Warum haben manche Väter keine Verbindung zu ihren Kindern?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Wenn Männer Väter werden, bedeutet das noch lange nicht, dass sie sich so verhalten, wie wir es für angemessen erachten!

Manche tauchen ein in die neue Rolle und begeistern sich dafür, übernehmen die Pflege, das Beschäftigen, reden viel über ihren Nachwuchs und haben große Pläne mit den Kindern.

Das ist nicht davon abhängig, ob eine Frau an der Seite des jeweiligen Mannes ist oder nicht. Es ist eine Wesensfrage, ob sich jemand auf eine neue Situation so einlässt, die sein weiteres Leben bestimmt oder nicht.

Manche Männer leben ihr Leben weiter und haben Kinder. Sie zahlen, aber sie sind an Entwicklung und dem Leben ihrer Kinder nicht interessiert.

Freilich bekommen sie Druck, die Frau, die Familie, das bild in der Gesellschaft wirkt auch auf sie ein. Trotzdem sind sie auf sich bezogen, sie können keine selbstlose Liebe geben und tun es dann auch nicht, Die kinder bleiben ihnen fremd, da entsteht kein Band der Liebe oder des Blutes.

Du hast so einen Menschen als Vater, der sich in dieser Rolle weder gefällt noch sie je ausgeübt hat. Er verspricht halbherzig, er erkennt sehr wohl , dass es für dich wichtig wäre, ihn zu sehen, zu spüren , dass er an dir Interesse hat, stolz auf dich ist...aber er kann das nicht geben und zieht sich zurück.

Es liegt nicht an dir! Du kannst das nur wegstecken und weitere Versuche unterlassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn nie eine Bindung aufbebaut wurde, woher soll sie dann kommen? Ich habe mit meinem 11 Jahre lang zusammengelebt und trotzdem gab und gibt es nie eine Bindung zwischen uns.

Das kann viele Gründe haben, oft ist es einfach der Grund zu jung und ungeplant Erzeuger eines Kindes geworden zu sein. Ich habe kein Interesse an ihm und er nicht an mir. Wäre da nicht seine Frau die alle paar Jahre versucht den Kontakt zwischen uns herstellen zu wollen. Manches sollte man einfach ruhen lassen und nicht immer wieder aufwühlen, das führt nur zu unnötigen Enttäuschungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielen lieben Dank für die vielen aufschlussreichen Antworten, die mir gedanklich wirklich weitergeholfen haben. Ich hatte nicht bedacht, dass diese Gefühle nicht automatisch mit der Vaterschaft kommen. Als Kind wollte mein Vater mich haben, deshalb dachte ich, er müsste sie haben, denn er wollte mich ja, aber nicht meinen Zwillingsbruder... zum Glück hat die Richterin uns nicht getrennt, denn mein Zwillingsbruder war und ist das größte Geschenk, dass mir mein Vater machen konnte. Ich weiß noch nicht, ob ich den Ratschlag annehme, ihn eher in Ruhe zu lassen, um mich damit weniger zu enttäuschen (wie auch von mir selbst erst geplant) oder ihn doch weiterhin auf sanftmütige Art und Weise um ein Treffen bitte. Ich bin ihm auch nicht böse, es ist nur eine unerfüllte Liebe. Die Liebe vom Vater, die mich nicht erreicht, aber so ist das halt manchmal. Vielen Dank für euren Rat!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kenne zwei Fälle, in denen die Väter das Kind oder die Kinder nicht aufwachsen sahen. Beide sagen, dass es für sie Fremde sind.
Versuche es mal aus Sicht deines Vaters zu sehen. Er hat deine ersten Schritte, ersten Worte usw nicht miterlebt. Gene alleine machen keine elterlichen Gefühle aus. Ich will ihn nicht verteidigen, denn er könnte sich wenigstens Mühe geben. Nur ist es für ihn sicher auch nicht einfach. Von ihm werden nun quasi Gefühle verlangt, die er nicht hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke, dass dein Vater es wirklich will, wenn er sagt, dass er mehr Kontakt mit dir will. Allerdings scheint er von der Persönlichkeit her dazu unfähig zu sein.

Ich würde das nicht auf bösen Willen schieben, sondern auf seine psychische Verfassung. Wahrscheinlich wäre euer Verhältnis nicht mal besonders innig, wenn du mit ihm aufgewachsen wärst und nicht fast eine Fremde für ihn.

Ist natürlich kein Trost für eine Tochter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hi,

nicht jeder Mensch ist ein guter Vater oder eine gute Mutter.

Ich kenne z.B. zwei Frauen, die sich bewußt gegen Kinder bekommen entschieden haben weil sie selbst der Meinung sind, sie würden keine gute Mutter sein.

In unserer Gesellschaft ist das aber ein Tabu-Thema. Menschen, die keine Eltern sein wollen, werden gerne als karrieregeil oder kaltherzig angesehen. Für viele gehört es zum "Mensch" sein einfach dazu, Kinder haben zu wollen.

Deine Basis scheint völlig intakt zu sein, denn du hast ihn während deiner Kindheit nicht vermisst. Das du auf ihn neugierig bist ist völlig verständlich, aber es scheint für dich nicht ein zentrales Thema deines Lebens zu sein.

Konzentriere dich darauf, die anderen Mitglieder deiner Familie besser kennen zu lernen, z.B. deine Schwiegereltern. Und kümmere dich um deine Freundschaften, damit deine Kinder später viele "Tanten" und "Onkels" haben, die an ihrem Leben teilhaben wollen.

October

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es kommt auch auf die Trennung von deiner Mutter darauf an.

Viele Männer können das zeitlebens nicht verkraften.

Dann sieht dein Vater in dich auch deine Mutter.

Lasse in Zeit, vielleicht klappt esirgendwann einmal.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?