Frage von SibelAk, 630

Warum haben Menschen einen höheren Stellenwert?

Hallo: ich muss leider immer wieder erkennen, dass die Europäer ein gestörtes Verhältnis zur Tierwelt haben; die einen verspeist man, die anderen verwöhnt man, sprich Nutz- und Haustiere. Dann gäbe es noch die Asiaten, die wirklich alles essen. Ich habe mich für den Vegetarismus entschieden, weil mich immer wieder eine Frage quält: warum dürfen Tiere nicht leben? Warum müssen bestimmte sterben, weil wir meinen ohne Fleisch nicht zurechtzukommen. Ich meine, denkt ihr nie darüber nach, dass diese auch Lebewesen sind, die Gefühle haben und auch leben wollen? Warum ist es so selbstverständlich, sie zu töten und zu verspeisen? Ich habe neulich eine Reportage gesehen, wo Menschen Menschenrechte auch für Tiere fordern. Für viele klingt dies banal, aber warum nicht? Wie bereits gesagt, warum sind wir was besseres? Der Typ ist mit einem Rind umgegangen, als wäre dieser sein Kind. Eine große Fläsche nur für Tiere, die dort LEBEN können. Also: spielt die Bibel hier eine Rolle, weil sie uns verspricht, kein schlechtes Gewissen haben zu müssen? Weil "Gott" es uns erlaubt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Aleksakisu, 303

Ich kann dir nicht sagen, warum fast alle Menschen Fleisch essen, aber ich kann dir sagen, warum ich es tue.

Den gedanklichen Schritt, den du gemacht hast, habe ich auch gemacht, aber darüber hinaus auch noch einen weiteren: Ich habe über Pflanzen nachgedacht.

Auch Pflanzen sind Lebewesen. Sie haben ein Nervensystem. Wenn sie eine Verletzung haben, können sie sie wieder heilen. Bäume können bestimmte Stoffe absondern, wenn sie von Insekten befallen worden sind, um sich zu schützen. Über zum Beispiel Duftstoffe kommunizieren Bäume sogar miteinander.

Sicher heißt das nicht, dass Pflanzen auf dieselbe Art wie Menschen und Tiere denken können, doch ich bin davon überzeugt, dass sie zumindest auf eine abstrakte Art Empfindungen haben. Sie sind also Lebewesen, die Schmerzen haben können, nur vielleicht auf eine uns unverständliche Art.

Der Mensch sieht sich normalerweise eine Stufe über den Tieren und diese wiederum eine Stufe über den Pflanzen. Ich bin der Meinung, dass es genau andersrum sein sollte. Menschen essen nämlich wehrlose Tiere und Pflanzen. Tiere essen ebenfalls wehrlose Tiere und Pflanzen. Pflanzen hingegen (zumindest die meisten Arten und wenn kein unglücklicher Zufall eintritt) tun weder Menschen noch Tieren von sich aus etwas an. Sie sind viel friedlicher. Also warum tun wir ihnen etwas an?

Ich bekomme Mitleid, wann immer ich einen Blumenstrauß sehe. Diese Verstümmelung fühlender Lebewesen finde ich einfach grausam. Trotzdem ist es gesellschaftlich angesehen, seiner Freundin Blumen zu schenken. Für mich haben diese aber eher den Stellenwert eines abgetrennten Körperteils. Blumen mit Wurzeln in einem Topf sind die einzigen, mit denen man mich glücklich machen kann.

Jetzt bin ich schon viel zu weit von der Ausgangsfrage abgeschweift, also zurück zum Thema: Pflanzen zu essen finde ich nicht weniger schlimm als Tiere zu essen. Aber von irgendetwas muss sich ein Mensch nunmal ernähren. Wenn Steine ausreichen würden, wäre ich wohl eine der ersten, die auf Steinernährung umsteigt, aber leider geht das nicht.

Also muss ich das Leid von Lebewesen akzeptieren, um essen zu können. Ob es sich dabei um Tiere oder Pflanzen handelt, ist mir dann auch wieder egal - Leid ist Leid.

Der einzige Weg, um diesem Dilemma zu entkommen, wäre wahrscheinlich Selbstmord, aber dafür bin ich zu egoistisch und hänge zu sehr an meinem Leben. Macht mich das jetzt zu einem schlechten Menschen? Vielleicht - aber dann sind alle Menschen schlecht. Damit muss ich leben können.

Mir ist bewusst, dass mein Beitrag vermutlich auf viel Ablehnung stoßen wird. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch ein Wort an alle richten, die sich jetzt nur "Was für ein Unsinn" denken:

Ich bin offen für Gegenargumente und mir meiner Position gar nicht ganz so sicher, wie diese Worte vielleicht den Anschein erwecken mögen. Also bringt mir bitte eure Gegenargumente vor, wenn ihr welche findet. Aber wenn ihr keine habt, dann denkt nochmal darüber nach, ob das hier wirklich Unsinn ist oder ob ihr es nur ablehnt, weil ihr das schlechte Gewissen nicht haben wollt, das die fast unausweichliche Konsequenz des Nachvollziehens meines Gedankengangs ist.

Kommentar von SibelAk ,

Ja, soweit war ich auch bereits. Ich habe angefangen mir über die Pflanzen genauso viele Gedanken zu machen und bin dann damit geendet, wie viele ich Blumen ich in meiner Vergangenheit abgerissen habe. Ich habe mir auch die Frage gestellt, ob ich ein Mörder bin, weil ich Fliegen, Mücken und Wespen getötet habe. Meine Gedanken gehen immer weiter ins Detail (so bin ich aber auch im allgemeinen). Ich kann auch nicht aufhören, weiter zu denken. Viele würden ja gleich behaupten, dass man völlig verrückt wäre. Ich habe mich auch gefragt, ob ich ein Mörder bin, wenn ich einem Apfelbaum seine Äpfel nehme und sie esse. Gleichzeitig habe ich mir gedacht, dass sie sowieso irgendwann im laufe der Zeit abfallen werden. Das ist ein Teufelskreis und ich glaube, man sollte für sich einen Kompromiss eingehen, wie z.b.: man vernichtet auf Fleisch, isst Obst und Gemüse und nebenbei "planzt" man neues Lebens. Ich kann nämlich nicht sagen, "hey du machst einfach weiter, weil alles was du machst sowieso nichts an den Fakten ändert", weil die Gedanken sind weiterhin da. Was meinst du?

Kommentar von Aleksakisu ,

Ja, das kommt mir bekannt vor :D Insekten töte ich zum Beispiel auch nicht mehr, sondern rette sie sogar, wenn ich sie in einer Pfütze ertrinken sehe.

Zum Glück kommen diese Gedanken bei mir nur, wenn ich mich bewusst darauf einlasse. Wenn ich es nicht schaffen würde, sie beim Essen zu verdrängen, wäre ich wohl schon verhungert...

Den Gedanken mit dem Kompromiss finde ich sehr gut. Allerdings gäbe es sehr viele Möglichkeiten, so etwas zu gestalten, von denen einige sicher sinnvoller als andere sind. Irgendwann, wenn ich die Zeit dazu habe, informiere ich mich mal ganz genau zu diesem Thema und überlege mir dann, welche Variante ich in Zukunft ausleben möchte. Im Moment brauche ich aber viel Konzentration für mein Studium und habe einfach nicht die Kraft und leider auch nicht die Motivation, das zu machen... Aber ich habe es mir ganz fest vorgenommen.

Bis dahin achte ich wenigstens darauf, woher die Produkte komme, die ich kaufe.

...So, und jetzt gehe ich in die Küche und vernichte ein paar wehrlose Kartoffeln :(

Kommentar von SibelAk ,

Danke und alles Gute. :)

Kommentar von Aleksakisu ,

Gerne und danke für die interessante Diskussion ^^

Kommentar von AppleTea ,

Pflanzen haben kein Nervensystem! Das stimmt so nicht. Klar können sie Reize aufnehmen und dann reagieren, doch das hat mit Schmerz nichts zu tun. Wäre ja auch sinnfrei, wenn die Natur ihnen die möglichkeit gegeben hätte, schmerzen zu empfinden aber nicht die möglichkeit zu flüchten.

Kommentar von Aleksakisu ,

Okay, dazu habe ich gerade nochmal recherchiert... Da hat mir wohl jemand Unsinn erzählt. Danke für den Hinweis. Aber soweit ich das gesehen habe, gibt es trotzdem eine einem unterentwickelten Nervensystem ähnliche Art von Informationsweiterleitung innerhalb der Pflanzen.

Schmerzen sind vielleicht auch der falsche Ausdruck, aber Pflanzen nehmen es auf eine gewisse Weise wahr, wenn sie verletzt wurden. Sonst könnten sie doch nicht die Heilungsprozesse beginnen, die es offensichtlich gibt, oder? An denen merkt man dann auch, dass Pflanzen in gewisser Weise (wenn auch vermutlich ohne Gedanken oder Emotionen in für uns nachvollziehbarer Form dahinter) etwas dagegen haben, verletzt zu werden (sonst gäbe es keinen Grund dafür, dass die Verletzungen wieder heilen sollten). Das reicht mir als Argument gegen das Verletzen von Pflanzen, auch ohne richtiges Nervensystem und echten Schmerz.

Dass etwas keinen Sinn macht, heißt nicht unbedingt, dass es falsch ist. Das Leben hat meiner Meinung nach auch keinen Sinn und trotzdem lebe ich :)

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Aber es gibt so etwas das nennt sich Evolution und die macht auch bei Pflanzen keine Ausnahme. Die Aufgabe der Evolution ist es u.a. sinnlose Dinge auszusortieren.

Kommentar von Aleksakisu ,

Natürlich macht die Evolution keine Ausnahmen. Aber die Evolution hat auch keine Aufgaben und sortiert nichts. Die Evolution ist einfach ein Prozess, der in der Natur abläuft. Wir können ihn beobachten, analysieren und beschreiben. Aber es ist nicht so, als ob es da ein Wesen namens Evolution gäbe, das Entscheidungen trifft und durch aktive Handlungen durchsetzt. Evolution ist lediglich der Name eines beobachtbaren Vorgangs, der einfach so abläuft, weil schlecht angepasste Arten schneller aussterben. Sie passiert einfach so. Nicht, weil sie eine Aufgabe hätte, sondern weil Lebewesen und ihre Umwelt in bestimmter Weise aufeinander einwirken.

Wenn die Evolution irgendetwas "aussortieren" würde, weil es sinnlos ist, frage ich dich: Wenn Pflanzen verletzt werden, setzt eine Heilung ein. Egal, ob sie dabei im klassischen Sinne Schmerzen empfinden oder nicht, Verletzungen sind nicht gut für ihr Überleben. Es wäre sinnfrei, wenn die Natur den Pflanzen die Möglichkeit gegeben hätte, Schmerzen zu empfinden, aber nicht die Möglichkeit zu fliehen? Natürlich. Ob das nun der Fall ist oder nicht, darüber lässt sich trotzdem diskutieren. Was macht es denn aber weniger sinnfrei, dass Pflanzen offenbar verletzt werden können, aber nicht die Möglichkeit zu fliehen haben? Denn es ist eine Tatsache, dass das in der Realität der Fall ist.

Kommentar von Xipolis ,

Und was ist mit Pilzen? Sind ja weder Pflanzen noch Tiere.

Kommentar von Aleksakisu ,

Danke für den Hinweis. Ich habe mich noch nicht genug mit Pilzen beschäftigt, um eine Aussage zu denen machen zu können, aber das werde ich dann wohl demnächst mal tun :)

Kommentar von DreiGegengifts ,

Ich habe über Pflanzen nachgedacht.

Sagen wir so: Du hast es versucht.

Du plädierst also alle gleich zu behandeln, obwohl drastische Unterschiede zwischen unterschiedlichen Lebensformen bestehen. Einen vernünftigen Grund für diese Gleichbehandlung  lässt du hingegen vermissen.

Wegen den Unterschieden zwischen den Lebensformen, werden sie unterschiedlich behandelt.

Deshalb muss man keine Bedenken haben, wenn man über den Rasen läuft. Und deshalb muss man größte Bedenken haben, wenn man die industriellen Tierzüchtungsmethoden unterstützt.

Kommentar von Aleksakisu ,

Danke für deinen Beitrag. Kannst du vielleicht näher erläutern, worin die großen Unterschiede zwischen Tieren und Pflanzen deiner Meinung nach bestehen und weshalb sie Grund für eine so unterschiedliche Betrachtungsweise sein sollten? Vielleicht ist da ja ein neuer Denkanstoß für mich dabei :)

Die Bedenken bei den industriellen Tierzüchtungsmethoden habe ich auch. Ich bemühe mich, nach Möglichkeit zum Beispiel Fleisch von nahegelegenen Biohöfen zu kaufen. Die Bedenken beim Rasen kommen bei mir nur noch dazu...

Kommentar von YsuchenderY ,

Das ist ganz Einfach: (Höherentwickelte) Tiere können wie Menschen Angst, Schmerz, Trauer, etc. empfinden, Pflanzen können das nicht. Darin besteht der große Unterschied. Ich bin ähnlich wie du, und auch mir tut es leid wenn Pflanzen getötet werden, z.B. Bäume umgesägt etc. Aber es ist eben dennoch so, dass man aus ganz praktischen Gründen irgendwo eine Unterscheidung machen MUSS, wenn man leben will.

Ich finde diese Unterscheidung lässt sich am "einfachsten"  und sinnvollsten eben an dieser Fähigkeit negative Gefühle wie Schmerz, Angst etc. zu empfinden festmachen.

Eine Weizenähre stirbt auch wenn sie umgemäht wird, genau wie die Kuh beim Schlachter, aber sie verbringt die Zeit davor nicht unter unwürdigsten Bedinungen in einem Stall eingesperrt, sondern in der Natur stehend und wachsend, wie es ihr entspricht. Und sie erlebt auch keine Angst wenn der Mähdrescher dann irgendwann kommt um sie umzumähen, im Gegensatz zur Kuh auf dem Weg zum Schlachter.

Antwort
von zippo1970, 151

Hallo SibelAK!

Tja...Warum haben Menschen einen höheren Stellenwert? Gute Frage....

Letztendlich sind wir auch nur Tiere. Die Natur ist grausam. Nur die Stärksten überleben. Wer schwach oder krank ist, endet als Nahrungsmittel für andere Tiere. Menschen essen Tiere, Tiere essen Tiere, und alle essen Pflanzen, die das schwächste Glied der Nahrungskette sind. Wir Menschen sind das stärkste.

Ist es Arroganz oder Anmaßung, wenn wir uns über alle anderen Lebewesen stellen? Darüber kann man sicher diskutieren. Aber faktisch ist es der Platz, den uns die Evolution, oder die Natur, oder eben Gott zugewiesen hat. Und man kann einem Menschen keinen Vorwurf machen, wenn er diesen Platz für sich in Anspruch nimmt, und ausfüllt.

Allerdings geht die in Inanspruchnahme unseres natürlichen Platzes, mittlerweile so weit, dass sie uns zu allerlei "Perversitäten" treibt. Ich glaube nicht, das vorgesehen war, dass wir Tiere, praktisch als Industrieprodukt züchten, und unter quälerischen Bedingungen halten, und für unsere Zwecke ausnutzen.

Da zeigt sich wieder mal, dass wir Menschen dazu neigen, es zu übertreiben. Mit allem was wir tun. In der Bibel steht was von: "Macht euch die Erde Untertan"! Aber wir haben sie zu unserem Sklaven gemacht, und sind dabei sie zu zerstören.

Zu Übertreibungen neigen allerdings auch einige Tierrecht Aktivisten. Wir sollten Tiere nicht "vermenschlichen". Damit tun wir ihnen nämlich auch keinen Gefallen. Und das in Deutschland Tierschutzorganisationen mehr Mitglieder haben als Kinderschutzorganisationen, sagt doch auch einiges, über uns Menschen aus.

Ich esse gern Fleisch. Ich esse viel Fleisch. Aber ich weiß auch das es so nicht weiter geht. Wir nutzen Tiere nicht mehr, sondern beuten sie aus. Wir essen zuviel Fleisch, und bieten es zu billig an.

Ich versuche mich in den letzten Jahren, bewusster zu ernähren. Mehr Gemüse, weniger Fleisch. Und wenn Fleisch, dann mit entsprechender Qualität, auch in der Haltung der Tiere. Eine meiner Töchter hatte  da großen Einfluss auf mich, da sie sich auch vegetarisch ernährt. Aber ich bin kein Heiliger. Ich komme schwer an einer Currywurstbude vorbei. 

Veränderung ist schwer. Sie braucht Information und Zeit zum reifen. Man sollte auch kein Dogma daraus machen. Denn mit Überheblichkeit und "Besserwisserei" wird man nur schwerlich einen "Fleischfresser", auf einen anderen Weg führen.

Die Zukunft wird anders aussehen. Denn der Mensch ist als intelligentestes Lebewesen durchaus fähig, Fehler einzusehen, und zu korrigieren. 

Ich bin sicher, dass in 100 Jahren kaum noch Fleisch gegessen wird. Schon allein wegen der steigenden Weltbevölkerung. Die vielen Tiere, die wir zum Verzehr halten, "vernichten" zu viele Ressourcen, an pflanzlicher Nahrung, und Wasser. Pflanzen sind besser dazu geeignet, die wachsende Zahl der Menschen zu ernähren.

Schon in 50 Jahren, werden wir Fleischesser, die heutigen Raucher sein. Die Mehrheit der Bevölkerung wird von unserem Fleischgenuss angewidert sein.

Also bleib ganz entspannt mit uns Fleischessern. Die Zeit arbeitet für dich!

LG :-)


Antwort
von Ottavio, 85

Deine Idee in den letzten beiden Sätzen scheint mir keineswegs absurd zu sein, auch wenn wir wohl noch etwas weiter zurückgehen müssen in der Religionsgeschichte. Aber in der Bibel ist noch einiges davon zu sehen. 

Es zeigt sich zweierlei: Ja, die Menschen gaben sich selbst immer einen höheren Stellenwert als den anderen Tieren.  Aber auch: Sie hatten immer ein schlechtes Gewissen dabei, ohne Erlaubnis eines "Gottes" Tiere zu töten. Der letzte Überrest davon ist das Opferfest im Islam.

In der Steinzeit haben die Menschen "höhere Tiere" nicht einfach getötet und gegessen. Die "Seele" dieser Tiere war nämlich in einer Gottheit verkörpert, die für sie "zuständig" war: Zeus für die Stiere, Hera für die Kühe, Neptun für die Pferde, Pan für die Ziegen, Diana für die Hirsche und Rehe, Maia für die Schweine, JHVH für die Schafe. 

Die Menschen hatten ein schlechtes Gewissen, wenn sie Tiere töteten.

Um es zu erleichtern, brachten sie der zuständigen Göttin oder dem zuständigen Gott ein Opfer dar von dem passenden Tier. Aber das Opfertier wurde im allgemeinen nicht ganz verbrannt, sondern das Blut wurde nach unten in die Erde geopfert, die Eingeweide (außer der Leber) mit dem Eingeweide Fett wurden verbrannt und als Rauch nach oben geopfert.

Ja, in der Bibel, im Alten Testament, ist noch viel davon zu lesen. Daher stammen auch die Spesevorschriften. Das Schwein gehörte wie gesagt zu Maia, der Fruchtbarkeitsgöttin (ital. maiale = Schwein). In Kannan und Babylon war das Ischtar=Astarte. Mit keiner anderen Gottheit wurde in Israel so viel Abgötterei getrieben wie mit ihr, mehr noch als mit Baal mit dem Kalb. Kein Wunder, dass das Schwein als hochgradig unrein galt.

Und so ist es im Judentum und im Islam ja noch immer.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Nahrung, 56

Hallo! Du hast schon viele Meinungen - ich beschränke mich auf ein Zitat : 

"Es wird ein Tag kommen, an dem die Menschen über die Tötung eines Tieres genauso urteilen werden, wie sie heute die eines Menschen beurteilen. Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen, wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen." Leonardo da Vinci.

Antwort
von skogen, 199

Ich stelle mich nicht über Tiere, ich bin auch nur eines. Aber du musst auch wissen, dass Tiere nicht auf die selbe Art wie wir denken. Eine Katze denkt anders, als ein Fisch.

Zudem sind wir Omnivore, wie manch anderes Tier auch, deshalb lebe ich auch so. Warum sollten Tiere sowas ändern?

Allerdings achte ich sehr darauf, woher mein ESSEN kommt. Tier wird selbst geschlachtet, nachdem sie ein langes artgerechtes Leben hatten; pflanzliches wird selber angebaut; nur das nötigste (auch an Chemie) wird aus dem Laden gekauft; viel wird selbst gemacht. Mein Freund und ich sind größtenteils Selbstversorger, juhu.

Im Übrigen, für deine Milch und Eier, aus den Supermarkt, sterben auch Tiere. Was denkst du passiert mit Ihnen, wenn sie kaum noch Eier legen oder die Kühe kaum Milch geben? Am besten holst du solche Produkte vom Nachbarn oder vom Kleinbauer aus'm Nachbardorf.

Kommentar von AppleTea ,

Nicht nur die ausgebeuteten Tiere selbst sterben, sobald die Produktion nachlässt. Für Milch sterben Kälber und für Eier sterben männliche Kücken, indem sie lebend geschreddert oder vegast werden.

Antwort
von Elizabeth123, 55

Viele Menschen sagen ,,Das ist doch nur ein Tier''. Sie Verstehen nicht, dass Wir auch Tiere sind. Der Mensch denkt jedoch, dass er nur weil er sich so entwickelt hat etwas besseres ist.

Natürlich ist es traurig, dass so viele Tiere getötet werden und der Mensch ist zu viel Fleisch, aber egal ob man selbst auch ab und zu Fleisch ist, oder nicht- du wirst daran leider nichts ändern können. Ich habe auch oft schlechtes gewissen, wenn ich Fleisch esse, aber wenn ich es weg schmeiße wird das Tier auch nicht lebendig. Außerdem wissen viele Menschen nicht, dass wenn wir nicht Häuser hätten und die Natur so zerstört hätten, andere Tiere uns auch essen würden. Es ist auch ungerecht, dass es falsch ist, wenn man sagt das Tier isst und es heißen muss das Tier frisst. Der Mensch denkt er ist etwas besseres :(

Antwort
von meliglbc2, 89

Ich finde dieses Thema ehrlich gesagt etwas schwierig, da der Mensch nun mal eben Fleisch und Pflanzenfresser ist.

Und die Natur hat es eben so geplant, dass der Schwächere vom Stärkeren gegessen wird. Ein Löwe zb. wird, egal was passiert jagen und nicht Mitgefühl entwickeln und plötzlich zum Pflanzenfresser werden. Was ich damit sagen will ist es, dass selbst die Tiere untereinander jagen, essen und ohne darüber nachzudenken ob dies jetzt nun richtig ist oder nicht.

Unsere Vorfahren mussten auch jagen und damals war Fleisch das Wichtigste fürs Überleben und ist es heute eben auch noch.

Antwort
von AppleTea, 153

Was du meinst nennt man Speziezismus. Finde es auch unter aller Sau. Zum Glück denken aber nicht alle so :)
Man kann andere Lebewesen auch respektvoll behandeln und dennoch essen sofern es notwendig ist (Irgendwelche Urvölker etc.).

Antwort
von zahlenguide, 113

Nahezu alle Menschen essen Fleisch. Selbst die Hindus in Indien essen zu 50 Prozent Fleisch, weil der Wohlstand in den indischen Städten es zulässt. Muslime essen Fleisch, Juden auch, Christen sowieso, man könnte die Liste ewig fortsetzen...

Ich denke, dass Dein Anliegen sich aber von ganz alleine regeln wird. Früher oder später werden unsere Nahrungsmittel sowieso durch Erfindungen ersetzt. Ob es nun ein 3-D Modell ist, dass aus irgend einer Paste Geschmäcker nachäfft oder ob es Tabletten sind (wie bei den Astronauten), die alle Nährstoffe enthalten - es wird bestimmt einen Nahrungsersatz geben. Dann wird die Natur extrem geschont, weil man Ackerbau und Viehzucht so gut wie gar nicht braucht. Einzelne Menschen werden dann sicherlich trotzdem noch altmodisch essen, aber das wird auch geben.

Bis dahin müssen sich Vegetarier und Veganer allerdings überlegen wie sie die Tiere selbst dazu bekommen endlich die anderen Tiere in Ruhe zu lassen XD

Der Ursprung des Tiere Verspeisens liegt übrigens einfach im Nachahmen von anderen Raubtieren. Das Christentum kam viel viel später.

Kommentar von grubenhirn ,

Bis dahin müssen sich Vegetarier und Veganer allerdings überlegen wie
sie die Tiere selbst dazu bekommen endlich die anderen Tiere in Ruhe zu
lassen XD

Dazu hatte ich schon eine Idee:

https://www.gutefrage.net/frage/sollten-wir-die-menschen-den-circle-of-life-fina...

Antwort
von Thyralion, 170

Ich denke dass es nur sekundär etwas mit der religiösen Sicht der Dinge zu tun. Hauptgrund ist schlicht, dass sich der Mensch als die Spitze der Evolution wahrnimmt und auch dementsprechend handelt. Alles was er sich zu Nutze machen kann, wird auch seinem Willen entsprechend genutzt. Dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist ihm nicht bewusst.

Er ist genauso ein aggressiver wie zerbrechlicher Organismus, der ohne radikale Anpassungen seiner Umwelt an seine Bedürfnisse, kaum dort in der Nahrungskette stehen würde, wo er sich befindet. Vom seinem Verhalten her würde er am besten mit einem Bakterium oder Virus zu vergleichen sein. Der Wirt, den er für sich erobert, liegt ihm nicht am Herzen, bis er diesen mit seinem unersättlichen Hunger und der maßlosen Vermehrung verzehrt hat. Aber da uns der tatsächliche Weitblick fehlt, ist das eine eher unbequeme Wahrheit, die nur von wenigen als solche anerkannt wird. 

Antwort
von najadann, 177

Eine Ernährung ohne Fleisch ist nicht ganz unproblematisch.
Da muss man sich ausgewogen ernähren sonst bringt dir das nur Probleme.

Die Natur hat es sich so eingerichtet dass wir Allesfresser sind,../ der Mensch gehört der Gattung Fleischfresser an. Versuch mal eine Katze vegetarisch zu ernähren.  :-) 

Kommentar von ilinalta ,

Es gibt so Spinner, die ihre Katzen und/oder Hunde ebenfalls vegan ernähren, weil sie selbst Vegetarier/Veganer sind

Antwort
von asidani, 176

Naja das kommt jetzt darauf an...
Fleisch essen machen die meisten, aus dem Grund weil Fleisch eben schmeckt und man es viel leichter kaufen kann als Fleisch Ersatz ( zumindest bei mir in der Gegend) und es kommt nicht darauf an ob wir das Tier nicht leben lassen wollen aber wir Menschen sind nunmal allesfresser.
Ich meine das ein Löwe Tiere Jagt und Tötet da hast du vermutlich auch nichts dagegen oder? Weil das ist eben seine Natur. Aber wir Menschen? Das liegt nunmal auch in unserer Natur!

Meiner Meinung nach ist es so, Fleisch essen ist in Ordnung, solange das Tier ein schönes Leben hatte! Wenn ich mir jetzt mal so anschaue wie manche Bauern mit den Tieren umgehen, auf engstem Raum eingesperrt zu sein und so denke ich mir auch auf das Fleisch Verzichte ich gerne, das schmeckt auch nicht so gut!

Und genau das gleiche ist mit den Eiern, hast du mal gesehen (du sagtest du bist Vegetarier, dass heißt du isst kein Fleisch aber Käse, Milch und Eier)! Aber wenn du dir Jetzt mal die Hühner anschaust wie sie auf Engstem Raum leben auch bei BiO kann man sich nicht immer 100% sicher sein! BiO heißt ja so viel wie keine Antibiotika aber Freilandhaltung bei denen 200Hüner in 1 m2 untergebracht sind (Übertreibung) geht in Ordnung... (Nicht immer aber kommt vor und richtig kontrollieren kannst du das auch nicht)

Oder wie Oft hast du schon eine Mücke erschlagen (das ist ja auch ein Tier!) und du kannst mir jetzt nicht erzählen das wenn dich ne Mücke mitten in der Nacht aufregt, das du sie dann sorgfältig mit nem Glas einfängst und nach draußen bringst) sag wenns doch so ist! Aber ich glaube es dir entweder nicht oder halte dich für Verrückt.

Versteh mich nicht Falsch ich mag damit NICHT sagen es ist schlecht/ Nutzlos sich Vegetarisch zu ernähren weil mal im ernst es ist gut das es noch Leute gibt die sich um die Tiere Gedanken machen ich versuche nur dir zu erklären wie ich das jetzt sehe, und ja ich glaube ich habe es abundzu Grammatikalisch nicht ganz richtig Formuliert aber das kann ich nur ändern wenn ich mir alles nochmal durch lese :-) wofür ich grad keine Zeit habe.

Hoffe ich konnte es trotzdem so einigermaßen rüberbringen

LG Daniel

Kommentar von DreiGegengifts ,

Meiner Meinung nach ist es so, Fleisch essen ist in Ordnung, solange das Tier ein schönes Leben hatte!

Also dann in 95% der Fälle nicht.

Kommentar von asidani ,

Wie recht du hast...
Gut das ich einen Kunden habe bei dem ich weiß das er seine Tiere gut behandelt bei den ich meist so 7-8 mal im Monat Fleisch kaufe.

Das kann ich mir natürlich nicht immer leisten aber naja

Antwort
von grubenhirn, 109

Es ist ganz einfach!

Schau dir diesen Satz an : "Es sind ja auch nur Tiere", ein Satz voller Dummheit und Unwissenheit, wie er von vielen Gebraucht wird. Er widerspiegelt deren Denkweise hervorragend wieder.

Es gab seit der Entwicklung der Hochkultur immer wieder Strömungen von gebildeten Personengruppen, die sich für eine vegetarische Lebensweise ausgesprochen haben und diese auch konsequent ausgelebt haben: Die Pythagoreer zum Beispiel (u.a wegen der Idee der Seelenwanderung).

Die abrahamitischen Religion, die nach der Antike entstanden sind, haben sicherlich auf Gewisse Menschennaturen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf ihr Denken, insofern, dass sie als minderwertige Kreaturen im Vergleich des göttlichen Menschen dargestellt werden.

Dazu muss man sagen, dass die großen Weltreligion eine starke Versimplifizierung von den philosophischen Gedanken der Antike sind.

Ursache dafür ist, dass die philosophischen Gedankengebäude viel zu kompliziert waren für das einfache Volk, so dass man - aufgrund immer größer Gemeinschaften (im Vergleich zu ein paar tausend Bürgern in einer griechischen Polis) einfache Weltbilder benötigte, um die Menschen fit für das diesseitige Dasein zu machen, um Sinn zu stiften usw., da der Großteil der Menschen sich nicht so intensiv damit beschäftigen konnte.

Aber natürlich spielt die Religion nicht zwanghaft diese große Rolle, schließlich gab es auch schon immer Menschen die Fleisch gegessen haben.

Es ist halt eine Fähigkeit, so reflektiert zu denken, zu erkennen, dass man selbst nichts anderes ist, als das Tier, das man frisst.

Und genau daran liegt es!

Es ist erstaunlich wie ein Wesen, welches gerade einmal 120 Jahre leben kann, so dermaßen von allem überzeugt ist und meint der Nabel der Welt zu sein, wo der Mensch doch nicht mal sich selbst erzeugt hat, nur ein Ergebnis der Naturgesetze ist, der Evolution, und seine eigene Existenz relativ bald wieder dahin schwindet. Die Kontrolle, die nie da war, löst sich auf, erkennbar als Illusion, und wieder sind wir machtlos im kosmischen Weltengang.

Wer weiß wo man sich wiederfindet: Ich halte es für vernünftiger besser nicht zu viel Leid zu generieren!

Antwort
von PaSan, 30

Tiere essen sich untereinander auch gegenseitig und für den Menschen war es früher lebensnotwendig, auch Fleisch zu essen, weil er vom Rest nicht satt geworden wäre. Guck dir alleine mal das menschliche Gebiss an, der Mensch ist omnivor.

Übrigens kommen bei der Ernte von dem, was du noch isst jede Menge Nagetiere und Vögel durch Erntemaschinen zu Tode. Und ich will gar nicht wissen, wie viele Ameisen du heute zertrampelt hast oder wie viele Mücken du im letzten Sommer totgeschlagen hast...

Antwort
von michi57319, 125

Macht euch die Erde Untertan. Ja, die Bibel manifestiert sozusagen eine Nutzung der Erde, wie sie lange vor der Bibel schon gelebt wurde.

Antwort
von staffilokokke, 132

Gäbe es überhaupt genug Agrarfläche um die Menschen vegetarisch zu ernähren ? 
Wären dann die Tiere nicht unsere Fresskonkurrenz ?

Kommentar von Schweinsbraten4 ,

Das Tierfutter benötigt die zehnfache Agrarfläche, die ausreichen würde, um uns zu ernähren

Kommentar von TitusPullo ,

Ja gut, nur braucht das Tier nicht dann immer noch Futter und sogar mehr? Denn die würden sich ja unkontrolliert vermehren, man will ja schließlich niemanden töten ;)

Antwort
von Spirit528, 32

Ich ernähre mich seit 4 Jahren vegetarisch. Noch nicht vegan aber das liegt vor allem am Käse (Käseersatz ist nicht so günstig und einfach zu bekommen wie es scheint) und den Eiscreme-Herstellern.

Seit ich clean (von toten Tier-Teilen) bin, hatte ich viele "WTF?"-Momente. 

Darauf kannst Du wetten, dass die Auslegung der Bibel eine wesentliche Rolle bei dem Schlachtzug gegen die Natur mit all ihren Lebensformen spielte. Davor gab es zwar auch Fleischfresser, doch dies war immer sehr zweckmäßig und keineswegs weil man sich überlegen fühlte und aus Spaß tötete wie wir es heute tun. Die meiste Zeit (45 Mio Jahre) aß der Mensch aber vegetarisch.

Antwort
von hamking, 161

Ob Menschen einen höheren Stellenwert haben oder nicht ist eine frage der persönlichen Einstellung. Das kann jeder für sich selbst entscheiden. 

Kann man auf Fleisch verzichten? Klar. 

Aber wenn du denkst, dass nur weil du kein Fleisch mehr isst, keine Tiere deinetwegen sterben oder leiden müssten liegst du falsch. 

Was glaubst du denn wem der Lebensraum gehörte bevor da all die Nutzplanzen (Weizen, Mais, etc) angplanzt wurden? Weisst du wie viele Rehkitze jedes Jahr in unseren Feldern sterben wenn der Mähdrescher kommt? Oder wie viele Hasen geschossen werden damit sie nicht die Ernte fressen?

Es gibt unzählige Tiere (und Menschen) die leiden und sterben müssen aufgrund unserer Lebensweise. Auch wenn du Vegatarier, oder Veganer bist, sterben und leiden trotzdem Tiere deinetwegen. 

Leben ohne Tod ist nicht möglich. 

Kommentar von Xipolis ,

Also, wenn man absolut vegetarisch oder vegan leben will, kann man hier in Deutschland tatsächlich Lebensmittel und auch sonstige Produkte einkaufen, bei Deinen Tiere nicht willentlich ums Leben gekommen sind und bei Deinen Unglücksfälle auch überwiegend vermieden werden. Jedenfalls dann, wenn man bereit ist, dafür mehr zu bezahlen.

Kommentar von hamking ,

Nein kann man nicht. Zumindest nicht wenn man etwas weiter denkt. 

Für die Strassen auf denen du gehst, für das Haus in dem lebst, für das Handy das du benutzt, wurden Rohstoffe abgebaut, ist Lebensraum von Tieren verschwunden. Dabei leiden Tiere, dabei sterben Tiere. Teilweise sogar Menschen. 

Also bitte hört endlich auf mit diesem "für mich muss kein Lebewesen leiden" Quatsch. Das ist nicht Möglich so zu leben ohne das jemand anderes dafür strirbt oder leidet. 

Du kannst das leiden, resp sterben von Tieren minimieren, aber nicht komplett verhindern. Egal ob du vegan lebst oder nicht. 

Kommentar von DreiGegengifts ,

Was glaubst du denn wem der Lebensraum gehörte bevor da all die Nutzplanzen (Weizen, Mais, etc) angplanzt wurden? Weisst du wie viele Rehkitze jedes Jahr in unseren Feldern sterben wenn der Mähdrescher kommt? Oder wie viele Hasen geschossen werden damit sie nicht die Ernte fressen?

Also auf Tierisches verzichten. Denn die Tierzucht verschlingt mit Abstand die meiste Ackerfläche.

Kommentar von hamking ,

Liebe, oder lieber, DreiGegengifts. Da liegst du falsch. 

Der grösste Teil der Agrarplanzen wird für die Nahrung von Menschen verwendet. 

Aufteilung weltweit:

67% für Nahrungsmittel

24% für Tiernahrung

9% andersweitig, wie etwa Biotreibstoff

Quelle: http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/3/034015/meta;jsessionid=7...

Es geht mir nicht darum Fleischesser zu verteitigen oder moralischen zu rechtfertigegen. 

Es geht mir nur darum aufzuzeigen das in unserer Gesellschaft, in den Industrieländern, es schlichtweg nicht möglich ist so zu leben, das niemand anderes leiden muss. Egal ob man veganer ist oder nicht. Du kannst die Augen davon verschliessen oder es einfach akzeptieren. Aber es ist ein Fakt. 

Kommentar von zahlenguide ,

bedenke alleine wieviel fläche den tieren durch einen großstadt verloren ging; bedenke, dass tierwanderungen oft gar nicht mehr möglich sind, weil der mensch einfach überall ist - es gibt zwar projekte, die versuchen den tieren trotzdem routen zu schaffen, bei denen sie wandern können, aber der mensch braucht einfach viel fläche - allerdings wird es auch besser; so hat man in china 20 prozent der flüsse bereits reinigen können, indem man die schadstoffe der flüsse maß und wenn z.B. zuviel bleib im fluss war hat man pflanzen eingesetzt, die blei lieben, wenn es zu wenig sauerstoff im fluss gab, hat man viele kleine wasserfälle gebaut - und das alles hat kaum geld gekostet und den menschen vorort sehr viel gebracht - china wird - glaubt es oder nicht - irgend wann das sauberste land der erde sein, denn sauberes wasser erzeugt auch saubere luft (natürlich nicht als hauruck-aktion, aber es sind trends zu sehen); auch eröffnet china mittlerweile jede woche ein neues kohlekraftwerk, welches durch modernste filter so gut wie keine schadstoffe mehr abgibt - wäre schön wenn es solche projekte in europa auch geben würde - aber die zeit wird auch noch kommen

Antwort
von JanfoxDE, 7

Da die meisten Leute denken das die Tiere es nicht Wert sind, dank der niedrigen Intelligenz dessen Tiere besitzen.

Antwort
von Imago8, 129

Ich esse Tiere und Pflanzen, weil ich es für natürlich halte, mich so zu ernähren. Ich halte es auch für natürlich, Tieren das Leben zu nehmen, um sie zu essen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht anerkennen würde, das Tiere und vielleicht sogar Pflanzen Empfindungen haben (letzteres kann ich einfach nicht auschließen). Und es bedeutet auch nicht, dass ich weniger Respekt vor ihnen habe. Im Gegenteil.

Ich bin den Lebewesen, die ich esse, sehr dankbar dafür, dass sie mich am Leben erhalten. Ich bin hochgradig abhängig von ihnen (vor allem von Pflanzen), daher ist ihr Stellenwert für mich sehr hoch.

Da ich selbst ein empfindsames Lebewesen bin und mir zusätzlich über die Empfindsamkeit anderer Lebewesen Gedanken machen kann, versuche ich, dabei so wenig Leid wie möglich zu verursachen. Das gelingt mir nicht in allen Bereichen gleich gut. Es fällt mir z.B. sehr schwer, auf Milchprodukte, vor allem Käse, zu verzichten. Sehr leicht fällt es mir allerdings, keine Fleisch- und Wurstwaren aus fragwürdiger Haltung zu kaufen. Manche Tiere fange und töte ich selber (Fische, Insekten). Und die meisten Fleischprodukte, die ich zu mir nehme, stammen entweder aus Supermarkt-Mülltonnen (es wird sehr viel verwertbares weggeworfen) oder von Freunden, die mich zum essen einladen. Ich habe Jäger in meinem Bekanntenkreis, bei denen es hin und wieder Reh oder Wildschwein gibt. Dabei reden wir oft über das Töten, über das Tier was wir essen, wie es erlegt wurde, was es für das Tier bedeuten könnte, ein bejagtes Tier zu sein. Was es für den Jäger bedeutet, auf die Jagd zu gehen. Dabei hat jeder unterschiedliche Vorstellungen und Positionen. Und das ist wichtig. Es bleiben immer Fragen offen.

Auch wenn ich das Töten von Tieren zur eigenen Nährstoffversorgung für natürlich halte, ist das Töten für mich keineswegs eine selbstverständliche Angelegenheit. Und vor allem sollten Tiere auch wie Tiere behandelt werden und nicht wie Produkte bzw. Waren. Das bedeutet, wann immer der Mensch Tiere für sich nutzt, sollte er versuchen, ihre Bedürfnisse so gut es geht anzuerkennen und zu erfüllen. Wenn ich mir die aktuelle Situation in der Nutztierhaltung anschaue, dann gibt es da noch sehr viel Verbesserungspotenzial.

Es ist leider so, dass sehr vielen Menschen die Herkunft ihrer Lebensmittel und anderer Produkte völlig gleichgültig ist, egal ob es sich um Fleisch, Gemüse, Kleidung oder technische Geräte handelt. Solange das so bleibt, wird es auch weiterhin viel mehr Leid geben, als es eigentlich geben "müsste".

Meine Ideale und mein Verhalten stehen nicht immer im Einklang zueinander. Manche Widersprüche scheinen unauflösbar. Vieles ist verbesserungswürdig. Begriffe wie "richtig" und "falsch", verhindern oft einen offenen, konstruktiven Austausch über die Dinge, die uns bewegen. Zu schnell gleitet man dann in eine Diskussion über "die Wahrheit" ab (die es nicht gibt), statt zu den Feinheiten, zu den eigenen Widersprüchen, zu den eigenen Empfindungen vorzudringen und gleichzeitig der Einstellung des Gegenübers Raum zu geben, egal ob man diese gut oder schlecht findet.

Antwort
von Suboptimierer, 107

Außer dass manche Tiere als Schädlinge betrachtet werden, die Verwertungsmöglichkeiten von Tieren als positiv empfunden werden und Fleischprodukte einen eigenen Geschmack haben, der sehr gut ankommt, gibt es nicht viele Argumente für das Töten von Tieren. Die global wachsende Bevölkerung, die immer mehr Platz beansprucht eventuell noch.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob du das lesen willst, was ich geschrieben habe. Willst du das überhaupt verstehen oder ist deine Frage rhetorisch?

Antwort
von Panazee, 57

Sowohl unser Gebiß, als auch unser Verdauungstrakt deuten darauf hin, dass wir Omnivoren sind. Sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu uns zu nehmen ist für uns die natürliche Ernährung. Die Natur ist nun mal so. Es gibt Tiere, die Tiere essen und wir gehören zu dieser Art.

Unnatürlich ist die Massentierhalten mit all ihren negativen Folgen.

Antwort
von howelljenkins, 81

"die asiaten, die wirklich alles essen" ... nee, iss klar. schlitzaugen sind alle gleich, asien ist quasi ein einziges riesiges land und du kennst dich mit der "asiatischen kueche" (woll?) bestens aus.

der mensch stellt sich ueber das tier, weil er es KANN. gut moeglich, dass es eines tages uns ueberlegene wesen geben wird, fuer die menschen auch rechtelos sind.

was du persoenlich davon haeltst ist irrelevant aber deine meinung bleibt dir unbenommen. 

davon abgesehen, wenn wir tiere nicht domestizierten, wuerden wir sie vermutlich trotzdem als nahrungsquelle jagen (wie dammals, woll?) und umgekehrt wuerden carnivore tiere natuerlich auch menschen jagen.

ich persoenlich ziehe das essen von domestizierten tieren, die ich nicht selbst jagen muss, vor. ist fuer mich auch ein stueck menschheitsgeschichte und ergebnis unserer entwicklung.

Antwort
von Temas, 57

In der Bibel steht folgendes:

Genesis 1, Kapitel 1

26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.  27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.  28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.

Gott hat die Tiere den Menschen untergeordnet. Und auch wenn man nicht religiös ist, so sind wir nun mal die intelligenteste Spezies auf der Erde, auch wenn man das oftmals zu bezweifeln vermag.

Menschen haben größere, komplexere kognitive Fähigkeiten, können für langen Zeitraum voraus planen, philosophieren und argumentieren, denken und über das Denken denken, wir haben einen freien Willen und vor allem auch das was den Menschen am meisten ausmacht, unsere Kultur. 

Aber nur weil, Menschen in dieser und anderer Hinsicht, den Tieren weit voraus sind, heißt das nicht, dass wir mehr wert sind, oder einen höheren Stellenwert hat.

Tiere sollten Rechte haben, aber nicht die der Menschen. Menschen sind nicht besser, aber sie sind anders, und genau das ist der Punkt. Tiere kann man unmöglich mit Menschen gleichstellen.

Viele Religionen verbieten selbstverständlich Tierquälerei, jedoch gibt es einige Religionen, die in der Wüste und anderen unfruchtbaren Gegenden entstanden sind, in diesen waren die Menschen hauptsächlich auf Fleisch angewiesen (bezieht sich vor allem auch auf den Islam und Opferfest).

Tierhaltung wurde nur betrieben wenn auch ein Nutzen vorhanden war, Haustiere so wie wir sie heute kennen waren eher seltener. 

In der westlichen Welt haben wir im Wandel erlebt, sodass wir Tiere nun in zwei Kategorien einteilen, einmal die "süßen" Haustiere, die wir lieben und schätzen, und einmal die, die bei uns auf dem Teller landen. Wobei Nutztiere auch noch vorhanden sind.

Es wird als moralisch schlecht eingestuft wenn eine Katze oder Hund in einigen regionalen Gegenden und Kulturen geschlachtet und verzehrt wird, wobei diese nicht mehr oder weniger Wert sind als das alltägliche Schwein oder Rind, das es bei uns gegessen wird.

Antwort
von Schweinsbraten4, 160

Es ist so: Der Mensch isst Tiere nicht, weil er sich für "besser" hält, sondern weil es sich im Laufe der Evolution so ergeben hat. Der Mensch ist ein Allesfresser der auch tierische Nahrung benötigt. (Wobei Fleisch kein Muss ist) 

In welcher Form Tiere Gefühle haben weiß man nicht so genau. Niedere Tiere (Nieder im Sinne von nicht so weit entwickelt) haben keine Gefühle wie Trauer oder Angst. Insekten sind nun mal zu allererst ein Nahrungsmittel. Höhere Tiere wie Säugetiere haben aber Angst, und bis zu einem gewissen Grad sind sie auch traurig. Sie "wollen" aber nicht leben so wie du zum Beispiel ins Kino gehen "willst". Sie wissen garnicht, dass es sie gibt und dass sie leben. (Delphine und Primaten schon, aber die essen wir ja nicht) Sie haben einen Instinkt, der sie leitet und ihnen sagt, dass sie überleben sollen. Daher haben sie auch Angst, weil ihr Instinkt sagt, dass sie in einer Gefahrensituation sind. 

Tiere zu halten und zu verspeisen ist normal, was aber nicht normal und definitif falsch ist, ist Massentierhaltung. Dabei leiden die Tiere, was wirklich nicht gut ist. 

Kommentar von Dackodil ,

In Afrika werden durchaus Affen gegessen.

Sogenanntes bushmeat.

Kommentar von Schweinsbraten4 ,

Ich hane gewusst, dass so ein Kommentar kommen wird. In Pstasien werden auch manchmal Delphine gegessen. Die Frage war aber vor allem auf Europäer bezogen. :)

Kommentar von Xipolis ,

 (Wobei Fleisch kein Muss ist) 

Weil es in der modernen Medizin Medikamente gibt, die dann die entsprechenden Stoffe liefern?

Sie "wollen" aber nicht leben so wie du zum Beispiel ins Kino gehen "willst". Sie wissen garnicht, dass es sie gibt und dass sie leben. (Delphine und Primaten schon, aber die essen wir ja nicht) Sie haben einen Instinkt, der sie leitet und ihnen sagt, dass sie überleben sollen. Daher haben sie auch Angst, weil ihr Instinkt sagt, dass sie in einer Gefahrensituation sind. 

Also, wenn ich an unsere verstorbene Katze denke, wollte die auch immer ganz genau bestimmte Sache haben und hat dabei auch alle ihre Tricks eingesetzt um uns zu überzeugen. Und nachdem sie einmal im Alter operiert werden musste, war sie danach richtig anhänglich. Hatte schon das Gefühl, dass sie an ihrem Leben gehangen hat.

Antwort
von Krjhg, 183

Fragst du eine Hyäne, wieso sie Fleisch isst? Wieso muss der Mensch das hinterfragen, nur, weil er Verstand besitzt? Du selbst kannst dich ja entscheiden, wie du möchtest. Und ich entscheide mich dazu, Gemüse UND Tier zu essen. Ich versuche dabei immer darauf zu achten, dass die Lebensbedingungen für die Tiere gut waren, aber das ändert nichts daran, dass sie für mich Nahrung sind.

Und was Haustiere angeht: Das gilt in anderen Ländern ja anders. In Indien sind Kühe heilig und in manchen asiatischen Ländern isst man Hühnerfüße. Das ist einfach die Kultur.

Kommentar von Xipolis ,

und in manchen asiatischen Ländern isst man Hühnerfüße

 Was soll denn dieser Vergleich? Zum einen besser als wegschmeißen und zum anderen nichts schlimmes dran. Was die Chinesen daran finden weis ich selbst zwar auch nicht, aber es schmeckt eben wie knorpeliges Hühnchen. Und es wird auch nicht der ganze Fuß gegessen, denn dadrin ist auch noch Knochen.

Antwort
von AzunaSherou, 194

Naja, meiner Meinung nach gibt es wirklich mehrere Abstufungen vom Umgang mit Tieren:

Da wären einmal die Vegetarier oder Veganer, die dies unter anderem wegen ihrer Liebe zu Tieren machen.

Zum Zweiten gäbe es solche Menschen wie mich, die zwar Fleisch essen, Tiere aber trotzdem lieben und auch nicht mögen, wenn sie leiden. Trotzdem, und das muss ich leider sagen, schmecken mir einfach Fleischgerichte.

Und dann gäbe es da noch die Extreme der Tierquäler, die ihre eigenen Haustiere wie Dreck behandeln und sich für etwas besseres halten.

Ich halte mich keinesfalls den Tieren überlegen und finde die Rodung bzw. Zerstörung ihrer Lebensräume daneben. Auch die Abgase gehen mir auf die Nerven. (Also bei nicht weit entfernten Zielorten, zu denen man auch laufen kann oder mit dem Fahrrad fahren.) Trotzdem gehört Fleisch zu meinem Leben dazu.

LG Azuna

Antwort
von Johannisbeergel, 123

Ich bin auch Vegetarier, aber ohne Tomaten auf den Augen. 

Evolutionär bedingt gab es früher schon Arbeitsteilung mit Jägern und Sammlern. Dann sind Menschen sesshaft geworden, haben zB Hunde für das Schafehüten gehalten. Katzen haben schon die alten Ägypter verehrt. Dann haben wir angefangen uns in Dörfern und Städten zu organisieren und in Berufe zu teilen. Das heißt der Schmied musste sich nur darum kümmern, weil er wusste, dass der Bauer ihm die Eier und Milch liefert, der Metzger konnte sich da die Tiere auch holen und zerteilt und verarbeitet (zB auch geräuchert, gepökelt usw) weiterverkaufen und der Fischer will auch nicht jeden Tag vom Eigenbedarf Fisch essen, sondern auch mal gegen Fleisch oder andere Dinge tauschen bzw verkaufen. Das ist ganz normale Arbeitsteilung und eine Entwicklung aus Angebot und Nachfrage. Die Bauern und Angestellten leben davon. Und wenn ein Bauer für 10.000 Haushalte die Nachfrage deckt, können 10.000 andere Leute sich um anderen Kram kümmern: Elektriker, Maurer, Maler, Bankangestellter, Bürokaufmann whatever 

Wenn du von heute auf morgen diesen Geschäftszweig abknipsen würdest, wären tausende Leute arbeitslos, ihre Ausbildungen wären wertlos usw 

Antwort
von Mewchen, 95

Klar haben Tiere ein Recht auf Leben. Aber ich habe auch das Recht, meine Ernährung zu gestalten, wie ich möchte. Und ich esse eben gern Fleisch. Dazu muss dann eben ein Tier sterben. Das ist der Kreislauf des Lebens. Sehen wir jetzt mal von dem ungesunden Umgang mit Fleisch in der heutigen Zeit ab, ist daran nichts verwerfliches. Wie mit den Tieren allerdings größtenteils umgegangen wird, verurteile ich. Deswegen kaufe ich mir selbst auch kein Fleisch und esse eigentlich nur noch Hühnchen oder Kaninchen, die mein Opa aufzieht. Also esse ich eben relativ selten Fleisch.

Warum man zwischen den Tieren unterscheidet? Das ist rein entwicklungsgeschichtlich zu betrachten. Manche wurden eben als nützliche Begleiter angesehen, die mehrere Zwecke erfüllen, während andere rein zur Nahrungsproduktion dienten.

Kommentar von Mewchen ,

na warum sind denn da schon wieder zwei Negativbewertungen ohne Begründungen? Wenn ich negativ bewertet werde, möchte ich bitte eine Begründung dafür und nicht einfach nur, weil meine Meinung nicht passt.

Antwort
von YsuchenderY, 3

Die Menschen haben keinen höheren Stellenwert, sie reden sich das nur gerne ein.

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