man uns Gedichte und Kurzgeschichten von irgendwelchen Hanseln interpretieren 😁

Antwort
von suziesext07, 41

das hat vermutlich nicht zu tun mit 'Muttersprachler', sondern mit mangelhafter Schulbildung, und geht ja noch viel weiter - Stilistik, Grammatik, Idiomatik: zb das selbe oder das gleiche? Dieses/Jenes.

Leider sind die Massenmedien bei uns auch kein vorbildliches Korrektiv mehr, sondern verwenden verschlamptes Deutsch, sei aus aus tatsächlicher Unbildung oder oft auch als witzig gemeintem Falschgebrauch.

Kommentar von CaptainSuncake ,

Also nicht, dass ich diesen Fehler verzeihen würde, aber der beliebte dass-das Fehler leuchtet mir da schon eher noch ein. Bei der ck-Sache ändert sich ja die Aussprache des ganzes Wortes. Das müssen doch auch Ungebildete verstehen.

Antwort
von XHeadshotX, 124

Es gibt Haken und Hacken - du kannst also die Hacken an die Haken hängen. Oder die in die Hacken fahren lassen in der Schlange im Supermarkt. Es gibt die Ecke und es gibt Ekel. Sicher schlägt da auch öfter die Autokorrektur zu bei solcher Art von Fehlern.

Antwort
von ilknau, 37

Ja, ja, CaptainSuncake

der Haken dabei ist,

Deutsch hat viele Kanten und Ecken.

Hat man sich nicht im Unterricht drum

gwandten,

kommt man gern zu Schanden.

Manchem hat der Lehrer nicht gestanden

oder 's Umfeld gar, das nicht dran interessiert war.

Anderen gar plagt Legasthenie,

dass er 's ohne Hilfe nicht bekommt hin.

LG, :-)

Antwort
von engelsliebe, 92

Die mutersprache lernt man zunächst uber das hören und nachamen da hört man kaum unterschied zwischen ck und k 

Außerdem gibt es die ältere generation die noch ganz anderst geschrieben hat

Dann gibt es noch menschen die eine leserechtschreibschwäche haben oder auch leseverstehschwäche

Kommentar von Wurzelstock ,

Engelsliebe - soviel Legastheniker kann es garnicht geben!

Auch die Unsicherheit, die durch die Rechtschreibreform bei der älteren Generation entstanden ist, erklärt nicht das Kauderwelsch, das manchmal nicht zu verstehen ist. An diesem Punkt verliert die Schrift als Kommunikationsmittel endgültig ihren Sinn.

Als Argument lasse ich gelten, wenn jemand eine andere Muttersprache als Deutsch hat. Doch gerade dann ist doch wenigstens die Satztrennung durch Interpunktion ein Verständigungsmittel.

Fügt man noch die Tücken eines ramponierten Keybords hinzu, so kommen sicher mehrere Ursachen zusammen, die oft zu einen zusammengeraspelten Gedankensalat führen, an dem nur noch Essig&Öl fehlt.

Deshalb ist es mir völlig unverständlich, dass die Schullehrer den Orthographieunterricht weitgehend aufgegeben haben, statt ihn aufzuwerten. Das scheint mir der wichtigste Mangel zu sein.

Kommentar von engelsliebe ,

Gut das du ein argument gelten lässt aber das hab ich nicht genommen😂👍

Kinder lernen auch sprechen über das hören!

Das könnte ein mangel sein

Kommentar von Wurzelstock ,

Engelsliebe, ich kann nicht erkennen, worauf Du hinauswillst. Das lernende Kleinkind hört keine Orthographie, sondern Laute.

Erst später lernt es separat(!) ob es diesen Laut mit 'k', 'ck', 'cc', 'cch' oder 'qu' wiedergeben muss.

Kommentar von engelsliebe ,

Genau und manche schaffen das halt nicht 

Nicht weil sie zu dumm sind sondern weil es nicht gefördert wird und die lehrer heutzutage nicht auf jedes kind individuell zugeht sondern eine allgemeinheit da ist

Kommentar von earnest ,

Bei aller Engelsliebe, aber: Wer hört denn NICHT den Unterschied zwischen "Haken" und "Hacken"?

Kommentar von engelsliebe ,

Dann frag mal die kindergarten kinder oder die grundschüler! Die werden dich fragend anschauen!

Kommentar von Wurzelstock ,

Einer meiner Übungen im zweiten Schüljahr lautete: "Gestern fiel Schnee. Viel Schnee!"

(Ich habs damals aus Trotz verkehrt geschrieben :-)

Kommentar von engelsliebe ,

Du hast es vielleicht aus trotz so geschrieben andere weil sie es nicht können da sie es nicht begreifen

Außerdem gibt es viele legasteniker und nicht nur die

Die probleme der menschheit krankheiten usw werden eh größer von daher ist es doch egal warum einer die sprache nicht perfekt beherscht klar ist es später sein problem wenn er arbeiten möchte

Andernseits gibt es auch computerprogramme die auf rechtschreibung achten

Natürlich benötigt man das wissen damit man unterscheiden kann ob haken oder hacken gemeint ist

Kommentar von earnest ,

In der Frage ging es um "deutsche Muttersprachler". Da finde ich Kindergartenkinder nicht sonderlich repräsentativ. 

Die haben ja noch andere Probleme. Und sie LERNEN ja auch noch ...

Die würde ich also NICHT fragen.

Kommentar von engelsliebe ,

Die frage sucht nach der ursache die antwort zeigt das man in der frühen kindheit suchen muss und nicht erst wenn die personen erwachsen sind

Wenn du nicht richtig gehen kannst liegt das (wenn es nicht unfallbedingt ist) in der kindheit da du dort auch nicht richtig gehen gelernt hast ggf

Kommentar von OceanMan ,

Ein Problem scheint mir auch zu sein, dass die Kinder immer früher Englisch lernen. Bei mir gab es Englisch erst ab der 5. Klasse. Heute haben die das schon in der Grundschule. Meiner Meinung nach sollten die Kinder erst einmal ihre eigene Sprache beherrschen, ehe sie sich der Weltsprache zuwenden. Das deutsche Schulsystem geht immer mehr zugrunde. Auch, dass man die Haupt- und Realschüler in einer Gemeinschaftsschule zusammenpfercht, halte ich für einen Fehltritt. Die Schwachen sind überfordert, die Guten unterfordert. Hier sollte die Politik endlich einmal eingreifen. Mir können die nicht erzählen, dass sie nicht merken, wie viel in der Schule falsch läuft. So viel von mir.

Kommentar von engelsliebe ,

Genau das stimmt auch allerdings ist früh lernen gut da man bis 7 jahren ungefähr die besten möglichkeiten sprachen zu lernen hat danach schließt sich das fenster immer mehr und mehr 

Im teenager alter ist das fenster schon fast zu... deswegen versuchen selbst manche kindergärten schon mit englisch anzufangen... erzieher müssen auch englisch können nicht nur weil ggf die eltern kein deutsch können sondern auch um kinder wenig englisch mitzugeben

Ich selber hab in der 4. Klasse englisch gehabt manche in meiner weiterführenden schule haben in der 3. Klasse das schon gehabt

Kommentar von Wurzelstock ,

Engelsliebe, das Sprachfenster schließt sich mit dem 16. Lebenjahr. Es betrifft nur die gesprochene Sprache. Wenn Du mir nicht glauben willst, schlags im Oerter/Montada nach.

(So. Weil Du mir den Sinnspruch ausradiert hast ;-)

Kommentar von engelsliebe ,

Wow dann sollten meine lehrbücher umgeschrieben werden

Bis zum 6./7. Lebensjahr ist das sprachfenster komplett offen! Bis dahin kann man sprache leicht erlernen somit schaffen kinder es innerhalb einiger monate eine neue sprache zu sprechen

Danach schließt es sich stück weise wie wenn man ein fenster langsam zu macht! Und das teenager alter ist rein zufällig auch bei 16 jährigen! Bis dahin können sie sprache noch erlernen danach klappt es auch nur es wird schwerer und dauert länger!

Kommentar von Wurzelstock ,

Nicht nur das. Sie werden auch immer als anderssprachig zu erkennen sein. Mit Orthographie hat das alles nichts zu tun.

Kommentar von Elfi96 ,

Ich klinke mich auch mal in eure Diskussion ein. Ein Argument wurde bei den ganzen Antworten noch nicht erwähnt: die Tatsache, dass die Schulkinder bis zum 3. (?) Schuljahr laut Lehrplan so schreiben dürfen, wie sie es nach ihrem Gehör heraushören. Das wurde ja eingeführt, um den Kindern die Freude am Schreiben zu bewahren. Aber im weiteren Schulverlauf müssen sie sich die falsch eingeübte Schreibweise wieder vergessen und die Worte richtig schreiben. Darin liegt mE auch ein großes Problem. Mein Sohn, 21Jahre, hat auch diesen Mist mitmachen müssen, und es war ein hartes Stück Arbeit, ihn an die richtige Schreibweise von Worten zu gewöhnen. LG

Kommentar von engelsliebe ,

Da stimme ich dir voll und ganz zu :) (hab ich ganz verdrengt gehabt)

Kommentar von Wurzelstock ,

Manchmal ist es unfassbar, was den Fachleuten so einfällt. Die Lehrer hätten wissen müssen, was sie da anrichten.

Kommentar von engelsliebe ,

Das ist den egal

Sie bekommen ihr geld ende des monats und sie hoffen das ihre arbeit von wem anderes übernommem wird

Kommentar von Kuno33 ,

@ Elfi

Eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr zu Wort melden. Nun tue ich es doch: Meine Tochter hat sich im Kindergarten das Schreiben selbst erarbeitet, allerdings phonetisch. Da hatte ich schon etwas Sorgen, dass es in der Schule Probleme gibt. Aber in der ersten und zweiten Klasse war es ziemlich schnell vorbei mit selbst erlernten Orthografie. Der entscheidende Unterschied war wohl der, dass sie das vorher selbst ausprobiert hatte und mit Beginn der Schule verstanden hat, dass es jetzt etwas zu lernen gibt.

Das ist dann schon anders, wenn man in der Schule erst lange ausprobiert und nun plötzlich ganz anders schreiben soll. Dazu dürfte in späteren Klasse nicht mehr so viel Platz für Orthografie vorhanden sein. Die soll ja ohnehin an Bedeutung verlieren.

Antwort
von OceanMan, 96

Frage ich mich auch immer. Könnte allein hier bei GF die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ich die Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse der Leute sehe.
Ganz übel ist auch immer wieder "Packet" statt "Paket".

Antwort
von Kuno33, 90

Vielleicht haben sie in der Schule nicht intensiv genug auf die Rechtschreibung geachtet. Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die hier mit der Orthografie Probleme haben. In den letzten beiden Jahrzehnten ist allgemein der Umgang mit der Rechtschreibung sehr viel schluderiger geworden.

Sicher wird das auch noch dadurch gefördert, dass die Rechtschreibung nicht zu 100% phonetisch ist. Dabei ist die deutsche Sprache der Phonetik doch noch sehr nahe im Gegensatz zum Englischen und Französischen.

Kommentar von Wurzelstock ,

Kuno, der Verweis auf den Zusammenhang zwischen Phonetik und Orthographie ist ein denkbar schlechtes Argument.

Die Orthographie ist stets die künstliche Übereinkunft einer Sprachgemeinschaft zur Protokollierung eines natürlich gewachsenen Lautes. Diese Übereinkunft kann für denselben Laut in verschiedenen Sprachen unterschiedlich sein.

Der sprachliche Laie nimmt immer die eigene Orthographie als die einzig richtige wahr.

Kommentar von Kuno33 ,

Da kannst Du ja dieser Meinung sein. Ich sehe das anders und finde mein Argument weiterhin gut. Höchstens wenn Du sagen willst, man kann auch trotz großer Differenzen zwischen Aussprache und Schreibweise korrekt schreiben, kann man das ja so sehen. Aber meine Absicht ging nicht in diese Richtung.

"Die Orthographie ist stets die künstliche Übereinkunft einer
Sprachgemeinschaft zur Protokollierung eines natürlich gewachsenen Lautes."

Diesen von Dir formulierten Satz hatte ich sinngemäß im Hinterkopf. Für mich bleibt es logisch, wenn Aussprache und Schreibweise eng zusammenhängen, ist es leichter die Orthografie zuhandhaben, als wenn da große Differenzen bestehen.

Was also soll an meinem Argument schlecht sein?

Einen spanishen Satz kann ich lesen, auch wenn ich ihn nicht verstehe. Bei einem französischen Satz ist das vielfach unmöglich.

Denke nur einmal an das Wort: "Bordeaux"

Kommentar von Wurzelstock ,

Du meinst, Du könntest einen spanischen Satz lesen. Das meinen viele Deutsche.

(Das gilt natürlich nicht unbedingt, wenn Du Grundkenntnisse in Spanisch hast.)

Kommentar von Kuno33 ,

Ich habe die Aussprache gelernt, und noch ein wenig mehr.

Kommentar von Wurzelstock ,

Ich versuche mal ein Beispiel (das zugegebenermaßen etwas blödsinnig ist).

Das deutsche Wort 'Jugendbuch' müsste gemäß der spanischen Orthographie geschrieben werden: 'lluegendvuje'

Kommentar von Wurzelstock ,

Ich habe auch über dein eigenes Beispiel nachdedacht, Kuno. Meinst Du, ein Franzose würde rausbekommen, was Du mit dem Wort 'Bordo" meinst? Würde ich ja nicht mal als Deutscher verstehen.

Kommentar von Kuno33 ,

Nein, aber das ist ja genau das Problem der Orthografie. Wenn die etwas einfacher wäre, könnte man ja die phonetische Umschrift anstelle der bisherigen Orthografie verwenden.

Warum "eaux" zu "o" wird, ist vermutlich sprachwissenschaftlich gar nicht so ein großes Problem. Wahrscheinlich ist das schon mit wenigen Aktionen per Google zu erledigen. Ansonsten bemüht man die etymologischen Wörterbücher.

Kommentar von Wurzelstock ,

Ethymologische Wörterbücher kommen auch nicht gegen das "nein, aber" der Lehramtstudenten an. Für die ist Wissenschaft eine Frage der Mehrheit. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Was gelegentlich rauskommt, beschreibt Elfi weiter unten.

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