Frage von Nycron, 773

Warum haben Muslime meist viele Kinder?

Antwort
von Cosmopaya, 328

Hallo, bei meiner Arbeit mit minderjährigen Flüchtlinge kristallisiert sich immer wieder heraus, dass besonders die Söhne ihre Familie finanziell unterstützen müssen. Die Töchter sollen gut verheiratet werden. Ein Junge aus Afghanistan hat mir das so erklärt: In Deutschland kauft der Vater dem Sohn ein Auto. In Afghanistan sorgt der Vater ca. bis er vierzig ist für die Kinder und dann wird der Spieß bei vielen umgedreht. Der Junge sagt inzwischen. In Afghanistan sind die Menschen krank im Kopf. Er ist sehr intelligent und merkt hier sehr schnell was in seinem Land krumm läuft.

Und in der Tat sind viele Väter meiner Jungs ab vierzig nicht mehr arbeitsfähig. Und die Frau kann und darf ja nicht. Es zerreißt mir das Herz wenn ich sehe dass ein Junge hier täglich Angst hat, dass sein Vater stirbt. Während er selbst vor Heimweh vergeht, erzählt ihm die Familie wöchentlich wie schlecht es dem Vater geht und dass seine Familie verhungern muss, wenn er kein Geld schickt. Ich komme hier selbst aus einer Großfamilie und mein Vater hat uns immer versorgt oder manchmal mit Geld ausgeholfen. Müssten die Muslime dieser ärmeren Länder für ihre Kinder bis zum Schluss sorgen und Verantwortung über nehmen, würde die Geburtenrate sicherlich anders aussehen. Ich stand dem Islam immer sehr offen gegenüber, aber nun denke ich, dass ganz viele Probleme, die meine Jungs beklagen einfach hausgemachte sind. Und das Lesen des Quran hat mir das nur bestätigt. Den intelligenteren und  gebildeteren Jungs von denen, dämmert das sehr schnell, aber sich aus diesen Traditionen und Gesetzen zu befreien trauen sie sich nicht. Viele würden dann alles verlieren. Besonders ihre Familie.

Antwort
von Haeppna, 722

Das hat bestenfalls indirekt mit der Religion zu tun. In erste Linie ist eine hohe Geburtenrate ein Zeichen von Armut und geringer Bildung. Vergleicht man zum Beispiel die Geburtenrate der in den letzten Jahrzehnten reich gewordenen Golfstaaten in den 1960er Jahren und heute, sieht man einen extremen Rückgang. Eine Frau aus Katar hatte 1960 durchschnittlich 7,25 Kinder; heute sind es 2,04. Vereinigten Arabischen Emirate 1960: 6,93; heute: 1,82. Ägypten und Marokko beispielsweise haben sich wirtschaftlich weniger gut entwickelt; in diesen Ländern gingen die Geburten pro Frau, ausgehend von ähnlichen Werten im Jahre 1960, zwar auch zurück, aber nur auf ca. 3,00 (alle Zahlen von der Weltbank).

Ähnlich ist es hierzulande im Kleinen: ärmere Familien haben - unabhängig von der Religion - mehr Kinder als solche, die dem Mittelstand zuzurechnen sind. Einwandererfamilien brauchen oft mehrere Generationen, bis sie sich hinsichtlich ihres Wohlstandes an die einheimische Bevölkerung angeglichen haben (bei Gruppen, in deren Herkunftskultur die Bildung einen hohen Stellenwert genießt, geht es übrigens relativ schnell; bei anderen dauert es etwas länger). Langfristig sinkt die Geburtenrate auf die Werte der Gesamtbevölkerung ab.

Antwort
von hummel3, 470

Die Antwort mag sich zunächst dumm lesen, ist aber alles andere als dumm. - Gläubige Muslime haben deshalb meist so viele Kinder, weil sie mit diesen vielen Kindern nach der Ideologie des Islam die Welt erobern sollen, damit das weltweite islamische Kalifat errichtet werden kann. - Dazu braucht man auch viele "Krieger".

Darüber hinaus gelten aber auch noch friedlichere Gründe, wie die verbotene Verhütung beim Sex und die Alters- und Armutsabsicherung der Eltern, denn vernünftige Sozialsysteme gibt es in den allermeisten islamischen Ländern nicht. Man sollte hierbei auch einmal die Frage stellen - Warum eigentlich nicht?

Kommentar von Byakugan ,

Tatsächlich ist mir ein Verhütungsverbot unbekannt (unwiderufliche Verhütungen z. B. Kastration ausgenommen)

Kommentar von hummel3 ,

Danke für deinen Einwand. - Es ist richtig, dass es im Islam, nach mehrheitlicher Auffassung kein Verhütungsverbot gibt, sondern nur das Abtreibungsverbot ab mindestens 40 Tage (eine andere Auslegung sagt, erst nach 3 x 40 Tagen) nach der der Befruchtung.

Nicht ganz will mir allerdings einleuchten, wie dies zur Zeit des Propheten, auf dessen Geheiß diese Regel zurückgeht, zeitlich überhaupt kontrolliert werden kann.   

Antwort
von purpleturtle, 469

Keine Ahnung, frag mal die Wollnys haha. Das hat nix mit der Religion zu tun. Das hat mit Mann und Frau zu tun.

Kommentar von ChicagoBlues ,

Die Wollnys die Du als gute Muslima gar nicht kennen dürftest denn das TV sehen wie auch Musik etc. sind ja haram, sind wohl nicht der Durchschnitt in Europa...sagen wir doch wie es wirklich ist...Geburtskontrolle ist HARAM..egal ob man die lieben Kleinen dann auch satt und anständig großgezogen bekommt...Allah wird es schon richten...

Kommentar von purpleturtle ,

Als gute Muslima weiß ich schon, was Haram ist und was nicht - mach dir mal da keine Sorgen. Aber es ist auch nicht Sinn der Religion zu leben wie in einer Höhle ( also das man gar nichts macht). Musik hören und TV schauen darf ich, solange es nicht gegen meine Religion verstößt - inwiefern verstoßen die Wollnys gegen meine Religion? Und mal abgesehen davon kennt man die Familie einfach -egal ob man die Serie schaut oder nicht. Früher oder später kommen die immer in den Nachrichten oder Radios (schon alleine wegen deren Namen haha). Soviel dazu.

Antwort
von Fabian222, 553

Die Hindus in Indien und die Budhisten in Suedostasien haben ebenfalls viele Kinder. Das hat eher wenig mit der Religion zu tun. Jedoch ist es besser dass die Muslime mehr Kinder erzeugen, damit die Religion sich schneller verbreitet.

LG

Antwort
von GreenPlanet, 535

Um für die Zukunft vorzusorgen. 

Antwort
von PixyLP, 488

Sie benutzen glaube keine Verhütungsmittel.

Antwort
von OsmanicEmpire, 170

Warum nicht?

Das zeugt von Fruchtbarkeit, besser als keine zu haben, oder selbst Hunde als "Familienmitglieder" einzubeziehen.

Kommentar von ChicagoBlues ,

Traurigste Antwort aller Zeiten, viele muslimische Frauen wären dankbar,sie würden nicht als Gebärmaschinen missbraucht...vor allem werden einfach Kinder in die Welt gesetzt ohne auch nur ansatzweise darüber nachzudenken ob man diesen auch etwas bieten kann. So ist es ...ganz einfach..!

Kommentar von hummel3 ,

"Der Fruchtbarkeitsbeweis"

Das ist wirklich ein billiges, nicht mehr zeitgemäßes Argument, um die Vermehrung zu rechtfertigen. 

Antwort
von fadwa178, 496

Die sind nicht egoistisch .

Kommentar von ChicagoBlues ,

Ich finde es sehr egoistisch KInder in die Welt zu setzen, die man nur mit der Hilfe der Sozialämter westlicher Länder groß bekommt. Gehe mal in einer Großstadt auf ein Jobcenter..da siehst Du deutlich wer da in der Überzahl ist....nicht die Deutschen!!

Kommentar von fadwa178 ,

Was hat das mit Deutschen zu tun ?? Der Fragesteller hat die Frage allgemein gestellt .
Muslime Leben nicht nur in Deutschland, in arabischen Länder gibt es nicht mal Sozialamt oder Kindergeld trotzdem haben die Menschen viele Kindern,  die Deutschen wollen schön Leben und sind nicht bereit das Leben für ihre Kinder Zu opfern, Hauptsache Urlaub und Geld für sich ausgeben und  am Ende landen die im Altersheim ganz alleine .

Kommentar von Gugu77 ,

(...) die Deutschen wollen schön Leben und sind nicht bereit das Leben für ihre Kinder Zu opfern, Hauptsache Urlaub und Geld für sich ausgeben und  am Ende landen die im Altersheim ganz alleine .

Wenn du schon solche Analysen machst, dann soltest du auch Quellen nennen, ansonsten handelt es sich lediglich um nicht bewiesene Annahmen.

Es gibt Studien dazu wer und warum, wieviele Kinder bekommt.

Ich traue dir durchaus zu, das ganze sachlich zu betrachten - ohne polemisch in "wir- die" zu spalten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten