Frage von Moose88, 699

Warum haben Menschen so einen Zorn auf Veganer?

Ich würde mich gern wieder vegan ernähren, aber man traut sich das ja schon kaum zu sagen, weil man mit so einem Hass und auch Mobbing oft konfrontiert wird. Also auf der Arbeit würde ich es z. B. verheimlichen, weil es die Menschen einfach nicht verstehen. Ist irgendwie echt ungut.

Antwort
von regex9, 335

Das kann auf verschiedenen Gründen beruhen:

  • Unverständnis und ein eigenes Weltbild (Vegetarier/Veganer sind naiv, nur Fleisch ist echtes Essen, usw.)
  • Angriff auf den eigenen Lebensstil / Rechtfertigung
  • Vorurteile (du wolltest ihnen deine Meinung aufdrängen / aussagen, du wärst ein besserer Mensch als sie)
  • schlechte Erfahrungen (mit Menschen, die ihnen eine andere Meinung / ein schlechtes Gewissen aufdrängen wollten)
  • Genervtheit (weil es Menschen gibt, die sich damit hervortun wollen oder weil sie meinen, du wolltest dich damit hervortun)

Ich würde mich an deiner Stelle also nicht unbedingt auf bestimmte Diskussionen einlassen. Es gibt Menschen, die fangen sofort an, sich in Rage zu reden, darüber zu lästern oder sich persönlich angegriffen zu fühlen. Das musst du aber unterbinden.

Erwecke insgesamt einfach nicht den Eindruck, dass du dich als moralisch über anderen stehende Person siehst und haue ihnen auch nicht um die Ohren, was besser für diesen oder jenen wäre. Wenn man dich nach deinen Gründen fragt, kannst du diese ja ruhig nennen, doch mache dann auch Grenzen fest: Sie müssen deinen Stil akzeptieren, dir ist ihrer egal (tolerant sein). Punkt aus, Ende. Sollten sie anfangen, dumme Witze darüber zu reißen, dann verbitte dir das.

Auch in anderen Situationen musst du aufpassen, höflich zu bleiben und nicht arrogant/mäkelig zu wirken. Wenn du beispielsweise bei jemanden eingeladen bist, solltest du bereits im Vorfeld den Gastgeber darauf vorbereiten, dass du bspw. auf Fleisch verzichtest. Biete bestenfalls Ausweichsmöglichkeiten an, vielleicht gar gute Rezepte (bei geeignetem Gastgeber), die ihr zusammen zubereiten könnt.

Leicht wird es leider dennoch nicht sein. Ab und zu trifft man halt auf Leute, die sich von Grund an angegriffen fühlen, egal wie und was man is(s)t.

Kommentar von onomant ,

Da der Fragesteller es ja "verheimlichen", will stellt sich ja einfach die Frage, ob er es sonst überall rum erzählt.

Also ich habe meinen Kollegen noch nie erzählt, dass ich Fleisch esse. Interessiert die auch nicht.

Kommentar von regex9 ,

So wie ich das verstehe, möchte er frei darüber reden können, ohne angefeindet zu werden. Der Arbeitsplatz ist nur eines von vielen Beispielen, wo er es bereits aus seiner Sorge heraus verheimlichen muss.

Antwort
von Dahika, 160

Haben sie Zorn auf Veganer? Mir ist es wurscht, was jemand isst und was jemand nicht isst.

Allerdings will ich von Belehrungen und Bekehrungen aller Art verschont bleiben. Solange mich ein Veganer mein Lammkotelett essen lässt, ohne blöde Bemerkungen zu machen, ist mir das, was er ist, egal.

Antwort
von Sylviajakob, 79

Hallo,

ich habe auch die Erfahrung gemacht, als ich vor vielen Jahren versucht habe, vegetarisch zu leben, dass die Nicht-Vegies sich angegriffen fühlen obwohl dafür kein Grund vorhanden war. Aber ich muß leider immer öfter feststellen, dass Veganer vorallem, noch nicht mal die Vegetarier, sondern die Veganer durch Engstirnigkeit auffallen. Die meisten wollen es nicht akzeptieren, dass nicht jeder Mensch fleischlos leben kann! Z. B. wenn ein Ferritinmangel vorhanden ist. Das ist anlagebedingt und man kann ihn nur durch hie und da Fleisch essen oder durch ständige intravenöse Spritzen beheben. So gings mir damals. Mein Hausarzt, damals selbst Veganer, riet mir dringend, dazu, manchmal ein wenig Fleisch zu essen, denn, so seine langjährigen Erfahrungen, ist leider nicht jeder Mensch zum Vegetarismus und erst recht nicht zum Veganer geeignet. Damit muß man leben. Und genau dies wollen fast alle Veganer nicht glauben, werfen einem vor, man wäre schuld am Leid der Tiere, auch wenn man ausschließlich aus Demeterhaltung kauft. Ich denke, dass auch diese Halsstarrigkeit den Unmut der meisten Nicht-Vegies herauf beschwört. Aber wie schon ein Vorsschreiber sagte, einfach nicht belehren, vorwerfen etc. Wenn die Leute merken, dass Du sie nicht umkrempeln willst, ihnen kein schlechtes Gewissen machen möchtest, wird man Dich auch in Ruhe lassen. Gutes Gelingen und viel Glück!

Antwort
von howelljenkins, 155

ich weiss nicht, wo du wohnst, aber da, wo ich wohne (essen, ruhrgebiet) haben viele normale supermaerkte schon ein umfangreiches veggie-angebot, wir haben sogar komplett vegane supermaerkte und restaurants. 

das gehoert zum stadtbild und hier guckt eigentlich keiner mehr komisch, wenn jemand vegan lebt. 

fuer mich ist das aber ein bisschen wie bei homosexualitaet: geht keinen was an, aber viele betroffene sind der ansicht, sie muessten sich "outen", was dann bei anderen mitunter auf genervtheit trifft nach dem motto "wen interessiert's?"

je weniger aufhebens du davon machst, dass du dich vegan ernaehrst, desto weniger aufmerksamkeit bekommst du dafuer, desto weniger anfeindungen hast du zu befuerchten. und nein, mir geht's nicht ums verheimlichen, sondern darum, dass es, wenn es fuer dich normal und selbstverstaendlich ist, auch fuer andere normal und selbstverstaendlich sein kann.

ausreisser gibt es freilich immer, aber die muessen dich auch nicht interessieren.

Antwort
von Mewchen, 145

Es gibt eben viele Negativbeispiele, die einen unbedingt bekehren wollen. Da gibt es ein schönes englisches Sprichwort 

"One rotten apple spoils the barrel." Fallen einige vermehrt negativ auf, wird das auf die Gesamtheit übertragen. Besonders deutlich zeigt sich dass ja gerade in der Diskussion um aktuelle Themen wie Flüchtlinge und Islam. 

Ich muss zugeben, ich habe mittlerweile auch gewisse Vorurteile gegen Veganer. In meinem Bekanntenkreis sind zwar nur zwei, aber die erfüllen so ziemlich jegliches Klischee, was bei Veganern nur geht.

Aber das muss dich ja nicht davon abhalten, dich vegan zu ernähren. Und was heißt verheimlichen? Warum hast du unbedingt das Bedürfnis, dass deiner Umwelt mitteilen zu müssen?

Antwort
von ilknau, 82

Mit Verlaub, Elch88.

Schon mit deiner Frage verhälst du dich wie ein Solcher, der sich in die Enge getrieben fühlt, obwohl in der Ferne nur ein Hund heult, der noch nicht mal dich meinen muss.

Niemand hat Zorn auf Veggies, Veganer, es sei denn, sie ziehen ihn mit aufdringlichem Gehabe auf sich.

Kommen sie daher, und verteufeln Meins, wollen mir einreden, was ich zu essen habe während ich es mir umgekehrt nie anmassen würde, ihnen was vorzuschreiben, werd ich fuchsig.

Aber ich kenne keine persönlich, die wen anecken: sie essen einfach und gut ist, sagen höchstens Lob übers Mahl.

Iss einfach dein Essen und halt dabei den Mund, versuche, Andere nicht davon zu überzeugen, wie gut Deins sei, denn sie werden es auch mit dir nicht versuchen.

Grins, ein sehr fröhliches Erlebnis hatte ich mal mit einem Veganer, den ich nachts 1/2 2 auf einer Parkbank traf, fragte der Engländer nach free water here und ich erklärte ihm, dass er never aus den Brunnen hier trinken dürfe: Chlor., um zu feixen: please, sit and wait. i going home, bring you water. 

Binnen 10 min. war ich mit einer grossen Flasche voll Trinkwasser wieder da, trank er durstig und wir rauchten erst mal eine, schwatzten, wobei ich erfuhr, dass er einen Freund hier besuchen will, um die halbe Welt gereist seiend.

Dann zog er eine grosse Essensbox sowie 2 Paar Chop Sticks hervor und drückte mir eins davon in die Hand: essen wir, ist vegetarisch - ich bin vegetarian.

Also taten wir (Maiskölbchen, Karotten, Lauch, Apfel in sweet - sour Souce) grinsten über Nachtschwärmer, die sich über uns Zwei wunderten, die um 2 mit Chop Sticks auf der Parkbank speisen und am Ende drückte er mir mein Chop Stick Paar in die Hand: Ist aus South Korea, gibt man a Friend, hat man zusammen gegessen.

Der Mann hat es gar nicht nötig, zu missionieren, weil er in sich und seiner Haltung ruht und dabei the Others respectful handling.

Nicht Angriff ist die beste Verteidigung sondern Respect.

Die Chop Sticks halte ich heuer noch heilig als Erinnerung an ein wundervolles Erlebnis mit einem prächtigen Menschen, lG.

Kommentar von Schwoaze ,

Super Story!  :-)

Kommentar von ilknau ,

Das war so geil - das kannst du dir gar nicht vorstellen. Vor Allem, weil es so unvermittelt kam - wie so Vieles in meinem Leben.

Ich bin ja nur raus zum Pfändersammeln, um dann solch Ko-inoor Diamanten auf zu tun, :-)

Antwort
von silberwind58, 75

Dann rede doch nicht drüber! Es wäre mir egal,wie sich andere ernähren! Ich möchte mich aber auch nicht ständig bekehren und belehren lassen,von einem Veganer,wenn ich mal ein Putenschnitzel esse! Jeder wie er/sie glaubt! Je weniger Du das an die grosse Glocke hängst,desto weniger wird drüber geredet/geläster,usw. Und ja,ich versteh Dich,deshalb verliere ich keine Worte über Deine Ernährung aber lass mir bitte auch mein Schnitzel!

Antwort
von Goodnight, 84

Weil das Verhalten der meisten Veganer dazu Anlass gibt.

Mich interessiert überhaupt nicht wie sich jemand ernährt, ausser er ist mein Gast.

Dass  die meisten Veganer sich nicht einfach an einen Tisch setzen und essen können ohne über Ernährung zu reden, dass sie ständig zickig  und angriffig sind, macht sie einfach zu Unsympathen.

Ich hab lange Weiterbildungsurse meiner Berufsgruppe betreut, was man da erlebt... nein danke....! 

Die Penetranz mit der jedes Gespräch auf Ernährung gelenkt wird, schreit nach einem Therapeuten. 

Antwort
von Khazi, 79

Also von meinen Freunden die sich vegan bzw vegetarisch ernähren wurde bisher noch keiner angegriffen oder dumm angeschaut. Einfach weil diese sich nicht künstlich in den Vordergrund drängen. Sie binden nicht jedem der es nicht wissen will auf die Nase wie sie sich ernähren. Will man gemeinsam grillen oder kochen, spricht man kurz drüber was es geben soll. Wie man es auch sonst unter Freunden macht.

Ich habe es allerdings häufiger erlebt das andere im Restaurant lautstark nach einem extra veganen Menü verlangen. Da wird nicht höfflich gefragt, da wird verlangt. Und genau diese Leute sind es die so dermaßen nerven, das dem Otto Normal Mensch so langsam dieser ganze Hype auf den Keks geht. Es gibt zu viele die das ganze als eine Art Modeerscheinung leben. 

Es soll jeder essen und jeder so leben wie er will, dabei aber andere in Ruhe lassen. Ich muss doch nicht jedem erzählen das ich keinen Alkohol trinke und ich erwarte auch nicht das ab jetzt auf jedem Wasser "alkoholfrei" aufgedruckt ist. 

Antwort
von DatNigguhDaz, 14

weil sie wissen das es eigentlich nicht richtig ist Fleisch zu essen und sich dann angegriffen fühlen. Ich habe dieses Thema of mit mir selbst ausdiskutiert und bin (meiner Meinung nach rational) zu dem Schluss gekommen das Menschen kein Fleisch essen dürfen. Aber ich mache es dennoch und stehe dazu ein unauthentisches Leben führen.

Antwort
von DBKai, 63

Woher kommt der Zorn? 

Kann unterschiedliche Gründe haben... jemand macht mit Fleisch sein Geld und ist verärgert, weil dadurch das Geschäft rückläufig werden könnte... oder jemand hat das Thema satt, weil er es in letzter Zeit ständig hört... oder man fühlt sich neben Veganern schlecht, weil die Argumente für vegan ja sehr ethisch sind... man würde ev. selber auch gerne umsteigen, aber macht sich sorgen wegen möglichem Ärger in der Familie, im Freundeskreis oder auf der Arbeit - man möchte wo dazu gehören und diese Gemeinschaft nicht gefährden...

Selbst wenn du dich komplett oder zum Großteil vegan ernährst, brauchst du es ja keinem zu sagen... außer du wirst in der Arbeit von anderen darauf angesprochen, warum du denn kein Fleisch und keine Milch zu dir nimmst... dann kannst du es ja sagen... und sonst behältst du es einfach für dich... 

So mache ich es zumindest.... wenn mich jemand dazu befragt, gebe ich Antwort... und auch wenn es sich im Gespräch ergibt, sag ich es mal.... aber sonst muss ja nicht groß darüber gesprochen werden...

Jeder muss selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte... hierzu kann er sich über Ernährung näher informieren und auch verschiedene Dinge ausprobieren... und jeder muss dann auch mit den möglichen Konsequenzen, die durch diese Ernährungsweise entstehen können, klar kommen können... Vieles ist noch nicht komplett erforscht... vieles kann noch optimiert/verbessert werden... Man kann nicht immer genau mit Sicherheit sagen, dass es so der absolut beste und richtige Weg ist... Was spricht dafür und was dagegen? Analyse... 

Langzeitstudien können hier weiter helfen... Was hat sich langfristig bisher gut ausgewirkt und was schlecht? Vegan ist Neuland und hier wird sich noch zeigen, ob es sich langfristig durchsetzen wird... aber ich habe schon den Eindruck... denn es gibt Rohkost-Veganer, die das schon seit mehr als 10 Jahren machen und deren Blutwerte - laut deren Aussage und auch nach deren Hausarzt - gut ausfallen.

Antwort
von junior173, 106

Also,

NUR ums missionieren etc geht's hier nicht. Das wurde hier ja am häufigsten gesagt. Freunde von mir kennen nur mich und meine Freundin als Veganerin und auch diese fühlen sich iwie immer zur Rechtfertigung animiert.

Auch meine Arbeitskollegen. Die wissen das durch unser gemeinsames essen gehen.

Ein Veganer ist für einen Omnivoren immer wieder ein: "die/der denkt sicher das ich doof bin weil ich Tiere esse / hält sich für was besseres weil sie keine Tiere isst" . - deswegen gibt's lieber gleich den Gegenangriff, immerhin sind wir auch in der Unterzahl ;-)

Ich spreche das Thema nie von mir aus an und bringe auch mein eigenes essen mit wenn ich iwo eingeladen bin. Natürlich passend zum Thema (grillen oder so :D). Bzw. mache eben noch einen zusätzlichen Salat für alle.

Auch wenn die Vegetarier hier oft mit ins Boot geholt werden, sind es manche leider gar nicht .( . Viele sagen: Vegetarisch ist ja ok, aber vegan ist mir zu krass.

Letztens erst hat eine darauf bestanden das es vegetarisch ist, weil sie nicht zum Vegan-Clan gehören wollte ;)  - und ich dachte immer, wir ziehen am gleichen Strang :D - aber vielleicht hab ich da halt auch zwei besonders intolerante Vegetarier getroffen :)

Und im Mai erst, hat eine Vegetarierin es auch nicht lassen können, mir 1000 mal zu sagen, dass sie auf Käse nicht verzichten könnte. Auch wenn es einen nicht interessiert. und man nie wollte das sie auf käse verzichtet, es nicht mal angesprochen hat - es ist immer Thema.

Es nervt mega. Ich habe mich auch noch immer nicht daran gewöhnt, dass ich für meine Ernährung oft Intoleranz und Abneigung ernte.

Aber so ist das nun. Augen zu und durch. Ins eine Ohr rein, zum anderen wieder raus. Nicht immer einfach, aber man bekommt es iwie hin.

Wenn du vegan leben oder dich ernähren willst, dann mach das. Beuge dich nicht der Mehrheit und lasse dir nicht die Freiheit nehmen, das für dich Richtige zu tun.

Denn genau das ist ja der Sinn bei manchen. Das man Subkulturen unterdrückt. Aber genauso wie ich die Hand meiner Freundin nicht los lasse, wenn Rechtsextreme an uns vorbei gehen und uns mit einem Blick voller Hass begutachten, esse ich auch kein Fleisch oder Käse, nur weil iwer das so will und sonst intolerant reagiert.

Es wird noch ein Weilchen dauern bis die Intoleranz auf dieser Welt geringer wird, aber sich dazu bekennen und es zu leben, ist denke ich der richtige Weg.

Antwort
von Tokeh, 100

Weil die allermeisten sich den normalen Menschen überlegen fühlen und diese als brutale Mörder bezeichnen! Wenn du als Veganer die Leute ihr Fleisch und so essen lässt, werden sie dich akzeptieren. Aber wenn du anfängst sie überreden zu wollen auch vegan zu werden oder sie immer angeekelt anschaust wenn sie was tierisches essen oder behauptest Fleisch usw. wäre nicht natürlich, dann werden sie dich nicht aktzeptieren!

Antwort
von Ontario, 61

Wie ich feststelle, sind doch viele Veganer der Meinung, dass, nur so wie sie sich ernähren, es die einzig richtige Art der Ernährung sei. Die lassen keine andere Menung zu, egal welche Argumente man einbringt. Bei Veganern besteht die Möglichkeit, dass es Mangelerscheinungen an Vitaminen gibt, weil veganisches Essen nicht unbedingt den Vitaminbedarf deckt, den der Körper braucht. Das hat mir ein Arzt gesagt, den ich speziell auf dieses Thema angesprochen habe. Auch diese Biovergötterer lassen nicht gelten, dass auch Bioprodukte mit Pestiziden belastet sein können, wie Untersuchungen ergeben haben. Von 20 Bio Produkten waren 12 belastet. ( Stiftung Warentest). Selbts in Säuglingsnahrung die als Bio verkauft wird, wurden Pestizide gefunden. Nicht überall wo Bio draufsteht ist auch Bio drin. Wer lässt denn seine Nahrungsmittel die er kauft auf Schadstoffe untersuchen ? Im Grunde niemand. Man vertraut eben den Erzeugern und vergisst dabei die Bauernschläue. Es kann sich jeder so ernähren wie er möchte, Diskussionen darüber halte ich für völlig überflüssig, weil meist kein Konsenz zu finden ist.

Antwort
von Startrails, 131

Der Grund dürfte wohl das ständige Versuchen des Missionierens sein. Wie oft hört man, dass sie in einer Tour von ihren Essgewohnheiten (was ja nicht schlimm ist) erzählen und diese Lebensweise auch anderen aufdrängen wollen.

Sorry, aber da geht mir die Hutschnur hoch...

Antwort
von Maisbaer78, 120

Die Frage hatten wir erst vor Kurzem.

Es ist nicht direkt so, dass die Mitmenschen im allgemeinen Zornig auf Vegetarier oder Veganer sind, zumindest nicht meiner Erfahrung nach. 

Es gibt echt krasse Fälle die einem das schlimmste an den Hals wünschen, aber das ist eher die Minderheit.

Ein Veggi stellt immer eine unausgesprochene Provokation dar, das bewirkt in einigen seiner Mitmenschen den Zwang, sich ständig rechtfertigen zu müssen. Das nervt diese wahrscheinlich genauso, wie es den Veggi nervt.

Andere reagieren, eben um sich nicht mit Ihrer eigenen Lebensweise auseinander setzen zu müssen, lieber gleich mit einer totalen Ablehnung.  Sei es drum, die sind mir fast lieber, so lange Sie mich in Ruhe lassen.

Was das verheimlichen angeht.  Sofern du nicht von deinen Arbeitskollegen auf ein Essen eingeladen wirst, besteht ja kaum Grund deine Lebensweise überhaupt zu propagieren.

Ich würde meine vegane Lebensart nur zur Sprache bringen, wenn es nicht anders geht, eben weil mir Jemand ein Essen serviert das ich nicht verzehren kann oder wenn mich wer zur Jagd einlädt (ist mir wirklich schon passiert -_-)

Damit gehst du zum einen den ständigen Diskussionen aus dem Weg, wie auch den Anfeindungen die es durchaus geben kann. Und du erteilst der immer wiederkehrenden Unterstellung eine Absage, dass vegan lebende Menschen ständig missionieren würden. 

Kommentar von Moose88 ,

Danke für die gute Antwort.

Antwort
von LiniB1983, 169

Es wird ja immer wieder gerne erwähnt dass Veganer immer so stark missionieren. Solche Menschen gibt es bestimmt, aber ich glaube die sind eher die Ausnahme. Ich habe bisher noch niemanden getroffen, der so drauf ist. 

Ich schätze in Wahrheit ist es einfach so, weil jemand was anders macht als die breite Masse. Dafür muss man ja kein Veganer sein. Da reicht es schon, dass man sich anders kleidet oder einen besonderen Musikgeschmack hat. Das scheint manchen Menschen unheimlich zu sein. 

Antwort
von KriccoletaBrown, 72

Ich hoffe du kannst englisch ganz gut(nein das ist nich ein anti-vegan video)

Antwort
von Saisha, 124

Schließe mich den anderen hier an - die Hauptaggression geht hier gegen das Missionieren, das hier aber auch schon mit dem verzogenen Gesicht des Veganers selbst und der Erwartungshaltung genau solcher (kleinen) Makel der anderen beginnt.
Zu Mobbing und Zorn kommt es dann eigentlich nur, wenn der Veganer sich stur genau diesen Vorurteilen entsprechend verhält - sei es durch Missbilligung in Gestik oder Mimik oder bereits in den Worten. Respekt und Toleranz kann man sich nur erwarten, wenn man es auch selbst austeilt. 

Mal ein Blick auf übliche Vorurteile:

  • fanatischer, aber rein passiver Tierschutz (Verzicht auf tierische Produkte zum Wohl der Tiere, sonst teils/kaum/gar kein aktiver Einsatz/Beteiligung Tierschutz/Erhalt der Tierwelt), aktiver Vorwurf der Tiermisshandlung gegen andere Konsumenten
  • Öko/Biofreaks ("Bio" als Aggressionsthema schon lange bevor Vegan Trend wurde - Vegan ist übrigens nicht immer auch gleich Bio) - "Bio ist ja sooo toll"
  • arrogante, nichtkritikfähige, sture, scheinheilige Klugschwätzer mit der Meinung:
  • "Essen/Grundgedanke meiner Ernährung ist eine Religion und muss verbreitet werden"
  • Vegan = Mangelernährung (zB Fälle von Kindstod durch vegane Ernährung)
  • häufig in Verbindung mit Erscheinungsbild: Hippies + Rastas; typische Vorurteile (nicht sauber, Drogenkonsum, freie Liebe, .........)

Leider ist der vegane Trend noch immer im Verruf der Ethikapostel, jedoch werden beide Parteien hier immer offener, toleranter.
Faux Pas und Fettnäpfchen können natürlich immer passieren, wenn einem jedoch die Aggressionspunkte bekannt sind, kann der Veganer hier sich auch selbst in seiner Wortwahl, Mimik und Gestik üben - auch in Akzeptanz, dass das Gegenüber missbilligend den Mund verzieht

Die Veganer aus meinem Freundeskreis sind offene und gesellige Leute, die sich gerne austauschen und beim Fleischbarbecue immer ihr 10-faches an Essen mitbringen müssen (da will irgendwie jeder von den veganen Grillrezepten probieren). Mit Missionieren ist da nichts, sollte doch mal was Tierisches auf dem Teller landen, nehmen sie es mit Humor und sind treue Familienmenschen.
Bei solchen Menschen kann einfach keiner böse sein, nur weil er halt keine tierischen Produkte mag. Wer hier noch gereizt ist, hat wirklich andere Sorgen und sucht nur ein Ventil.

Kommentar von Moose88 ,

Geh einfach mal eine Woche durch die Gesellschaft und erzähl den Leuten, dass du Veganer bist. Manche sagen noch "spannend", oder "Respekt" aber wenn du auf die Mikromimik achtest, checkst du schon was da vor sich geht. Ein Veganer ruft einem Fleischkonsumenten einfach durch die Aussage, dass er sich vegan ernährt, das schäbige Gefühl, dass in diesem Fleischkonsumenten wohnt ins Bewusstsein und darum mag man Veganer nicht. Denn ich weiß sehr wohl, dass für meinen Gaumenkitzel andere Lebewesen sinnlos leiden, aber solange das alle Menschen machen, ist es halt normal (und das hilft beim Verdrängen), wenn ich dann einen Veganer treffe, merke erst recht, wie sch... das ist und richte meine Wut auf den Veganer, weil er sich sozialer und liebevoller verhält als ich. Ist eigentlich ein verkappter Schuldkomplex, der durch den Veganer aktiviert wird. Dazu reicht es zu sagen: "Ich bin Veganer."

Kommentar von Saisha ,

Ähm, wie sage ich das jetzt kurz und bündig... Nein.
Auch hat das Ganze eigentlich nichts mit Veganismus zu tun eher mit mangelndem Selbstbewusstsein, Fehlinterpretation zu Eigenschutz bzw. Schutz des eigens erbauten Schneckenhauses.

Wenn man auf Mikromimik achtet, geratet man sehr schnell in Gefahr seine eigenen Ängste auf sein Gegenüber zu projezieren - man selbst merkt es nichtmal, kann oder will es nicht wahrhaben. Tatsache ist, du hast absolut keine Ahnung was dein Gegenüber wirklich über dich oder deine Lebensweise oder ob er überhaupt an sowas denkt - unterstellst es aber bereits im Vorfeld allen Fremden.

Kommentar von Etter ,

"Geh einfach mal eine Woche durch die Gesellschaft und erzähl den Leuten, dass du Veganer bist."

Genau das ist ja das Problem und eines der gängigsten Vorurteile.

Es interessiert mich ehrlich gesagt kein Stückchen wovon sich mein Gegenüber ernährt. Da kann er an nem Backstein nuckeln, sich n Steak reinziehen oder halt n Salat essen.

Falls es mich dennoch interessieren sollte, würde ich nachfragen (das wäre z.B. bei Grillabenden ggf. der Fall).

Ich hab durchaus auch Veganer in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Das wusste ich großteilig nichtmal, weil sie es nicht rausposaunen (wozu auch?).

Warum ist es also z.B. dir so wichtig es anderen auf die Nase zu binden?

"Ein Veganer ruft einem Fleischkonsumenten einfach durch die Aussage, dass er sich vegan ernährt, das schäbige Gefühl, dass in diesem Fleischkonsumenten wohnt ins Bewusstsein und darum mag man Veganer nicht."

Ich mag Menschen nicht, welche mich nerven. Zu diesen nervigen Verhaltensweisen zählen z.B. Missionierung und Unterstellung. Mir ist sogar der Grund egal, ob es ein religiöser Mensch ist der seine Ansicht aufzwängen will oder ein Veganer, ein Waffenfan oder oder oder.

Da hast du jetzt aber wenigstens deinen Grund, warum dich manche Leute nicht mögen.

Tu dir mal n Gefallen und denk drüber nach, ob es so ne schlaue Idee ist auf Leute zuzugehen, direkt rauszuschreien, dass du Veganer bist, um im nächsten Atemzug zu unterstellen, dass sich das Gegenüber (zurecht) schämt und dich deswegen angeblich verurteilt.

Kommentar von howelljenkins ,

verstehst du nicht, dass genau das "Geh einfach mal eine Woche durch die Gesellschaft und erzähl den Leuten, dass du Veganer bist" der punkt ist?

ich bin schwul. das ist gut und in ordnung. manche finden das immer noch unnatuerlich und in bestimmten gegenden sogar viele.

dass ich schwul bin, verheimliche ich nicht, aber ich erzaehle das auch nicht ungefragt oder hefte es mir ans revers. es geht ja auch niemanden was an und ehrlich gesagt interessiert es die meisten leute auch gar nicht. wieso sollte ich es daher erzaehlen?

das gleiche gilt fuer veganismus. was veranlasst denn veganer rumzulaufen und anderen zu erzaehlen, dass sie veganer sind? warum nicht einfach vegan leben und das normal finden und nicht weiter erwaehnenswert?

und eine vielzahl von veganern lebt ja tatsaechlich so. erst letztens hatte ich eine begegnung mit einer mitarbeiterin, von der ich das nicht wusste und wo das nur zufaellig rausgekommen ist, als wir pizza bestellen wollten.

das ist vollkommen in ordnung fuer die allermeisten leute. manche moegen keine sardellen auf der pizza oder oliven und manche essen auch gar keine. darauf nimmt man in der entsprechenden situation ruecksicht und fertig ist die laube.

Antwort
von wickedsick05, 81

Das liegt lediglich an dem Sendungsbewusstsein mancher Veganer und an ihren reaktionen z.b.:

Tierrechtler bejubeln Attacke durch Rind. Der Bauer stirbt, Veganer freuen sich


http://www.taz.de/!5022529/


Um das zu verstehen, muß man sich die Denkweise von manchen Veganern vor Augen halten. Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer Gesinnungsethik, also der Ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite steht. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und erpreßt werden wenn das gegenüber nicht die selbe meinung vertritt und ignorieren völlig den Anachronismus ihrer Einstellung.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit
beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs auszuschließen.

Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die
nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen
erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher
Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und
bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im
besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

Veganismus ist eine auf fantasie basierende Ideologie die ähnlich wie
Religionen bestimmte gefühle zu vermitteln versucht z.b. Gemeinschaft,
Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und
Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem.

denn Veganismus hilft weder den Tieren, Menschen noch der Umwelt es
ist ein hype für Youtube süchtige selbstdarsteller die auch mal in der
öffentlichkeit onanieren wollen (also sich selbst befriedigen mit
halbwahren texten ähnlich wie imame oder Priester). Es gibt Menschen die
essen keine Tomaten... haben dafür weder ein Begriff (wie veganismus)
noch machen sie dazu ein Video und posaunen es in der ganzen welt umher wie schlimm doch die Tomatenproduktion... ist...

Vegan ist heute lifestyle und Mode, basierend auf der Identikätskrise
vieler Menschen in den westlichen Industrienationen. Es ist ein
Statement wer man ist / sein will. Dazu gehört heute einfach welches
Handy man benutzt, welches Auto man fährt, hinter dem was konsumiert,
steckt eine Botschaft eine Statement hinsichtlich geistiger Grundhaltung, politischer Werthaltung etc...

Im Grunde zeigt es nur, wie psychisch krank die Lebensweise in
unseren Industrienationen die Menschen macht, durch Schnelllebigkeit,
Dauerstress, Kapitalismus, Nullnachhaltigkeit und der kranken
Einstellung, dass der Wert des Individuums sich an dessen Konsumverhalten orientiert/bemisst.

Kommentar von wickedsick05 ,

ich hab mir mal einige deiner Kommentare durchgelesen. z.b.

Jeder Fleischesser weiß, dass es eigentlich sche1ße ist, dass für seinen Gaumenkitzel Lebewesen sterben.

1. Lebewesen sind PFLANZEN und Tiere. Biologie 1. Klasse

2. ist Fleisch gesund und nicht nur ein "Gaumenkitzel"

3. Machst du mit dieser Aussage deutlich dass für dich KEINE Lebewesen sterben was natürlich VÖLLIG falsch ist. da wie schon erwähnt Pflanzen ebenso Lebewesen sind und dazu dein
Obst und Gemüse nicht im Supermarkt wächst sondern auf dem Acker wo bei der Bearbeitung Millionen Lebewesen sterben...

Das heisst NUR mit diesem Satz setzt DU dich auf ein Sockel und wedelst mit dem Moralischen Zeigefinger dass der Fleischesser ein Mörder ist.

UND genau DAS ist z.b. ein Grund warum Veganer angefeindet werden weil VIELE opfer der Veganindustire solche Sätze von sich geben. Weil manche Veganer 1. nicht wissen wovon sie da reden und 2. ihnen "Fachbegrifft" wie z.b. Lebewesen nicht geläufig sind und 3. sie der VÖLLIG realitätsfremden vorstellung hinterher rennen "Für mich sterben keine Lebewesen"

Kommentar von DieOffenbarung ,

Du sprichst mir aus der Seele. Um ehrlich zu sein kann ich nur Veganer und Vegetarier verstehen, die den Gedanken an sich schrecklich finden, wenn die sich beim Fleischkonsum die Schlachtbank vorstellen. Jedoch und das muss ich hervorheben, werden auch Pflanzen regelrecht geschlachtet. Was nach einer Übertreibung klingt ist leider keine, der Mensch hat nur sein eigenes seltsames Weltbild wo eine Kuh einem halt näher ist als eine Mais-Pflanze. Wir haben hier mehrere gigantische Felder und ich habe noch nie von jemanden gehört das er sich dann über die Ernte beschwert wird, wo eine schwere Maschine einfach alles niedermacht.

Es ist leider ein fragwürdige Moral und alle die sich damit erhaben fühlen sind irgendwo Heuchler. Sie versuchen das Leid der Tiere zu beenden auf Kosten der Pflanzenwelt, die nicht nur der Mensch brauch, sondern auch die Tiere. Von daher kann ich schon gar nicht den Standpunkt verstehen, das es besser wäre für die Umwelt uns vegan zu ernähren. Man nimmt also lieber das kleinere Übel und beutet dafür eine andere Lebenform mehr aus, anstatt die Grundproblematik zu eliminieren und die sehe ich in der Wegwerf-Politik. Wir könnten Umweltschäden und den Hunger der Welt reduzieren, wenn nicht alle so viel wegwerfen würden. Aber am Ende will doch jeder das im Laden finden was er sucht.

Ein schwieriges Thema, wo sich leider einige Veganer komplett abkapseln indem sie den Fleischkonsum verteufeln und auch einige wichtige Punkte auslassen. Viele treffen leichtfertig die Aussage, jeder Mensch kann sich vegan ernähren, das ist jedoch falsch. Denn es gibt einige Stoffe die in veganer Ernährung nicht vorkommen, nicht alle davon sind Lebenswichtig. Jedoch zeigen sich viele negative Auswirkungen erst nach 5-15 Jahren. Bestes Beispiel wäre hier Vitamin B12, die Alternative dazu sind eher spärlich. Soja-Drinks in großen Mengen wären nötig um das auszugleichen. Andere Alternativen sind Spritzen oder entsprechende Tabletten. 

Eine veganer Ernährung ist daher zwar möglich, aber gewiss keine "bessere" Alternative. Zudem hilft die veganische Ernährung auch niemanden, wenn sie dein Gewissen erleichtert, schön und gut, dann wären wir aber wieder bei der Pflanzen-Thematik. Am besten ist eine ausgewogene Ernährung, nicht zu viel von einer Sache, aber auch nicht zu wenig.

Um das Pflanzen-Thema abzuschließen... ein Kumpel der sich auch vegan ernährt hat mir letztens ein Video gezeigt, nachdem ich meinte es sei doch irgendwo heuchlerisch das tierische Leben über das Pflanzliche zu stellen. In dem Video wurde einem dann erzählt das Pflanzen ja angeblich keine Schmerzen spüren und der Schaden an der Umwelt durch vegane Ernährung ja geringer wäre. Allein die Tatsache das sich so ein Weltbild auch noch über das Internet verbreitet: "Es ist okay Pflanzen zu töten, denn die fühlen ja keine Schmerzen." Das ist meiner Meinung nach ein schlimmeres Weltbild als weiter Fleisch zu essen, obwohl man weiß wie schlecht Tiere teilweise gehalten werden. 

Schrecklich ist es auch, wenn sich Leute vegan ernähren und gegen Misshandlung von Tieren sind, aber selbst nichts dagegen tun.

Kommentar von wickedsick05 ,

RICHTIG. dazu kommt aber noch dass NICHT nur Pflanzen sterben beim anbau von Obst und Gemüse sondern mit Pestiziden Tiere qualvoll vergiftet werden und da kräht komischerweise KEIN hahn danach. In DE muss ein Tierversuch herhalten um die Schädlichkeit zu prüfen damit es erst zugelassen wird.

Habe ich hier bereits näher erklärt:

Umwelt:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-leben-wir-nicht-in-einer-veganen-gesellsch...

Gesundheit:

https://www.gutefrage.net/frage/gesundheitliche-vorteile-bei-veganern?foundIn=li...

Es gibt ja auch Studien die belegen dass eine Vegane welt nicht funktioniert und extrem schädlich für Umwelt ist und auch dem Welthunger nicht hilft das wollen die meisten aber nicht wahr haben weil sonst die Quasireligion vor dem scheitern steht.

http://www.elementascience.org/articles/116

Antwort
von Hardy3, 137

Du hast schon viele lange und tiefschürfende Abtworten bekommen, ich will es ganz kurz in zwei Punkten zusammenfassen:

a) die Absolutheit mancher Veganer stößt ab. Ich esse bei einer Freundes-, Familien- oder Firmenceranstaltung mal etwas, auch wenn es mir nicht so schmeckt - dann eben weniger, aber ich esse mit. 

b) Veganer neigen zum Missionieren - das kommt gar nicht gut an. Wer Verständnis für seine Haltung erwartet, muss auch andere verstehen wollen.

Antwort
von kiniro, 59

Dann fang doch wieder damit an.

Für die Ohren gewisser "Allesesser" empfehle ich den sachgerechten Gebrauch: links rein - rechts raus.

Auf der Arbeit würde ich besonders lecker ausschauende vegane Gerichte mitnehmen.
Auch so etwas wie Desserts, Kuchen und Gebäck.

Ich gehe doch nicht her und esse Tierisches, nur weil ein paar Leute da sind, die in dem Fall höchstens von 12 bis es läut' denken.

Es ist deren Problem, wenn sie dem Irrglauben "nur mit Tierischem (Fleisch) ist eine Mahlzeit komplett" unterliegen.

Antwort
von Capricornus0201, 25

Das leigt zum Teil an den Veganern selber. Ich bin im Juni mit meiner Freundin und einem bis dahin befreundeten Veganerpärchen in den Urlaub gefahren: Nie wieder!

Ich musste mir schon morgens am Frühstückstisch ernährungswissenschaftliche Vorträge der übelsten Sorte anhören. Es wurde argumentiert als Fleischesser sei ich ein Tierquäler ( ich habe 2 Katzen und die fressen nur Fleisch), mein Bier wurde aus dem Kühlschrank geworfen damit die Ihren Sojascheiss da reinstellen konnten.

Als ich dann abends den Grill anmachte und mein Steak und meine Würste grillte wurde ich angesehen als sei ich der personifizierte Satan. Nach 6 Tagen bin ich völlig entnervt nach Hause gefahren. L.G.

Antwort
von TrudiMeier, 29

Also auf der Arbeit würde ich es z. B. verheimlichen, weil es die Menschen einfach nicht verstehen.

Müssen sie das denn? Und muss man mit seiner Ernährungsweise hausieren gehen? Zweimal Nein. Und die meisten interessiert es auch nicht mal, wie sich jemand anderes ernährt. Also lebe vegan so wie du das möchtest und binde es einfach nicht jedem auf die Nase. Und alles ist gut.

Antwort
von yolose, 36

Weil es ihnen ein schlechtes Gewissen bereitet, dass du etwas tust, das SIE unterbewusst (oder manchmal sogar bewusst) auch längst wissen was richtig wäre. -> Zwickmühle! Einzige Lösung: Zorn! Der gilt aber nicht dir ... sondern meist ihnen selbst.

;-)

Im Laufe der Zeit wird sich das ändern, denn dein Umfeld wird sich verändern. Durch dich - oder weil der ein oder die andere mit dir nichts mehr zu tun haben wollen. (Kann passieren, muss aber nicht. Sollte es passieren. Lass sie ziehen ... sie waren keine echten Freunde)

Antwort
von bergbursche, 117

Hallo Moose88,

es ist die Unwissenheit und die fehlende Bereitschaft das was andere machen zu akzeptieren. Hier würde man ja eingestehen das man Fehler macht oder einen Fehler zugelassen hat. 

Zusätzlich ist es noch bequem und wer anders denkt ist herausfordernd da müsste man ja sich selbst hinterfragen.

Interessiere dich nicht für das was andere sagen sondern folge dem was dir gut tut und wovon du überzeugt bist. Du wirst bald erkennen das die Stimmen dann verstummen und dann wenn sie sehen wie gut es dir dabei geht werden manche dir folgen.

Selbst beschäftige ich mich im Moment mit vorwiegend Veganer Rohkost und hier erlebe ich dies auch aber was ich mach ist tiefe Überzeugung und ich sage auch dazu das ich es probiere und somit auch erforsche und das Ergebnis und meine weitere spätere Lebensweise ist in keinster weise festgeschrieben. Akzeptiere du auch die anderen die noch nicht können. Sie machen das was sie gelernt haben und auch glauben zu verstehen.

Gruß

Antwort
von zahlenguide, 158

sag doch einfach, dass du eine Diät machst und deshalb auf der Arbeit nur Äpfel usw. isst. Selbst wenn du total schlank bist, nehmen die Leute das als Erklärung gern an.

Antwort
von staffilokokke, 151

Verstehe ich auch nicht. Hab vorhin eine Doku gesehen, in der erklärt wurde, das sich die Gladiatoren rein pflanzlich ernährt haben. Fleisch gab es ein zweimal im Jahr. 

Antwort
von SoMean, 99

Leute die sowas machen, haben anscheinend keine eigenen Probleme oder finden ihr Leben langweilig, dass sie auf anderer Leutes Lebensweise herumhscken müssen - das ist ja nicht nur bei der Ernährung so.
Für mich persönlich wäre das auch nichts, aber ich kenne genug veganer, die super damit klar kommen.
Zudem ist es auch etwas zu Modetrend geworden, vielleicht ist es das was andere aufregt, Leute werden zu veganer, nicht aus eigener Überzeugung, sondern weil sie mitlaufen.

Antwort
von Berlinfee15, 133

Guten Morgen Moose88,

Zorn ist nicht der passende Ausdruck, vielmehr Unverständnis dafür, dass ein Veganer auf sooo vieles (freiwillig) verzichtet. Ein saftiges Steak mit passenden Beilagen....und jedem läuft das Wasser im Munde zusammen..

Veganer schütteln sich und bevorzugen dafür andere "Genussmittel" mit der eigenen Überzeugung.

Beide Seiten teilen nicht unbedingt die Einstellung der anderen Genießertour.

Das muss Dich also nicht davon abhalten Deine Einstellung und Lebensweise zu (ver)ändern.

Einer liebt Sekt, der andere bevorzugt stilles Wasser:) Jeder auf seine Weise.

Kommentar von Moose88 ,

Es geht einfach darum, dass die einen Tiere gern haben und die anderen halt zuerst an sich denken. Und jemand der sich moralischer verhält, geht einem natürlich auf die Nerven, weil er mir selbst das Gefühl gibt selbstsüchtig zu sein und andere Lebewesen für meinen Genuss leiden zu lassen. Außerdem fühlt man sich ungebildet, wenn man mit Fakten konfrontiert wird, von denen man keine Ahnung hat.

Kommentar von DinoMath ,

Mich nerven Leute, die mich fragen was ich denke um dann besser zu wissen was ich denke.

Kommentar von kayo1548 ,

"dass die einen Tiere gern haben und die anderen halt zuerst an sich denken."

Jeder Lebwesen ist egoistisch;

und das nicht Veganer Tiere nicht auch gerne haben können ist vielleicht etwas, das du so siehst - aber dadurch wird es noch lange nicht zu etwas, das andere auch so sehen.

Und auch das das moralischer wäre ist nicht richtig. Selbst wenn man die individuellen Moralvorstellungen außer Achst lässt und da den gesellschaftlichen Standard betrachtet (also pauschalisiert), so ist es unserer Gesellschaft nicht in dieser Form als moralisch definiert.

Daher frage ich dich: an was machst du das "moralischer" fest? an deinen eigenen Überzeugungen und Bewertungen ?

Kommentar von Moose88 ,

Natürlich nicht. Jemand der ein Tier für seinen Gaumenkitzel tötet, hat doch sicher keine Tiere gern. O.o Das wäre ja ein Widerspruch in sich. Da hab ich vor mir ein totes Stück Tier liegen, das nicht sterben hätte müssen und du willst behaupten Menschen, die sich Omnivor ernähren, können Tiere gern haben? Also dass diese Gleichung nicht aufgehen kann, hast du, denke ich, nun doch erkannt.

Und im Endeffekt versucht jeder der Fleisch konsumiert hier etwas zu rechtfertigen, von dem er weiß, dass es sche1ße ist.

Wenn du einfach ehrlich bist und sagst du kannst halt nicht darauf verzichten, ist das auch viel ehrlicher, als dieses herum Gerede.

Ein lebendes, fühlendes Wesen, dass sich genauso seines Lebens freuen will, wie jedes andere Wesen zu versklaven, zu schlachten und zu essen, nur weil es mir Genuss bereitet und nicht weil ich es zum Überleben brauche ... Also dass das unmoralisch ist, erkennt doch selbst ein Kindergartenkind und du erkennst es auch und versuchst es irgendwie verzweifelt schön zu reden. Was soll es denn für so eine Handlung wirklich für eine vernünftige Rechtfertigung geben?

Kommentar von kayo1548 ,

"hat doch sicher keine Tiere gern."

wenn du das so definieren willst;

Wie erklärst du dir aber dann beispielsweise das viele Landwirte sehr liebevoll mit den Tieren umgehen oder jemand der ein Steak isst ein toller Hundebesitzer sein kann dem der Hund sehr viel bedeutet;

das wäre ja dann nach deiner Schilderung unmöglich, ist aber praktisch der Fall.

"Das wäre ja ein Widerspruch in sich."

nach deiner Definition vielleicht; d.h. aber nicht das jeder deine Annahmen als Grundlage benutzt

Der Mensch kann ist auch kaum entweder oder sondern kann sich je nach Situation unterschiedlich verhalten, das muss man immer berücksichtigen.

"

Wenn du einfach ehrlich bist und sagst du kannst halt nicht darauf
verzichten, ist das auch viel ehrlicher, als dieses herum Gerede."

es geht doch gar nicht um mich und es geht auch nicht darum etwas zu rechtfertigen sondern auf objektiver Ebene zu argumentieren.

Und da sehe ich keinen Zusammenhang.

"dass sich genauso seines Lebens freuen will,"

das ist dann doch etwas Gefühlshascherei bzw Vermenschlichung.

Natürlich haben viele Tiere auch Emotionen und wollen nicht sterben, das ist klar.

"Was soll es denn für so eine Handlung wirklich für eine vernünftige Rechtfertigung geben?"

Meine Frage an was du die Moral fest machst hast du noch nicht beantwortet.

Du nimmst aber vermutlich deine eigenen Vorstellungen und Werte und setzt sie als objektiven Maßstab für alle anderen; das kann natürlich nicht funktionieren

Kommentar von junior173 ,

Der Mensch kann, der Mensch kann.. So ist es. Der Mensch kann und tut es. Er entscheidet was Nutztiere sind und was Haustiere sind, oder Hoftiere.

Der Mensch entscheidet über das Leben und den Tod von anderen Lebewesen und genau DAS steht dem Mensch nicht zu! Er hat es nicht nötig, Tiere zu essen um zu überleben. Er ist intelligent genug um Leben zu schützen und sich anders zu ernähren.

Und genau das ist es was so nervt. Der Mensch kann, also darf er. Wer hat sich so was ausgedacht?

Kommentar von Ontario ,

Ja, wer hat sich so was ausgedacht ? Macht euch die Erde untertan, so steht es in der Bibel. D. h. alles was unter der Kategorie Mensch anzusiedeln ist, darüber hat der Mensch die Macht. Schon im Alten Testament wird davon berichtet, wie Tiere geofpert werden müssen, um Gott zu danken. Das ist bis heute so geblieben und die grauenhafte Tötung von Tieren durch das Schächten , ist ein Relikt aus dieser Zeit. Auch schon zu frühesten Zeiten ging der Mensch auf die Jagd. Fleisch war Bestandteil seiner Ernährung, wenn auch nicht in dem Übermass, wie das heute bei uns der Fall ist. Massentierhaltung ist eine Schande und ein Verbrechen an der Kreatur. Tiere sind laut unserer Gesetzgebung "Sachen", im Grunde also etwas, was ohne Leben ist. Wen wundert es da, wenn so mit den Tieren umgegangen wird. Stierkämpfe gehören auch dazu. Wie kann man sich nur daran ergötzen, wenn einem Tier auf diese Art und Weise das Leben genommen wird. Angehende Toreros lernen wie ein Stier zu töten ist. Da werden Stierkälber in enge Gatter gesperrt, können nicht fliehen. Der angehende Torero  sticht auf Anweisung seines Lehrers in den Nacken des Stierkalbes. Wer das mal gesehen hat wie da ein Tier leiden  muss, dem muss es ganz einfach übel werden, wenn er auch nur noch einen Rest an Respekt vor der Kreatur hat. Im TV wird das nie gezeigt.

Kommentar von kayo1548 ,

". Tiere sind laut unserer Gesetzgebung "Sachen","

Nein, sind sie nicht.

Schau mal ins Tierschutzgesetz; das gilt z.b. nicht für Bücher oder Kühlschränke.

Kommentar von kayo1548 ,

"Der Mensch entscheidet über das Leben und den Tod von anderen Lebewesen und genau DAS steht dem Mensch nicht zu! "

sagt wer?

Der Mensch ist das einzige Tier das überhaupt eine Vorstellung von "zustehen" und "Recht" hat, das ist nichts objektiv messbares sondern etwas, das der Mensch definiert.

Und wenn du das so willst entscheidet auch jeder Löwe über das Leben seiner Beute.

" Er ist intelligent genug um Leben zu schützen "

Tut er ja trotz allem auch: Es gibt Tierärzte, Artenschutzprojekte usw.

Das ist ja kein Widerspruch

"also darf er. Wer hat sich so was ausgedacht? "

der Mensch logischerweise;  andere Tiere verstehen dieses abstrakte Prinzip des Dürfens und des Rechts nicht.

Kommentar von wickedsick05 ,

Der Mensch entscheidet über das Leben und den Tod von anderen Lebewesen und genau DAS steht dem Mensch nicht zu!

wie JEDES andere Lebewesen auch. Lebewesen sind PFLANZEN und Tiere.

Der Mensch KANN nur gesund Leben durch den TOT anderer Lebewesen.

AUCH dir ist nicht bewusst WAS Lebewesen sind dabei ist das 1. Klasse Biologie...aus UNKENNTNISS schustern sich manche Menschen die Natur zu einer idyllischen harmonischen Paralellwelt in der der Mensch nichts zu suchen hat. Bäume zu pflanzen ist gut, Bäume zu fällen ist Böse und der Jäger ist sowieso ein Mörder...

Natur defizid syndrom nennen das Wissenschaftler

Der Mensch MUSS...

Kommentar von Etter ,

Du hasst also Pflanzen? Benutzte zum Vernichten von Grünflächen n Flammenwerfer?

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