Warum haben sich Primaten und Menschen von einander abgespalten?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Eine Abspaltung einer Spezies findet immer dann statt, wenn die Population dieser Spezies sich über ein weites Gebiet verteilt und dann in entlegenen Gegenden es nicht mehr zu einer Vermischung kommt. Isolation verstärkt diesen Faktor: Wenn zwei Populationen einer Spezies von einander getrennt sind, entwickeln sie sich ebenfalls auseinander.

Durh genetische Rekombination und Selektion verändern sich nun ganz allmählich die Gene beider Populationen, bis es irgendwann soweit ist, dass die Vertreter der einen Population sich nicht mehr mit Vertretern der anderen Population paaren und vermehren können. Ihre Gene passen nicht mehr zueinander, die Nachkommen wären entweder unfruchtbar oder sogar überhaupt nicht mehr lebensfähig. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von zwei unterschiedlichen Arten.

Geht noch mehr Zeit ins Land, entwickeln sich auch die Arten auseinander und werden zu unterschiedlichen Gattungen. Solche Prozesse dauern Millionen von Jahren. Beim Menschen ist das vor wahrscheinlich mehr als 10 Millionen Jahren passiert, als sich die Vertreter der einen Population im Urwald zu Schimpansen entwickelt haben, die Vertreter der anderer Population in der Savanne jedoch zu den Menschen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Christian3684
13.07.2016, 11:41

Baum/Savannentheorie ist keine Erklärung warum es zum aufrechten Gang und zur Gehirnzunahme gekommen ist.

Veränderungen (genetisch)sind nicht grenzenlos, sondern sind nur  in einem bestimmten Rahmen möglich. Die vielen notwendigen Zwischenstufen lassen sich aber in der Natur nicht finden.

Dieses Problems war sich schon Darwin bewusst, als er seine Entwicklungstheorie aufgestellt hat. Eigentlich müsste es viele Zwischenstufen geben, wenn die Entwicklungstheorie richtig sein sollte. Nur gab er zu, dass er diese vielen notwenigen Zwischenglieder nicht gefunden hat.

Diesem Problem begegnet man heute mit dem Argument, dass es spontane und größere Veränderungen gegeben hätte, sonst lassen sich die vielen fehlenden notwendigen Zwischenstufen nicht erklären.

0

Ganz einfach die Lebensweise in verschiedenen Lebensräumen. Schimpansen waren bestens an ihren Lebensraum im Regenwald angepaßt,  während bei den Hominiden das Leben in der Savanne und den sog. Galeriewäldern nach und nach die aufrechte Körperhaltung hervorbrachte, weil sie die Chance zum Überleben erhöhte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der größte Unterschied von Menschen und Primaten ist ja der aufrechte Gang. In einigen Gegenden sind viele Bäume gestorben (zB durch Klimaänderungen) und deswegen konnte man nicht einfach von Baum zu Baum springen, sondern man musste irgendwie auf den Boden runter und dabei war der aufrechte Gang nützlich. Die Menschen haben dann angefangen, vorrangig auf dem Boden zu leben und haben sich über die ganze Welt verbreitet. Deswegen gibt es auch Menschen, wo es auch Primaten gibt. Das ist aber nur eine Theorie

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die "Warum"-Frage ist hier unzulässig.

Varianten einer Art entstehen durch zufällige Mutationen. In den (seltenen) Fällen, in denen sie zu einer erhöhten Nachkommenschaft der Träger führen, wird die Variation weitervererbt. Offensichtlich führte die Zunahme kognitiver Fähigkeiten urch Vergrößerung des Gehirnvolumens und der Gehirnstruktur beim Vormenschen und Frühmenschen zu einer sehr starken Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit: denn in der für die Evolution kurzen Zeitspanne von wenigen Millionen Jahren hat sich das Gehirnvolumen verdreifacht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
nicht mit Umweltfacktoren erklärbar ist.

Doch, genau das ist ein (!) Lösungsansatz.

Entweder kam es zur Isolation und/oder regional zu Klimaveränderungen und damit verbunden zu einem anderen Nahrungsangebot.

Oder die Konkurrenz um die Nahrung war so groß, dass ein Teil zum "Jäger" wurde, oder, oder ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung