Warum haben sich die monotheistischen Religionen durchgesetzt weltweit?

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11 Antworten

"und soll nicht alle anderen Regionen in Frage stell(en)"
Vielleicht sollte man gerade die monotheistischen in Frage stellen ;-) ?

Weil mit Ausnahme der Juden, die beiden anderen einen Missionierungsauftrag haben, verbunden mit dem Wahn, die einzige Wahrheit zu besitzen.

Den Juden ist es eh ihr Gott, und viele akzeptieren seine Unvollkommenheit (insbes. Fähigkeit ihnen beizustehen). Abgesehen davon bilden Juden nicht nur religiös eine Gemeinschaft. Da können auch Agnostiker und sogar Atheisten unterkommen und werden nicht gleich geschlachtet (was nicht heissen soll, daß es nicht auch dort Radikale gibt). Alles in allem kann man mit Juden gut auskommen. Mit den beiden anderen gibt es immer wieder Zoff.

Bei Polytheisten kommt es auf einen Gott mehr oder weniger auch nicht mehr an; bei Monotheisten schon: es könnte ja ein Schäfchen zu einem anderen Gott überlaufen. Man sieht es auch daran, daß sich die ersten 3 Gebote um Eitelkeit und Machtanspruch des Gottes kümmern. Sie scheinen also wichtiger noch als "Du sollst nicht töten" und natürlich auch als "Liebe Deinen Nächsten" (welches eigentlich das 1. Gebot sein sollte).

Die Buddhisten kümmern sich um ihre eigene Erleuchtung, und es ist ihnen egal wenn andere an Götter beten, solange sie (religiös) in Ruhe gelassen. Was leider geschichtlich nicht der Fall war.

Von Liebe ist im Koran eher weniger zu lesen. Daher auch die strenge Bestrafung (Tot) beim Abfall vom Glauben, oder auch das Verbot, nicht-Muslime zu heiraten usw.

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Mit dem Schwert: Bevölkerungen wurden gezwungen, sich zum Christentum bzw. zum Islam zu konvertieren.

Gleichzeitig machen die grossen Religionen aber auch Konzessionen an die Bräuche der Bevölkerung. Der Weihnachtsbaum ist ein Beispiel dafür, ein anderes Beispiel wäre dass die Christen in Afrika Polygamie durchaus tolerieren...

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Assimilation.

Vor allem das Christentum hat um seinen Glauben zu verbreiten in großem Maßstab Feste und Bräuche fremder Kulturen und Religionen in seine eigene Brauchtumspalette aufgenommen und somit den wahren Ursprung erfolgreich verdrängt.

Zum Beispiel Weihnachten mit dem Schmücken des Tannenbaums am 24.Dezember und Ostern mit Hase und Ei als Symbole am ersten Frühlingsvollmond waren keltische Feiertage und Bräuche, welche das Christentum übernommen hatte.

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Ich sehe deine Beobachtung aus einem anderen Blickwinkel: Ich glaube, es haben sich die Religionen durchgesetzt, die einen besonders transzendenten Charakter haben, also sehr stark aufs Jenseits ausgerichtet sind und im Diesseits nicht so leicht falsifizierbar sind. 

Als Atheist und Naturwissenschaftler sehe ich die Lage so, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinerlei Gott oder Götter gibt. Je mehr man weiß und je mehr man die Welt versteht, an desto weniger muss man glauben. Na ja, und da haben natürlich Naturreligionen a la Regentanz oder eher mystische Religionen a la Germanen oder Altgriechen doch eher schlechte Karten. Der christliche Glaube ist genau so absurd, aber der Nachweis ist auf das Jenseits bezogen nicht möglich.

Außerdem haben sich offensichtlich Religionen, die eine dominante Struktur in Form von Hierarchien, Macht und Einfluss, Geld und Vermögen haben. Diese Religionen wurden vor allem "erfunden", um Machtinteressen zu verwirklichen.

Religion ist Opium fürs Volk? Nicht mal das, es ist Placebo fürs Volk!

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Kommentar von comhb3mpqy
06.12.2015, 20:32

ich sehe das ganze etwas anders. Heute wissen wir, da die Wissenschaft voran geschritten ist, wie unwahrscheinlich es ist, das Leben entsteht. Ich glaube nicht, dass alles aus Zufall entstanden ist. Aber auch heute berichten Menschen davon, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung.

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Ich bin kein Geschichtsexperte, aber es wird daran liegen, dass das Römische Reich nicht mehr existiert und das Antike Griechenland ebenfalls nicht, das heißt, dass niemand mehr da ist der diese Religionen verbreitet. Zur damaligen Zeit waren Kirche und Staat nicht getrennt und somit sind die Religionen zusammen mit den Staaten untergegangen.

Der Hinduismus (1,1Mrd Anhänger) ist jedoch nicht Monotheistisch und durchaus noch vertreten. Das heißt, dass ein Inder vermutlich fragen würde, warum sich die Polytheistische Religion durchgesetzt hat. 

Es kommt also nicht darauf an, ob es eine monotheistische oder eine polytheistische Religion ist, sondern darauf wer in der Geschichte die Kriege gewonnen hat und somit seinen Glauben verbreiten konnte. Es ist Zufall, dass die Monotheistischen Religionen hier die Oberhand hatten.

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Weil sich die gewaltverherrlichenden Religionen mit Verbreitung von Angst und Schrecken durchgesetzt haben. Auch wenn in kultivierten Zivilisationen mit entsprechenden Grundgesetzen die Kirche keine mörderischen Akte mehr vollziehen kann, übt sie psychische und seelische Gewalt aus, z.B. durch Ausgrenzung und Benachteiligung anders Gläubiger. Die wenigsten Menschen widersetzen sich dieser Gewaltüberflutung und folgen aus opportunen Gründen. Der Weg ohne Widerstand ist der einfachste mit größtem Erfolg.

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Es gibt nur einen Gott, weder das Christentum noch der Islam sind das gelbe vom Ei. Dort kann man nach Lust und Laune konvertieren wie man gerade lustig ist. Ins Judentum kommt man sehr schwer, und da auch nur ausgewählte Menschen. Wobei orthodoxe Juden keine Konvertiten von liberalen Rabbinern anerkennen.   

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Kommentar von sarahj
06.12.2015, 20:54

"Dort kann man nach Lust und Laune konvertieren wie man gerade lustig ist"

Dir ist schon klar, daß auf Abfall vom Glauben im Islam die Todesstrafe steht. Konversion zum Christentum gilt Muslimen als die schlimmste Sünde überhaupt.

Da gibt es nicht die geringste lustige Freiheit.
Tippfehler?

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Das Christentum und der Islam haben sich deshalb durchgesetzt, weil sie mit dem Schwert verbreitet wurden. Wer sich nicht bekehren lassen wollte, wurde umgebracht. Ohne diese Gewalt wären sie nur eine Religion unter vielen anderen geblieben.

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Die röm.-kath. Kirche betet 4 Gottheiten an. 

Das war übrigens ein Grund für den Erfolg des Islams, der sich dieser griechischen Tendenz im Christentum entgegensetzte und wieder den einen jüdischen Gott der bibl. Figur Abraham hervorholte.

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Nicht überall haben sich Monotheistische Religionen durchgesetzt in es gibt beispielsweise noch Hunderte Millionen Hindus die an mehrere Götter glauben. Auch in Europa gibt es noch Polytheisten ich selbst zum Beispiel bin Anhänger der Religion der grossen Vier. Wir sind eine aufstrebende Gemeinde die die Vier grossen Götter, und ihren Propheten auf Erden anbeten.

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Hübsche Theorie. Aber nehme mal den sogenannten Christen ihr Weihnachtsfest, ihr Osterfest oder Pfingsten weg. Alles heidnische Bräuche. Was glaubst Du wohl Was dann los ist?

Schein und Sein

dazwischen liegen Welten. 

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Kommentar von Agentpony
07.12.2015, 16:01

Alles heidnische Bräuche.

Zu kurz gedachter Nonsens. Ja, gewisse Ritualismen, und auch die Zeiten der Feste, wurden übernommen oder überschnitten sich mit älteren heidnischen Bräuchen.

Die Grundlage und Motivation dieser Feste ist jedoch 100% in der christlichen Mythologie verankert. Wenn wir den Osterhasen oder wegnehmen, oder ab morgen Wehnachten am 1. Juli feiern, ändert das absolut GAR NICHTS am christlichen Unterbau der Feste.

Eine Sonnenwendfeier im April macht jedoch wenig Sinn.

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