Blubi am 17.12.2008 um 14:07 Uhr

Ich kenne leider keine Exhäftlinge. Und schon gar keine mit Lidstrichtätowierung, vermute aber, die vertreiben sich die langweilige Zeit im Knast.

Man will ja für den Zellenkollegen attraktiv bleiben.

Irgendwie muß man dort die Zeit überbrücken :)
Habe aber mal gehört, daß ein tättowierter Tropfen unter dem Auge, das Zeichen für Macht im Knast ist.
wolfgang1956 am 17. Dezember 2008 14:09 Du kennst Dich aus! (lol)
kaesbrot am 17. Dezember 2008 14:10 Ja, die 15 Jahre haben Spuren hinterlassen ;))
Guppy194 am 17. Dezember 2008 14:48 @kaesbrot: genau so isses; siehe meine Antwort
Weil Sie Langweile hatten?
auch mein gedanke
schildi am 17. Dezember 2008 14:11 DH

Weil sie es cool finden böse auszusehen ?!
Blubi am 18. Dezember 2008 21:46 Was sieht denn daran bitteschön böse aus ???

Auszug aus Bamman/Stöver (Tätowierung im Strafvollzug Seite 63):
...
hingewiesen wurde auch auf die „drei Punkte“ (vgl. Girtler 1989, S. 98; s. dazu auch Bomeier, in diesem Band). Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang, dass es bei den genannten „knasttypischen“ Tattoos in erster Linie um solche geht, die die Hafterfah-rung betonen („drei Punkte“) oder die für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe stehen (Gangzeichen). Es geht bei diesen Symbolen also gerade nicht um eine Identitätsäußerung des Gefangenen, sondern darum, dass er sich bemüht seinen Platz in einer Gruppe (und sei es die Gesamtheit der Strafgefangenen) zu finden und seinen Status z. B. über die Auswahl eines Motives und der damit implizit verbundenen Botschaft zu definieren.
...
grundsätzlich galt früher: je angefangenen 10 Jahren Knast 1 Punkt.